Kontopfändung und Ruhendstellung?

Hallo.

Ich habe vor 5 Tagen eine Kontopfändung erhalten. Ich habe keine Post vom Inkassobüro bekommen. (Wie sich raus stellte, wurde sie fälschlicherweise an meine Mutter geschickt. Da ich keinen Kontakt zu ihr habe, erfuhr ich von ihr auch nichts. Zählt als Unterschlagung, ich weiß.)

Am Montag habe ich per Telefon eine Ruhendstellung (von Bank zugestimmt) und Ratenzahlung mit dem Inkassobüro vereinbart. Die Forderung Beträgt 211€ (mein letztes Geld bis Ende Monat: 211,78€) Ich beziehe zusammen mit meinem Freund zzt. ALG ca. 760€. Davon gehen 350-400€ für Rechnungen und Schulden ab.

So. Bis spätestens Mittwoch sollte die Ruhendstellung in Kraft treten. Da bis gestern nichts passiert ist, habe ich da angerufen. Die Frau meinte dann, dass erst bei Zahlung der 211€ die Ruhendstellung erfolgt. Ich habe doch eine Ratenzahlung vereinbart von 20€!? Ich habe ihr meine finanzielle Lage erklärt. Ich meine, wie soll ich bis Ende Monat mit 78ct überleben? Ich habe keinen an den ich mich wenden könnte. Sie war sehr herablassend und unfreundlich. Sie meinte die ganze Zeit ich wäre selbst Schuld, es wäre nicht ihr Problem etc.

Ich habe das mit der Ratenzahlung erwähnt und dass mir ihre Kollegin am Montag nichts von den 211€ gesagt hat.

Sie: "Meine Kollegin hat es Ihnen gesagt. Sie ist eine sehr gut ausgebildete Angestellte. Sie hätte nicht vergessen, so etwas wichtiges zu erwähnen."

Ja klar. Ich Lüge also. Wenn ich das gewusst hätte, bräuchte ich nicht anrufen.

Ich bin mit meinem Latein am Ende. Ich liege doch unter dem Pfändungsfreibetrag??

Was mache ich jetzt am besten?

Danke im voraus.

MfG, Katiza

Recht, inkassounternehmen, Kontopfändung, Pfändung, Sperrung
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Wiedereinsetzung - Was passiert mit titulierten Forderungen?

Liebe User,

(es geht nicht um mich).

Person A hatte vor mehreren Jahren eine schwere depressive Episode. Ihr ging es so schlecht, dass sie zum damaligen Zeitpunkt sogar einen Betreuer beantragte. Jedoch waren die Ämter so überschwemmt, dass die Prüfung des Antrags tatsächlich 2Jahre in Anspruch genommen hat.

Mittlerweile geht es der Person wieder besser. Es ist sogar der Wiedereintritt ins Arbeitsleben ins Sicht. 

Wichtig: Für ihre gesundheitliche Situation während einer Episode von 2015 bis Ende 2017 wurde jedoch vom Betreuergericht ein fachärztliches Gutachten in Auftrag gegeben, welches ihr tatsächlich zweifelsfrei bestätigt, dass Sie ihre formalen Verpflichtungen nicht regeln konnte.

In diesem Zeitraum wurden mehrere Forderungen nicht bedient und bis zum Titel und Kontopfändung gebracht. Manche Forderungen sind berechtigt, andere nicht. Allein, die Person war damals nicht in der Lage in Widerspruch zu gehen.

Nun wird aufgeräumt. Einige Gläubiger stimmten Teilzahlungen und Aufhebungen zu.

Einige mauern, ignorieren das Gutachten komplett. 

Wie sind die titulierten Forderungen zu bewerten, angesichts dessen das mittlerweile ein Gutachten vorliegt?

Kann die Person die Titel realistisch anfechten und kippen? Danach wäre ja eine ganz andere Verhandlungsposition gegeben und alles könnte geklärt werden.

Nur momentan verfahren einige Gläubiger eben so, dass sie in die Akte schauen und "Titulierte Forderung" sehen und damit endet die Kommunikation.

Interessant wäre ja auch, wie die Zinsen angesichts des Zeitraums in Krankheit zu bewerten sind.

Sind für jeden Vorschlag offen und wollen auch mit den Gläubigern eine Einigung finden.

Besten Dank

Insolvenz, Recht, Anwalt, Sozialrecht, Mahnverfahren, Pfändung
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Lohnt sich bei 5000€ die Privatinsolvenz?

Hallo

ich frage aus gegebenen Anlass, jemand dem ich jetzt einen Mahnbescheid zukommen ließ - war so ein Exfreund von mir der kein INteresse daran hatte SChulden zu begleichen - hat nebenbei noch knapp 5000€ schulden.

Dieser Idiot war doch echt so blöd noch einen Konsumkredit bei der Bank aufzunehmen.

Er hat mir noch geschrieben dass es ihm wurscht ist und er sowieso gar nichts zurückzahlen will weil er jetzt erstmals 5 Jahre lang arbeitslos sein will um auf der faulen Haut liegen zu können und nebenbei halt die Privatinsolvenz durchlaufen lässt.

Denkt ihr dass da ernstzunehmende Gefahr besteht dass er das macht?

Also wenn er es tut und ich mein Geld verliere dann wäre es wegen des Geldes für mich nicht so schlimm, und ich würde ihn halt dann wegen verschiedenen Straftaten von ihm von denen ich weiß anzeigen.

Aber was denkt ihr? Ist dieses Risiko real? Bzw. kann man mit sowas durchkommen?

Ich weiß auch nicht ob er schon vorher eine Privatinsolvenz angemeldet hat ohne mir was zu sagen, den sein Auto steht nicht mehr bei ihm sondern wird von irgendjemanden zum verkauf angeboten.

Was denkt ihr darüber?

Also wenn man arbeitet dann lohnt sich eine Privatinsolvenz ja nur wenn man irgendwie in die Lage gerät hunderttausende Euros an SChulden anzuhäufen, evtl durch einen nicht versicherten Schadensfall, aber wegen ein paar tausend Euro, ich meine sowas hätte man ja in einem Jahr abbezahlt, aber gut wenn man arbeitslos sein will ist es anders.

Ich weiß auch gar nicht, was macht den eine Bank wenn sie erfahren dass gegen jemanden der einen Kredit bei ihnen hat ein Titel erwirkt wurde?

Also wie gesagt, den Mahnwisch habe ich ihm zuschicken lassen, und dagegen hat er nichts in der Hand, bzw. habe ich genug Beweise dafür.

wie schätzt ihr das ein?

wäre toll wenn isch da jemand auskennt und mir ein bisschen licht ins dunkel bringen könnte wie das alles ausschaut, also ich werde halt jetzt warten was er macht und dann sobald ich den titel habe öftestmöglich einen Gerichtsvollzieher hinschicken.

Geld, Gehalt, Schulden, Pfändung
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Kann man sich vor Gericht selbst vertreten im Zivilrecht?

Hallo

mir steht in den nächsten Monaten eine Gerichtsverhandlung bevor, es geht darum dass ich so einem Idioten mit dem ich einmal eine Affäre hatte vor einiger Zeit mal 300 Euro geliehen habe und diese nicht wiederbekam. (Und ja das war der der einmal bei einem Bierzelt jemanden zu Tode prügeln wollte.)

Ich habe ihn ein paar mal erinnert aber er ignorierte mich immer oder schrieb etwas freches zurück.

Vor ein paar Wochen schrieb ich ihm dann:

"Hallo NAME HERDENKEN

ich forderte dich auf den Betrag in Höhe von 300 Euro binnen 2 Wochen zu begleichen, andernfalls werden wir uns in naher Zukunft vor Gericht sehen.

Du tätest uns beiden einen Gefallen bei der Zahlung keine Probleme zu machen, aber wenn du möchtest helfe ich dir gerne dabei dir deine Zukunft zu verhauen.

Ich gewinne nichts dadurch, aber ich richte mich ganz nach dir."

Wie erwartet kam kein Cent sondern statt dessen lediglich ein paar besoffene Morddrohungen.

Ich schrieb nochmal dass er ja selbst entscheiden kann ob er freiwillig zahlt oder gerne tausende Euro zahlt. Er schrieb dann zurück dass er wenn ich ihn verklage sich vor Gericht schon irgendwie heraus redet und einfach sagt dass er das schon vor Wochen überwiesen hat und er mir dann noch alles mögliche anhängt.

Jetzt habe ich mal diesen Mahnbescheid da beantragt.

Ich weiß jetzt nicht ob er da Widerspruch einlegt oder nicht, ausschließen würde ich es aber nicht. (Vertrag ist da, Chatverläufe habe ich auch als Beweise und die Transaktionshistorie auch noch immer von daher kein Problem)

Allerdings möchte ich jetzt nicht 2000€ für einen Anwalt ausgeben, könnte ich mir zwar problemlos leisten und diese Kosten nachdem ich gewonnen habe auch an ihn abzugeben wäre zwar eine tolle Sache, aber es ist mir dann doch zu lästig irgendwie, die immens teure Gerichtsverhandlung muss er ja so oder so zahlen, da werden die für ihn entstehenden Kosten schon nicht zu kurz kommen.

Zahlen könnte er schon, wenn auch nicht allzu schnell, ich weiß nicht genau wo er arbeitet aber er war einmal beim Militär wo er wegen Unfähigkeit rausflog und jetzt ist er soweit ich weiß Hilfsarbeiter in der Gastronomie. Dort verdient man netto so ca 1400€ glaube ich.

Er besitzt ein Auto welches ein paar tausend Euro wert ist, könnte man sicher pfänden lassen, da er keinen Führerschein mehr besitzt ist er ohnehin nicht darauf angewiesen.

Kann man da einfach selbst zum Gericht hinfahren und sich selbst vertreten?

Oder muss man da einen Anwalt hinzuziehen?

lg Lisa

Geld, Schulden, Recht, Anwalt, Gericht, Gerichtsverhandlung, Pfändung, Zivilrecht
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Wäre es besser, sich neben einen Minijob nur einen Teilzeitjob anstatt Vollzeitjob zu suchen, wenn das Gehalt eine bestimmte Grenze nicht überschreiten soll?

Es geht dabei um die Pfändungsschutzgrenze eines P-Kontos. Derzeit liegt die Freigrenze bei etwa 1175 Euro. Alles darunter darf nicht gepfändet werden. Wenn man die Schulden sowieso nicht in absehbarer Zeit zahlen könnte und nur 200 oder 400€ mehr als die Freigrenze verdienen würde, so würde man bei einem Stundenlohn von 10€ etwa eine Woche also 40 Stunden umsonst arbeiten gehen.

Eine Bekannte von mir möchte nicht umsonst arbeiten gehen und ihr Geld quasi 'Verschenken'. Sie strebt eine Privatinsolvenz an und möchte nicht mehr als diese 1175 Euro verdienen. Sie ist auch gesundheitlich angeschlagen und könnte nicht in Vollzeit arbeiten.

Derzeit hat sie nur einen Minijob und verdient zwischen 300 und 400 Euro. Da sie auch mal mehr arbeitet, sollten schon 450€ eingeplant sein. Das heißt sie sollte mit diesen 450€, einen weiteren Job machen, wo sie dann insgesamt beim Gehalt nicht über 1175€ kommt.

1175 - 450€ = 725€.

Im Grunde heißt das, dass ein Vollzeitjob ihrer Ansicht nach unnötig ist. Sie möchte eher einen Teilzeitjob wo sie zusätzlich nicht mehr als 725€ Netto verdient. Ihr geht es geundheitlich sehr schlecht und sie möchte sich nicht unnötig abrackern, wenn sie ohnehin nichts davon hätte.

Die eigentlich Frage ist, viel viel sie Brutto verdienen müsste, um alles zahlen zu können. Beiträge für die Krankenversicherung und andere Abzüge müssen gezahlt werden.

Bei Miete würden ihr 400€ reichen und auch sonst kann sie sparsam sein. Das heißt, sie muss nicht zwingend 1175€ verdienen, es können auch nur 800, 900 oder 1000€ sein.

Wie viel sollte sie neben dem 450€-Job noch zusätzlich (Brutto) verdienen, damit sie mit dem Geld auskommt?

500€ Brutto 0%
600-800€ Brutto 0%
Über 800€ Brutto 0%
Geld, Minijob, Pfändung, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
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Was passiert wenn eine Behinderte Schulden hat, bei ihrer Schwester untergekommen ist und der Gerichtsvollzieher etwas pfänden möchte?

Ich habe im meinem Umfeld einen Fall, wo eine 23-Jährige enorm hohe Schulden durch Handyverträge und Ratenzahlungsangeboten verursacht hat. Sie hat sich vor einigen Jahren zum Teil Waschmaschinen, Elektrogeräte und diverse andere Dinge liefern lassen und diese dann weiterverkauft. Von dem erwirtschafteten Geld hat sie sich dann Barbiepuppen und Playmobil Figuren gekauft und diese an ihre ehemaligen Arbeitskollegen verschenkt.

Sie hat zeitweise schon in einer Behindertenwerkstatt gearbeitet. Ansonsten wurde sie als arbeitsunfähig eingestuft. Sie hat eine Schwerbehinderung zu 60%. Einen Abschluss hat sie auch nicht und sie wird wohl nie auf eigenen Beinen stehen können. Sie hatte damals schon mal einen Betreuer. Zur Zeit kümmert sich ihre Schwester um sie.

Die Schulden sind dazu auch noch trotz ihrer psychologischen Krankheit nicht mehr rückgängig zu machen. Es liegen schon Vollstreckungsbescheide vor und der Gerichtsvollzieher will nun Sachen pfänden. Sie hat aber keine pfändbaren Dinge, die die Schulden in Höhe von 15.000 Euro begleichen könnten. Ein Strafverfahren hatte sie auch schon wurde aber wegen der Behinderung als vermindert schuldfähig eingestuft.

Sie könnte versuchen Insolvenz anzumelden. Bisher hat das aber nicht geklappt. Sie beschäftigt sich lieber damit, Zeichentrickfilme zu sehen oder mit Lego zu spielen, anstatt sich eine Arbeit zu suchen. Werden die Schulden in 30 Jahren dann verjähren?

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