Läuft in den modernen Industrienationen eine Umerziehung der Menschen ab?

Ich möchte mal meine Beobachtungen teilen und würde gerne wissen wie ihr das seht.

Also, mich beschleicht schon länger das Gefühl, dass wir Menschen, hauptsächlich die in den modernen Industrienationen, gezielt umerzogen werden sollen. Schaut man sich die Themen an, Gender, Abtreibung, weniger Nationalismus, mehr Multikulti und spricht man dagegen, ist man automatisch ein Aussätziger. Ich habe auch den Eindruck, dass man nicht mehr richtig konservativ sein darf, ohne gleich als Alter weißer Mann diffamiert zu werden.

Speziell beim Genderthema habe ich so den Eindruck, dass es nicht nur um das aufzeigen von Leid von wenigen Menschen geht, die sich anders fühlen, sondern viel mehr um eine komplette Veränderung der menschlichen Strukturen. Es soll viel mehr ein geschlechtsloses Wesen erschaffen werden, ein neuer Mensch, es soll nicht mehr nur männlich oder weiblich geben, sondern keins mehr von beiden.

Auch diese ganze Wokeness, von wegen mehr Drogen, mehr Konsum, weniger Verantwortung beschleicht und bestätigt mich in diesem Gefühl.

Was sagt ihr dazu? Seht ihr auch diese Dekadenz?

Männer, Menschen, Politik, Frauen, Christentum, Psychologie, Gender, Kinder und Erziehung, konservativ, Nationalismus, Ethik und Moral, geschlechterrollen, Nation, LGBTQ, Philosophie und Gesellschaft, Cancel Culture
Ab und bis zu welchem Alter sollten Menschen noch für Landesverteidigung eingezogen werden?

Gerade im Ukraine Krieg kam bei mir oft diese Frage auf, da es ja von Seiten der ukrainischen Regierung hieß, männliche Bürger zwischen 18 und 65 Jahren haben das Land nicht zu verlassen, sondern mitzuhelfen, sei es als Soldat, Transport, Kochen, Sanitär usw. Unabhängig vom Sexismus, der auch kritisiert wurde, haltet ihr diese Spanne für sinnvoll?

Was mich an diesem Krieg am meisten verwunderte war, dass die Russen in der ersten Welle überwiegend sehr junge (17-25 Jährige) Wehrdienstler und Soldaten reingeschickt hat, von denen viele schnell demoralisiert waren, es zu Desertionen kam und sie schlicht aufgerieben wurden. Bei den ukrainischen Verteidigern waren die meisten, die ich gesehen hatte, zwischen 40-60 Jahren, welche erschreckend motiviert, selbstbewusst, taktisch informiert und durchhaltefähig wirkten, komisch, sagt man doch, dass die jungen in den Kriegen die Hauptlast der Kämpfe tragen.

Aber wie seht ihr das alles, ab welchem Alter sollte ein Staat seine, gerne auch weiblichen Mitbürger, zur Landesverteidigung verpflichten dürfen und bis zu welchem Alter sollte das gehen? Natürlich wird angenommen, dass die entsprechenden Personen nicht aufgrund von Störungen, Krankheit oder sonstiger Probleme nicht kampffähig sind, sondern alle topfit.

Falls ihr eine andere Altersregion habt, gerne in den Kommentaren schreiben.

16-40 38%
18-65 (wie in Ukraine) 30%
20-60 16%
16-70 8%
25-65 5%
30-65 3%
14-50 0%
Fitness, Training, Alter, Menschen, Körper, Krieg, Politik, Kraft, Ausdauer, Dienst, Ethik, Gesellschaft, Hilfeleistung, Meinung, Militär, Putin, Soldat, Ukraine, Wehrpflicht, Belastbarkeit, Einzug, Pflicht, Nation, Erfahrungen, Philosophie und Gesellschaft, Abstimmung, Umfrage
"Vergiften" Ostdeutsche mit ihrer tendenziell nationalen Gesinnung Gesamtdeutschland oder bringen sie eher ein Stück "aufrechten Gang" nach Deutschland zurück?

Mehr als dreißig Jahre liegt die Wiedervereinigung Deutschlands jetzt zurück. Und es scheint unter anderem, wenn man die Wahlergebnisse der AfD in Ostdeutschland, also der ehemaligen DDR, und in Westdeutschland, also in der ehemaligen Bundesrepublik, anschaut, dass die AfD im Osten deutlich mehr Zuspruch hat.Auch Bewegungen wie "Pegida" haben ja im Osten Deutschlands ihren Ursprung.

Der Journalist Jan Fleischhauer schrieb 2015 im "Spiegel":

Wenn man genau hinschaut, stellt man allerdings fest, dass sich dieser Ungeist fast immer in Ostdeutschland manifestiert. Plauen, Meißen, Erfurt - das sind die Orte, in denen sich der Wunsch nach Gleichförmigkeit so vehement Bahn bricht, dass man von einer Bewegung sprechen kann.
Ich rede nicht von fremdenfeindlichen Straftaten, obwohl auch hier der Osten führt. Ich halte nicht viel davon, von den Verfehlungen einzelner auf ein gesamtgesellschaftliches Klima zu schließen. Mir geht es um eine Stimmungslage, bei der Einverständnis darüber herrscht, dass es besser ist, wenn man unter sich bleibt.

(Hervorhebung von mir.)

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/toleranz-war-die-wiedervereinigung-ein-fehler-a-1067871.html

Wenn Fleischhauer hier recht hat, würde das bedeuten, Ostdeutsche haben nach der Wiedervereinigung 1990 mit ihrer eher "rechten" und "nationalen" Gesinnung Gesamtdeutschland verändert, denn das politische Klima in der Bundesrepublik war ja bis 1989 anders.

Die Frage nun: Ist die ostdeutsche eher rechte, nationale Gesinnung eher ein "Gift" oder gar eine "Bedrohung" für Gesamtdeutschland, oder eher ein "Gewinn" für Gesamtdeutschland, weil Ostdeutsche "den aufrechten Gang" bezüglich der eigenen Nation nicht verlernt haben und ihnen der westdeutsche "deutsche Selbsthass" fremd ist?

Die ostdeutsche nationale Gesinnung ist ein Gewinn für D. 48%
Die ostdeutsche nationale Gesinnung ist ein Gift für Deutschland. 37%
Andere Antwort. 15%
Deutschland, DDR, Ostdeutschland, Rassismus, AfD, Nation, Rechtspopulismus, Politik und Gesellschaft, pegida
Warum sagen viele SPDler & Grüne, dass Pushbacks illegal seien & Flüchtlinge per se ein Anrecht auf EU-Asyl hätten, obwohl dies rein rechtlich so nicht stimmt?

Bürgerkriegs-, Kriegs- und Armutsflüchtlinge sind keine „legitimen" Flüchtlinge nach Genfer Flüchtlingskonvention. Subsidiärer Schutz gilt nur temporär

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_16a.html

Nicht jeder Armutsmigrant ist politisch verfolgt.

Nach allgemeiner Erklärung der Menschenrechte gilt: „Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen." - Ich wüsste nicht, dass dies mit einer Massenmigration von Armutsmigranten in die deutschen Sozialsysteme vereinbar wäre. Anscheinend ist das einzige Zielland, in welchem "Flüchtlinge" nicht mehr politisch verfolgt werden, Deutschland (Skandinavien, Benelux...).

Zudem gilt: „Kriegsflüchtlinge sind nicht als Flüchtling im Sinne von Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention (Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge) von 1951, anerkannt. Daher fällt ein Kriegsflüchtling als solcher nicht unter den Anwendungsbereich des Abkommens. Das Völkerrecht greift häufig nicht bei innerstaatlichen militärischen Konflikten. So stammen Flüchtlinge vor kriegerischen Handlungen oftmals nicht nur aus Kriegs-, sondern auch aus Bürgerkriegsregionen,[3] und der Wirkungsbereich der Genfer Flüchtlingskonvention für solche Fälle ist umstritten.[4]" - https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsfl%C3%BCchtling#:~:text=Kriegsfl%C3%BCchtlinge%20sind%20nicht%20als%20Fl%C3%BCchtling,unter%20den%20Anwendungsbereich%20des%20Abkommens.

Zudem interessant: „Nicht erfasst (nach Genfer Flüchtlingskonvention) sind aber materielle persönliche Notlagen wie Hunger oder gravierende wirtschaftliche Probleme und alle äußeren Umstände wie Naturkatastrophen oder Krieg."

„Binnenflüchtlinge, also solche innerhalb eines Landes, fallen ebenfalls nicht unter die UN-Flüchtlingskonvention. Nach dem Völkerrecht können Schutzzonen für die Zivilbevölkerung ausgewiesen werden (neutrale Zonen gemäß Artikel 15 des Genfer Abkommens über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten)." - https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsfl%C3%BCchtling

„Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern erhielten mit Stand Oktober 2015 in Deutschland allerdings fast automatisch Asyl; die Einzelfallprüfung war ausgesetzt worden. So gewährte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Jahr 2015 bei seinen positiven Bescheiden fast zu 99 % den Flüchtlingsstatus nach der Genfer Konvention.[13] Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann forderte, die Kriterien für die Anerkennung von Bürgerkriegsflüchtlingen müssten verschärft werden und Asylbewerber aus Syrien dürften nicht mehr pauschal anerkannt werden: „Die Genfer Flüchtlingskonvention setzt eigentlich eine individuelle Betroffenheit voraus.“[14]" - https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsfl%C3%BCchtling

Auf welcher rechtlichen Basis urteilen viele der Linken, SPDler und Grünen, dass jeder reingelassen und evtl. Asyl bekommen müsse?

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article234936886/Migration-via-Belarus-Kritik-von-SPD-und-Gruenen-an-Polen-Nein-zu-menschenunwuerdigen-Pushbacks.html

Deutschland, Politik, Recht, Abschiebung, Asyl, asylrecht, Ausweisung, Flüchtlinge, Migration, Sozialstaat, EU-Kommission, asylbewerber, asylpolitik, EuGh, Flüchtlingspolitik, Nation, Flüchtlingskrise
Parteien und ihre Ziele. Was davon wurde letztlich in die finale Verfassung aufgenommen?

Seien sie gegrüßt,

Ich interessiere mich unheimlich für die Geschichte rundum die Bildung von Nationalstaaten. Gerade bin ich sehr vertieft in unserer eigenen (gescheiterten) Revolution von 1848 und ihrer Entstehung. Ich bin stehengeblieben mit der Auswertung und Einigung einer universellen und gleichbedeuteten Verfassung im ganzen Reich. Hier ist es natürlich bekannt, für was die verschiedenen Parteien stehen und was ihre Ziele sind. Doch leider find ich auch nach ellenlanger Recherche keine genauen Einzelheiten. Mit Einzelheiten ist hier explizit gemeint, dass der Sachverhalt eindeutig ist, wiederum man nicht konkret nachlesen kann, wie genau sich eigentlich die Parteien einigten, beziehungsweise welche Interessen sich wie widerspiegeln in der Verfassung. Es würde mich sehr interessieren, wie sich konkret die unterschiedlichen Vorstellungen letztlich vereinten zur einer Verfassung. Gibt es Parteien, die klar mehr Kompromisse einstecken mussten? Kann man exakte Gesetzte finden, wo man den klaren Einfluss von individuellen Parteien findet? Ich finde hierzu nämlich nur sehr vereinfachte Darstellungen, wie zum Beispiel, dass Freiheit, Gleichheit (Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Glaubensfreiheit, Gleichstellung vor dem Gesetz, Schutz vor willkürlichen Hausdurchsuchungen et cetera) die Kernpunkte waren. Kann mir jemand hier behilflich sein, dies würde ich sehr begrüßen.

Geschichte, Deutschland, Politik, Recht, Partei, Nation, Parteiensystem, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen
Fixierung auf Deutschland´s Erinnerungskultur an WWII, angemessen?

Hi, mich würde mal interessieren, ob ihr die derzeitige Erinnerungskultur im Bezug auf den zweiten Weltkrieg und Deutschlands Gräueltaten in diesem für angemessen und positiv für die Entwicklung unserer Gesellschaft haltet.

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Um meine Ansicht darauf mal "kurz" zusammenzufassen, ich halt es für wichtig aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und die Geschichte um die extrem einschneidenden Ereignisse der letzten Epochen in Gedenken zu halten

Was mir jedoch sauer aufstößt ist, dass es oft so scheint als gäbe es vor und nach dem zweiten Weltkrieg, im jetzigen öffentlichen Diskurs kaum etwas anderes was als identitätsstiftent in der deutschen Geschichte gilt

Das äußert sich z.b darin, dass gerade rechte konservative Politik in Deutschland so verpönt ist, dass die größte ehemals konservative Partei Deutschlands aufgrund ihres Images in die politische "Mitte" geflüchtet ist und dort jetzt in alle Richtungen versucht Politik zu machen.

Auch ist der Nationalstolz in Deutschland extrem minderwertig seit dem zweiten Weltkrieg ausgeprägt.

Und um das gleich voraus zu nehmen, man sollte nicht Stolz auf den Boden sein auf welchen man geboren ist, sondern auf die Taten der Vorfahren die unsere Gesellschaft letztendlich zu dem gemacht haben was sie jetzt ist.

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Zusammengefasst:

Meines Erachtens nach ist es für eine Gesellschaft nicht förderlich ihre größten Fehler als Dreh-/ und Angelpunt ihrer Identität zu sehen.

Man sollte aus der Geschichte lernen und sie bewahren, sich aber nicht durch sie geißeln lassen.

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Bin gespannt auf eure Ansichten zu dem Thema.

Europa, Schule, Deutschland, Politik, Gesellschaft, Holocaust, stolz, Zweiter Weltkrieg, Nation

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