Aus einer Rolle wieder rauskommen?

Ich hab mich jahrelang bzw mein ganzes Leben in die lustiger-Typ-Rolle reingedrängt. Ich hab viele Freunde und war (bin immernoch) der, der die besten Sprüche reißt, der über sich selbst lachen kann, der immer gut drauf ist und sich selbst für die Belustigung von der Umgebung und sich selbst ein bisschen zum affen gemacht hat. Ich hab vieles gemacht was andere nicht gemacht hätten (ohne jemandem zu schaden) zB irgendeine komplett kontroverse Frage in der Klasse zu stellen die man nicht ernstmeint aber sie vollernst stellt (zB ist das schlimm wenn ich mit meiner Cousine schlafe oder nicht?). Mein Vater beleidigt mich manchmal aus Spaß (unnötiges Kind, Mongo [nicht ernst gemeint]) und ich hab meinen Spaß. Jeder weiß das ich ein gutes Ego hab wenns um beleidigungen (ob aus Spaß oder nicht) geht.

Ich komme damit gut klar und es wird mich ja nicht ausgelacht sondern mit mir gelacht. Aber Abends sitzt man dann da und fragt sich was mit dem Rest ist. Das Leben besteht ja nicht nur aus Spaß sondern auch Liebe/Erotik, traurigkeit, Wut und Angst.

Für meine Kumpels bin ich der lustige Sprücheklopfer den sich keiner traurig vorstellen könnte und für die Mädchen der lustige Typ in der hinteren Reihe den aber keiner jemals daten würde.

Für einige klingt dass jetzt so als wäre ich unzufrieden und innerlich traurig. Versteht mich nicht falsch ich liebe es der lustige aus der Klasse zu sein aber was ist wenn ich mal eine Freundin habe? Ich will auch mal der süße Junge sein. Oder der, der auch mal weinen kann?

Ich musste in der Schule eigentlich noch nie traurigkeit oder liebe verstecken aber was ist wenn es mal so ist? Keiner aus meinem Umfeld -nichtmal ich- könnte sich mich als nicht-fröhlicher Typ vorstellen. Was ist dann?

Liebe, lustig, Schule, Freundschaft, Freunde, Psychologie, Liebe und Beziehung, Rolle, Soziales
Geschlechterolle und sexuelle Orientierung herausfinden?

Hallo Ihr,

Diese Frage bezieht sich nicht auf mich, sondern auf eine Methamorphose von Ovid. Genauer die Verwandlung geschichte der Iphis (9,666-797).

In dieser droht der Vater der Mutter, das gemeinsame Kind zu töten, sobald es als Mädchen geboren wird. Die Mutter verkleidet die neugeborene Tochter daraufhin, nach einem Rat der Götter, als einen Jungen und nennt sie Iphis. Als ein gewisses Alter erreicht wurde, arrangiert der Vater für den vermeintlichen Sohn eine Verlobung. Die beiden verlieben sich tatsächlich, die Verlobte findet heraus, dass sie mit einer Frau verheiratet werden wird, sie sagt jedoch, das spiele für sie keine Rolle. Trotzdem gehen Iphis und die Mutter erneut zu den Göttern, welche eine Geschlechtsumwandlung durchführen, um für Nachwuchs zu sorgen. Die beiden heiraten und lieben sich.

Die Verwandlung spiegelt bei Ovid (dem Autoren) generell immer das wahre innere Selbst wieder und sie verbildlicht Verhaltensweisen.

Die Methamorphose ordnet Iphis jedoch nicht eindeutig als Transexuell ein, vielmehr wurde es ihr ja beigebracht, sich wie ein Mann zu verhalten, was die Methamorphose auch verdeutlicht.

Ist sie, in Bezug darauf, trotz der Geschlechtsumwandlung, lesbisch?

Gibt es eine Einordnung in den Begriffen der Geschlechterollen, welche auf Iphis zutreffen?

Danke für eure Hilfe😊

Liebe, Sexualität, Psychologie, Gender, Geschlecht, Identität, Kinder und Erziehung, Rolle, Ovid, LGBT, Metamorphosen, sexuelle orientierung, Umwandlung, LGBTQ

Meistgelesene Fragen zum Thema Rolle