Frage an Leute, die gendergerechte Sprache nutzen ...?

Ist euch eigentlich klar, dass gendergerechte Sprache extrem schwer lesbar für Sehbehinderte ist?

Damit meine ich jetzt nicht mal blinde, deren Screenreader durcheinander kommt, sondern auch Leute mit extrem eingeschränktem Gesichtsfeld und anderen Krankheitsbildern.

Besonders Leute die aktiv und bewusst gendern, reden oft von Inklusion. Wieso wird vehement ignoriert und teilweise geleugnet, dass das Gendern einer Minderheit, echte Knüppel zwischen die Beine wirft und längere Texte solcher Art entweder fast nicht mehr lesbar sind, bzw. tatsächlich manchmal physische Schmerzen verursachen?

Wenn sich jemand nicht durch das generische Maskulinum angesprochen fühlen will, so ist das eine persönliche Entscheidung. Wenn ein sehbehinderter einen Text hingegen nicht mehr entziffern kann, dann hat er schlicht keine Wahl.

Ich weiß, dass es unterschiedliche Diagnosen und Augenkrankheiten gibt, und ich spreche bewusst nicht für alle Blinden und Sehbehinderten, aber Gendern macht mir persönlich zunehmend das leben schwer, trotz vielfältiger Software-Hilfsmittel.

Deshalb Frage an die Pro-Gender-Fraktion: Habt ihr euch eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, dass Gendern eine Exklusion von einigen Prozent der Gesamtbevölkerung bedeutet, die wohlgemerkt keine andere Wahl haben?

war mir nicht klar 67%
ist mir bewusst 33%
Deutsch, lesen, Text, Schrift, blind, Blindheit, Diskriminierung, divers, Grammatik, Inklusion, Literatur, Sehbehinderung
Entschädigung /Rente nach fehldiagnose mit Folgeschäden?

Hallo Leute.

Meine Schwester (23) wurde vor gut 19-20 Jahren mit der sogenannten "leberschen optikusatrophie" und einem Glaukom diagnostiziert. Die LHON ist ein gendefekt, welcher den Schwund des sehnervs verursacht,und nicht heilbar ist. Problem ist, das der Verlauf bei meiner Schwester absolut nicht dem entspricht, wie es bei dieser Erkrankung typisch wäre.. Ebenso wurde ihr gesagt, sie hätte diese Erkrankung vom Vater geerbt, was aber schlicht nicht möglich ist (sondern nur maternale Vererbung oder neumutation.). Ihre Diagnose wurde von einem niedergelassenen Augenarzt gestellt, und alle folgeärzte (auch an der Uniklinik dresden bspw.) haben dies ohne weitere Klärung übernommen.ihr Glaukom wurde nie behandelt (via op bspw.), da es ihr angeblich keinen "Nutzen" bringen würde. Nun ist meine Schwester bei einer restsehfähigkeit von unter 4%. Soweit das das wichtigste.

Meine Schwester musste nun ein ärztliches Gutachten erstellen lassen (für u. A. Krankenkasse und Behörden) und es kam raus, das sie nachweislich keinen bedingten sehnervschwund hat (durch genanalyse bestätigt) und lediglich von Anfang an unter dem Glaukom leidet, welches den sehnerv angegriffen und atrophiert hat.

Soviel zur Vorgeschichte, nun meine Frage :

Der ursprüngliche diagnostizierende Augenarzt ist mittlerweile verstorben, aber alle nachfolgeärzte haben diese Diagnose blind übernommen, und auch das Glaukom nicht behandelt, welches ja nun dafür sorgt, daß meine Schwester nahezu gesetzl.blind ist. Gibt es die Möglichkeit, diesen Schaden irgendwie entschädigen zu lassen? Hat meine Schwester bspw. Anspruch auf eine Rente oder ähnliches?

Das sie einen Anwalt brauchen wird, ist klar, die Frage ist nur: wenn der ursprüngliche Arzt nicht mehr ist, sind dann folgeärzte zumindest teilschuld? Wird sowas im Zweifel staatlich gedeckelt oder von irgendwelchen Vereinigungen?

Recht, Psychologie, Augenheilkunde, Behinderung, blind, Gesundheit und Medizin, Entschädigungszahlung

Meistgelesene Fragen zum Thema Blind