Hallo. Ich habe seit gut 20 Jahren ein richtig großes Hobby, dessen Faszination niemals dauerhaft versiegt ist. Immer wieder passiert es aber, dass ich fürchte, die Hobbyfaszination zu verlieren und meine Faszination dann komplett verschwunden scheint. So auch heute.
Bis noch an Weihnachten war meine Hobbyfaszination ganz normal groß wie immer. Aber seitdem dachte ich an einem Tag " Hoffentlich empfinde ich Hobbyfaszination, denn ich muss meinen Tag gut ausnutzen." Genau dann passierte es aber, dass ich so gut wie gar keine Hobbyfaszination empfand, ganz im Gegenteil- Ich hatte kaum Nerven dafür, es machte mir unangenehme Gefühle, ich hatte gar keine Lust, mir war langweilig, bin abgeneigt gegenüber meinem Hobby- und das geht jetzt schon seit Tagen so.
Hobbyfaszination kommt fast gar nicht mehr bis ganz selten, z.B. wenn ich sowas denke wie " Wenn ich mein Hobby noch hätte, könnte ich mich für dieses und jenes noch faszinieren (wenn ich mir das vorstelle, empfinde ich tatsächlich irgendwie Faszination!).
Dazu kommt noch, dass ich (leider) Asperger Autismus habe und dazu neige, vieles zu Ritualisieren oder zu Automatisieren. So denke ich auch z.B. Sachen wie " Ich muss mein Hobby heute genießen, ich muss immer schlafen, etc. Dadurch wird aber auch der Druck groß, was Entspannung erschwert.
Ob ich Veränderungen akzeptabel finde, hängt vor allem von der Art der Veränderung ab. Wenn die jeweilige Veränderung nur neutrale oder gute Aspekte oder Dinge, ist sie mir stets willkommen. Wenn sie aber gute Aspekte oder Dinge aus meinem Leben abändert oder entfernt, habe ich ein großes Problem damit.
Mir ist natürlich klar, dass man Veränderungen nicht immer aufhalten kann. Allerdings finde ich, dass es gewisse Dinge geben sollte, die unveränderlich sind, da ich auch gewisse Konstanten in meinem Leben brauche.
Manche Hobbys können von mir aus ruhig verschwinden- aber ich möchte mein Haupthobby, um das ich mir momentan große Sorgen mache, auf keinen Fall verlieren. Es handelt sich dabei keineswegs um ein gewöhnliches, ersetzbares Hobby, sondern vielmehr um eine jahrzehntelange, sehr große Leidenschaft, die eines der Fundamente meiner Glücklichkeit darstellt. Ich wäre auch tatsächlich glücklich, wenn es nicht wirklich verschwindet, wie ich denke. Denn unglücklicherweise bin ich auch unglaublich gut darin, mir Dinge einzubilden und so stark daran zu glauben, dass es sich wirklich so anfühlt, als ob es passiert.
Aber was meint ihr? Verliere ich mein Hobby wirklich? Oder glaube ich derartig stark an meine Verlustangst, dass ich tatsächlich glaube, mein Hobby zu verlieren, obwohl das nicht wirklich passiert?