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Erneut Meldungen von Bränden in russischen Ölraffinerien. | Hat die Ukraine Putins Achillesferse entdeckt?

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Ein Exportstopp für Kraftstoffe aus Russland besteht bereits. In vielen russischen Städten besteht Kraftstoffmangel.

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28.08.2025

+++ 11:47 Ukraine bestätigt Angriffe auf zwei russische Raffinerien +++

Nachdem russische Telegram-Kanäle von einem ukrainischen Angriff auf die Raffinerie Novokuibyshevsk in der Oblast Samara berichtet haben, hat die Ukraine die Meldungen nun bestätigt. Das ukrainische Militär habe die Anlage angegriffen, zudem sei eine weitere Raffinerie in Afipsky in der Oblast Krasnodar attackiert worden. Der Brand in Afipsky konnte örtlichen Behörden zufolge gelöscht werden.

Quelle: NTV, tagesschau

Russische Telegram-Kanäle haben von einem Angriff auf die Raffinerie Novokuibyshevsk in der Oblast Samara berichtet. Die Anlage befindet sich 900 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt. Sie soll eine Produktionskapazität von 8,3 Millionen Tonnen Öl pro Jahr haben, heißt es in den Berichten. Bereits Anfang August sei die Anlage Ziel ukrainischer Angriffe geworden, seitdem werde dort nicht mehr gearbeitet. In den Gruppen werden Fotos und Videos gezeigt, die Flammen und Explosionen zeigen. Das Material und die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

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27.08.2025

Rückschlag für Russland: Ukraine legt 17 % der russischen Ölraffineriekapazität lahm

Die Ukraine hat in den letzten Wochen ihre Angriffe auf den russischen Energiesektor erheblich verstärkt und es geschafft, die Ölraffineriekapazitäten zu stören, was die Kriegswirtschaft Moskaus schwächt, die Hauptfinanzierungsquelle der Moskauer Kriegsmaschinerie.

Die jüngsten Angriffe Kyjiws auf 10 russische Ölraffinerien haben Berichten zufolge mindestens 17 % der gesamten russischen Raffineriekapazität lahmgelegt, was 1,1 Millionen Barrel pro Tag entspricht.

Die gezielte Kampagne der Ukraine konzentriert sich auf Raffinerien, Öldepots und militärisch-industrielle Einrichtungen. Damit stört Kyjiw die Fähigkeit Moskaus, Öl zu verarbeiten und zu exportieren. Die ukrainische Kampagne führte auch zu Engpässen in einigen russischen Regionen und auf der von Moskau annektierten Krim.

Am Sonntag griff Kyjiw ein Gasterminal in der Region Leningrad und eine Ölraffinerie in Samara an.

24.08.2025

Ukrainischer Drohnenangriff setzt Raffinerie in Brand

Russland meldete nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer in einer Ölraffinerie. Örtlichen Behörden zufolge brach der Brand in dem an der estnischen Grenze liegenden Ostseehafen Ust-Luga aus. Inzwischen soll das Feuer gelöscht worden sein. Über dem Hafen seien zehn Drohnen abgeschossen worden, schrieb der Gouverneur des die Millionenstadt St. Petersburg umgebenden, sogenannten Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, auf Telegram.

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Meinung des Tages: Wo könnte die Ampel sinnvoll sparen, wo Einnahmen generieren?

Die Ampel steht vor einer großen Herausforderung. Die Umwidmung von 60 Milliarden Euro vom Etat aus dem Jahr 2021 wurde vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärt. Geplant war von der Regierung, das Geld als Klima- und Transformationsfonds zu nutzen. Ursprünglich wurde das Geld jedoch als Corona-Kredit bewilligt. Nun sollte es für Klimaschutz sowie die Modernisierung der Wirtschaft eingesetzt werden – doch aufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ist das so nicht umsetzbar.

Wo gespart werden könnte

Verschiedene Optionen werden in der Ampel gerade diskutiert. Dabei scheint keine von allen Seiten als einfach umsetzbar angesehen zu werden. Lindner (FDP) nannte drei große Kostenblöcke: Sozialausgaben, Förderprogramme und internationale Finanzhilfen. Nicht gekürzt werden soll hingegen bei der Bundeswehr aufgrund der Bedrohungslage, die seit dem Krieg in der Ukraine herrscht.

Hitzige Diskussionen gibt es allerdings um die geplante Erhöhung des Bürgergeldes. Mehr als fünf Millionen Bürgergeld-Empfänger sollen zum 01. Januar 2024 circa 12 Prozent mehr Geld bekommen. Die Erhöhung ist aufgrund der monatelangen Inflation geplant – doch Lindner bewertet die derzeitige Entwicklung der Inflationsrate als überraschend positiv. Denn im November sank die Inflation auf 3,2 Prozent, allerdings basiert die Überlegung zur Bürgergeld-Erhöhung noch auf einer Inflation von 9,9 Prozent. Entsprechend fordern Vertreter der FDP eine Rücknahme der geplanten Erhöhung. Zurückgewiesen wird das vom Sozialminister Hubertus Heil (SPD). Jährliche Anpassungen seien vorgeschrieben – Einsparungen im Sozialbereich sind für die SPD keine Option.

Kritisch wird es auch, wenn die Strompreise betrachtet werden. Viele werden sich vermutlich daran erinnern, dass vor einigen Monaten viele Anbieter ihre Preise massiv erhöhen mussten. Die Strompreisbremse wurde eingeführt, sodass zwar ein Anstieg zu spüren war, jedoch nicht in dem sich ursprünglich abzeichnenden Maße. Auch für kommendes Jahr war ein Bundeszuschuss geplant, um Strompreise zu dämpfen – in Höhe von 5,5 Milliarden Euro. Der Haken: Das Geld sollte aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds kommen, der nun allerdings aufgelöst werden muss. Die Strom- und Gaspreisbremse endet damit schon zum Ende des Jahres, statt wie ursprünglich geplant im März 2024.

Die Grünen sprechen sich für einen Abbau von klimaschädlichen Subventionen aus. Laut Sven-Christian Kindler (haushaltpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion) profitieren von diesen Subventionen primär Menschen mit (sehr) hohem Einkommen und auch klimaschädliches Verhalten würde bevorteilt werden.

Rechenbeispiele – wo mehr Einnahmen generiert werden könnten

Abgeschafft werden könnten beispielsweise die Kerosinsteuer-Befreiung aber auch das Diesel- und Dienstwagenprivileg.

Aufgrund eines Abkommens von 1944 ist Kerosin in der gewerblichen Luftfahrt komplett von der Mineralölsteuer befreit. Würden alle innerdeutschen Flüge jedoch damit besteuert werden, gäbe es circa 600 Millionen Euro mehr an Steuereinnahmen.

Auch wird derzeit Benzin höher besteuert als Diesel. Obwohl die KfZ-Steuer für Diesel-PKWs höher liegt, haben Diesel-Fahrer derzeit noch einen Steuervorteil, besonders, wenn es sich um Vielfahrer handelt. Schätzungen zufolge entgehen dem Bund durch diese unterschiedliche Besteuerung jährlich circa 7,4 Milliarden Euro.

Auch beim Dienstwagen könnten Mehreinnahmen warten. Wenn ein Dienstwagen privat genutzt wird, muss dies zwar als Einkommen verteuert werden, allerdings wird dafür meist die Ein-Prozent-Regel genutzt. Das bedeutet letztlich, dass die Durchschnittskosten durch jeden zusätzlichen Fahrtkilometer sinken. Dadurch entgehen dem Fiskus bis zu 5,5 Milliarden Euro.

Unsere Fragen an Euch: Was denkt ihr, wo am meisten Gelder gespart werden könnten? Sollten etwaige Subventionen abgeschafft werden? Befürchtet ihr, dass die Strom- und Gaspreise wieder massiv ansteigen? Wie könnte das Loch im Haushalt langfristig wieder gefüllt werden?

Wir freuen uns auf Eure Antworten!

Viele Grüße

Euer gutefrage Team

Quellen:

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/haushalt-ampelkoalition-100.html https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/klimaschaedliche-subventionen-100.html
https://www.sueddeutsche.de/politik/lindner-strompreisbremse-gaspreisbremse-ende-1.6309131

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Ist ein Atomantrieb nicht für Flugzeuge denkbar?

Hallo zusammen,

schon vor vielen Jahren erschien im Internet ein Bericht über eine amerikanische Firma (oder Startup), die an einem Auto mit Thoriumantrieb forschte. Thorium zeichnet sich durch seinen enormen Energiegehalt aus, ist zugleich extrem günstig und nur 1 Gramm soll ausreichen, um ein Auto theoretisch 100 Jahre lang fahren zu können.

Aufgrund der weltweiten Unfallstatistik im Straßenverkehr ist ein leicht atomarer Antrieb in Fahrzeugen aber höchst unwahrscheinlich.

Was aber, wenn wir kleine Flüssigsalzreaktoren hätten, mit denen Flugzeuge angetrieben werden könnten? Flugzeuge stürzen weitaus seltener ab als ein Auto verunfallt. Da man nur sehr geringe Mengen Thorium benötigt, hätte man wahrscheinlich sogar eine beachtliche Gewichteinsparung, was erneut positiv wäre.

Einer Recherche zufolge haben die Amerikaner bereits in den 1950er Jahren an einem solchen Antrieb geforscht, es aber mit dem Bau von Interkontinentalraketen sofort verworfen. Die Pläne hierfür würden sich sicherlich noch irgendwo finden lassen.

Was denkt ihr, wäre das nicht eine ideale Alternative zu Kerosin? Überwiegt der Nutzen nicht das Risiko? Den Reaktor könnte man immerhin absichern, sodass selbst im Falle eines Crashes die Folgen sehr gering wären.

Weitere Infos bietet dieser Artikel aus 2022, der meiner Meinung nach sehr gut geschrieben ist:

https://paz.de/artikel/perfekte-technologie-a6180.html

Flugzeug, Flughafen, Energie, Benzin, Fluggesellschaft, Kerosin

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