Kann ich Schadensersatz fordern wenn ich durch das Wasser in der Schule mit Legionellen erkrankt war?

Montag habe ich meine Flasche wie immer am Wasserhahn unserer Schule aufgefüllt und wie immer mein Wasser genossen. Vielleicht war ich sogar nochmal nachfüllen und am späten Machmittag bin ich dann zu einem Termin gegangen.

Als ich dann am Abend nach dem Termin zuhause ankam fing es dann an. Ich hatte überhaupt keinen Appetit & Durst und mir wurde etwas schwindelig. Der Zustand verschlechterte sich und ich beschloss Wasser zu trinken(wahrscheinlich wieder aus der Flasche mit den Legionellen) und ein Apfel und eine Banane zu essen.

Kurz darauf wurde der Schwindel stärker und mir wurde immer heißer und ich erbrach schmerzhaft alles was in mir war.

Ich dachte das wäre es nun gewesen, doch dann wurde das Kalt Heiß Gefühl oder Schüttelfrost falls man das so nennt so stark, dass es mir schon schmerzte mich zu bewegen und ich mich immer stärker verspannte. Auch eine warme Dusche konnte nicht helfen und ich fühlte mich immer hilfloser und wurde total benommen.

Trank wiederholt Wasser was ich dann einstellen musste, da jeder noch so kleine Schluck Übelkeit auslöste, genau wie jede Bewegung. Hinzu kamen die mörderischen Kopfschmerzen. In der Nacht vom Montag zu Dienstag konnte ich also nicht schlafen und erbrach noch 4-5x und beim letzten mal um 6 Uhr morgens war es schon so schlimm, dass nur noch stark konzentrierte Magensäure aus mir rauskam.

Ich war hilflos und total am Ende, aber so gegen 8 Uhr musste ich mich zusammenreisen auch wenn ich nicht wollte, da ich zur Blutabnahme musste wegen einer Operation die schon bald anstatt und ich diesen Termin auch nicht verschieben kann, was sich hinterher vielleicht als Gut erweist.

Also noch paar gute Schluck Tee genommen, Cola um den Blutzucker zu pushen und nochmal normales Wasser in eine Flasche gegossen um nicht gleich umzukippen beim Arzt.

Beim Arzt ging es mir schon besser auch wenn ich noch etwas verschwitzt und leicht benommen ankam. Der Arzthelferin erklärte ich meine Situation von der ich selber nicht wusste wie sie war. Daraufhin hat sie mir das Blut im Liegen abgenommen und anschließend bin ich dann dort auch zum richtigen Doc fürs Attest für die Schule und habe dort meine Situation mal geschildert.

Sie wusste selbst nicht weiter und meinte es könnte ein Magendarmvirus sein, aber dafür hatte ich kein Durchfall.

Und nun der Knüller: Zuhause schickt mir ein Freund dann ein Bild von der Tür der Toilette auf der ich in der Schule war mit einem Zettel auf dem drauf steht: Eine Routine-Wasseruntersuchung hat einen Verdacht auf erhöhte Legionellenbelastung unseres Kaltwassers ergeben.

Die Symptome haben exakt 1:1 darauf gepasst. Mich hatte es sogar noch gut getroffen, dass ich es nur den Abend bis Mittag hatte und nichts mit der Lunge hatte.

Nun habe ich ja auch Blut abnehmen lassen und hoffe das wird es dann nochmal zeigen, denn eigentlich dient die Blutuntersuchung nur der Narkose und der Operation.

Meine Frage ist nun ob ich dafür Schadensersatz bekommen kann? War echt nicht ohne!!

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Mietminderung bei Legionellenbefall. Gute oder schlechte Idee?

Ich lebe mit meiner Partnerin in einer Mietwohnung in einem Mehrparteienhaus. Der Eigentümer (nur dieser Wohnung) ist eine uns nicht näher bekannte Privatperson.

Seit einigen Wochen wurde im Gebäude (und einigen weiteren anderen) ein Duschverbot verhängt, da eine Trinkwasserprobe eine sehr hohe Legionellenkonzentration aufwies (kann tödliche Lungenentzündung verursachen). Laut Schreiben der Hausverwaltung sei sogar ein Verzehr des Wassers als bedenklich einzustufen. Man solle also Wasser vorher abkochen. Der Zustand wird sicher noch einige Wochen anhalten, bevor das Duschverbot aufgehoben werden kann.

Aufgrund von Gesprächen mit Freunden und Recherche im Web haben wir uns dazu entschieden, die Miete rückwirkend bis zur Beseitigung der Mängel um 30% zu mindern. Diversen Aussagen zufolge sei dieser Minderungswert auch noch sehr freundlich, man hätte womöglich auch höher mindern können. Ganz genau wissen tut es allerdings niemand, da es keine verbindlichen Richtwerte und Gerichtsbeschlüsse bei Legionellen im Trinkwasser gibt.

Allerdings bekommen wir auch immer mal wieder (zuletzt vom Hausmeister) zu hören, dass die Mietminderung sicher keine gute Idee war und das (bisher unauffällig bis gute) Verhältnis zwischen uns Mietern und dem Eigentümer höchstwahrscheinlich negativ beeinflussen wird. Als Argument wird angeführt, dass der Eigentümer ja nichts für den Umstand kann. Das ist natürlich richtig. Er kann nichts dafür, dass die Konstruktion der Wasserversorgung im Haus Legionellen verursacht hat. Wieso sollte er also mit einer Mietminderung "bestraft" werden?

Ich bin halt momentan in einem Zwiespalt. Einerseits sollte man in einer Wohnung, die man nicht in vollem Umfang nutzen kann, nicht die volle Miete zahlen müssen, andererseits trifft eine Mietminderung hier einfach die falsche, nämlich unschuldige Person. Wir kompensieren unsere eingeschränkte Wohnqualität durch eine geminderte Miete und der letztendlich darunter leidende ist der Eigentümer, der nichts dafür kann. Mir ist klar, dass die beste Auskunft natürlich nur ein Anwalt geben kann, aber bevor dieser ins Spiel kommt, muss die Situation erst eskalieren, was ich natürlich verhindern möchte.

An der Mietminderung geht jetzt leider kein Weg mehr vorbei, das entsprechende Schreiben ist bereits versandt worden, aber vielleicht kann mir hier jemand helfen, mein Gewissen zu beruhigen. War die Mietminderung nun richtig und sinnvoll oder vielleicht doch etwas, was man unter den genannten Umständen (Eigentümer ist Privatperson) doch besser hätte unterlassen sollen, um den Frieden zu wahren?

Vielen Dank für eure Antworten. :-)

Gesundheit Miete Trinkwasser Mietrecht Mietminderung Gewissen Minderung Legionellen
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Legionellenprüfung - Vorsorge oder Zubrot?

Guten Tag,

seit geraumer Zeit werden Kraft eines neuen Gesetzes in vermieteten Immobilien Wasser-Proben in Bad und Küche entnommen. Der Pharmakonzern prüft dieses Proben und stellt fest, ob Dein warmes Wasser dafür verantwortlich ist, dass Du demnächst von einer Lungenentzündung befallen wirst.

Für diese Prüfung werden allen Mietern anteilig Kosten in Rechnung gestellt.

Falls die Werte schlecht sind, darfst Du nicht mehr duschen bis diese Bakterien nahezu beseitigt worden sind.

Nun stellte ich aber bei der Probeentnahme fest, dass die Proben aus dem Wasserhahn am Waschbecken entnommen wurden. Die Dusche wurde nicht angerührt. Auf meine Frage an den abnehmenden Ingenieur, warum das so sein muss, erhielt ich die Antwort: In Übereinkunft mit dem Pharmakonzern ist der Probenabnehmer nur verpflichtet, diese am Waschbecken abzunehmen. Na fein, Waschbecken zeigt keinen Befall, aber vielleicht doch die Dusche?

Die Messprotokolle, wollten man mir nicht aushändigen. Wie soll ich aber nachweisen, das innerhalb von drei Jahren bis zum nächstem Test meine Lungenentzünding von den Legionellen aus der Dusche kommen?

Wer von Euch, die bereits diesen Besucher die Tür öffneten, hat sich die Messwerte aushändigen lassen und wer hat sie bekommen? Ich freue mich auf Eure Abstimmung!

Ich habe nämlich den leisen Verdach, dass auch dieses Gesetz nicht so sehr der Vorsorge gilt , eher ein lecker Zubrot ist! Für wen wohl?

Noch gut zu wissen ist: Wohnt man im Eigenheim, ist man gesetzlich nicht verpflichtet, diese Prozedur über sich ergehen zu lassen! Ein Grund mehr , endlich mit dem Bauen anzufangen, oder nicht?

Ich habe die Protokolle ohne Probleme erhalten! 100%
Ich mag eine Lungenentzündung nicht haben! 0%
Ich beabsichtige demnächst eine Lungenentzündung zu bekommen! 0%
Ich habe die Frage dem Probenentnehmer nicht gestellt! 0%
Es interessiert mich nicht die Bohne, was da getrieben wird! 0%
Ich habe die Protokolle nicht erhalten, trotz Nachfragen! 0%
Ich habe mir die Messwerte aushändigen lassen! 0%
Gesundheit Vorsorge abkassieren Legionellen pharmabranche zubrot
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Mietminderung bei Warmwasserausfall wegen Legionellen?

Hi, ich habe heute einen Brief meiner Wohnungsbaugesellschaft erhalten. Folgender Inhalt:

*"Bei der seit diesem Jahr gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfung der Warmwasserbereitungsanlagen auf Legionellen wurde eine sehr hohe Kontamination von einigen Anlageteilen der Trinkwarmwasserversorgungsanlage festgestellt. Es sind Instandsetzungsleistungen und eine Desinfektion der Warmwasseranlage notwendig. Sollten die Ergebnisse der Desinfektion (erreichte Temperaturwerte) mangelhaft sein, kann es wegen einer möglichen Gefährdung zu einer kompletten Sperrung der WW-Anlage kommen.

Auf Grund der hohen Kontamination darf bis zum Zeitpunkt nach der 2. Desinfektion nicht geduscht oder Wasserdampf anderweitig inhaliert werden! ...

Zur Beseitigung und Vermeidung einer erneuten Kontamination müssen Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, die leider kurzfristig zur Unterbrechung der Warm- und Kaltwasserversorgung führen werden... "

Die erste thermische Desinfektion ist am 9.11. (Aufheizzeit 10-15 Uhr, Desinfektion 15-20 Uhr) Die zweite thermische Desinfektion ist am 22.11. (Aufheizzeit 10-15 Uhr, Desinfektion 15-20 Uhr)

"Maßnahmen: Es wird zu den o.g. Daten eine thermische Desinfizierung der zentralen Warmwasserbereitungsanlage durchgeführt. Gleichzeitig erfolgt eine thermische Desinfektion aller Warmwasserzapfstellen.... Nach der ersten thermischen Desinfektion werden die technischen Einrichtungen zur Warmwasserbereitung einer Prüfung unterzogen und ggf. instandgesetzt....

Wir bitte zu beachten, dass in der Zeit von 10-22 Uhr die Warmwassertemperatur an Ihren Zapfstellen mehr als 70 Grad beträgt. In diesem Zeitraum sollten Sie...kein Warmwasser entnehmen."*

Was soll mir das also sagen? Werde ich vom 9.11.-22.11. kein Warmwasser zur Verfügung haben (weil ich es nicht nutzen darf)? Diese Frage will ich morgen auf jeden Fall geklärt wissen durch einen Anruf bei der Wohnungsbaugesellschft. Mir drängt sich dabei auch die Frage auf, ob ich den Sachbearbeiter gleich auf eine Mietminderung hinweise, sollte das der Fall sein. Wie seht Ihr die Sache?

Danke für´s Lesen! :)

KruemelII

Mietminderung Warmwasser Legionellen
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