Klima retten = Demokratie abschaffen?

In der letzten Woche habe ich zwei... Sehr außergewöhnliche Artikel gelesen. Es ging wieder einmal um die einzigen Themen, die aktuell überhaupt noch von Belang zu sein scheinen: Klimawandel, Fridays for Future, Weltuntergang. So weit nichts Besonderes. Nur fällt mir auf, dass der Ton allmählich radikaler wird.

Im ersten Artikel wurde behauptet, dass die Menschheit nur noch "18 Monate Zeit hat". Das ganze Schreiben war von äußerst düsterer, apokalyptischer Weltuntergangsrhetorik und tiefer Verachtung für all jene, die noch nicht in Panik verfallen sind, durchsetzt. Der Autor gab letztlich zu verstehen, dass er nur eine einzige Lösung für den Klimawandel sieht: einen bewussten zivilisatorischen Rückschritt. De-Industrialisierung, Verbot von Flugreisen, Verbot von individuellem Autoverkehr, Verbot von Plastik. Quasi einen Sprung in die Zeit um Achtzehnhundert-x nach Christus.

Der nächste Artikel reiht sich direkt in den Tenor ein, auch wenn der Autor die Ansichten nicht teilt, sondern objektiv wiedergibt. Er warnt darin vor extremistischen Elementen in der Klimabewegung, die sich auch gegen die parlamentarische Demokratie richten. Die Aussage der "Demonstranten" lautet in etwa so: die gegenwärtige Gesellschaftsordnung sei zu lahm, entsprechend zu handeln. Deshalb müsse das aktuelle demokratische System gestürzt und durch eine "wohlwollende Öko-Diktatur" ersetzt werden, in der Wissenschaftler und Klimaforscher die politische Macht ausüben.

Ich bin kein Klima-Experte. Genauso wenig, wie wohl rund 95% der Menschen. Aber wenn jetzt schon zu einem "Systemwechsel" oder gar einer "Revolution" aufgerufen wird, finde ich das mehr als besorgniserregend. Die ganze Sache entwickelt sich meiner Meinung nach in eine sehr dunkle Richtung.

Frage an euch: teilt ihr solche Ansichten? Glaubt ihr, dass es eine "grüne Revolution" geben muss, die Kapitalismus und Demokratie beseitigt und durch ein völlig neues, komplett unerprobtes Modell ersetzt?

Welche Lösungen haltet ihr für die Klimaproblematik (die ich keinesfalls leugne!) für angebracht?

Umweltschutz, Natur, Umwelt, Deutschland, Politik, demonstration, Klimawandel, klimaschutz, Psychologie, Demokratie., Gesellschaft, Klima, Klimaerwärmung, Klimakatastrophe, Naturschutz, Ökologie, Protest, Gesellschaft und Politik, Philosophie und Gesellschaft, Fridays For Future, Greta Thunberg
39 Antworten
Morgen (Freitag) offiziell "schulfrei" in New York für globalen Klimastreik: Vorbildlich oder nicht?
  • Morgen (Freitag, 20. September 2019) findet auf Initiative von "Fridays for Future" der dritte globale Klimastreik statt.
  • An diesem Freitag wird in Berlin das Klimakabinett der GroKo tagen und in New York der UN-Klimagipfel vorbereitet, der vom 21. bis 23. September 2019 stattfindet.
  • In 129 Staaten der Welt werden nicht nur Schüler, sondern auch Erwachsene auf die Straße gehen. Allein in Deutschland sind in rund 500 Städten Demonstrationen angesagt.
  • Das droht deutschen Schülern und Arbeitnehmern bei der Demo-Teilnahme am morgigen Freitag: https://www.fr.de/politik/klimastreik-freitag-20-09-2019-droht-schuelern-und-arbeitnehmern-zr-13012060.html
  • Anders als in Deutschland ist es bei den Schülern in New York:
Ärger mit der Schulbehörde müssen New Yorker Schulkinder am kommenden Freitag nicht fürchten, wenn sie dem Unterricht für die große Klimaschutzdemo fernbleiben. Die Schulbehörde, die für mehr als 1700 öffentliche Schulen in der Ostküstenmetropole verantwortlich ist, twitterte am Donnerstag: Sie werde "das Fehlen der Schüler, die am 20. September für das Klima streiken, entschuldigen". Auch New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio stellte sich hinter die Aktion. "New York City steht an der Seite der jungen Leute. Sie sind unser Gewissen. Wir unterstützen den Klimastreik am 20. September", erklärte der Demokrat auf Twitter.

https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/fridays-for-future-new-yorker-schueler-duerfen-fuer-klimaprotest-offiziell-schwaenzen-a-1286594.html

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-09/klimastreik-new-york-schulen-greta-thunberg

Meine Frage:

  • Ist die Entscheidung, den Schülern in New York offiziell "schulfrei" zu geben, vorbildlich oder nicht?
Ja, vorbildlich 52%
Nein, nicht vorbildlich 40%
Weder - noch, sondern... 8%
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21 Antworten
Ist es eine legitime/legale Meinungsäußerung, wenn man Björn Höcke und Andreas Kalbitz als Nazi bezeichnet oder wäre dies vor Gericht eine Beleidigung?

Der in Bezeichnung Nazi mitschwingende Vorwurf kommt ja nicht von ungefähr!

Kalwitz ist mit Neonazis mitmarschiert und hat an Zeltlagern der verbotenen "Heimattreuen Jugend" teilgenommmen. Er ist Mitglied des völkischen Witikobunds, war Autor der rechtsextremen Zeitschrift Witikobrief und war Vorsitzender des rechtsextremen Vereins "Kultur- und Zeitgeschichte.

Höcke hat, soweit ich weiß, noch nie seine Zweitidentität als Landorf Ladig ausdrücklich bestritten. Als Ladig schrieb eindeutig rechtsextremistische/faschistische Texte, für die er wahrscheinlich wegen Volksverhetzung juristisch belangt werden könnte und die ich hier nicht wiedergeben möchte. Er marschierte nachweislich mit NPD-Vertretern auf NPD-Märschen mit. Von ihm als Höcke stammen Sätze wie: Die Evolution hat Afrika und Europa – vereinfacht gesagt – zwei unterschiedliche Reproduktions­strategien beschert., oder Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.

Wenn Höcke und Kalbitz keine Nazis sind, wer dann?

Sie als Nazi zu bezeichnen ist eine legitime Meinungsäußerung 73%
Den Begriff "Nazi" ist eine unzulässige Beleidigung. 27%
Recht, Gesetz, Jura, Strafrecht, AfD, Gesellschaft und Politik, Umfrage
8 Antworten
Habe ich eine psychische Krankheitt?

Hallo,

mir geht es richtig gut. Ich lebe wie Arno Dübel (der berühmte Sozialhilfeempfänger) und möchte auch nie arbeiten. Ich habe alles, was ich brauche, und meist noch mehr am Ende des Monats übrig als Menschen die arbeiten. Ich stehe nicht so gerne früh auf, deshalb bleibe ich lieber liegen und mache es mir gemütlich. Ich liege fast jeden Tag in der Sonne, koche und esse nur frisches Essen und treibe viel Sport. Ich wurde nun schon einige male krank genannt, weil ich nichts an meiner Lebenssituation ändern möchte. Stimmt das wirklich? Muss man psychisch krank sein, wenn man nicht für ein System arbeiten möchte, was Menschen sowieso nur ausnutzt und versklavt? Ich fühle mich im Gegenteil sehr gesund, und die Menschen, welche täglich zur Arbeit gehen wirken in meinen Augen oft sehr kränklich (Ränder unter den Augen, bleich, depressive Stimmung, Haarausfall, Sehschwächen, Bierbauch oder abgemagert, Hautkrankheiten, Vitamin- und Nährstoffmangel etc.) ...

Ich bin ein wenig ratlos. In Griechenland sind die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in meinem Alter arbeitslos, dort ist auch nicht jeder krank, im Gegenteil, sie wirken sogar oft sehr gesund und munter. Aber in Deutschland müssen sich die Menschen für ihre Existenz rechtfertigen, wenn sie sich nicht versklaven lassen. Könnte da auch ein gewisser Neid oder Groll mitspielen? Der durchschnittliche deutsche Michel wirkt immer irgendwie "übersäuert", zusammengekniffene Lippen, ausweichender und hoffnungsloser Blick, der charakteristische "Bierernst" etc. ... wieso ist das so? Wieso kann man nicht einfach mal das Leben genießen, ohne dafür von anderen angepöbelt zu werden? Oft wird behauptet, dass Menschen die nicht Arbeiten dem Staat nur auf der Tasche liegen würden. Dazu sage ich: Richtig, aber wo ist das Problem? Die meisten Menschen sind mit der Regierung unzufrieden, also wieso wollen sie sie um jeden Preis aufrecht erhalten? Bei den Wahlen meckern immer alle über Merkel, den Bundestag und co, aber dann gehen sie wieder friedlich zur Arbeit und zahlen weiter für ein System, welches sie eigentlich gar nicht wollen?

Für mich ergibt das wenig Sinn. Ebenfalls liegen Studenten, die an staatlichen Universitäten studieren dem Staat wesentlich mehr "auf der Tasche", ganz zu schweigen von den Millionen Flüchtlingen, die auf unsere Kosten leben ohne je etwas in den Staat eingezahlt zu haben, aber man regt sich lieber über Sozialhilfeempfänger auf. Vielleicht, weil es gesellschaftlich akzeptierter ist? Sind ja nur Deutsche? Ich weiß es nicht.

Ich bin da ein wenig überfordert und hoffe auf guten Rat. Wohlan denn!

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33 Antworten
Warum wird man in der Schule in ein Raster geworfen?

Servus Leute

Ich will eure Meinung zu meiner Meinung mal wissen bzw zu meiner Denkweise.

Ich Persönlich finde das wir in der Schule keine Selbständigkeit beigebracht bekommen, wir werden auch nicht auf das Leben vorbereitet.

Ab der 8. Klasse wird uns gesagt „Alles was wir jetzt machen braucht ihr in eurem späteren Berufsleben,. Oder wenn ihr des so und so macht kommt das nicht gut bei eurem Chef an.

Und in der 9. Klasse lernt man Bewerbungen schreiben und was man alles beachten muss das es toll ist und alles, aber warum wird mir nicht gezeigt wie ich ein Unternehmen am besten aufbaue oder wie ich zum Chef werde... warum wird mir nur beigebracht wie ich für jemanden anderen arbeiten muss, und warum geht die schule davon aus das ich einen Beruf Lernen will.

Ich wachse in einer Familie auf wo mein Opa und meine Oma Lokalitäten geführt hatten. Wann lerne ich was über Steuern über den Best möglichsten Umsatz, oder wann lerne ich was über Geldanlagen?

Wann lerne ich diese Dinge? Mein Vater hat jetzt ein Transportunternehmen und meine Mutter ist einfach Hausfrau. Das leben läuft ohne das jemand von beiden jemals einen Beruf gelernt hat. Und eine Sache will ich mal sagen, als Unternehmer hast du mehr Möglichkeiten als als Arzt. Keiner schriebt dir vor wann du urlaub hast. Keine schriebt dir vor wann du Pause hast. Keine setzt dich unter druck Außer du selbst. Und ich wundere mich... warum wird nicht über dieses Leben aufgeklärt, warum nur Ausbildung Ausbildung Studium Ausbildung. So jetzt habt ihr meine Meinung, was denkt ihr über die ganze Sache.

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