Hallo zusammen,
ich habe seit mehreren Monaten ein Harnwegs-/Harnröhrenproblem und bin inzwischen ziemlich verunsichert.
Vor über einem Monat war ich beim Hausarzt, weil ich beim und nach dem Wasserlassen ein Brennen in der Harnröhre hatte, häufiger Wasser lassen musste und allgemein das Gefühl hatte, dass etwas nicht stimmt. In der Urinprobe wurde Blut festgestellt, deshalb bekam ich Cotrim Forte für 10 Tage. Es brachte keine Besserung.
Einige Wochen später war ich beim Urologen. Dort wurde erneut Urin untersucht, zusätzlich sollte ich Morgenurin abgeben. Nach der normalen Urinprobe fragte der Urologe, ob ich die Blase vollständig entleert hätte. Ich war mir sicher, dass sie leer sei, beim Ultraschall war aber noch Restharn sichtbar.
Da die Beschwerden akut waren, bekam ich Doxycyclin für 7 Tage. Den Morgenurin konnte ich allerdings erst 3 Tage nach Beginn des Antibiotikums abgeben. Die Einnahme ist seit über einer Woche beendet, die Beschwerden sind aber weiterhin da: schwächerer Urinstrahl, Nachtröpfeln, Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung und teilweise leichtes Brennen.
Laut Urologe war die Laboruntersuchung bisher unauffällig; es wird nur noch nach zwei bestimmten Bakterien gesucht. Das Endergebnis soll ich am Dienstag erfragen.
Als möglichen Auslöser sehe ich nicht nur eine Infektion: Ich hatte zuvor eine aggressive Seife im Intimbereich benutzt, wodurch die Haut stark ausgetrocknet war. In der Zeit kam es auch zu stärkerer mechanischer Reizung beim Masturbieren. Dabei hatte ich einmal einen starken Schmerz im Penis/in der Harnröhre. Rückblickend frage ich mich, ob ich dort etwas verletzt haben könnte. Danach habe ich leider nicht besonders darauf geachtet, und die Beschwerden nahmen zu.
Da zwei Antibiotika nichts gebracht haben und die Urinproben bisher unauffällig waren, mache ich mir Sorgen, ob es z.B. eine Harnröhrenverengung oder etwas Ähnliches sein könnte. Die Symptome wie schwächerer Strahl, Nachtröpfeln und Restharn passen für mich leider dazu. Gleichzeitig habe ich Angst vor Untersuchungen/Eingriffen an der Harnröhre, weil ich Sorge habe, dass dadurch alles schlimmer werden könnte.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht — besonders nach Reizung/Verletzung oder bei Verdacht auf Harnröhrenverengung? Wie wurde das bei euch abgeklärt und was kam am Ende heraus?
Mir ist klar, dass nur ein Urologe das sicher beurteilen kann. Ich suche vor allem Erfahrungsberichte, weil mich die Situation gerade stark belastet.
Danke.