Asiatische Mutter will, sollte ihr deutscher Mann an Corona sterben, mit ihrem Kind nach Asien zurück, das Kind ist hier verwurzelt und will das nicht -was tun?

Meine Freundin ist Thai, seit 20 Jahren in Deutschland und mit einem Deutschen verheiratet.

Sie haben einen 12jährigen Sohn, der asiatisch aussieht, sich aber ausschließlich deutsch fühlt.

Er ist hier geboren und sie leben im Haus ihrer Schwiegereltern, werden es später erben und sind abgesichert. Die Schwiegereltern wohnen auch in dem Haus.

Meine Freundin ist in ihrer angeheirateten Famiie sehr gut integriert und aufgrund ihrer hilfsbereiten offenen Art sehr beliebt im Ort, hat viele Freunde und Bekannte.

Der Sohn ist 12, hier geboren, auch der Sonnenschein der Familie, hat aber selbst Probleme damit, ein "Mischling" zu sein und anders als andere Kinder auszusehen.

Er fragt oft seine Mutter, warum er nicht hell ist, möchte nicht von anderen darauf angesprochen werden, woher sein Aussehen kommt und was für ein Landsmann er ist. Er wird nicht gemobbt, aber das bloße "Andersaussehen" wie andere macht ihm zu schaffen.

Er geht nun seit September auf eine weiterführende Schule, in die kein anderer Kamerad aus der Grundschule geht, und musste sich da bereits mit einem neuen Umfeld abfinden.

Zudem hat er privat aber viele alte und neue Freunde aus Kindergarten- und Schulzeit.

1x im Jahr fliegt er mit den Eltern nach Thailand und besucht seine Oma und 2 Schwestern seiner Mutter, die finanziell von meiner Freundin unterstützt wird.

Der Sohn möchte kein Thai lernen und findet das Land nur als Urlaubsland schön, fühlt sich nur in Deutschland zu Hause.

Nun hat sein deutscher Vater, der ein extreme Lungenvorerkrankung hat, Corona und liegt im Koma unter Beatmung.

Es geht ihm sehr schlecht. In dieser Situation hat meine Freundin ihren Sohn darüber informiert, daß es dem Papa sehr schlecht geht und ergänzte "wenn Papa stirbt, nehme ich Dich und wir gehen nach Thailand zurück".

Ihr Sohn ist fix + fertig und sagt, erstmal lebt Papa noch, wenn was passiert, geh alleine nach Thailand. Ich bleibe hier, bin hier aufgewachsen, habe Freunde, Familie, bin in einer neuen Schule, im Verein und lebe hier im Haus mit der Familie."

Der Junge spricht und schreibt kein Thai und kennt seine asiatische Familie nur von Urlauben, hat keinen echten Bezug dazu.

Sie arbeitet in 2 Minijobs, sucht aber eine Vollzeit Stelle, damit sie statt ihres Mannes demnächst arbeiten geht.

In Thailand hat sie außer Mutter + Schwestern niemanden und müsste auch arbeiten gehen, während ihr Sohn weder die Sprache spricht, noch Kultur und Umgebung kennt.

Ihre Mutter lebt in Armut in einem Dorf und wird von ihr unterstützt.

Ich habe meiner Freundin geraten, sollte ihrem Mann etwas pausieren, sich erstmal ein halbes Jahr Zeit zum Überlegen zu nehmen und zu schauen, wie das Leben dann geregelt ist. Ich halte den überstürzten Wegzug mit Kind aber für keine gute Idee, da sie beide sozial gut abgesichert sind und Hilfe der Familie, sowie viele Freunde haben.

Ich finde es nicht gut, ein pubertierendes Kind, das um den Vater trauert, in eine andere Kultur fernab der Heimat zu werfen. Was denkt Ihr?

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Online Dating: Worauf sollte ich achten?

Ich weiß, dass mir hier niemand eine definitive Antwort auf die Frage geben kann, ob ich auf einen "Romance Scam" reinfalle, aber ich würde trotzdem gerne ein paar Meinungen dazu hören.

Ich bin 23, weiblich, deutsch und habe mich kürzlich zum ersten Mal bei einer Dating-App (okcupid) angemeldet. Ich war mir nicht bewusst, dass der Standardradius für potentielle Matches auf "überall" eingestellt ist und habe daher "versehentlich" das Profil einer Frau nach rechts gewischt, die in Thailand lebt (nennen wir sie B - B ist 26, war für kurze Zeit Anwältin, bevor sie merkte, dass ihr das keinen Spaß macht und arbeitet jetzt als Tennistrainerin). Wir haben eine 99%ige Match-Rate (für diejenigen, die es nicht wissen: auf okcupid beantwortet man Fragen, die dann zur Berechnung der Kompatibilität verwendet werden) und unsere Chats spiegeln das wider. Wir schreiben jetzt seit etwas mehr als einer Woche und verstehen uns unglaublich gut. Vor ein paar Tagen haben wir die App verlassen und unsere Unterhaltungen auf Whatsapp und Instagram verlagert. 

Heute habe ich meiner Mutter von ihr erzählt (nicht weil es mir schon so ernst ist, meine Mutter und ich reden einfach über alles) und sie hat sich besorgt geäußert. B hat erwähnt, dass sie in Zukunft nach Europa (Land nicht genannt) ziehen möchte und meine Mutter denkt, dass sie vielleicht plant, mich für eine Aufenthaltsgenehmigung zu benutzen. Ich habe vorher nicht wirklich über diese Möglichkeit nachgedacht, das Einzige, worüber ich halbwegs nachgedacht hatte, war, dass ich vielleicht gecatfished werden könnte, aber das ist definitiv nicht der Fall, da sie bei Google (mit Bildern) auf der Seite ihres Arbeitgebers auftaucht, ihr Instagram 100% authentisch wirkt und sie mir tagsüber häufig Bilder von sich im Alltag schickt. Jetzt hat mich meine Mutter geradezu mit Artikeln über Leute bombardiert, die Ausländer geheiratet haben und nach der obligatorischen Ehedauer aufs Furchtbarste verlassen wurden. Ich weiß nicht, ob ich das ihrer generellen Voreingenommenheit gegenüber Online Dating in die Schuhe schieben soll oder ob sie Recht hat und ich tatsächlich vorsichtig sein sollte (abgesehen von der normalen "Kein-Geld-und-keine-Nacktbilder-schicken"-Sache). B scheint vom Aussehen her nicht in meiner Liga zu spielen, ist verbal sehr schnell sehr vertraut geworden (Kosenamen etc.) und obwohl ich sicherlich nicht reich bin (was - obwohl das Thema unserer finanziellen Situation nie zur Sprache kam - ich denke, sie kann es aus den Gesprächen über meinen Job/mein Studium herausfinden), bin ich offensichtlich in der Lage, eine Brücke zu einer dauerhaften EU-Aufenthaltsgenehmigung zu sein. Ich habe nicht vor, irgendetwas zu überstürzen, aber ich möchte eine ernsthafte Beziehung, die schließlich in einer Ehe endet, und laut ihrem Profil will B. das auch. Kann ich diese Bekanntschaft einfach so behandeln, wie ich es tun würde, wenn sie aus derselben Stadt wie ich wäre? Was sind üble Zeichen, auf die ich achten sollte?

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Ist die asiatische Mentalität in puncto Trauer und der Annahme von Hilfe anders als die europäische und wie kann ich meiner Freundin helfen?

Meine beste Freundin ist Thailänderin. Sie ist mit einem deutschen Mann verheiratet und sie haben einen 11jährigen Sohn.

Sie leben in einer kleinen Wohnung im Haus seiner Eltern zur Miete und werden das Mehrfamilienhaus irgendwann erben.

Sie ist auf seinen Wunsch hin lange Zeit nicht berufstätig gewesen, obwohl sie in Thailand eine technische Ausbildung absolviert und Berufserfshrung gesammelt hat.

Stattdessen ist sie sehr engagiert im Ehrenamt, in der Schule, bei Dorffesten und bietet überall ihre Hilfe an. Ein sehr liebenswerter, engagierter und beliebter Mensch.

Seit ihr Sohn an der weiterführenden Schule ist, arbeitet sie in 2 Minijobs als private Reinigungskraft.

Nun ist ihr Mann, der lange Zeit Alleinverdiener war, 2018 schwer an der Lunge erkrankt und musste mehrfach operiert werden.

Obwohl ich mit ihr eng befreundet bin (wir sehen uns wegen Corona nur nicht oft), erzählt sie erst auf Nachfrage, dass ihr Mann so schwer krank ist und sie Angst hat, dass er stirbt.

Ich sende ihr beispielsweise Grüße und frage, ob alle gesund sind und erfahre erst dann, dass ihr Mann schon länger im Krankenhaus ist. Erst dann berichtet sie von ihren Zukunftsängsten, von ihren Plänen, Vollzeit arbeiten zu gehen, um ihn zu entlasten.

An ihrem Geburtstag habe ich beide besucht und ich saß mit ihr draußen im Gartenhaus und sagte ihr, sie solle sich melden, wenn sie Hilfe braucht. Sie bedankte sich, meldete sich aber nicht. Ich würde sie gerne unterstützen, ihren Sohn mal abnehmen, sie begleiten oder zuhören, aber sie meldet sich nicht.

Sagt nur Danke und schickt mir Herzchen.

Da ich beruflich mit Japanern zu tun habe, weiss ich, dass die Mentalität teils anders ist als bei uns, deshalb bin ich unsicher, ob ich sie jetzt in Ruhe lassen soll, weil sie sich nicht meldet oder ob das mentalitätsbedingt eine Einstellung von ihr ist, anderen nicht zur Last fallen zu wollen.

Sie selbst ist nämlich extrem engagiert, hütet andere Kinder, backt, bastelt und steht sich für wohltätige Zwecke die Beine in den Bauch.

An Verwandten hat sie hier nur ihre Schwiegereltern, die beide auch in dem Haus wohnen und gebrechlich sind. Sowie die Schwester ihres Mannes mit Familie 1km entfernt.

Ihre Mutter und Schwestern leben in Thailand und sie kann diese nur besuchen, weil ihr Mann dafür das Geld gibt. Die Familie macht die Jahresurlaube immer in Thailand.

Sie senden ihrer Mutter auch Geld zum Leben.

Sollte ihrem Mann etwas passieren, ist das alles in Gefahr, die Miete, das Auskommen, die Besuche bei ihrer Mutter, die Unterstützung.

Sie überlegt nun, wieder zu arbeiten, da ihr Mann mittlerweile an der Beatmung hängt.

Ich würde ihr gerne helfen, aber weiß ihr Verhalten nicht zu deuten. Möchte sie keine Hilfe? Ist sie zu stolz, schämt sie sich?

Vielleicht könnten andere Asiaten mal einen Tipp geben, ob ich mich da mal blicken lassen soll.

Sie ist Buddhistin.

Lieben Dank.

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