Sind Menschen (egal ob Männer oder Frauen) die keinen freiwilligen Militärdienst leisten wollen egoistisch, oder gar schlecht?

Immer wieder liest man in Bundeswehr-Foren "ich gehe freiwillig in die Bundeswehr für eine gewisse Zeit, weil ich meinem Land was zurückgeben will" ..

Und was ist mit den Menschen die vom Militär nicht viel halten, oder die der Meinung sind, wenn man seine Steuern pünktlich bezahlt, sich an alle Gesetze hält, immer brav wählen geht (fragt sich nur wen man da noch wählen soll), und sonst ein "Vorzeigebürger" ist, dass man dann genug an sein Vaterland zurückgegeben hat?

(und man darf ja auch nicht vergessen, dass viele Bürger nicht zufrieden sind mit dem Vaterland, bzw. mit den Leuten die es regieren, und schon aus Prinzip/Protest nicht mehr als das Allernötigste für diesen "narzisstischen Haufen" in dunklen Designeranzügen dort geben wollen)

Ich stelle diese Frage hier, weil ich in anderen Foren schon angefeindet wurde, weil ich eben nicht der Meinung bin, dass man nur dann seinem Land dienen (oder was zurückgeben kann) indem man blind Befehle befolgt, und im Tarnanzug durch Schlamm robbt, während einer rumbrüllt

Bin ich nun allein mit meiner Meinung, oder gibt es auch andere die das so sehen..

Sind Menschen die sich auf andere Art und Weise für das Land einsetzen nun Drückeberger, und nur der Freiwilligendienst im Militär ist das Wahre? Was zählt am Ende? Und ab wann ist man ein Egoist, der sich für nichts schärt? Ab wann ist man in der "Ich-AG" und "verloren" für die Allgemeinheit?

Bundeswehr, Politik, freiwilliger Wehrdienst, Philosophie und Gesellschaft
6 Antworten
Fragen zum freiwilligen Wehrdienst - soll ich mich bewerben?

Hallo liebe Community :) eigentlich wäre ich gerne für 12 Jahre in der Feldwebellaufbahn zur Bundeswehr gegangen. Das war schon seit ich 13. bin mein Traumberuf. Allerdings möchte ich auf lange Sicht bei uns in der Stadt bleiben, ständige Umzüge sind auch nichts für mich und mit 31 dann nochmal in die Berufsschule zu gehen kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Deswegen wird das wahrscheinlich nichts. Aber ich habe mir überlegt nach dem Abi (2018) 1 Jahr FWD zu machen. Dann wäre ich zumindest 1 Jahr bei der Bundeswehr gewesen und eventuell könnte ich mich immer noch als Feldwebel bewerben. Ich habe zu einigen Fragen leider im Internet noch keine zufriedenstellende Antwort erhalten bzw. nur veraltete. Deswegen wollte ich hier mal nachfragen:

  1. Sind FWDler von Seiten der BW überhaupt erwünscht, oder ist man da "den richtigen Soldaten" nur im Weg und alle wären insgeheim froh wenn man nicht da wäre ?

  2. Sind als FWDler alle Verwendungen möglich ? Ich mein das man da nicht Pilot werden kann oder zum KSK oder so kann ist mir auch klar, aber würde sowas wie Jäger oder Panzergrenadier gehen ? Wenn dann würde ich nämlich schon eine militärische Verwendung anstreben und nicht so was wie Mechaniker oder Koch z.B. machen wollen.

  3. Schläft man nach der Grundausbildung immer noch in der Kaserne oder wohnt da jeder wo er will bzw. falls ich in die Kaserne in meiner Nähe kommen würde, könnte ich da auch daheim schlafen ?

  4. Darf man am Wochenende nach Hause oder muss man dort bleiben bzw. hat man da auch Dienst ?

  5. Ist ein leichtes Hohlkreuz und Höhenangst ein Auschlussgrund für den FWD ?

  6. Blamiert man sich da, wenn man mit einem schlechten Schnitt von 3,2 ankommt und zudem nur 7 Punkte (entspricht einer 3,25) in Sport hat ? Dazu sei gesagt ich bin nicht unbedingt unsportlich. Die Note kommt daher, dass wir dieses Schuljahr bisher nur getanzt haben und ich miserabel im Tanzen bin. Diese Fähigkeit werde ich ja bei der Bundeswehr eher nicht brauchen.

  7. Kann ich nach dem FWD noch Reservist werden ?

  8. Sollte ich zum Wehrdienstberater oder gleich bewerben ? Oder auf eine Berufsmesse und da am BW Stand vorbeischauen ?

Was meint ihr ? Wäre der FWD für mich sinvoll ? Soll ich das machen oder lieber doch gleich eine Ausbildung ?

Danke schon mal im Vorraus für alle sinnvollen Antworten :).

Bundeswehr, Militär, Soldat, freiwilliger Wehrdienst, FWD
3 Antworten
Motivation Soldat werden - Nachvollziehbar?

Hallo, Meine Wunschbetätigung, die sich über die Jahre entwickelt hat, ist Soldat (Pionier aus Interesse an Technik) zu werden. Ich habe folgende Beweggründe:

Verantwortung dem Land gegenüber: Obwohl ich das System für kalt und unmenschlich halte, bin ich für die Privilegien dankbar. Ich will dass die Menschen die mir wichtig sind und sich besser mit dem System vereinbaren können, sorglos in diesem leben können und gegebenfalls helfen und schützen kann. Sei der Grund der drohenden Kräfte noch so gut uns zu Hassen, aufgeben ist keine Option. (Katastrophenhilfe, (Auslands)Einsatz)

Verantwortung der Welt gegenüber: Der Westen hat einigen Schaden in der Welt angerichtet. Es liegt in unserer Verantwortung die geschädigten Länder nicht alleine zu Lassen. (Flüchtlingshilfe, Auslandseinsatz)...sofern die Politik irgendwann Rückrad zeigt :/

Kameradschaftlichkeit: In meiner Ausbildung habe ich zweierlei Welten erlebt. In der Schule kameradschaftlichkeit für einen gemeinsamen gute Schnitt, in der Arbeit wurde sich gegenseitig in die Grube gestossen um alleine gut wegzukommen. Ein gemeinsames Ziel fördert Kameradschaft.

Lebenswerte Existenz und Vorbild: In meiner Kindheit waren meine Helden aus den TV-Sendungen (Trickfilm) und ich war frustriert nicht Teil ihrer Abenteuer zu sein und eine daraus entstandene Angst in einem sichtbar frustrierenden Alltag wie mein Vater zu enden, ohne etwas bewirken zu können. Ich will nicht am Ende meines Lebens zurückblicken müssen und mich fragen was ich erreichen und erleben hätte können.

Die Tätigkeit an sich: Ich spiele Airsoft (Milsim) mit, unter anderem, aktiven Soldaten und mir gefällt es sich an der frischen Luft im Dreck zu wälzen und ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Es macht den Kopf frei und jeder Erfolg ist eine grosse Befriedigung.

Die Lebenserfahrung an sich: Viele beschweren sich über das aussetzen der Wehrpflicht. Den Leuten fehlt es an Selbstdisziplin. Auch kenne ich ein paar Afghanistan-Veteranen und nach Gesprächsaufklärung schäme ich mich für meine Ersten-Welt-Probleme und für die Gesellschaft, die solche Menschen, die die Realität kennen, als unzurechnungsfähig abstempeln.

Allerdings gibt es auch Bedenken:

Tod und Verletzung: Den Tod müssen wir alle akzeptieren, nur das Sterben ist das Problem. Ich habe ein Problem mit dem alt werden. Angeblich schläft nur jeder Fünfte friedlich ein, vom Weg dahin mal abgesehen. Ein einfaches Sterben ist also unwahrscheinlich, aber dann lieber für seine Prinzipien als wegen der Zeit. Ich habe aber vor allem Bedenken meine Familie zu früh alleine zu lassen.

Ausserdem habe ich ein recht starkes Empathisches Empfinden. Es passiert, dass mir bei blutigen Angelegenheiten schwummrig wird, manchmal bis hin zur Ohnmacht. Allerdings nur bei sympathischen Individuen. Hass, Adrenalin und Stress durch Beschäftigung oder andere Ablenkungen und Einflüsse verdrängen dieses Empfinden. Dennoch habe ich dieses Pflichtgefühl. Meinungen?

Bundeswehr, Motivation, Soldat, Verantwortung, Gruende, freiwilliger Wehrdienst, Pflichtgefühl, ja, Nein
3 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Freiwilliger Wehrdienst

Bundeswehr - Pro/Contra

11 Antworten

Was muss ich zum Beratungsgespräch beim Kreiswehrersatzamt mitbringen?

3 Antworten

Praktischer Teil Fachhochschulreife durch Wehrdienst?

2 Antworten

Karriere bei der Bundeswehr mit abgeschlossener Ausbildung

4 Antworten

Freiwilliger Wehrdienst. Unterhalt, Kindergeld, Krankenversicherung, Steuern?

8 Antworten

Bundeswehr Krankenversicherung FWDL

2 Antworten

Freiwilliger Wehrdienst oder Soldat auf Zeit?

4 Antworten

Bundeswehr Freiwilliger Wehrdienst Bewerbung

2 Antworten

Bundeswehr (Fwd) Bewerbungsfrist?

3 Antworten

Freiwilliger Wehrdienst - Neue und gute Antworten