Gemälde zu Werbezwecken benutzt, wieviel Schadensersatz?

Ich weiß, die Frage hier ersetzt keinen Anwaltsbesuch, aber bevor ich so eine weitreichende Entscheidung treffe, brauche ich eine "Hausnummer".

Ich habe schon ein paar Urteile zum Thema "Beiwerk" in der Werbung gelesen und hier ja auch schon ein paar Kommentare dazu bekommen. Es sei mal dahingestellt, ob es sich nur um ein Beiwerk zum eigentlichen Verkaufsobjekt handelt. Meiner Meinung nach nicht.

Wie auch immer. Das Foto/die Fotos! mit mehreren Gemälden von mir werden öffentlich gepostet auf Facebook, Instagram, evtl auch noch bei houzz, im Katalog und anderen, um damit für Möbel zu werben.

D.h. für mich dass diese Fotos irgendwann möglicherweise hunderttausendfach zu sehen sind und für den besseren Verkauf der Möbel sorgen. Das Wohnambiente sieht mit Bildern an der Wand eben besser aus, als ohne. Mein Name bzw Copyrighthinweis wurde nicht beaknntgegeben.

Klar ist; auffordern, abmahnen etc.

Doch wieviel ist sowas wert? Hätte von Anfang an mein Name dort gestanden, sind wir jetzt nach gerade mal 24 Std schon bei mehreren Hundert Personen mit like, die den Namen dann gelesen hätten. Wie oft bereits geteilt wurde, weiß ich nicht.

Nun sollte mich ja eher geehrt fühlen, dass man meine Bilder dafür benutzt, aber wenn andere sich damit dumm und dämlich verdienen und ich dafür nichts bekomme, ärgert es mich eben doch.

Wer weiß, wie weit das noch reicht und wer sich damit alles bereichert. Sei es der, der es abmalt oder anders vermarktet oder oder.

Wie schon gesagt, alles unabhängig davon, ob man das nur als Beiwerk bezeichnet oder es maßgeblich zur Verschönerung beiträgt. Die Geschmäcker sind ja unterschiedlich.

Leider kann ich die Fotos hier nicht posten, ohne gegen ein weiteres Urheberrecht zu verstoßen (das des Fotografs)..

Werbung, Schadensersatz, Kunst, Gebühren, Facebook, Urheberrecht, Copyright, Gemälde, Lizenz, Nutzungsrecht, Instagram
Welche Textsorte ist das?

Hier der Text:

Ingo Rütten: Die Macht der Werbung – oder das Märchen vom bösen Wolf (2016)

Du gehst durch den Supermarkt und willst Bier kaufen, aber nicht irgendeins, sondern nur Beck’s, weil es nach der großen weiten Welt schmeckt. Du kaufst Zigaretten und greifst nach den Gauloises, der Marke, die dich als Individualisten ausweist. Du willst eine Jeans und holst die nicht bei Aldi, sondern

im neuen Diesel-Store.

Warum? Ganz einfach! Du wurdest manipuliert. Durch Werbung. Wie in Science-Fiction-Romanen werden dir immer und immer wieder Markenbotschaften eingetrichtert. Wie ein Mantra graben sich die Produktnamen in dein Hirn. Du wurdest manipuliert. Durch Werbung. Du würdest dich ja gerne anders entscheiden. Nach dem Preis. Nach Qualität. Nach objektiven Kriterien. Aber du wurdest

manipuliert. Durch die böse Werbung ... Ich arbeite seit 10 Jahren in dieser Branche und diese Argumentation begegnet mir immer wieder. Und jedes Mal verblüfft sie mich aufs Neue. Intelligente und selbstbewusste Menschen versuchen, mir zu erklären, dass sie durch Werbung manipuliert werden. Sie glauben allen Ernstes, dass sie gegen die Markenbotschaften wehrlos sind. Doch das ist Unsinn. Denn Werbung kann niemandem den freien Willen nehmen. Jeder bleibt zu jedem Zeitpunkt

Herr seiner Entscheidungen.

Werbung schafft es lediglich, die Entscheidung für eine bestimmte Marke wahrscheinlicher zu machen. Dadurch, dass die Marke sympathisch dargestellt wird. Durch die Lieferung von Argumenten, die die Wahl für dieses Produkt und gegen die Konkurrenz leichter machen soll. Oder durch eine häufige Wiederholung des Logos an allen Orten, damit die Marke wichtig und präsent erscheint. Die

letztendliche Entscheidung liegt aber ganz in der Hand des selbstständig denkenden Menschen. [...]

Gruppenzwang, Prestigesucht oder Gewohnheit kann Menschen zu mancher Markenwahl manipulieren. Werbung vermag das zum Glück nicht.

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