Aus ISLAM ausgetreten brauche dringend hilfe?

Hallo ihr lieben,

ich bin aus dem islam ausgetreten und möchte meinen muslimischen namen ändern bzw eindeutschen.

ich habe hierzu diese Antwort vom Standesamt erhalten

Sehr geehrter Herr Max Mustermann,

Ein Vor- und Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn das schutzwürdige

Interesse des Antragstellers an der Namensänderung gegenüber den etwa entgegenstehenden schutzwürdigen Interessen anderer Beteiligter und den in den

gesetzlichen Bestimmungen zum Ausdruck kommenden Grundsätzen der Namensführung, zu denen auch die soziale Ordnungsfunktion des Namens und das öffentliche

Interesse an der Beibehaltung des überkommenen Namens gehören, überwiegt.

Eine Änderung des Familiennamens aufgrund religiöser Gründe ist nicht möglich, da diese lediglich in Hinsicht von Vornamen eine Rolle spielen können.

Grundsätzlich kann eine Namensänderung aufgrund religiöser Gründe erfolgen, wenn einer Religion beigetreten und diese auch gelebt wird. Ein Ablegen des

Vornamens ist meist nicht geeignet, sich in religiöser Hinsicht zu distanzieren. Zwar mag Ihr Vorname eine Abwandlung eines der 99 Namen Allahs sein, jedoch

wird dieser im Geltungsgebiet des Gesetzes über die Änderung von Vor- und Familiennamen (NamÄndG) nicht mehr vornehmlich einer Identifizierung des Namensträgers

mit dessen Religionszugehörigkeit bewirken. Kurz gesagt kann durch Ihren Vornamen nicht erkannt werden, dass dieser ausschließlich für den islamischen Glauben

steht, zumal dieser als Vorname nicht (mehr) ist.

Dieses ist eine erste Einschätzung meinerseits. Sofern Sie sich dennoch für eine Antragstellung entscheiden, bitte ich um Zusendung des originalen Antrags auf

Namensänderung, den ich dieser Email als Anlage beifüge.

Kann mir jemand bei der formulierung der Begründung helfen?

ich bin in berlin geboren hab die religion nie ausgelebt bin 25 und würde auch aus integration gründen unbedingt den namen ändern wollen. Wäre euch sehr dankbar :/

Religion, Islam, Personalausweis, Name, Recht, Integration, Namensänderung, Standesamt
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"Mädchenname" (Geschlechtergleichstellung) - Ausdruck noch zeitgemäß?

Frage an die Damen!

Als ich meinen Mann geheiratet habe, haben wir uns entschieden, meinen Nachnamen gemeinsam als Familie weiter zu führen, aus unterschiedlichen Gründen. Mein Mann trägt somit jetzt als Nachnamen den Geburtsnamen seiner Frau.

Bei der Eheschließung sagte uns der Standesbeamte, dass in der Region bereits 30-40% aller Paare den Namen der Frau gemeinsam annehmen. Es sei somit heute nicht mehr so unüblich. Wir, für unseren Teil, haben zwei befreundete Paare, die es genau so gemacht haben, meistens aus Gründen der Einfachheit.

Jetzt haben wir einen Notartermin und in den Vorbereitungsunterlagen stand folgender Erinnerungspunkt:

  • Bitte liefern Sie uns vor dem Termin noch den Mädchennamen von Frau XYZ

Es wurde also direkt davon ausgegangen, dass ich den Namen meines Mannes angenommen hätte. Ich war direkt überrascht, dass man diesen Punkt nicht allgemeiner gehalten hätte. Ich bin niemand, der im Bereich "Gender" generell alle Variationen pauschal berücksichtigen würde - aber heutzutage noch diesen Unterschied noch zu machen fand ich schon etwas rückständig.

Sollte es heutzutage nicht möglich sein, das anders zu formulieren, z.B. "Bitte liefern Sie uns die Geburtsnamen beider Ehepartner"? Ich hielt das direkt für sehr konservativ und fand es ärgerlich, dass ich jetzt direkt eine Erklärung dazu liefern musste nach dem Motto "Mein Mädchenname ist schon der aktuelle Nachname! Aber..." ... So modern sind wir als Ehepaar, dass wir hier eine Gleichstellung erwartet haben.

Wie seht ihr das, habt ihr ähnliche Erfahrungen mit Annahmen zu "Geschlechterrollen" gemacht oder euch darüber geärgert, oder haltet ihr es für in Ordnung, noch in derart alten Mustern zu denken?

(Auch auf die Gefahr hin, einige gelangweilte Trolle damit zu triggern weise ich darauf hin, dass hier ausdrücklich auch gerne die feministische Sichtweise als Antwort gewünscht ist.)

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Zweiten Vornamen hinzufügen, ist dies möglich?

Guten Tag,

Ich würde gerne einen zweiten Vornamen erhalten. Kurz zu meiner Geschichte:

ich wurde in Deutschland geboren mit der vietnamesischen Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2016 habe ich den deutschen Pass erhalten. Meine Eltern haben mir den Namen Van gegeben. Sie haben mir immer gesagt, dass dieser Name besonders ist, da er schöne Wolke bedeutet. Jedoch ist es einfach unmöglich das irgendeiner der nicht vietnamesisch ist meinen Namen richtigen Namen aussprechen kann. Zudem werde ich mit einen Jungen verwechselt und jedes Mal wenn ich meinen Professoren eine Mail schreibe erhalte ich die Anrede Herr. Zudem sprechen alle meinen Namen Wann aus. Und dann kommen immer diese Sprüche Ey Van bist du mit den Van gekommen? Ey wann gehen wir raus? Ich meinte dich nicht Van, sondern die Frage Wann. Immer wenn ich mich vorstelle läuft die Konversation so:

Wie heißt du? - Van - Nein ich meinte deinen Namen. - Ja Van - Nein deinen Namen - Ja meine Name ist Van - Was?

Deswegen würde ich gernen einen zweiten deutschen Vornamen hinzufügen, damit mein Leben etwas einfacher verläuft und ich nicht jedes Mal dumme Witze über meinen Namen bekomme. Wäre dies möglich? Das ist dann z.B. Lisa Van heiße?

Ich habe gelesen, dass ich einen Antrag beim Standesamt einreichen musst. Habt ihr Erfahrung mit den Prozess? Wie viel würde es mich kosten?

Recht, Namensänderung, Standesamt, Vornamensänderung, Namen
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Änderung des Vornamens aus wichtigem Grund?

Hallo an alle!

Ich (männlich) habe ein Problem, das ich schon mein ganzes Leben mit mir herumtrage. Und zwar bin ich mit einem ausländischen Namen gesegnet, den ich auch mag und schön finde und in Deutschland eher selten ist. Allerdings hat dieser den unschönen Nachteil, dass er hier in Deutschland oft

  • falsch geschrieben wird und dadurch in die weibliche Variante gebracht wird bzw. als die weibliche Variante meines Namens verstanden wird
  • generell oft falsch geschrieben wird
  • falsch ausgesprochen und dadurch die weibliche Variante gebildet wird
  • generell falsch ausgesprochen wird

was mir im schulischen Kontext damals sowieso Probleme bereitet hat, mir aber auch im beruflichen Bereich Probleme bringt. Beispielsweise dass Geschäftskunden im Mail-Verkehr erwarten, dass das eine Frau am anderen Ende ist oder auch schon das unschöne Erlebnis zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden sein und mit den Worten "Wir hatten eine Frau erwartet" begrüßt zu werden. Oder von automatischen Systemen im Internet des Namens wegen als Frau erkannt worden zu sein. Ist auch deswegen unangenehm, weil ich mich ganz wohl damit fühle, ein Mann zu sein.

Nun schwirrt mit die Möglichkeit im Kopf herum dagegen etwas zu machen und ich habe gelesen, dass die Änderung des Vornamens möglich ist (und natürlich Gebühren erhoben werden). Allerdings nur aus "wichtigem Grund". Die Möglichkeiten, die ich im Kopf hätte sind:

  1. Den Namen ändern und in eine andere Variante bringen (z.B. in anderer Sprache und dadurch auch in anderer Schreibweise).
  2. Den Namen zu einem Doppelnamen zu machen wie z.B. Alessio-Jürgen, der dann aber auch so geführt werden muss.
  3. Das Hinzufügen eines Zweitnamens.

Mir wäre die dritte Alternative zwar am liebsten, aber es ist ja sowieso abhängig von dem was möglich ist. Mein Standesamt konnte mir leider "aufgrund von derzeitiger überhöhter Auslastung" keine Auskunft dazu geben. Keine Ahnung ob bei mir in der Stadt jetzt alle heiraten oder sterben...

Hat da jemand Erfahrungen? Bspw. ob die oben genannten Gründe ausreichen würden? Auch mit dem Thema der Anerkennung für andere Länder, von denen man Staatsbürger ist (ich habe neben der deutschen noch eine weitere EU-Staatsbürgerschaft)?

Klar, ihr ersetzt zwar keine Beratung durch die zuständige Stelle, aber ein paar Erfahrungswerte zu lesen fänd' ich ganz hilfreich.

Name, Namensänderung, Standesamt, Vornamensänderung
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