Warum sind viele Menschen heutzutage so verschwiegen?

Ich komme einfach aus einer Familie, wo man über ziemlich alles spricht. Wir wissen eigentlich sehr viel übereinander. Und wenn man in den Urlaub fährt oder ins Krankenhaus muss, dann erzählt man es den Verwandten vorher. So kenn ich es einfach von Kleinauf.

Dass man sich sowas in anderen Familien nicht erzählt, daran hab ich mich gewöhnt.

Mein bester Freund war letztens beruflich im Ausland. Ich hätte sowas wahrscheinlich ganz aufgeregt dem ganzen Freundeskreis erzählt, wenn ich im Ausland wäre. Er hats für sich behalten. Ich habs durch Zufall erfahren.

Aber sowas wie Geburten, Hochzeiten, Todesfälle - wenigstens das sollte man sich doch erzählen. Aber auch hier gibt es immer mehr Familien, die das für sich behalten. Hab heute z.B. durch Zufall erfahren, dass jemand, dem ich auch nahe stand, schon vor längerer Zeit gestorben ist.

Nur zum Vergleich: Wenn bei uns in der Verwandtschaft jemand stirbt, werden wir meist selbst mitten in der Nacht noch angerufen.

Der Tod hat in unserer Familie irgendwie einen ganz anderen Stellenwert als in vielen anderen Familien.

Ich kann es einfach nicht verstehen, wie Leute so viel für sich behalten wollen. Ob kleinere Sachen wie Auslandsaufenthalte, besondere Erlebnisse, aber eben auch große Sachen wie Geburten, Todesfälle, usw. Ich würde es überhaupt nicht aushalten, sowas für mich zu behalten. Ich erzähle sowas immer automatisch. Mich würde sowas innerlich auffressen.

Wenn es mir schlecht gehn würde und jemand fragt mich, wie es mir geht, dann könnt ich den überhaupt nicht anlügen. Meine Freunde können das. Denen gings manchmal schon richtig dreckig, aber ihnen gings immer gut, wenn ich sie gefragt habe.

Man liest auch immer öfter von Menschen, die tagelang tot in ihrer Wohnung liegen, bis sie gefunden werden, einfach weil die Menschen heutzutage immer mehr für sich alleine leben wollen.

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Wie kann man aus dieser Situation herauskommen?

Guten Abend Leute,

es ist derzeit so, dass ich ALG-2 beziehe und noch bei meiner Mutter wohne. Wir wohnen in einer Dachgeschosswohnung.

Ich bin 24. Ledig. Ausbildungssuchend. Während Corona war es schwer eine Ausbildung/Job zu finden.

Meine Mutter ist im Rollstuhl, hat Polyneuropathie und dazu Angst sowie Panikattacken sowie Depressionen. Sie ist also gefangen in der Wohnung. 2017 war sie auch kurzzeitig im Koma (Ich habe ihr das Leben gerettet) In der Wohnung dürfte sie auch erstmal wohnen bleiben, eben weil sie auch im Rollstuhl ist.

Während Corona habe ich viel Rücksicht auf meine Mutter genommen, also hab mich in der Zeit nicht mit Freunden getroffen, da sie Risikopatient ist.

Jetzt bin ich an einem Punkt gekommen, wo ich nicht mehr kann. Meine Mutter kommt damit nicht klar, dass ich ein eigenes Leben leben möchte. Sie möchte, dass ich am liebsten Zuhause bleibe. Dazu kommt emotionale Erpressung.

Ich habe mir schon eine Wohnung angesehen, da ich ausziehen möchte. Erlaubnis habe ich vom JC. Weitere folgen.

Es ist zurzeit nicht einfach für mich. Aber ich möchte nicht aufgeben. Kontakt würde ich auch halten zu meiner Mutter, aber ich möchte auch ein eigenes Leben haben.

Danke für jede Hilfe

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Wie geht ihr mit Veränderung im Leben um?

Ob positiv oder negativ - zum Thema "Vergänglichkeit guter und schlechter Dinge".

Ich habe in letzter Zeit ein wenig das Gefühl, dass das Leben und u.a. meine "besseren" Zeiten etwas an mir vorbeirauschen (Abitur, Jugend) und ich bin generell ein Mensch, der von guten Ereignissen, Momenten oder ehemals zwischenmenschlichen Beziehungen (Freundschaften etc.) manchmal schwerer loslassen kann, auch wenn ich weiß, dass es nicht mehr so ist wie es war. Auch wenn es manchmal wie im Märchen sich doch anders entwickeln kann. Also ich genieße es wirklich, aber manchmal kommt einfach ein sehr bittersüßer Beigeschmack bei sowas hoch.

Kennt ihr irgendwelche Denkanstöße oder Perspektiven, womit man besser von sowas loslassen kann und einfach besser in die Zukunft gehen kann, ohne diesen ganzen Ballast von Verlusten zu oft "nachzutrauern". Entwicklung und Veränderung gehören ja im Leben dazu, aber manchmal ist es so schwer es hinzunehmen.

Ich habe es bis jetzt zwar auch immer geschafft, aber mich würde sehr interessieren wie andere damit umgehen. Und damit meine ich nicht nur solche Wandsprüche wie "sei nicht traurig, dass es vorbei ist, sondern froh, weil es geschehen ist", weil die schon etwas durchgekaut sind. Habt ihr Weisheiten/Erfahrungen/Perspektiven, die euch es erleichtern im Leben weiterzugehen oder loszulassen? Wie schätzt ihr das Leben wert bei sowas?

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