Sind diese Nahtoderfahrungen aus der Hölle real?

21 Antworten

Emotionale Konditionierung ist keine Neuerfindung moderner Werbepsychologen. Entsprechende Erkenntnisse gibt es bereits seit Jahrtausenden, und Religionen haben davon schon immer auch in der wirksamsten Form regen Gebrauch gemacht.

Das Rezept ist sehr einfach:

Es muß eine Behauptung ausgestreut werden, die weder beweisbar noch widerlegbar ist.

Diese Behauptung muß geeignet sein Urängste zu steigern.

Gleichzeitig muß eine andere Behauptung ausgestreut werden, die ebenfalls weder beweisbar noch widerlegbar ist, und die Rettung vor dem verheißt, was in der Verknüpfung mit Urängsten als so etwas wie die "Hölle" geglaubt wird.

Alles muß so gesteuert sein und ist es dann auch, daß sich die Opfer endgültig verloren wähnen, wenn sie aufhören würden, die Behauptung zu glauben.

Je mehr ein gläubiger Mensch auf sich selbst schauend meint, daß er den religiösen Ansprüchen nicht genügt, desto mehr werden dann seine Ängste geschürt, was dann bewirkt, daß er umso heftiger nach dem ihm angebotenen Strohalm vermeintlicher Rettung greift, was gleichzeitig auch noch den Willen weiter steigert, den Glauben an das ihm Eingeredete nicht loszulassen.

Die Logik wird dabei zu einem unbrauchbaren Werkzeug, weil sie aus Ängsten heraus weitgehend ausgeblendet bleibt.

Soweit die notwendigen Erklärungen. Ab hier greift dann das, was auf vielen Webseiten zu finden ist, nämlich Sektierertum auf der Basis emotionaler Konditionierung. Wer sich erst einmal darin verfangen hat, befindet sich oftmals in so etwas wie in einer Reuse. Er kann zwar bequem immer weiter vorwärts, aber er schafft es kaum noch zurück (die Logik hakt aus).

In Krisensituationen dreht sich das Denken und Fühlen von Menschen überwiegend um die Dinge, durch die sie schon zuvor besonders stark emotional aufgewühlt waren. Wer sich dann noch geistig in einer Welt zwischen Wachsein und Traum befindet, erlebt plastische Vorstellungen genau in diese Richtung und häufig sogar so stark, daß sie für Realität gehalten werden.

Deshalb verwundert es nicht, daß auch solche sog. Nahtoderlebnisse sehr beliebte Köder sind, die von Sektierern ausgworfen werden, eben weil sie auch noch so gut zu der Bedingung passen, weder beweisbar noch widerlegbar zu sein. So etwas kann dann auch noch um diverse Hinzuerfindungen erweitert werden.

Den eigentlichen Logikfehler (bzw. das Abschaltproblem) bei den eingefangenen Opfern in dieser ganzen Angelegenheit sehe ich darin, daß diese anfangen, jede Überlegung darüber fallen zu lassen, daß alleine ethisch positives Verhalten und fehlerfreies Verhalten verhindert, schädliche Folgen zu ernten, und daß sie stattdessen anfangen, auf vermeintliche Wunder und mystische Träumereien zu setzen.

Sehr aufschlussreich und sachlich beschrieben. In dieser Hinsicht habe ich das noch nie so gesehen. Vielen Dank. :-)

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Wenn du an die Hölle nicht glauben willst, so glaubt die Hölle doch an dich. Sie wird dich verschlingen, nachdem du deine Augen für immer geschlossen hast. Es gibt viele, die nicht wahrhaben wollen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Natürlich ist es schön so zu leben, wie man will. Andere betrügen, belügen, beklauen. Das ist Freiheit - meinen viele. Aber, der Tod kommt oft unverhofft. Und dann ist es eindeutig zu spät, um zu bereuen. Da wird man ausgeliefert Mächten gegenüber, die dich nicht so toll finden werden. Für diese Mächte wirst du ein Spielball für alle Zeiten sein. Da wünsche ich dir jetzt schon viel Glück dabei! Aber, es gibt einen einzigen, der dich aus den Klauen der Hölle heute schon erretten kann - das ist Jesus Christus.

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@belka311

Es ist kein wesentlicher Unterschied, ob die Hölle an mich glaubt oder ob fliegende Einhörner an mich glauben. Ein derartiger Glaube existiert in den Köpfen von Menschen, und wenn ein Hölle etwas glauben kann, dann ist es somit der jeweilige Mensch, dessen Fantasien zu einer Hölle mutiert sind.

Doch abgesehen davon stehe ich nach wie vor vor dem ungelösten Rätsel, wie immer wieder Menschen darauf kommen, daß man zwangsläufig "eine verlorene Seele" ist, wenn man weder an die Hölle noch an den Teufel glaubt. Sollte es nicht aussreichen, stattdessen an das Gute zu glauben und sich danach auszurichten?

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@Dxmklvw

Reden wir mal, wenn Du gestorben bist. Ob Du Deine Meinung immer noch haben wirst? Denn, nach dem Tod kann der Mensch nichts mehr verändern. Nur vor dem Tod haben wir eine Chance, das Leben nach dem Willen Gottes zu gestalten. Nach dem Tod ist die Chance für immer vertan. Das solltest Du wissen. Und ich habe noch nie gehört, dass ein Mensch 1000 Jahre alt wurde in unserer Zeit. Also, jeder wird eines Tages sterben. Das ist so sicher, wie die Jahreszeiten.

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@belka311

"Nur vor dem Tod haben wir eine Chance, das Leben nach dem Willen Gottes zu gestalten."

Damit hast du ein wahres Wort gesagt. Dem wäre nur noch hinzuzufügen, daß es die Religionsführer sind, die je nach aktueller Begehrlichkeit festlegen, was der geweilige Wille desjenigen Gottes ist, an den gerade geglaubt wird.

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@Dxmklvw

Nun, wenn wir Jesus Christus wirklich ERKENNEN, so sind wir sicher in seiner Hand. Dann kann uns gar nichts mehr passieren. Jesus sagt: "Wer in mir bleibt und ich in ihm, der wird viel Frucht bringen". Da haben Religionsführer gar nichts zu melden.

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Man unterscheidet in der philosophischen Denkweise zwischen objektiv und subjektiv. Ich will das an einem einfachen Beispiel erklären: Ich sitze am Tisch bei einer Tasse Kaffee. Ich sehe die Tasse, ich nehme sie wahr. Ich folgere daraus, dass die Tasse wirklich da steht. Die Tasse ist damit objektiv vorhanden, wäre sie aber auch, wenn ich sie nicht wahrnehmen würde. Der Tasse ist das egal, ob jemand sie anschaut und wahrnimmt oder nicht. Ich betrachte aber die Tasse, sehe sie vor meinem geistigen Auge, erlebe im Kopf das Bild mit der Tasse. Das ist subjektiv. Aus dieser Wahrnehmung folgere ich, dass die Tasse wirklich da, also objektiv vorhanden ist. Einen direkten Weg zum Objektiven gibt es nicht, nur über die subjektive Wahrnehmung mittels unserer Sinne. Dazu müssen wir, das was wir wahrnehmen, auch verifizieren, d.h. durch Gebrauch von Logik akzeptieren. Das geschieht durch die allgemeine Lebenserfahrung, dass wir dann das glauben, was wir sehen, hören oder fühlen oder auch, was wir für möglich halten.

Ich könnte mir nun eine Tasse Kaffee wünschen, mir subjektiv vorstellen, dass ich eine Tasse Kaffee hätte. Dazu müsste die Tasse objektiv gar nicht vorhanden sein. Sie wäre also rein geistig vorhanden, was das selbe ist wie subjektiv.

Wir sind im Leben darauf angewiesen, unser Umfeld objektiv zu erfassen, ohne eine direkte Möglichkeit dazu zu haben. Normalerweise ist das kein Problem, wenn wir das mittels unserer Sinne wahrnehmen und verifizieren können. Das machen wir täglich und dauernd, weil wir es gewohnt sind.

Nun gibt es aber Dinge, an die wir mittels unserer Sinne nicht rankommen, wenn diese z.B. in der Vergangenheit liegen oder weit weg sind. Wenn wir über Umwege etwas erfahren, das wir nicht überprüfen können, das Wissen dazu wir nicht haben und dergleichen mehr. Da bleibt nur unsere subjektive Vorstellungskraft übrig, einen Zugang zum Objektiven zu ermöglichen.

Seit Tausenden von Jahren war die Erde subjektiv eine Scheibe, objektiv war sie aber auch damals schon eine Kugel. Es fehlte an der Verifizierung.

Nun zu Deiner Frage: Eine Hölle gibt es nur subjektiv, objektiv ist die Existenz einer Hölle extrem unwahrscheinlich, da eine Verifizierung, die Überführung ins Objektive noch nie gelungen ist. Erfahrungen beim nahen Tod erscheinen uns interessant, sind aber selbst subjektiv und müssten erst verifiziert werden. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass beim nahen Tod den Menschen solche Vorstellungen durch den Kopf gehen und, wie ganz allgemein verbreitet, die wenigsten Menschen das Subjektive vom Objektiven unterscheiden können.

Übrigens ist die Hölle in der heute geglaubten Form erst weit nach Christus eingeführt worden. Christus selbst hat nur zwischen Tod und ewigem Leben unterschieden (Zitat aus der Bibel: Der Tod ist der Sünde Sold).

Alle Eindrücke der Hölle entspringen in unserer Phantasie.

So spinnen sich auch in Nahtoterfahrungen Eindrücke, Erfahrungen, Bilder, Träume und was noch so alles in einem zusammen und ergeben eine Phantasie.

Mit Realität hat das nichts zu tun, da jeder Beweis daher hinkt. Würde im Leben die Hölle als etwas schönes beschrieben, dann hätte man sicher auch in der Nahtoterfahrung ein schönes Erlebnis ;)

Nahtoderfahrungen sagen rein gar nichts über ein potentielles Jenseits aus, denn wie der Name schon sagt, handelt es sich um "Nah-Tod-Erfahrungen", also Erfahrungen die in Todesnähe, nicht jedoch im tatsächlichen Tod gemacht werden.

Wenn du beinahe eine Tür öffnest, weißt du auch nicht wie es im Raum dahinter aussieht.

Diese "Erlebnisse" sind zweifelsohne von den jeweiligen Personen erlebt worden, doch handelt es sich dabei um Träume, Halluzinationen und Körperreaktionen während des Sterbevorgangs.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Recherchen und Forschungen

Also ich hBe es ausprobiert und die Tür zur Speisekammer halb geöffnet und viel leckeres gesehen..... ich brauche sie nicht komplett aufmachen...

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Wow echt guter Ansatz und Vergleich! Wirklich TOLL!!! Danke ist da!

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Ich kann dir auch einen Text darüber Verfassen wie die Hölle aussieht, riecht, sich anfühlt, klingt etc. Nahtoderfahrungen sind nicht derart detailliert und solche Schilderungen sind nichts weiter als Aufmerksamkeitshascherei. Glaubhafte Nahtoderfahrungen wie beispielsweise nach einem Autounfall oder Bränden etc. beschreiben eher Gefühle und vage Warnehmungen und nicht etwas derart konkretes und intensives. Gutes Beispiel findest du hier

https://youtube.com/watch?v=akhCsGGi09E

Bei 19:50 beschreibt Niki Lauda seine Erfahrung und alle Nahtoderfahrungen von denen ich gehört habe ähneln sich hier in der Beschreibungsart. Nicht darin was passiert, sondern darin dass man ungefähr wahrnimmt wie der eigene Körper sich bewegt (Fallen, Laufen, Gleiten, schwimmen) ein Gefühl (meist erleichterung/Befreiung/Leichtigkeit) und von äußeren Einflüssen nur Lichtverhältnisse wie z.B Hell/Dunkel/Löcher/Flackern. Geräusche oder Gerüche kommen im Grunde nie vor, daher würde ich das als Fiktion und Aufmerksamkeitshascherei abtun.

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