Gibt es die Hölle, Wiedergeburt, Reinkarnation, Leben nach dem Tod?

29 Antworten

Glauben

Religiöse Behauptungen sind eine Frage des Glaubens und nicht der objektiven Beweisbarkeit der aufgestellten Behauptung.

Ob man nun an Himmel und Hölle, Nahtoderlebnisse, oder die Wiedergeburt glaubt, ist eine ganz persönliche Entscheidung, die jeder selbst treffen muss.

Objektiv sind weder die Existenz Gottes, noch die verschiedenen Jenseitsvorstellungen beweisbar, oder durch Experimente zu belegen.

Ich hatte selbst auch schon einige Nahtoderfahrungen und bin trotz dieser Erlebnisse nicht von einem Leben nach dem Tod überzeugt.

Ich bin zwar religiös, stehe aber dazu, dass man bestimmte Dinge eben nicht beweisen, sondern eben nur glauben kann.

Religion

Tatsache ist, das Religionen vor allem Trostsysteme sind, die Antworten auf Sinnfragen versprechen und emotionale Unterstützung bei Krisen bieten.

Erste religiöse Vorstellungen entwickelten sich vermutlich aus Angst vor den damals unerklärlichen Naturphänomenen wie zB Gewittern.

Indem der Mensch Gottesvorstellungen entwickelte, machte er das Unerklärliche begreifbarer und verminderte dadurch seine Angst.

Außerdem schuf der Mensch seine Götter nach seinen Vorstellungen, mit menschlichen Schwächen, so dass man sie durch Opfergaben bestechen konnte.

Gemeinschaft

Der gemeinsame Glaube vermittelt ein Gefühl von Gemeinschaft, da gerade gemeinsame Rituale selbst unterschiedliche Menschen  verbinden.

Die Wirkung von Ritualen sieht man heute in Fußballstadien, bei großen Rockkonzerten, oder beim Karneval/Fasching genau so, wie bei religiösen Zeremonien.

Auch wenn heute vieles erklärbarer ist, bieten die Konzepte der Religionen eine Orientierung für das eigene Leben, vermitteln Werte und stiften Sinn.

Auch die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen ist immer noch attraktiv, bringen doch gerade die Weltreligionen fremde Menschen zusammen.

Dennoch muss man keiner Religionsgemeinschaft, Kirche, Kult oder ähnlichem angehören, um religiös zu sein.

Machtsystem

Es sollte nämlich auch nicht vergessen werden, dass gerade organisierte Religion auch zur Manipulation und Machtmissbrauch genutzt werden kann.

Durch Versprechungen vom Himmelreich und Drohungen mit Höllenstrafen bei Begehung von Sünden, kann man Anhänger "auf Linie" halten.

Es kann also nicht schaden, durchaus kritisch zu fragen, ob ein gerechter und gnädiger Gott ein bestimmtes Gebot erlassen würde, oder ob es nicht eher dazu dient, die Kontrolle und Macht der Organisation zu erhalten.

Fazit

Dinge des Glaubens kann man glauben - aber nicht beweisen.

Ob überhaupt eine der vielen religiösen Vorstellungen tatsächlich wahr ist, werden wir erst wissen, wenn es für uns soweit ist und wir tot sind.

Welche Schlüsse man daraus zieht, muss jeder selbst Wissen.


Ich will einmal in die Zeit zurück, kurz nach Jesu Tod. Jesus prophezeite, dass Jerusalem umlagert und zerstört würde. Sogar die Zerstörung des Tempels sagte er voraus. Und was geschah?

im Jahr 66 u.Z. wurde Jerusalem von den Römern unter General Festus umlagert. Jerusalem stand kurz davor, eingenommen zu werden. Doch was geschah? Ohne ersichtlichen Grund zogen die Römer wieder ab und wurden von den Juden verfolgt und erlitten schwere Verluste. 

4 Jahre später wurde zum Passader Juden die Stadt wieder von den Römern unter General Titus eingeschlossen. Doch dieses mal wurde Jerusalem völlig zerstört auch der Tempel. Nur die Christen kamen davon, weil sie der Prophezeiung Jesu glaubten. Sie flohen gleich,  als die Römer nach der ersten Belagerung abzogen. 

Das ist nur ein Beweis, dass wahrer Glaube auch Wissen bedeutet. In Hebräer 11:1  wird biblischer Glaube definiert. Vielleicht hilft das einigen, ihre Ansichten zu überdenken. 

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@stefanbluemchen

Eine erfüllte Prophezeiung, die in einer religiösen Schrift zu finden ist, ist kein objektiver Beweis, sondern eine Frage kreativer Deutung.

Man kann, abhängig von den eigenen Kenntnissen, in irgendwelche Schriften alles mögliche hineininterpretieren.

Natürlich kann man auch glauben, etwas zu wissen, was aber nicht heißt, dass es sich um beweisbares Wissen handelt.

Meiner Ansicht nach kann jeder glauben was er will - wenn er es als objektiven "Fakt" verkaufen will, wird es jedoch sehr fragwürdig.

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@Enzylexikon

Das ist nur eine von vielen. Zudem wurde schon von Daniel die Prophezeiungen über die Zerstörung Jerusalems aufgeschrieben. Und genau, wie von Daniel aufgeschrieben, wurde Jerusalem von Heeren umlagert und es wurden rings um Jerusalem Spitzpfähle errichtet,  um eine Flucht unmöglich zu machen. 

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@stefanbluemchen

Hier die original Bibelschriftstellen. 

Matthäus 24:15

Wenn ihr daher das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, von dem Daniel, der Prophet, geredet hat, an heiliger Stätte stehen seht (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an),

Daniel 11:31

Und da werden [Streit]arme sein, die aufstehen werden, von ihm ausgehend; und sie werden tatsächlich das Heiligtum, die Festung, entweihen und das beständige [Opfer] entfernen. Und sie werden gewiß das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, aufstellen.

 

Lukas 19:43

Denn es werden Tage über dich kommen, da werden deine Feinde eine Befestigung aus Spitzpfählen um dich bauen und werden dich ringsum einschließen und dich von allen Seiten bedrängen,

 

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Wir leben alle im selben Universum, und hier auf der Erde auch noch auf dem selben Planeten. Beides ist objektive Realität. Darum änderte es auch nichts daran, als die Menschen glaubten, dass die Erde eine Scheibe und alles ist, was existiert.

Du machst es Dir zu einfach mit dem Klischee, dass es Dinge gibt, die nie beweisbar und darum reine Sache des Glaubens seien. Denn schon in diesem Satz steckt ja die eigentliche Wahrheit dabei: Wenn es solche Dinge tatsächlich gibt, dann gibt es diese Dinge objektiv und sie sind demnach unabhängig von unserem Glaube.

Und was es objektiv gibt, lässt sich früher oder später auch objektiv erkennen!

Der Glaube ist ein Relikt aus vorwissenschaftlichen Zeiten!

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@Enzylexikon auch ich hatte bereits einige Nahtot-Erfahrungen. Und gebe dir Recht, hier gibt es mit Sicherheit keinerlei Beweise für eine Wiedergeburt oder ähnliches.

Im Gegensatz zu dir unterscheide ich für mich den Glauben an Gott von dem der einiger oder der meisten der 87.000 Religionsgemeinschaften die hier das ein oder andere Interpretieren. Klar für solche Interpretationen gibt es keine Beweise!

Allerdings für die Bibel und Biblische Prophezeiungen schon. An die Auferstehung mag jeder glauben oder nicht.

Aber wie stefanbluemchen bereits versucht hat gibt es für biblische Ereignisse sehr wohl Beweise.

Ich denke hier an Lazerus, der vier Tage in einer trockenen Höhle nach seiner Beerdigung verbracht hat. Dafür gab es hunderte Zeugen seiner Beerdigung. Jeder der bereits an ähnlichen Beerdigungen teil genommen hat, stellt fest, das bei Toten Verwesungsprozesse bereits am ersten Tag einsetzen.

Und das nach drei Tagen ein Körper bereits so ersetzt ist, dass kein Mensch ins Leben von anderen Menschen zurück gebracht werden kann. Trotz der heutigen Möglichkeiten! 

Wenn ein solcher Mann also nach vier Tagen wieder auftauchte und lebte, muss dies zweifelsohne als Beweis anerkannt werden.

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@Roentgen101

Bei allem gebührenden Respekt, aber ich finde den Versuch, die Wahrheit der Bibel über erfüllte Prophezeiungen beweisen zu wollen, lächerlich.

Wer an die Wunder der Bibel glauben will, kann das ja gerne machen -  der braucht dann allerdings auch keine bewiesenen Wunder wie der ungläubige Thomas.

Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

(Johannes 20:29)

Außerdem sind solche Beweisführungen schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil es an wissenschaftlichen Daten und Analysen zu den Umständen des Sachverhalts fehlt.

Heutzutage ist ja für Wissenschaftler nicht einmal mehr nachvollziehbar, welche Erklärungen es für angebliche Spukhäuser des 19. Jahrhunderts gibt - und das ist jüngere Vergangenheit.

Teilweise existiert der "Tatort" nicht mehr, oder er wurde erheblich verändert, die Zeugen sind alle tot und etwaige Protokolle von Augenzeugen unzureichend.

Wie objektiv belastbar sind dann etwa 2.000 Jahre alte religiöse Erzählungen aus der Sicht der Naturwissenschaften?

Kein EKG und EEG des angeblich verstorbenen Lazarus, keine Beweise für angeblichen Leichengeruch, keine Anamnese, keine toxikologischen Befunde...alles was wir haben sind ein paar tausend Jahre alte Erzählungen.

Da  diese Erzählungen zudem propagandistische Zwecke haben - sie sollen die Einzigartigkeit Jesu hervorheben - sind sie alles andere als neutral.

Da könnte ich auch die bei Hexenprozessen unter Folter erzwungenen Geständnisse als Beweise für die Existenz Satans anführen - mit ähnlich geringer Objektivität.

Ich respektiere wirklich den Glauben der Menschen, aber objektive Beweise für angebliche biblische Wunder gibt es einfach nicht.

Wer an die Realität der Wunder glauben will, dem mache ich das absolut nicht streitig, aber es objektiv beweisen zu wollen halte ich für naiv.

Ich denke, das Thema brauchen wir auch gar nicht weiter zu diskutieren.

Ich kenne die Bibel, ihr kennt die Bibel und wir haben eine unterschiedliche Auffassung darüber, worum es sich bei diesem literarischen Werkt handelt.

Ohne gemeinsame Grundlage reden wir aber alle gegen irgendwelche Wände, so dass letztlich nichts anderes dabei herauskommt, als ein bisschen intellektuelle Gehirngymnastik.

Dafür möchte ich aber meine Zeit nicht weiter aufwenden, denn ich denke, mein Standpunkt sollte klar geworden sein und ich brauche ihn nicht noch einmal zu wiederholen.

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Laut der Bibel kommen sündige Menschen in die Hölle.

Quatsch! Bis zu Gutenbergs Zeiten (also 1400 Jahre lang) war neben der Kirche kaum einer in der Lage, die Bibel lesen zu können. Mir kann doch niemand erzählen, dass die Kirche das nicht ausgenutzt hat, und die Bibel nach den Interessen der Kirche ($,$$) "angepasst" hat.

"Da können wir noch ein bischen ändern"

"und da auch. Da kriegen sie Angst, hähä, dann können wir sie für viel Geld retten"

(gähn)

Laut der älteren Lehre ist das hier schon die Hölle. Wer sich gut benimmt, kommt wieder raus, der Rest muss eine Ehrenrunde drehen  :D

Leider war es so in der Vergangenheit. Doch die Bibel ist uns so erhalten geblieben, wie sie ursprünglich geschrieben wurde. Alte Fragmente und teils gut erhaltene Schriftrollen beweisen dies. 

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@stefanbluemchen

"Es ist so"

Na da haben wir ja mal endlich einen, der es ganz genau weiß :-)

Weißt du denn auch, wer die erste Bibel auf Papier geschrieben hat? Sicher warst du da auch dabei. Ich hätte großes Interesse, das von einem Zeitzeugen zu erfahren. Andere bestimmt auch.

Danke.

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@schloagmidot

Kaiser Nero hat es nie gegeben. Ich möchte den kennen lernen, der seine Geschichte zuerst zu Papier gebracht hat. Ich würde gerne einen Zeitzeugen befragen. 

Bitte. 

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Hallo glueckspilz85,

zu Deiner Beruhigung kann ich sagen, dass die Lehre von einer Feuerhölle in der Bibel nicht zu finden ist. Über den Zustand der Toten sagt sie nämlich: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [oder Grab], dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte. Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Es gibt somit keinen Grund, irgendwie beunruhigt zu sein. Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7). Egal, wie viel Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

LG Philipp

Es gibt keinerlei überprüfbare Belege, dass es so etwas wie Hölle, Götter, ewiges Leben oder dergleichen geben würde.

Nichts in der  Welt deutet auf so etwas hin.

Sollte es solche Dinge geben, kann man allemal feststellen, dass sie nicht in Wechselwirkung mit unserer Lebensrealität stehen. Daher sind sie selbst bei Existenz für uns irrelevant.

Von Göttern hat niemand gesprochen nur vom einen Gott. Das ist ein Unterschied.

Und ja ohne Glauben an die Bibel gibt es keine Hoffnung. Aber das hätten sie erwähnen können!

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@Roentgen101

Von Göttern hat niemand gesprochen nur vom einen Gott.

Aber von welchem denn? Zeus? Odin? Da machst Du es Dir aber zu einfach.

Und ja ohne Glauben an die Bibel gibt es keine Hoffnung.

Hoffnung worauf? Ich habe keine Hoffnung, die ich in irgendeinen Zusammenhang mit der Bibel bringen würde.

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Ich glaube an Reinkarnation. Erinnerungen habe ich jedoch keine.

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