Ich habe meinem Vermieter, nachdem ich mir von der Polizei bestätigen ließ, dass er unter der angegebenen Adresse gemeldet ist, eine Kündigung per Einschreiben geschickt. Mein Anwalt hatte mir empfohlen, die Kündigung nicht nur digital, sondern zusätzlich auch schriftlich per Post zuzustellen.
Den Einlieferungsbeleg habe ich dem Vermieter ebenfalls per SMS zugesandt, da ich nach unserem Gemetzel erfuhr, dass er nicht vor Ort wohnt sondern 900-1000km entfernt.
Der Grund für die Kündigung ist, dass ich trotz Zahlung der Kaution und der Miete keinen Termin für die Schlüsselübergabe erhalten habe. Ich habe mehrfach höflich darum gebeten, jedoch ohne Erfolg. Stattdessen wurde ich geghostet. Inzwischen wohnen dort zwei neue Mitbewohner. Eine davon habe ich bereits beim Besichtigungstermin kennengelernt. Ursprünglich dachte ich, die Besichtigung würde mit dem Vermieter stattfinden. Kurz vorher teilte er mir jedoch mit, dass sie mir die Wohnung zeigen würde.
Heute habe ich außerdem einen weiteren Mitbewohner kennengelernt, weil ich überprüfen wollte, ob die Wohngemeinschaft überhaupt existiert. Es sollte ursprünglich eine reine Frauen-WG sein. Der Mann, den ich dort antraf, sagte mir, dass er bereits seit dem 01.05. dort wohnt und somit zwei Wochen früher eingezogen ist. Ich hatte den Mietvertrag bereits am 27.04. unterschrieben und wusste davon nichts. Auch er hat den Vermieter nie persönlich kennengelernt und hat nach eigenen Angaben Schwierigkeiten, ihm die Kaution zu zahlen… Während ich alle Zahlungen geleistet habe, durfte ich nie einziehen.
Keine Sorge, die Angelegenheit ist bereits bei meinem Anwalt und der Polizei bekannt. Ich habe lediglich Angst, dass der Vermieter das Einschreiben nicht abholt, da er nach eigener Aussage nicht vor Ort wohnt und ich nur seine Meldeadresse in einer nahegelegenen Stadt habe. Auf meine diesbezüglichen Nachrichten hat er bisher nicht reagiert. Bei der letzten Nachricht wird lediglich „gelesen“ angezeigt.