Urheberrechtliche Situation bei über Line aufgenommenen Klängen elektronischer Instrumente und indirekter Vertrieb der Samples eingebettet in Projektdateien?

Mich würde mal interessieren, ob es rechtlich erlaubt wäre, wenn z. B. eine Werbefirma einen Jingle für einen Auftraggeber komponiert, und dazu kaum bzw. minimal manipulierte Aufnahmen eines gängigen Keyboards nutzen würde.

Dabei wird dem Auftraggeber nicht nur die finale gemasterte Version, sondern auch die entspr. Projektdateien, inklusive aller Samples zur Verfügung gestellt.

Frage: Darf eine Firma A ihrem Kunden B Stücke verkaufen, deren Projektdateien als Samples im Grunde genommen reine Aufnahmen (über Line in hoher verlustfreier Qualität) eines elektronischen Instruments (z. B. Keyboard) von Firma C sind? Würde Firma C (z. B. Casio, Roland, Yamaha, etc.) hier Lizenzgebühren verlangen können?

Bei "richtigen" Synthesizern dürfte die Lage ziemlich klar sein, und es kein Problem darstellen, Sampleaufnahmen direkt oder indirekt weiter zu verkaufen. Das gleiche gilt ja wohl auch für Drumcomputer. Man findet ja haufenweise Samplepacks der TB-303 und so. (Falls ich hier falsch liegen sollte, bitte ich um einen korrigierenden Kommentar!)

Aber bei normalen Bühnen- / Backing-Keyboards, ePianos, usw., deren Instrumente aus einer größtenteils vorgesampelten Tonebank geladen und nur recht dürftig mithilfe von Hüllkurven oder Filtern angepasst werden können, wie sieht die Sache hier aus?

Ach, und wenn wir schon mal dabei sind, noch eine kleine Zusatzfrage: Es ist doch sicherlich nicht erlaubt, einfach Instrumente von irgendwelchen Keyboards über Line aufzunehmen, und diese dann in Samplepacks zu verscherbeln, oder? Ich habe das mal gesehen, und fand das etwas dreist, zumal die Instrumente dann ja nur noch für ein bestimmtes Tempo, bestimmte Notenlänge, etc. nutzbar sind ... es sei denn, man bastelt sich in der DAW irgendwelche Knickeier zusammen. ><

So, das war alles. Die Frage ist zugegeben sehr theoretisch, und ich habe jetzt ehrlich gesagt auch kein praktisches Beispiel parat. Mir ist nur mal der Gedanke gekommen, was in so einer Situation passieren würde.

Vielen Dank fürs Lesen, und einen schönen Tag noch! :)

Samplenutzung (ohne Herstellerlizenz) eindeutig erlaubt 66%
Samplenutzung (ohne Herstellerlizenz) eindeutig verboten 33%
Samplenutzung (ohne Herstellerlizenz) rechtliche Grauzone 0%
Musik, Audio, Aufnahme, daw, Mastering, Recording, Sampling, Studio, Synthesizer
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