Allgeimeine Fragen zum P-Konto (Pfändungsschutzkonto)?

Hallo,

mein „Mann“ (zwar nicht verheiratet, aber seit über 20 Jahren zusammenlebend) und ich werden demnächst unser gemeinsames Girokonto leider in zwei einzelne P-Konten umwandeln lassen müssen.

Ich habe mich soweit auch schon informiert, das dann zum einen jeder ein einzelnes Konto benötigt, welche Freigrenzen es gibt usw. Allerdings ergeben sich daraus noch immer fragen, die mir bis jetzt noch niemand richtig beantworten konnte. Den Termin bei der Bank haben wir Ende Januar, aber ich möchte mich vorher schonmal schlau machen. Ich liege auch definitiv unter der Pfändungsgrenze, bei meinem Mann sieht es da schon etwas anders aus, er wird darüber liegen. Der darüber liegende Teil wird dann einbehalten, so weit, so gut. Nun meine Fragen:

1. Ich bekomme ca. 1.050 € Gehalt (mein Mann noch ca. 1.300 €, in ein paar Monaten jedoch fast 1.800 €), unser Arbeitgeber zahlt jedoch immer um den 29ten des Monats. Das Konto muß bis Monatsende ja leer sein. D.h. im ersten Monat (z.B. Kontoeröffnung zum 01.03.19) bekommen wir am 29.03. Gehalt. Den Freibetrag müßten wir ja dann eigentlich gleich runterholen, denn es darf ja zum Monatsende kein Guthaben mehr sein, richtig? Dann zahlen wir es am 01.04. jeder auf sein Konto wieder ein. Soweit auch gut. Aber … dann kommt ja am 29.04. wieder neues Gehalt - und schon wäre man ja weit über der Monatsfreigrenze. Oder denke ich da falsch?

2. Da wir ja nun zwei Konto haben wird ja einer von uns die ganzen Ausgaben (Miete, Strom, Telefon) von seinem Konto runtergehen lassen. Vermutlich wird das mein Mann machen. Da dann von meinem Konto allerdings keine „notwendigen“ Ausgaben runtergehen, kann der Gläubiger dann doch pfänden? Ebenso wenn ich z.B. die Hälfte der Miete, Strom usw. an meinen Mann überweise, dann wäre er ja noch mehr über seinem Freibetrag und es würde sofort einbehalten werden. Oder irre ich mich auch bei dieser Theorie?

Ich würde mich freuen wenn vielleicht jemand Erfahrungen damit hat und mit meine Fragen beantworten kann. Vielen Dank :)

P-Konto, Pfändung
2 Antworten
Amostream stimmt das?

PFÄNDUNGSTERMIN AM 13.12.2018 UM 13:20 Uhr.

   Unser Mandant (Amostream.de CINE AIR LIMITED) hat uns bevollmächtigt die unten aufgeführte Forderung für das Premium – Jahresabo ( 12 Monate / 1 Vertragsjahr ) einzuziehen. Uns legitimierende Vollmacht legen wir bei Bedarf vor Gericht vor.

Leider habe Sie die offene Rechnung trotz letzter Mahnung, und letzter Zahlungsaufforderung vor dem Mahnverfahren nicht beglichen.

Insgesamt beläuft sich die vorliegend geltend gemachte Forderung unserer Mandatschaft auf einen Betrag in Höhe von 479,16 Euro, der sich aus folgenden Einzelbeträgen zusammensetzt :

Hauptforderung: 358,80 Euro

Mahnkosten: 23,86 Euro

Inkassokosten: 96,50 Euro

Gesamtforderung: 479,16 Euro

Wir haben in einem Mahnverfahren ( gemäß §§ 688 ff. ZPO ) einen Vollstreckungstitel beim zuständigen Amtsgericht gegen Sie erwirkt. Aus diesem Grund wird Sie der Gerichtsvollzieher am 13.12.2018 besuchen, um Ihre Wertgegenstände zu pfänden.

Sollten Sie am genannten Termin verhindert sein, bitten wir um einen Anruf, um einen neuen Termin zu vereinbaren.

Tel.+49 302 5559-884

 

Wir haben ebenfalls einen richterlichen Durchsuchungsbeschluß erwirkt.

Sollten Sie am genannten Termin unentschuldigt nicht anwesend sein, wird ein Schlüsseldienst hinzugezogen. Die Mehrkosten müssen wir Ihnen zusätzlich in Rechnung stellen.

Sollten Sie Wiederstand leisten, wird der Gerichtsvollzieher die Polizei hinzuziehen.

Die einzige Möglichkeit, diese Maßnahme noch abzuwenden, ist die unverzügliche Überweisung des offenen Betrags von 479,16 Euro an folgende Bankverbindung :

Unsere Bankverbindung:

• Zahlungsempfänger: MARKUS HOHL LIMITED

• Bankinstitut: HSBC BANK PLC

• IBAN: GB91HBUK40181231437674

• BIC: HBUKGB4B

• Verwendungszweck: Invoice 14002GBT

• Betrag: 479,16 Euro

Senden Sie uns nach der Zahlungsleistung die Quittung bzw. einen Screenshot an die folgende E-Mail-Adresse zu: info@hohl-inkasso.eu

Um zusätzliche Gerichts – und Vollstreckungskosten zu vermeiden, legen wir Ihnen nahe den Gesamtrückstand bis zum 13.12.2018 zu begleichen.

Recht, Gericht, Pfändung, Wirtschaft und Finanzen
3 Antworten
Parkralle für Säumige Zahler, ist das nicht aus vielerlei Hinsicht rechtswiderig?

Ich wohne in einer kleinen Gemeinde (ca. 8000 Einwohner) in der jeder jeden kennt. Zu meiner großen Verwunderung habe ich gesehen, dass unsere männliche Politesse einem Auto die Fußschelle angelegt und das auto rundum mit roten Haftnotitzen beklebt hat. Ich hatte schon mal gehört, das unsere Gemeinde sowas bei säumigen Zahlern als letztes Mittel einsetzt. Ich frage mich aber dennoch, ist das nicht absolut rechtswidrig?

Zum einen kennt hier jeder jeden, es ist ja quasi ein öffentlicher Schuldpranger an Dem Meyers Leni da steht. "Der Leni haben´se dat Auto stillgelegt weil se Schulden hat." Zum anderen kann es doch nicht im Sinne des Erfinders sein, wenn die Leni jetzt nicht, oder unter erschwerten Bedingungen zur Arbeit kommt oder das Auto villeicht sogar zur Ausübung ihres Berufes braucht. Nicht mal ein Gerichtsvollzieher darf ein Auto oder andere unbedingt benötigte Dinge des Alltags pfänden, wie kann sich eine Kommune darüber einfach hinwegsetzten? Die Leni soll sich doch lieber ins Auto setzen und Geld verdienen um ihre Schulden bezahlen zu können.

Ich bin ja selbst nicht betroffen, aber ich finde dieses Mittel doch in jeder Hinsicht kontraproduktiv und beleidigend. Darf eine Gemeinde sowas?

Ich habe mal gegoogelt und so einige Kommunen fast nur in unserer Umgebung sind stolz darauf, wie schnell sie dadurch an ihr Geld kommen... Aber das kann doch nicht der richtige Weg sein? Oder ????

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2 Antworten
Im Privatinsolvenzverfahren eine freiberufliche Nebentätigkeit ausüben?

Guten Tag,

Person A befindet sich im Insolvenzverfahren (nach Prüfungstermin, vor Schlusstermin) und arbeitet angestellt (hier Lohnpfändung über AG).

Person A möchte zusätzlich freiberuflich (Honorarbasis) arbeiten ohne ein Gewerbe anzumelden. Es besteht kein finanzielles Risiko, da keine Verbindlichkeiten oder Aufwendungen geleistet werden müssen. Person A plant einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung mit Wunsch nach Kleinunternehmerregelung an das Finanzamt zu schicken, um die Rechnungen ohne Umsatzsteuer auszustellen.

Person A möchte seine Kunden die kompletten Honorare direkt auf das Verfahrenskonto überweisen lassen und die Einkommenssteuervorrauszahlungen vom privaten Konto an das Finanzamt senden. Eine Überweisung der Honorare an das private Konto und Weiterleitung an das Verfahrenskonto würde den Verfügungsrahmen des privaten Kontos (Pfändungsschutzkonto) zu sehr belasten.

1.) Was spricht gegen dieses Vorgehen?

2.) Kann der Insolvenzverwalter eine freiberufliche Beschäftigung auf Honorarbasis (ohne Risiko) im Insolvenzverfahren vor der Wohlverhaltenszeit untersagen?

3.) Ist eine Freigabeerklärung vom Insolvenzverwalter ans Insolvenzgericht notwendig?

4.) Wenn das Insolvenzgericht die Freigabeerklärung bekannt gibt, wer wird konkret angeschrieben, bzw. wo wird es veröffentlicht?

5.) Ist eine Restschuldbefreiung bei Begleichung aller angemeldeten Verbindlichkeiten und Verfahrenskosten auch vor Schlusstermin im Insolvenzverfahren möglich?

6.) Sollte es vor dem Schlusstermin zu einer Restschuldbefreiung kommen, werden Gläubiger, die Ihre Forderungen bis hierhin (ca. 4 Monate nach Prüfungstermin) nicht angemeldet haben und hatten noch einmal angeschrieben?

7.) Wird der Schlusstermin bei Restschuldbefreiung (während des Insolvenzverfahrens) vorgezogen und bis wann haben Gläubiger in diesem Fall noch Zeit, Forderungen anzumelden?

8.) Unwahrscheinlich dass es die Möglichkeit gibt, aber dennoch: Sind private Schenkungen per Überweisung im Insolvenzverfahren erlaubt oder rechtlich problematisch, ggf. sogar direkt auf das Verfahrenskonto?

Alle Fragen sind nach langer Suche im Internet und Fragen an Beteiligte offen geblieben. Freue mich auch auf Teilantworten. Danke und einen Schönen Sonntag!

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