Wie steht ihr zu Neuheidentum/Neopaganismus?

Wer bisher mit den Begriffen nichts anfangen kann: unter "Neopaganismus" oder "Neuheidentum" versteht man neureligiöse Bewegungen, die sich an vorchristlichen Religionen orientieren. Die meisten davon waren ethnische Volksreligionen.

Dabei handelt es sich um verschiedene Bewegungen, etwa Ásatrú (germanisches Heidentum), Kemetismus (altägyptischer Pantheon), Romuva (baltische Naturreligion) oder das Druidentum, ein Versuch, die alte Religion der Kelten wiederzubeleben. Auch Wicca, das vielleicht noch am ehesten bekannt ist, wird zum Neuheidentum gezählt.

Neopaganisten feiern heidnische Feste, begehen Rituale und versuchen dadurch, Spiritualität in ihr Leben zu bringen. Diese religiösen Bewegungen zeichnen sich durch ein (für Religionen nicht immer typisches) hohes Maß an Toleranz und eine starke Naturverbundenheit aus. Alle neopaganen Religionen sind polytheistisch oder pantheistisch ausgerichtet, einen Schöpfergott, Heilige Schriften oder strenge Glaubensvorschriften lehnen sie ab.

Wie ist eure Meinung zu diesen neureligiösen Strömungen? Findet ihr die Sache eher lächerlich, als dass man es ernst nehmen könnte? Oder meint ihr, dass dadurch die religiöse Welt eher bereichert werden kann? Gibt es vielleicht einen paganen Glauben, der euch besonders gut gefällt, oder seid ihr sogar selbst Anhänger einer solchen Religion?

Religion, Islam, Kirche, Geschichte, Menschen, Seele, Politik, Beziehung, Spiritualität, denken, Christentum, Psychologie, Geister, Allah, Asatru, Atheismus, Bibel, Dämonen, Gesellschaft, Glaube, Gott, Griechische Mythologie, heidentum, Heilige Schrift, Jesus Christus, Judentum, Kelten, Koran, Mohammed, Mythologie, Philosophie, Quran, Pagan, druide, gottheiten, Monotheismus, paganismus, Polytheismus, Philosophie und Gesellschaft
23 Antworten
Lassen sich Christentum und Polytheismus vereinbaren?

Hallo allerseits. Ich mache mir in letzter Zeit sehr viele Gedanken um meinen Glauben und bin mir nicht sicher welcher Weg der richtige für mich ist. Ich bin katholisch getauft und mit 10 Jahren zur ersten Kommunion gegangen. Als ich etwa 11 Jahre alt war habe ich angefangen an die ,,alten" römischen Götter zu glauben. Mit dem christlichen Glauben hatte ich danach lange Zet nicht mehr viel zu tun. Mit 18 Jahren bin ich sogar aus der Kirche ausgetreten. Etwa 2 Jahre später bin ich wiedereingetreten. In den letzten Monaten habe ich mich sehr viel mit Ahnenforschung und der Geschichte meiner Familie beschäftigt. Ich sehe meine Ahnen als Vorbilder für mein eigenes Leben an. Ich habe auch ihre Mentalität und Weltanschauung versucht nachzuvollziehen und dadurch sehr zu schätzen gelernt. Alle meine (mir namentlich bekannten) Vorfahren müttelicherseits waren (wahrscheinlich) gläubige Katholiken. In letzter Zeit habe ich mich daher auch mit der römisch-katholischen Kirche und ihren Werten beschäftigt und plane dieses Jahr meine Firmung nachzuholen. Mir ist auch aufgefallen, dass ich die Moralvorstellungen der katholischen Kirche (mit Ausnahme der Ablehnung des Polytheismus) größtenteils teile. Auf der anderen Seite bin ich auch dem polytheistischen Glauben weiterhin sehr zugeneigt und bete auch gelegentlich die ,,alten" Götter an. Insbesondere zugeneigt bin ich der slawischen und römisch-griechischen Götterwelt. Schließlich ist der slawische Glaube auch der Glaube meiner Vorfahren (wenn man weit genug in meiner Ahnenreihe zurück geht). Desweiteren gefällt mir der Bezug zur Natur und Tierwelt in der vorchristlichen Religion sehr gut. Auch die Vorstellung, dass alle Völker letzendlich die selben Götter (unter verschiedenen Namen) verehren finde ich sehr schön. Muss ich mich also für eine der beiden Religionen entscheiden oder lassen sie sich vielleicht miteinander vereinen? Ich habe z.B. gelesen, dass in der Antike und im Mittelalter für einige Menschen das Christentum kein Widerspruch zu ihrem traditionellen Glauben war sondern eher eine Ergänzung. Was haltet ihr von diesem Gedanken?

Mit besten Grüßen

Coelophysis

Religion, Geschichte, Christentum, Psychologie, Glaube, Gott, Griechische Mythologie, heidentum, Philosophie und Gesellschaft
14 Antworten
Griechische Mythologie: Wieso wurde eine Schizophrenieform nach Hebe benannt, aber nicht nach Eurynome?

Der Begriff Schizophrenie kommt aus dem Griechischen. Es heißt so viel wie zersplitterte Seele.

Eine Unterart der Schizophrenie heißt hebephrene Schizophrenie, auch Hebephrenie genannt.

Hebe ist die Göttin der Jugend. Hebephrenie ist 'größer' als paranoide Schizophrenie. Diese Schizophrenieform wurde evtl. so genannt, da eine Göttin groß ist, und Hebephrenie eben einen großen Einfluss auf das Leben hat. Es heißt auch, dass die Seele ewig jung bleibt bzw. sich bei Hebephrenie nicht weiterentwickelt.

Es wird auch als desorganisierte Schizophrenie bezeichnet, und daraus resultiert auch meine Frage, wieso es keine Schizophrenie gibt, die nach Eurynome benannt wurde.

Eurynome ist die älteste griechische Göttin. Sie wird auch als Chaos-Tänzerin oder Göttin des Chaos bezeichnet. Ihr Name bedeutet die 'Universelle'. Wieso wurde dann desorganisierte Schizophrenie nicht Eurynomephrenie genannt. Chaos-Tänzerin passt ja zu Desorganisiertheit.

Falls Schizophrenie angeboren ist, oder evtl. schlimmer als Hebephrenie ist, könnte man sie auch einfach Eurynomephrenie nennen – abgeleitet von Universelle Schizophrenie statt desorganisierte Schizophrenie. Universell deshalb, weil sie eben von Grund auf da wäre. https://de.wikipedia.org/wiki/Eurynome_(G%C3%B6ttin)

Religion, Gesundheit und Medizin, Griechische Mythologie, Mythologie, Philosophie und Gesellschaft
3 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Griechische Mythologie