Sollte die Sperrklausel bei Wahlen in Deutschland abgeschafft, reformiert oder beibehalten werden?

Bei Landtags- und Bundestagswahlen gibt es in Deutschland bekanntlich eine Sperrklausel, meist als Fünf-Prozent-Hürde bezeichnet. Parteien, die diese 5% der Wählerstimmen nicht erreichen, sind im Parlament nicht vertreten und landen in der ruhmreichen Kategorie "sonstige". Dort tummeln sich zum Beispiel diverse Tierschutzparteien, die PARTEI, die DKP, die Humanisten, die Violetten, und zeitweise war sogar die FDP Ehrengast dieser illustren Runde. Manche meinen, dass sich die SPD vielleicht ebenfalls bald dazugesellen wird...

Diese Regelung verhindert zwar absolutes Chaos in den Parlamenten und erleichtert die Bildung stabiler Koalitionen, hat aber auch immerwieder zur Folge, dass recht große Prozentsätze der Wählerstimmen praktisch verpuffen und keinerlei Repräsentation erfahren. Das ist zum Beispiel immer dann der Fall, wenn eine oder mehrere Parteien knapp an der Sperrklausel scheitern.

Was denkt ihr über die Sperrklausel? Sollte sie so beibehalten werden? Sollte man sie absenken, oder umgekehrt erhöhen? Oder sollte man sie sogar völlig abschaffen?

Die Sperrklausel sollte bleiben. 66%
Die Sperrklausel sollte abgeschafft werden. 23%
Sie sollte gesenkt werden (z.B. 4%, 2% o.Ä.) 7%
Sie sollte erhöht werden (z.B. 8%, 10% o.Ä.) 1%
Im Bund abschaffen, den Ländern freistellen, ob sie bleiben soll. 0%
Im Bund behalten, den Ländern freistellen, ob sie bleiben soll. 0%
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"Wir predigen die Liebe und führen täglich Krieg" "Die halbe Welt verhungert, die halbe Welt hält still!"?

Findet ihr, dass die folgende Strophe aus dem Lied "Die Krone der Schöpfung" von Udo Jürgens viel über unsere heutigen Zeiten aussagt?

"Wir predigen die Liebe und führen täglich Krieg.

Wir kämpfen nicht für Ziele, nur für den eig'nen Sieg.

Wir sagen nicht mehr "Bitte!", wir schreien nur "Ich will!"

Die halbe Welt verhungert, die halbe Welt hält still!"

Ja, weil 80%
Nein, weil 19%
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Einigkeit statt Vielfalt?

Ich habe viele Freunde mit Migrationshintergrund... einige kommen ursprünglich aus Russland... andere aus Syrien... andere aus Frankreich.

Jeder einzelne wurde hier geboren und ist hier aufgewachsen. Doch nur meine Freunde aus Russland & Frankreich "fühlen" sich Deutsch und hegen einen gewissen Patriotismus gegenüber unserem Land. Meine zwei Freunde aus Syrien sind der Meinung Kulturen sind nicht Kompatibel und als Syrer kann man kein Deutscher sein...

Nun stell ich mir die Frage... warum wird an unseren Schulen den Kindern beigebracht das jeder einzigartig ist, das jeder seiner Kultur angehört und darauf Stolz sein sollte und wir ein "tolles" und vielfältiges Land sind... Wäre es nicht besser wenn an den Schulen stattdessen den Kindern beigebracht wird, dass jeder zwar aus anderen Ländern und Kulturen kommt, wir alle aber trotzdem Teil dieses Landes sind und hier leben ? Das wir trotzdem alle uns als "Deutsche" betrachten sollten, egal woher ?

Bringt Einigkeit nicht mehr als Vielfalt, Zwiespalt und Spaltung ? Durch Vielfalt lernen wir lediglich nur in "Sie" und "Uns" zu unterteilen, zu spalten, zu differenzieren... wir sehen uns aber nicht als Kollektiv, als Gemeinschaft und ein Volk.

Diese Entwicklung mag zwar "gut" sein, solange Vielfalt im kleinen Rahmen auftritt, doch sobald die Vielfalt wächst, so bricht der Zusammenhalt. Und dieser ist unglaublich wichtig, egal in welchem Bereich unseres Leben. Durch Zusammenhalt können wir Parallelgesellschaften vermeiden und schwere Krisen stemmen... Durch Zusammenhalt, Einigkeit und dazugehören geben wir den Menschen das Gefühl das auch sie etwas bewirken, ein Teil dieser Gesellschaft sind.

Was sind somit die wahren Vorteile von Vielfalt und Einigkeit ? Welche anderen Nachteile hat Vielfalt und warum wird uns immer wieder ins Gehirn geboxt und als Gut und wunderbar propagiert ?

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Hatten es Nachkriegspolitiker leichter, populär zu sein?

Von vielen hört man heute die Meinung, dass Politiker (vorallem Lokalpolitiker) fast nichts tun würden. Man bräuchte wieder Politiker wie früher, heißt es. Aber hatten es Nachkriegspolitiker nicht einfach leichter populär zu werden?

Als Beispiel möchte ich meine Heimatstadt Fulda nehmen. Als Alfred Dregger im Jahr 1956 Oberbürgermeister wurde, waren noch viele Gebäude vom Krieg gezeichnet. Die Infrastruktur lag mehr oder weniger brach. Kulturell gab es in Fulda überhaupt nichts. Egal, ob Dregger nun Schulen, Häuser oder Schwimmbäder bauen ließ; es war neu und die Leute waren begeistert. Es gab ja nichts, deswegen konnte er fast alles aufbauen. Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten. Und weil er eben diese Dinge hat aufbauen lassen, gilt er vielen Fuldaern als regelrechter Nationalheld.

Im Gegensatz dazu ist heute ja alles vorhanden. Der jetzige Oberbürgermeister muss keine Schwimmbäder oder Schulen bauen. Man braucht keine neuen Straßen. Er muss sich eher darum kümmern, dass die jeweiligen Bauwerke instandgehalten werden. Doch das geschieht eher im Stillen; ohne großen Medienrummel. Falls dann doch mal eine Baustelle sichtbar ist, maulen viele Fuldaer gleich über die vielen Baustellen. Viele Fuldaer haben den Eindruck, dass der Oberbürgermeister kaum etwas machen würde. Dabei macht er ja sehr viel, nur eben hinter den Kulissen.

Deshalb frage ich euch: Teilt ihr meine Meinung, dass es Nachkriegspolitiker wesentlich leichter hatten, im Volk populär zu werden, als heutige Politiker?

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