Warum sind Deutsche nicht so Gastfreundlich, wie z.B. Spanier, Italiener, Türken etc.?

23 Antworten

Hallo,

ich denke, da kommt es auch darauf an, was du als gastfreundlich empfindest. Ich finde 10 Gerichte sehr übertrieben und würde mich dann eher noch fragen, wer das alles auf isst, weil das eine unglaubliche Lebensmittelverschwendung ist. Ich würde mich da auch unwohl fühlen, wenn sie wegen mir nochmal extra kochen. Wer es gerne macht okay, aber für mich wäre es nichts. 

Ich verstehe unter Gastfreundlichkeit, dass man sich zwar um den Gast kümmert und natürlich auch etwas anbietet, aber trotzdem irgendwo eine Grenze setzt. Vielen geht es eben drum einen guten Eindruck zu machen und (gefühlt) teilweise dabei auch etwas vorzugaukeln, was man gar nicht ist. Und da sind wir Deutschen vielleicht einfach nicht so extrem.

Die Zeit und der Geldfaktor kommt natürlich auch dazu (das kam oben nicht so deutlich heraus).

LG SarahTee

Wir sind es doch die noch essbares Essen wegschmeißen, schau doch mal hin.

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@xDarklight

Mit den Nahrungsmitteln, die man gekauft hat, kann man tun und lassen was man möchte. Wenn jemand meint, er müsse abgelaufene Milch wegschütten, dann ist es sein gutes Recht. Wäre es übrigens auch, wenn die Milch nicht abgelaufen ist. Von den Lebensmitteln, die hier angeblich weggeworfen werden, würde nicht ein einziges Kind in Afrika satt werden, da es sich fast ausnahmslos um leicht verderbliche Produkte handelt.

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@xDarklight

Und die Moslems kaufen Schweinefleisch und werfen es dann weg, damit es kein "ungläubiger"mehr essen kann.

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@xDarklight

Ich nicht :) Und auch wenn viele das machen, darf man das offen kritisieren.

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Also als ich neulich bei einen guten deutschen Freund zu Besuch war, wurde für mich auch gekocht und ich bekam so viel wie ich wollte... Irgendwann wurde mir das dann auch zu viel, schließlich will ich ja nicht alles wegessen. Ich wurde sogar gefragt was ich gerne esse, und es wurde Reis statt Kartoffeln gekocht, da ich gegen Kartoffeln allergisch bin.

Ich würde jetzt auch nicht verlangen, dass man mir 10 verschiedene Gerichte auftischt. Ich bin da bescheidener. Das klingt ja bei dir wie die Feier bei der Rückkehr des "verlorenen Sohns" aus der Bibel. :)

Wir bieten unseren Gästen schon etwas an, und umgekehrt passiert das auch, wenn wir auswärts sind. Es bleibt aber im Rahmen, und ist jetzt nicht so extrem üppig.

An Festtagen (wie Weihnachten) ist es schon etwas anders als an normalen Tagen. Da macht man schon etwas mehr, und investiert mehr Zeit in die Vorbereitung.

Es kann sein, dass Deutsche zurückhaltender sind, was fremde Leute angeht. Ich brauche auch etwas Zeit, bevor ich nun jemanden zu mir nach Hause einlade. Die Skandinavier (z.B. Schweden) möchte ich noch positiv hervorheben, was Gastfreundschaft angeht. Schweden habe ich da sehr gut in Erinnerung, sie sind offen, freundlich und unkompliziert.

Meine Frau und ich hätten garnicht die Zeit für irgendjemanden 10 unterschiedliche Gericht zuzubereiten. Der Gast darf sich über Kaffee und Kuchen freuen und das wars, v.a. wenn er dann vielleicht auch noch unangekündigt vor der Türe steht.

Ich verabrede mich lieber mit Freunden und wir gehen gemeinsam essen, bevor einer den anderen einlädt und sich dann vielleicht auch noch irgendjemand zu irgendetwas verpflichtet fühlt.

Vermutlich weil sich in diesen Ländern ein Grossteil des Lebens im Freien abspielt. Das ist weniger anonym als bei uns und Menschenfreundlichkeit ist dort einfach selbstverständlich.

Ähnliche Beobachtungen habe ich auch in Venezuela (noch vor der grossen Krise!) gemacht. Viele Menschen waren dort zwar arm, aber glücklich und auch mit wenig zufrieden.

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