Zittern am Kopf, Körper und Händen - mögliche Diagnose?

Hallo zusammen,

schon seit einiger Zeit habe ich vor allem am Kopf und im Oberkörper immer wieder ein Zucken/Zittern, sobald ich mit Leuten rede bzw. in soziale Situationen komme, die mir unangenehm sind.

Auch wenn ich die Personen, mit denen ich rede, mag und mir selber einrede, nicht nervös sein zu müssen, zuckt mein Kopf oder auch mein Oberkörper immer wieder kurz.
Es ist egal, mit wem ich rede, jedesmal merkt man, wie nervös ich bin und wie ich zucke. Nur bei meiner Familie ist mir das Zittern/Zucken noch nicht aufgefallen. Doch sobald jemand etwas „distanzierter“ ist, sei es selbst mein eigener Onkel oder Schulkameraden, habe ich angesprochene Probleme.

Wenn ich vor der Klasse präsentieren muss, fängt mein ganzer Körper an zu zittern, meine Beine hören nicht mehr auf sich zu bewegen und ich kann die Bewegung nicht mehr kontrollieren.
Mir wird komplett heiß, ich bin schweißgebadet und die Situation wird zu einer Höllenfahrt.
Teilweise war es so schlimm, dass ich nur eine Minute präsentieren konnte und dann abbrechen musste, weil ich nicht mehr aufgehört habe zu zittern.
Dies führt auch dazu, dass ich mich mündlich im Unterricht nicht mehr so beteiligen kann, wie ich es gerne tun würde.
Werde ich zum Beispiel für eine Sache „gelobt“, tritt wieder diese Unruhe auf und das Zittern/Zucken setzt ein, da ich mich davor fürchte, im Mittelpunkt zu stehen.

Auch wenn ich jemandem zum Beispiel einen Gegenstand überreichen möchte oder einen Gegenstand in Empfang nehme, zittern meine Hände.

Wenn zum Beispiel Lehrer Blickkontakt zu mir aufbauen, würde ich diesen gerne halten, mein Kopf fängt aber wieder unwillkürlich an zu zucken, was sowohl den Lehrern, als auch mir, auffällt. Das ist mir jedes Mal extrem unangenehm.

Ich kann mir nicht erklären, woher das kommt. Ich war früher super gesellig, mir hat präsentieren sehr viel Spaß gemacht, ich konnte mit jedem Menschen ungehemmt reden, ohne mir Sorgen zu machen.

Eigentlich bin ich sehr extrovertiert und mache einen offenen Eindruck:
Doch seit die Sache mit dem Zittern angefangen hat (ca vor 1,5 Jahren), ziehe ich mich immer mehr zurück, versuche Gespräche zu meiden und traue mich nicht mal mehr, alleine einkaufen zu gehen.

Ich rede mir jedes Mal ein, dass es doch gar nicht so schlimm ist und dass die Leute mich gar nicht so, wie ich mir das vorstelle, in den Fokus nehmen, etc.

Selbst Beruhigungsmittel stoppen diese Bewegungen nicht.
Ich dachte, dass ich es irgendwie alleine schaffe, doch ich befürchte mittlerweile, dass ich nie mehr so aufgeschlossen wie früher sein kann.

Zu mir: Ich bin 19 jähriger Schüler und mache bald Abitur. Vor 1,5 Jahren ist meine beste Freundin bei einem Motorradunfall gestorben und wurde somit aus meinem Leben gerissen: ist das eine mögliche Ursache?

Hat jemand aus der Community eine Idee, was mit mir falsch sein könnte, und sollte ich eher einen Arzt (körperliches Problem) oder einen Psychologen (geistiges Problem) aufsuchen?

Schonmal danke im Voraus! :)

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