Mein Vater hat mich heute angerufen, und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das alles einordnen soll. Momentan haben mein Vater und meine kleine Schwester (sie ist 16 jahre alt) viel Stress. Und natürlich höre ich meistens eher ihre Version.
Sie sagt, dass er Dinge sagt wie: „Du wirst wie deine Mutter“, „Du landest auf der Straße“, „Du bist an allem schuld“. Angeblich soll er einmal, als er leicht angetrunken war, sogar gesagt haben, sie soll „sterben gehen“.
Mein Vater hat mir am Telefon dann Folgendes gesagt: Er war derjenige, der immer alles bezahlt hat. Wenn sie etwas gebraucht hat, war er da: Wie oft hat er sie zur Arbeit gefahren, zur Schule, zum Handball. Wie oft hat er ihr Geld gegeben.
Heute früh sagte sie, dass sie Weihnachten zu ihrer Schwester und Mutter fährt (500 km entfernt). Laut meinem Vater war die Mutter die letzten Jahre nie für sie da, sie ist nicht einmal hergekommen, um sie zu sehen. Er meinte: „Hätte ich sie nicht von ihrer Mutter geholt, wäre sie auf der Straße gelandet.“ ich hab mich um alles gekümmert seit dem sie klein war, ich hab mein Geschäft aufgegeben, und alles ist kaputt gegangen weil deine mutter weg gegangen ist ich hab mich um alles gekümmert.
Dann sagte er noch: „Das hat alles keinen Wert, das ist der Dank dafür. Oft ist sie in der Stadt oder bei ihrem Freund, sie sagt nicht Bescheid, wann sie kommt oder wann sie abends heimkommt. Ich muss immer anrufen. Sie arbeitet im Restaurant 5 Stunden, kriegt 50 €, wieso macht sie das? Soll sie daheim ein bisschen was machen, ich gebe ihr 100 €. Ich verstehe das nicht.
Als meine große Schwester Mietschulden hatte und Rechnungen nicht bezahlt hat, hat er 2.000 € übernommen. Und trotzdem kommt nie ein: „Komm, lass zusammen mit Papa etwas machen“ oder „Komm, wir feiern Weihnachten zusammen.“
Er sagte auch: „Der Einzige, der alles richtig gemacht hat, ist dein Bruder“ damit meint er mich. Er meinte, dein bruder geht es gut, Icht hat keinen Kontakt zur Mutter, weil er weiß, dass sie nie da war.
Und dann meinte er noch:
„Mir geht es auch nicht gut, ich habe Rückenprobleme. Ab jetzt soll sie selber schauen, wie sie zum Verein oder zum Handball kommt, mir ist das egal. Keiner interessiert sich für mich oder fragt mal, wie es mir geht, aber wenn man was braucht, bin ich gut genug. Wenn ich auf der Straße lande, wer hilft mir dann? Ich brauche das alles nicht, die Lügen, den Stress. Das hat keinen Wert. Ich schaffe alles alleine. Und ich glaube, sie macht das gerade alles, weil sie denkt, sie bekommt dann vom Jugendamt eine Wohnung und kommt weg von mir, kann machen, was sie will. Soll sie machen so landet sie auf der Straße. Ich mache nichts mehr, ich muss auf mich schauen; wenn sie denkt sie schafft alles alleine und kann alles alleine bezahlen und kriegt alles bezahlt von Jugendamt soll sie machen
Das hat er mir alles am Telefon gesagt, und ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll. Ich bin früher ausgezogen, weil ich nicht mehr bei ihm leben wollte. Er hat mir auch viel Stress gemacht, oft nicht gut mit mir geredet und mich in seine Geschäfte reingezogen. Natürlich habe ich aber auch nicht immer alles richtig gemacht.
Einerseits kann ich meinen Vater verstehen, weil meine Mutter sich die letzten Jahre nie für uns interessiert hat und meine große Schwester oft gelogen und nur nach Geld gefragt hat, er auch sein Leben hat. Andererseits kann ich meine kleine Schwester auch verstehen. So wie er redet, geht einfach nicht., auch weil mein vater in letzter zeit oft immer stress hat und probleme mit seinen geschäften.. Selbst wenn man Stress hat, bei der Arbeit oder mit seinen Geschäften, man redet nicht so mit jemandem und schreit niemanden an auch wenn er sie oft fährt oder alles bezahlt, oder da war als die Mutter abgehauen ist zu einem neuen Internet Freund (schule, miete essen usw..)
Alles etwas viel aber wie würdet ihr das aus eurer Sicht einordnen?