Hallo Dennis961,

grundsätzlich sind Glaube an Gott und Wissenschaft aus der Sicht einiger durchaus miteinander zu vereinbaren, sofern sich jede der beiden Richtungen ihrer Grenzen bewusst sind.

Unglaubwürdig werden Vertreter des Glaubens, wenn sie z.B. eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse, ignorieren oder schlichtweg ablehnen. Das beraubt sie natürlich ihrer Glaubwürdigkeit und spielt in die Hände derer, die die Existenz Gottes ablehnen.

Wissenschaftler bewegen sich grundsätzlich auf einem anderen Terrain als ein Verfechter des Glaubens. Ein Wissenschaftler hält sich bei seinen Forschungen an empirisch belegbare Tatsachen. Da jedoch die Existenz Gottes in diesem Sinn nicht belegbar ist, ziehen viele Wissenschaftler die Existenz eines Schöpfergottes erst gar nicht in Betracht.

Hierbei sollte ein Wissenschaftler jedoch an die Grenzen denken, die ihm gesetzt sind. Wenn er denkt, dass nur das existieren kann, was auch wissenschaftlich belegbar ist, überschreitet er in gewissem Sinn diese Grenzen. Die Wissenschaft kann eben nur einen Teil dieser Welt erklären. Die Frage nach Gott liegt somit eindeutig jenseits dessen, was Wissenschaft erforschen und beschreiben kann. Mit anderen Worten: Es weder Sache der Wissenschaft, Gott zu widerlegen als auch seine Existenz zu beweisen!

Andererseits hat bei dem einen oder anderen Wissenschaftler das Beschäftigen mit den Details seines Fachgebietes dazu geführt, an die Existenz Gottes zu glauben. Wie das? Zum Beispiel zeigt das immer weitere Vordringen in den molekularen Aufbau der Strukturen des Lebens, dass überragende Intelligenz mit im Spiel ist.

Dabei geht es dem gläubigen Wissenschaftler nicht darum, in einem Schöpfer eine Erklärung für das Unerklärbare zu suchen. Es geht für ihn einfach darum, anzuerkennen, dass allein das Zusammenwirken natürlicher Prozesse keine zufriedenstellende Antwort auf die Frage ist, wie das Leben in all seinen vielfältigen Formen und seinem komplexen Aufbau entstehen und sich weiterentwickeln konnte.

Daher gibt es auch heute etliche Wissenschaftler, die ihre Überzeugung, dass es einen Schöpfer gibt, klar und deutlich zum Ausdruck bringen. Sie sehen also in ihrer wissenschaftlichen Arbeit einerseits und ihrer religiösen Überzeugung andererseits keinen Widerspruch.

LG Philipp

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Hallo Alleinesein,

als Autist wirst Du es wahrscheinlich schwerer als andere haben, auf Menschen zuzugehen. Versuche aber dennoch, aus Deiner Situation das Beste zu machen! Was ich Dir nachfolgend schreibe, kannst Du vielleicht nicht eins zu eins umsetzen. Dir mag aber dennoch der eine oder andere Tipp eine Hilfe dabei sein, Freunde zu finden.

Möchtest Du z.B., dass andere nett und freundlich zu Dir sind, müssen sie sich in Deiner Gegenwart wohlfühlen. Es gilt nicht, darauf zu warten, dass andere freundlich zu Dir sind, sondern dass Du selbst damit anfängst! Je positiver Du auf andere wirkst, desto eher gelingt es Dir, Kontakte und letztendlich auch neue Freundschaften zu schließen.

Was aber, wenn andere Dich nicht zu mögen scheinen und Dich, wie es Dir ja ergangen ist, ausgrenzen? Und wie solltest Du reagieren, wenn manche Dich ihre Ablehnung ganz offen spüren lassen, indem sie Dich z.B. verächtlich und von oben herab behandeln?

Nun, man kann nicht erwarten, immer mit allen gut auszukommen. Manche reagieren einfach nicht auf Nettigkeit und Freundlichkeit; damit muss man einfach leben. Oder einige mögen Dich einfach nicht in Ruhe lassen, egal wie freundlich Du zu ihnen bist. Da ist es dann wohl das Beste, von solchen Abstand zu halten und seiner Wege zu gehen. In dem bekannten Spruch aus Wilhelm Tell heißt es ja: "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt".

Freundschaften entstehen auch nicht von heute auf morgen, sondern müssen langsam wachsen. Vieles hängt davon ab, was Du bereit bist, anderen von Dir zu geben. Ja, Freundschaften haben immer auch mit der Bereitschaft zum Geben zu tun! Wer immer nur etwas von anderen erwartet, statt selbst zu investieren, wird wohl kaum Freunde finden. Dabei kann Geben etwas sehr Schönes sein. Schon in der Bibel finden sich die bekannten Worte: "Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35). Probiere es doch einfach mal aus und Du wirst sehen, dass das funktioniert!

Zum Schluss möchte ich Dich noch auf etwas aufmerksam machen, dass für Dich Bedeutung haben kann, falls Du an Gott glaubst. Eine Freundschaft zu ihm kann nämlich das Wichtigste und Wertvollste in Deinem Leben werden! Wusstest Du, dass Gott Dein Freund sein möchte? Dann lies doch einmal die Empfehlung, die die Bibel gibt: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen" (Jakobus 4:8). Wie kann man das tun? Indem man sich mit seinem Wort beschäftigt und Gott immer besser kennenlernt.

Nun wünsche ich Dir, dass Du im Laufe der Zeit den einen oder anderen Freund hinzugewinnst! Und sei nicht zu sehr entmutigt, wenn Du hier und da Enttäuschungen erlebst oder an eigene Grenzen stößt! Bedenke, dass es nicht darum geht, unbedingt viele, sondern gute Freunde zu finden. Und von denen reichen oft wenige!

LG Philipp

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Hallo Gengarrrr,

echte Freunde zu finden ist auch nicht ganz so einfach! Es kostet oft einiges an Anstrengungen, bis wirkliche Freundschaften schließen kann. Dabei geht es aber nicht nur darum, sich auf die Suche nach Freunden zu machen; noch wichtiger ist es, dass Du daran arbeitest, selbst ein guter Freund zu sein!

Dabei kann es eine Hilfe sein, erst einmal seine Persönlichkeit unter die Lupe zu nehmen. Frage Dich doch einmal, wie Du auf andere wirkst! Welche Signale sendest Du aus? Bist Du anderen gegenüber zuvorkommend, freundlich und aufgeschlossen? Oder neigst Du dazu, Deine schlechte Laune heraushängen zu lassen?

Das erste, was andere oft von einem wahrnehmen, ist das Gesicht. Hat es einen freundlichen Ausdruck? Lächelst Du andere öfter an, auch wenn Du sie noch nicht kennst? Bist Du innerlich zufrieden und ausgeglichen, wird sich das auch in Deinem Gesicht widerspiegeln! Ja, eine positive Ausstrahlung wirkt auf andere anziehend und sie fühlen sich in Deiner Gegenwart wohl. Das ist die beste Ausgangslage, um neue Kontakte zu schließen. Ob Dich andere mögen oder nicht, hast Du also zum Teil selbst in der Hand.

Was aber wenn Du schüchtern und zurückhaltend bist? Dann bist Du wahrscheinlich schnell verletzt, wenn andere Dir keine oder zu wenig Beachtung schenken. Gerade dann ist es wichtig, dass Du Dich nicht gleich in Dein Schneckenhaus zurückziehst!

Stehe Dir nicht selber im Weg! Versuche über Deinen Schatten zu springen und geh auf andere zu! Warte nicht, bis andere Dich ansprechen, sondern ergreife selbst die Initiative. Zeige vor allem persönliches Interesse an Deinem Gegenüber und sprich nicht zu viel von Dir selbst. Nur so entstehen neue Kontakte und daraus später vielleicht sogar Freundschaften.

Im Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen gibt es einen sehr wertvollen Rat, der auch als Die goldene Regel bekannt ist. Er lautet: "Alles daher, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun" (Matthäus 7:12). Wusstest Du, dass dieser Spruch von Jesus Christus stammt? Es gibt einen etwas ähnlich lautenden Ausspruch, der Dir wahrscheinlich noch besser vertraut ist: "Was Du nicht willst, dass man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu". Dieser Satz stammt von einem anderen weisen Mann, Konfuzius.

Doch der erste Spruch, der von Jesus stammt, ist der bessere, da er einen positiven Aspekt hervorhebt: Wenn man möchte, dass andere einen gut behandeln, dann muss man zuvor selbst das Gleiche auch getan haben. Auf Freundschaften bezogen heißt das: Wenn Du möchtest, dass andere Deine Freunde werden, musst Du zuerst einmal Du selbst die Eigenschaften eines guten Freundes aufweisen. Arbeite also beständig an Deiner Persönlichkeit und Du wirst mit der Zeit jemand werden, den andere sich zum Freund wünschen.

LG Philipp

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Hallo precursor,

für mich hört sich diese Aussage sehr formelhaft an, auch wenn ich der Überzeugung bin, dass der Glaube an Gott für das Glück eine entscheidende Rolle spielt.

Dauerhaftes Glück ist grundsätzlich möglich, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist echte Zufriedenheit. Schon die Bibel weiß, dass Geld und Besitz nur eine untergeordnete Rolle dabei spielen. Der weise König Salomo schrieb nämlich: "Wer nur Silber liebt, wird mit Silber nicht gesättigt werden, noch jemand, der Reichtum liebt, mit Einkünften. Auch das ist Nichtigkeit" (Prediger 5:10). Mit anderen Worten, wer dem Geld hinterher jagt, wird nie genug davon bekommen und folglich niemals zufrieden sein.

Da Salomo zu seiner Zeit einer der reichsten Menschen auf der Erde war, wusste er ganz genau, wovon er sprach. Trotz seines riesigen Vermögens kam er zu dem Schluss: "Und ich, ja ich, wandte mich all meinen Arbeiten zu, die meine Hände getan hatten, und der harten Arbeit, die zu vollbringen ich hart gearbeitet hatte, und siehe, alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind, und da war nichts von Vorteil unter der Sonne" (Prediger 2:11). Für ihn war also ein Leben in Reichtum und Prunk leer und inhaltslos. Viele Menschen in der heutigen Zeit können die Erkenntnis bestätigen, die Salomo im Laufe seines Lebens gewann. Sie haben gemerkt, dass Geld nicht zum Glück führt, ja es sogar zerstören kann.

Was auch sehr zur Zufriedenheit und zum Glück beiträgt ist, dass man keine Neidgefühle entwickelt, sondern mit den eigenen Leistungen und dem eigenen Besitz zufrieden ist. Neid kann Beziehungen zerstören und einen innerlich derart vergiften, dass man die schönen Seiten des Lebens gar nicht mehr genießen kann. Ein Mittel dagegen ist Demut und Bescheidenheit, Eigenschaften die mehr oder weniger aus der Mode gekommen sind. Die Bibel gibt dazu den passenden Tipp, wenn sie sagt: "Laßt uns nicht ichsüchtig werden, indem wir miteinander wetteifern und einander beneiden" (Galather 5:26).

Zum Glücklichsein gehört auch zu lieben und von anderen geliebt zu werden. Das bedeutet, dass man in festgefügten Beziehungen menschliche Wärme und Geborgenheit findet. Die Bibel drückt das so aus: "Außer allen diesen Dingen aber [kleidet euch mit] Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit."

Was das Leben leichter macht, ist das Bemühen, aus allem das Beste zu machen und Rückschläge zum Vorteil zu nutzen. Das trägt dann mit dazu bei, innere Stärke zu entwickeln und sich nicht mit Sätzen fertig zu machen, wie: "Ich tauge ja zu nichts", oder "ich bin ein totaler Versager." Wer akzeptiert, dass es zum Leben dazugehört, Fehler zu machen und zu versagen, kommt im Leben weitaus besser zurecht. Wer ständig mit sich und seinem Leben unzufrieden ist, der verliert seinen inneren Halt und ist dauerhaft unglücklich.

Somit ist echtes Glück meistens nicht etwas von außen Kommendes, sondern etwas, was man aus seinem Inneren heraus entwickelt.

LG Philipp

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Hallo Tanja6694,

Liebeskummer kann sehr, sehr schmerzhaft sein! Und dennoch: Es bleibt nicht für immer so schlimm wie es gerade ist! Du kannst es Dir nur jetzt noch nicht vorstellen. Du brauchst vor allem dringend jemand, mit dem Du über Deine Empfindungen sprechen kannst. Sollten weder Deine Eltern noch irgend jemand aus Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis dafür infrage kommen, kannst Du Dich auch an eine der folgenden Stellen wenden:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111

0800 - 111 0 222

0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Hotline, bei der Du Dich über die zur Verfügung stehenden Anlaufstellen informieren kannst: 0800 – 3344533, Sprechzeiten : Mo, Die, Do: 13.00-17.00 Uhr, Mi, Fr: 08.30-12.30 Uhr. 

Auch wenn Dir in Deiner jetzigen Situation nicht danach ist und Du Dich schwach und kraftlos fühlst: Tue etwas, um Dich abzulenken und werde aktiv! Das mag Dir besonders am Anfang sehr schwerfallen, doch im Laufe der Zeit wirst Du merken, dass es funktioniert. Dich in Dein Schneckenhaus zurückzuziehen kann am Anfang vielleicht ganz hilfreich sein, doch sollte es nicht zur Gewohnheit werden.

Versuche, Neues zu erleben und triff Dich mit Bekannten und Freunden. Das bringt Dich auf andere Gedanken und mildert den Schmerz ab.Und vor allem bringt es Deinem Herzen Erleichterung, wenn Du mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast, über Deine Gefühle sprichst. Wenn man am Boden ist, dann braucht man einfach jemanden, bei dem man sich so richtig ausheulen kann. Wenn man dann merkt, dass der andere mit einem mitfühlt und einen ernst nimmt, ist alles schon nicht mehr ganz so schlimm.

Zum Schluss möchte ich noch auf einen Aspekt hinweisen, der von vielen, die in ernsten Schwierigkeiten sind, heutzutage übersehen wird. Ich weiß ja nicht, ob Du an Gott glaubst. Doch falls ja, denkst Du nicht, dass er Deine Gefühle versteht und Dir gern helfen möchte? Ich bin einmal auf einen Text in der Bibel gestoßen, der mir sehr zu Herzen gegangen ist. Er lautet: "Er [Gott] heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden" (Psalm 147:3, Hoffnung für alle).

Fühlst Du Dich nicht gerade so, wie hier beschrieben, "innerlich zerbrochen" und voll emotionaler "Wunden"? Wäre es nicht schön, von Gott Erleichterung zu bekommen? Du kannst ihm alles sagen, was Dich bewegt, denn in den Psalmen steht: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:8). Ja, Du kannst zu Gott so reden, wie zu einem guten Freund und Du kannst sicher sein, dass er Dich hört!

Ich hoffe, dass es Dir mit Hilfe anderer gelingt, Deinen Liebeskummer allmählich in den Griff zu bekommen! Habe Geduld und denke vor allem daran: Die schlimmen Gefühle, die Du im Moment hast, bleiben nicht für immer so stark! Der Schmerz lässt irgendwann nach und die Freude kehrt allmählich wieder in Dein Herz zurück. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo hitsmemyself,

die Frage, warum Gott Böses zulässt, beschäftigt viele gläubige Menschen. Viele scheinen jedoch an dieser Frage zu verzweifeln, weil sie keine Antwort darauf finden können. Einige sind daher zu dem Schluss gelangt, dass es gar keinen Gott geben kann. Doch beweist die Existenz von Leid und Elend wirklich, dass es keinen Schöpfer gibt?

Überlege einmal: Beweist ein Haus, das einmal voller Pracht und Schönheit war, inzwischen aber verlassen und völlig heruntergekommen ist, dass es keinen Erbauer hat? Müsste man nicht vielmehr die Frage stellen, was in der Zwischenzeit geschehen ist und warum sich der Erbauer des Hauses nicht mehr angemessen um sein Eigentum kümmert und es in Ordnung hält? Was ist also mit unserer Welt geschehen, dass sie in einen solchen schlimmen Zustand geraten ist? Und welche Rolle spielt dabei Gott?

Nun, wenn man an die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurückkehrt, stellt man fest, dass Gott den Menschen einen denkbar guten Start ins Leben gegeben hat. Sie hatten alles, was sie brauchten in überreichem Maß. Leider nahmen sie Gott gegenüber keine dankbare Haltung ein und wandten sich von ihm ab. Stattdessen folgten sie lieber den leeren Versprechungen des Hauptgegners Gottes, Satans des Teufels.

Gott beschloss in seinem Weitblick, nicht sofort dagegen vorzugehen, sondern die Menschen in ihren eigenwilligen Bestrebungen erst einmal gewähren zu lassen. Das zog allerdings schlimme Folgen für die gesamte Menschheit nach sich. Die Menschen verloren ihre Makellosigkeit an Körper und Geist nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre sämtlichen Nachkommen, also auch für uns.

Es dauerte auch nicht lange, bis der erste Mord geschah. Nach und nach öffneten sich immer mehr Tür und Tor für jede Art von Schlechtigkeit. Da die Menschen nicht bereit waren, sich an die liebevollen Anweisungen und Grundsätze Gottes, die ja eigentlich nur ihrem Schutz dienten, zu halten, drifteten sie immer mehr in ein Leben der Gottlosigkeit und Bosheit ab. Diese Entwicklung zog sich über die vielen Jahrhunderte bis heute hin. Dennoch besteht kein Grund zum Pessimismus! Warum kann man das sagen?

Nun, Gott hatte von Anfang an entschieden, Böses und Leid nur für eine gewisse Zeit zuzulassen. In dieser Zeit hatten die Menschen die Chance zu erkennen, dass ihre Unabhängigkeit von Gott nicht zu einem besseren Leben führt, sondern eher im Gegenteil. Inzwischen ist, wie die Bibel deutlich zeigt, die Zeit, in der Gott die Menschen schalten und walten lässt, fast abgelaufen. Bald wird Gott in das Weltgeschehen eingreifen und dafür sorgen, dass wieder Recht und Ordnung hergestellt werden.

Zu diesem Zweck hat er seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, als Regenten über die Erde eingesetzt, der seine Herrschaft bald antreten wird. Dann werden sich viele sehr schöne Vorhersagen , die die Bibel macht, erfüllen. Dazu zählt auch folgendes Versprechen Gottes an die Benachteiligten dieser Erde: "Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen" (Psalm 72:12-14).

In dieser Zeit wird niemand mehr Grund zu Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit haben, denn dann wird auch das wahr werden, was in folgenden ergreifenden Worten zum Ausdruck kommt: "Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden" (Psalm 145:16). Die Menschen werden dann weder krank noch hungrig sein. Es wird einfach an nichts mangeln!

Nun mal ehrlich: Hältst Du das für zu schön, um wahr zu sein? Berücksichtige dabei jedoch bitte, dass sich die Voraussagen der Bibel immer als zuverlässig und wahr erwiesen haben! Außerdem hat Gott schon millionenfach bewiesen, dass er diejenigen, die treu zu ihm stehen, nicht im Stich lässt.

Sein innigster Wunsch ist es, dass ihn so viele Menschen wie möglich kennenlernen und eine Freundschaft zu ihm aufbauen. "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen", heißt es in der Bibel (Jakobus 4:8). Diese Einladung kann jedermann annehmen und sie führt ihn heute schon zu einem glücklicherem Dasein und in der Zukunft zu einem Leben in vollkommenem Glück und Frieden.

Denkst Du nicht, dass es sich lohnt, auf ein solches Leben hinzuarbeiten?

LG Philipp

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Hallo Reck21,

Deine Überlegungen gehen absolut in die richtige Richtung! Die Aussage der Bibel im Hinblick auf Gott lautet: Es gibt nur einen einzigen allmächtigen Gott, den Schöpfer, der alle Dinge gemacht hat. Dieser hat einen Sohn, der jedoch nicht Teil dieses Gottes ist, auch wenn er an einigen Stellen in der Bibel als ein Gott (im Sinne von "Mächtiger") bezeichnet wird. Doch niemals ist von ihm als von Gott, dem Allmächtigen die Rede. Der Heilige Geist ist keine Person, sondern die unsichtbare Kraft, die von Gott ausgeht und somit ebenfalls kein Teil einer dreieinigen Gottheit.

In der New Encyclopædia Britannica heißt es: „Das trinitarische Glaubensbekenntnis der Christenheit . . . unterscheidet diese von den beiden anderen klassischen monotheistischen Religionen [Judentum und Islam].“ Die Kirche entwickelte die Trinität, obwohl „die Bibel der Christen keine ausdrücklich trinitarischen Erklärungen über Gott enthält“.

Interessant ist auch, was die New Catholic Encyclopedia dazu sagt: „Die Formulierung ,ein Gott in drei Personen‘ setzte sich erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. Aber erst diese Formulierung kann eigentlich Anspruch auf die Bezeichnung Dreieinigkeitsdogma erheben. Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd.“

Die Encyclopedia Americana drückt sich ähnlich aus: „Die Dreieinigkeitslehre des 4. Jahrhunderts war keineswegs ein Spiegelbild der frühchristlichen Lehre von der Natur Gottes; sie war eher eine Abweichung davon.“

Hier sind nur einige wenige Texte aus der Bibel, die deutlich machen, dass Jesus auf keinen Fall, wie das ja die Dreieinigkeitslehre besagt, Gott gleich oder ein Teil von ihm ist:

Matthäus 26:39: Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

Johannes 14:28: Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe weg, und ich komme zu euch [zurück]. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich.

1. Korinther 15:27,28: Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat.  Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

Kolosser 1:15:  Er [Jesus] ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung".

Es gibt zahllose weitere Texte in der Bibel, aus denen hervorgeht, dass Gott und Jesus nicht Teil einer dreieinigen Gottheit sind .

LG Philipp

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Hallo GermanyEU,

vielleicht könnte man Dein Frage etwas erweitern, da es nicht nur um das Leid von Kindern geht. Warum also lässt Gott überhaupt Leid und Böses zu? Viele halten diese Frage für unlösbar. Sie können sich einfach nicht vorstellen, warum ein liebevoller Gott all die schrecklichen Dinge hier auf der Erde zulässt.

Wir können zwar Gott nicht direkt befragen, doch liefert sein geschriebenes Wort, die Bibel, zufriedenstellende Antworten. Bevor ich zum eigentlichen Kern der Frage komme, möchte ich erst einmal einige grundsätzliche Überlegungen anstellen. Hat Gott nicht mehr als deutlich sein Interesse an unserem Wohl bewiesen?

Denke nur einmal darüber nach, wie wir gemacht sind. Wir sind mit einer Vielzahl von Sinnen ausgestattet, die sehr zu unserer Freude beitragen. Als Beispiel möchte ich das farbliche Sehen erwähnen. Es ist nicht notwendig, um überleben zu können, doch ermöglicht es uns z. B. das ganze Farbspektrum eines Sonnenuntergangs oder die bunten Farben eines schönen Blumenstraußes wahrzunehmen. Oder man denke an unsere Sinneszellen, durch die wir alle die vielen köstlichen Speisen riechen und schmecken können. Dass unser Schöpfer dies so eingerichtet hat, zeugt davon, wie viel ihm an unserem Glück liegt.

Außerdem hat Gott die Erde so ausgestattet, dass sie uns alles bietet, was nötig ist, um ein angenehmes Leben zu führen. Dass es heute zig Millionen hungernde Menschen gibt ist daher nicht seine Schuld. Auch würde das meiste Leid vermieden, wenn sich die Menschen an Gottes Gesetze hielten, die nur zu unserem Besten sind. Unter Menschen, die Gott wirklich gehorchen, gibt es nämlich weder Kriege, Kriminalität, Gewalttat oder Ungerechtigkeit. Das meiste Leid ist demnach auf das selbstsüchtige Handeln des Menschen zurückzuführen.

Auch in der Bibel ist an vielen Stellen zu lesen, dass Gott Interesse an uns Menschen hat, insbesondere jedoch an Benachteiligten und Niedergedrückten. So heißt es in Psalm 22:4, 5: "Auf dich vertrauten unsere Väter; Sie vertrauten, und du sorgtest ständig für ihr Entrinnen. Zu dir schrien sie, und sie kamen sicher davon; auf dich vertrauten sie, und sie sind nicht zuschanden geworden." Und in Psalm 9:10 steht: "Und die, die deinen Namen kennen, werden auf dich vertrauen, Denn du wirst bestimmt die nicht verlassen, die dich suchen, o Jehova."

Dennoch bleibt die Frage offen, warum Gott seine Macht nicht dazu einsetzt, dem schlechten Treiben der Menschen Einhalt zu gebieten? Muss er nicht aufgrund des zuvor Gesagten gute Gründe dafür haben, dass er bisher noch nicht eingegriffen hat? Und welche Gründe könnten so schwer wiegen, dass er sich so lange Zurückhaltung auferlegt hat? Es ist nicht nötig, sich über diese Fragen in Spekulationen zu ergehen. Durch die Bibel lässt uns Gott wissen, warum er das Böse bis heute zugelassen hat.

Zunächst wäre es wichtig, in die Zeit zurückzugehen, in der das Böse seinen Anfang genommen hat. Im ersten Buch der Bibel, im Bericht der Genesis, wird genau der Moment beschrieben, in dem die Grundlage für alle weiteren schlechten Entwicklungen gelegt wurde. Es handelt sich um die Begebenheit, bei der ein böses Geistwesen, Satan der Teufel, die beiden ersten Menschen dazu brachte, sich gegen Gott aufzulehnen.

Die Auflehnung bestand darin, sich gegen ein einfach einzuhaltendes Gebot Gottes zu stellen. Es ging nur darum, von einem bestimmten Baum im Garten Eden nicht zu essen. Satan brachte durch diese List Eva dazu, dennoch von der verbotenen Frucht zu essen. Später gab sie auch ihrem Mann davon, der sie ebenfalls aß.

Hierbei ging es jedoch nicht lediglich um menschliche Neugier. Vielmehr stellte Satan die Angelegenheit so dar, dass der Mensch durch das Essen der Frucht im Bestimmen von Gut und Böse, oder Recht und Unrecht, Gott gleich sein würde. So bestand der eigentliche Reiz für die beiden ersten Menschen darin, ein Leben der Unabhängigkeit von Gott zu führen. Satan machte die Menschen also glauben, sie wären ohne Gott besser dran.Gott ließ die Menschen gewähren, kündigte ihnen jedoch an, dass ihr unabhängiges Handeln auch Folgen mit sich bringen würde: Sie büßten zunächst ihre Vollkommenheit ein und infolge dessen sollten sie schließlich sterben.

Was hat aber dieses lange zurückliegende Ereignis mit uns heute zu tun? Nun, wir haben als Nachkommen des ersten Menschenpaares die Unvollkommenheit geerbt und mit der Unvollkommenheit auch Sünde, Krankheit und den Tod. Deswegen heißt es in der Bibel: "Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten — " (Römer 5:12).

Die Frage, die an dieser Stelle entsteht, ist die, warum nicht Gott schon längst eingegriffen hat, um dieser leidvollen Entwicklung ein Ende zu machen? Durch die Zulassung all des Bösen während der vielen Jahrhunderte hindurch ist inzwischen deutlich geworden, wohin von Gott unabhängiges Handeln letztendlich führt. Auch ist die bereits im Garten Eden aufgeworfene Frage, ob der Mensch besser ohne Gott dran wäre, heute viel leichter zu beantworten.

Dadurch, dass Gott nicht in das Weltgeschehen eingegriffen hat, trat eine wichtige Tatsache zutage. Die Bibel beschriebt diese Tatsache so: "Herr, ich habe erkannt: Das Leben eines Menschen liegt nicht in seiner Hand. Niemand kann seine Schritte nach eigenem Plan lenken." (Jeremia 10:23, Hoffnung für alle). Gemäß diesen Worten ist der Mensch also nicht dazu in der Lage, seine eigenen Geschicke und noch viel weniger die ganzer Völker zu lenken! Dies erkennen jedoch die meisten Menschen bis heute nicht an. Wenn es um tägliche Entscheidungen geht, fragen sie nicht nach Gott. Auch in moralischer Hinsicht fühlen sich viele nicht mehr an göttliche Gesetze gebunden.

Dennoch wird dadurch, dass Gott den Menschen freien Lauf ließ, ein Präzedenzfall geschaffen, durch den inzwischen eines deutlich geworden ist: Menschliches Handeln, unabhängig von Gott und unter dem unsichtbaren Einfluss des Gegners Gottes, Satans des Teufels, bringt nur Chaos und Leid mit sich.

Die Bibel lässt erkennen, dass Gott in naher Zukunft diesen Präzedenzfall für beendet erklären wird. Dann wird er korrigierend in die Geschicke der Menschen eingreifen. Er wird dafür sorgen, dass es niemanden mehr geben wird, der einen üblen Einfluss auf andere ausübt. Die Bibel sagt: "Wer Böses tut, den wird Gott ausrotten. Wer jedoch dem Herrn vertraut, der wird das Land besitzen. Es dauert nicht mehr lange, dann ist es mit den Bösen aus und vorbei! Wo sind sie geblieben? Nicht die Spur wirst du noch von ihnen finden! (Psalm 37:9,10, Hoffnung für alle).

Durch die vorübergehende Zulassung des Bösen wird also letztendlich viel Gutes bewirkt worden sein: Die Streitfrage zwischen Gott und den Menschen wird ein für allemal geklärt sein und es wird somit nie wieder nötig sein, dass Gott Böses, wenn auch nur für kurze Zeit, duldet. Leid und Schmerz werden für immer aufhören und es geht eine der schönsten Prophezeiungen der Bibel in Erfüllung, die da lautet:

"Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4). Sind das nicht wirklich wundervolle Aussichten?

LG Philipp

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Hallo sundayfeelings,

Jesus liebt die Menschen, die sich zum ihm bekennen und ihm nachfolgen! So sagte Jesus selbst: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete" (Johannes 15:14). Auch die Freunde Jesu müssen manches erleiden, dennoch zweifeln sie nicht an seiner Liebe und Fürsorge! Sie spüren, dass er für sie sorgt und sich um sie kümmert (oft tut er das durch Menschen, deren Herz er zum Handeln bewegt).

Im Übrigen schickt weder Jesus noch Gott irgendjemanden in die Hölle, da es diese gar nicht gibt! Es stimmt zwar, dass in vielen (vorwiegend älteren) Bibelübersetzungen das Wort "Hölle" erscheint, doch gibt dieser Begriff nicht richtig die Bedeutung der zugrundeliegenden Wörter aus den Ursprachen der Bibel wider.

An vielen Stellen, wo in manchen Bibeln das Wort Hölle erscheint, ist nichts weiter als das Grab gemeint. Wenn in Zusammenhang mit der Bestrafung von bösen Menschen von einem Feuer gesprochen wird, ist damit kein buchstäbliches Feuer gemeint, sondern dort steht Feuer als Symbol ewiger Vernichtung (nicht ewiger Qual)!

Das ist auch in Übereinstimmung mit dem, was die Bibel über den Zustand der Toten sagt. Dort steht z.B.:"Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [oder Grab], dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte.

Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Es gibt somit keinen Grund, irgendwie beunruhigt zu sein. Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7). Egal, wie viel Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

LG Philipp

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Hallo User7888,

eine Depression ist eine ernst zu nehmende Krankheit! Sie zu unbehandelt zu lassen ist sehr riskant, da eine schwere Depression nicht einfach wieder von selbst abklingt. In manchen Fällen kann der Hausarzt weiterhelfen, vielleicht ist es aber auch nötig, einen Spezialisten hinzuzuziehen. Oft ist es ja so, dass man Rat von verschiedenen Seiten bekommt. Wichtig ist, sich zu vergewissern, ob der Rat aus einer zuverlässigen Quelle stammt. Hilfestellung und Rat findest Du z.B. bei folgenden Anlaufstellen:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Kostenlose Hotline, bei der Du Dich über die zur Verfügung stehenden Anlaufstellen informieren kannst: 0800 – 3344533, Sprechzeiten : Mo, Die, Do: 13.00-17.00 Uhr, Mi, Fr: 08.30-12.30 Uhr. 

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen und deren Angehören Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Du kannst die Kontaktdaten beim Gesundheitsamt erfragen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Weitere Informationen bekommst Du hier: http://www.sozialpsychiatrische-dienste.de

- Übersicht über Krisen-Notdienste findest Du hier: http://www.internet-notruf.de/

- Hompage "Deutsche Depressionshilfe" - Hier findest Du in einer Suchfunktion die Adressen von Krisendiensten und Sozialpsychiatrischen Diensten in Deutschland. Der Link dazu:

https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/wo-finde-ich-hilfe/krisendienste-und-beratungsstellen

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

Du kannst Dich auch in dringenden Fällen an den psychiatrischen Dienst in dem nächstgelegenen Krankenhaus wenden, der rund um die Uhr besetzt ist. Auch muss Dich die Akutpsychiatrie des für Deinen Wohnort zuständigen Krankenhauses innerhalb kürzester Zeit aufzunehmen. Falls Du Dich einweisen lassen möchtest, kannst Du Dich an Deinen Hausarzt wenden, der sich darum kümmern wird.

Wichtig ist es, dass Du nicht denkst, Deine Depression sei unüberwindbar! Wenn sie richtig behandelt wird, besteht sogar die gute Chance, sie ganz zu heilen. Darüber hinaus kannst auch Du selbst etwas gegen Deine Krankheit unternehmen: Tue etwas für Deine körperliche und geistige Gesundheit! Sorge z. B. für eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichenden Schlaf. Man hat z.B. festgestellt, dass beim Sport Stoffe ausgeschüttet werden, die zum psychischen Wohlbefinden und auch zu besserem Schlaf führen.

Oder wie wäre es mit einem persönlichen Notfallset? Wie könnte dies aussehen? Schreib Dir die Kontaktdaten von Freuden auf, an die Du Dich wenden kannst, wenn es Dir besonders schlecht geht. Oder lege Dir Fotos von Menschen, denen Du viel bedeutest, in greifbare Nähe. Höre Dir Lieder an, die Dich in eine gute Stimmung bringen. Führe ein Tagebuch, in dem Du positive Gedanken und angenehme Erlebnisse aufschreibst.

Sehr wichtig ist es für Dich gerade jetzt, Dich jemandem anzuvertrauen, statt mit allem allein fertig werden zu wollen. Das könnte ein Familienangehöriger oder ein guter Freund sein, der die nötige Reife besitzt, Dir zu helfen. Manche, denen es schwerfällt, sich anderen mitzuteilen, haben auch gute Erfahrungen damit gemacht, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Sie werden dann nicht mehr als so belastend empfunden.

Falls Du an Gott (Allah) glaubst, möchte ich Dich auf die Hilfe aufmerksam machen, die uns Gottes Wort gibt. Obwohl die Heilige Schrift kein medizinisches Fachbuch ist, so ist doch ihr Autor, derjenige, der uns erschaffen hat und über die menschliche Natur am besten Bescheid weiß. Sie gibt sogar Menschen, die depressiv sind, Rat und spricht ihnen Mut zu. So heißt es beispielsweise in einem Text: "Der Herr ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet jeden, der alle Hoffnung verloren hat. Zwar bleiben auch dem, der treu zu Gott steht, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der Herr! " (Psalm 34:19, Hoffnung für alle). Ist es nicht sehr tröstend, zu wissen, dass Gott schwermütigen Personen so nahe ist?

Sich mit Gottes Wort zu befassen, hat schon vielen geholfen, ihr Leben zu meistern und aus ihrem Tief herauszukommen. Ein trostreicher Gedanke ist das Versprechen Gottes, all den bedrückenden Umstände, die für die Entstehung von Depressionen verantwortlich sind, in naher Zukunft für immer ein Ende zu bereiten. Dann wird Gott auch dafür sorgen, dass Krankheiten, gleich welcher Art, der Vergangenheit angehören werden!

Für viele hört sich das zu schön an, um wahr zu sein. Doch jeder, der sich ein wenig mit dem Wort Gottes beschäftigt, erkennt, dass sich seine Vorhersagen immer erfüllt haben. Außerdem ist Gott durchaus in der Lage, seine Versprechen wahr werden zu lassen. Allein schon zu wissen, dass es Hoffnung gibt, kann Deinem Leben wieder Sinn geben und die Freude zurückkehren lassen.

Ich wünsche Dir, dass Du es mit Hilfe anderer schaffst, Deine Depressionen zu überwinden und wieder glücklich zu werden! Auch wenn der Weg dahin nicht unbedingt einfach ist: Gib bitte niemals auf! Und denke daran: Depressionen sind in der Regel keine unbesiegbare Krankheit!

LG Philipp

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Hallo Retikulaner,

es stimmt, das Leid ist allgegenwärtig und kann einem das Leben sehr erschweren. Doch bei den meisten Menschen besteht ja nicht das ganze Leben aus Elend und Leid! Dauerhaftes Glück ist möglich und hängt von mehreren Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist echte Zufriedenheit.

Schon die Bibel weiß, dass Geld und Besitz nur eine untergeordnete Rolle dabei spielen. Der weise König Salomo schrieb nämlich: "Wer nur Silber liebt, wird mit Silber nicht gesättigt werden, noch jemand, der Reichtum liebt, mit Einkünften. Auch das ist Nichtigkeit" (Prediger 5:10). Mit anderen Worten, wer dem Geld hinterher jagt, wird nie genug davon bekommen und folglich niemals zufrieden sein.

Da Salomo zu seiner Zeit einer der reichsten Menschen auf der Erde war, wusste er ganz genau, wovon er sprach. Trotz seines riesigen Vermögens kam er zu dem Schluss: "Und ich, ja ich, wandte mich all meinen Arbeiten zu, die meine Hände getan hatten, und der harten Arbeit, die zu vollbringen ich hart gearbeitet hatte, und siehe, alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind, und da war nichts von Vorteil unter der Sonne" (Prediger 2:11).

Für ihn war also ein Leben in Reichtum und Prunk leer und inhaltslos. Viele Menschen in der heutigen Zeit können die Erkenntnis bestätigen, die Salomo im Laufe seines Lebens gewann. Sie haben gemerkt, dass Geld nicht zum Glück führt, ja es sogar zerstören kann.

Was auch sehr zur Zufriedenheit und zum Glück beiträgt ist, dass man keine Neidgefühle entwickelt, sondern mit den eigenen Leistungen und dem eigenen Besitz zufrieden ist. Neid kann Beziehungen zerstören und einen innerlich derart vergiften, dass man die schönen Seiten des Lebens gar nicht mehr genießen kann. Ein Mittel dagegen ist Demut und Bescheidenheit, Eigenschaften die mehr oder weniger aus der Mode gekommen sind. Die Bibel gibt dazu den passenden Tipp, wenn sie sagt: "Laßt uns nicht ichsüchtig werden, indem wir miteinander wetteifern und einander beneiden" (Galather 5:26).

Zum Glücklichsein gehört auch zu lieben und von anderen geliebt zu werden. Das bedeutet, dass man in festgefügten Beziehungen menschliche Wärme und Geborgenheit findet. Die Bibel drückt das so aus: "Außer allen diesen Dingen aber [kleidet euch mit] Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit."

Was das Leben leichter macht, ist das Bemühen, aus allem das Beste zu machen und Rückschläge zum Vorteil zu nutzen. Das trägt dann mit dazu bei, innere Stärke zu entwickeln und sich nicht mit Sätzen fertig zu machen, wie: "Ich tauge ja zu nichts", oder "ich bin ein totaler Versager." Wer akzeptiert, dass es zum Leben dazugehört, Fehler zu machen und zu versagen, kommt im Leben weitaus besser zurecht. Wer ständig mit sich und seinem Leben unzufrieden ist, der verliert seinen inneren Halt und ist dauerhaft unglücklich.

Somit ist echtes Glück meistens nicht etwas von außen Kommendes, sondern etwas, was man aus seinem Inneren heraus entwickelt.

LG Philipp

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Hallo HOHOHOTSCHIMING,

mit dem gleichen Recht könnte man die Eltern eines Straftäters dafür verantwortlich machen, dass sie ein Kind gezeugt haben, das dann später ein Verbrecher wurde! Gott hat zwar den Menschen mit einem freien Willen erschaffen, doch liegt der Missbrauch desselben allein beim Menschen!

Viele stellen sich allerdings die Frage, warum ein allmächtiger Gott all das Schlechte und all das Leid auf der Erde zulässt. Glücklicherweise lässt uns Gott mit der Frage, warum er das Böse zulässt, nicht alleine. In seinem geschriebenen Wort, der Bibel, beschreibt er, wie das Leid entstanden ist und warum es solch fürchterliche Ausmaße angenommen hat.

Der Schlüssel zur Antwort liegt in einem der ältesten Bericht der Bibel, im 1. Buch Mose. Dort erfährt man, wie der Keim alles Bösen entstanden ist und warum Gott seine Macht bis heute noch nicht dazu eingesetzt hat, das Leid zu beenden.

Der Bericht über Adam und Eva wird zwar von vielen belächelt und oftmals nur als eine gleichnishafte Erzählung angesehen, doch zeigt die Bibel, dass es sich bei den ersten Menschen um Personen handelte, die tatsächlich gelebt haben. Gott hatte Ihnen nach Ihrer Erschaffung einen denkbar guten Start ins Leben gegeben.

Sie missbrauchten jedoch die Gabe Ihres freien Willens dazu, sich von Gott unabhängig zu machen. Doch ihr Wunsch nach mehr Freiheit brachte Sie dazu, die Grenzen, die Gott Ihrem freien Willen gesetzt hatte, zu übertreten. Damit machten Sie sich gewissermaßen zu Feinden Gottes. Obwohl Gott eigentlich das Recht gehabt hätte, gegen Adam und Eva vorzugehen, ließ er sie dennoch am Leben. Wäre es jedoch nicht viel einfacher gewesen, ein neues Menschenpaar zu erschaffen? Warum entschied sich Gott dafür, die beiden trotz Ihrer Rebellion eine Zeit lang am Leben zu lassen?

Das hat mit mehreren wichtigen Streitfragen zu tun, die im Garten Eden aufgeworfen wurden. Eine dieser Fragen lautet: Hat Gott das Recht über die Menschen zu herrschen und ist seine Regierungsweise die richtige? Eine weitere Frage ist die: Würde es den Menschen besser gehen, wenn sie nicht von Gott regiert würden?

Damit diese Fragen ohne jeden Zweifel geklärt werden könnten, gewährte Gott den Menschen die Freiheit, die sie verlangten. Er zwang sie nicht unter seine Herrschaft, sondern räumte Ihnen die Möglichkeit ein, selbst herauszufinden, ob es Ihnen unabhängig von ihm besser gehen würde. Dazu war natürlich genügend Zeit erforderlich. Gott gestattete den Menschen in all den Jahrhunderten seit Ihrer Erschaffung alle möglichen Regierungsformen auszuprobieren. Auch räumte er Ihnen auf allen anderen Gebieten, wie z. B. Wissenschaft, Politik und Medizin die Freiheit ein, eigene Wege zu gehen und verschiedenes auszuprobieren.

Diese Freiheit hat jedoch ihren Preis. Da Gott es den Menschen überließ, eigene Entscheidungen zu treffen und das Leben nach eigenem Gutdünken zu gestalten, verschonte er sie auch nicht vor den Konsequenzen ihres Handelns. Wenn wir also das Leid in der heutigen Zeit betrachten, dann ist es zum größten Teil auf das von Gott unabhängige Handeln zurückzuführen.

Wenn man nun Rückblick auf die Menschheitsgeschichte hält, könnte man sich fragen: Hat die von Gott unabhängige Herrschaft des Menschen zu einem besseren Leben geführt, hat sie die Menschen glücklicher gemacht? Die Geschichte zeigt mehr als deutlich, dass die Menschenherrschaft nicht die bessere Wahl war. Bis heute haben es die Menschen nicht geschafft, in Frieden miteinander und in Einklang mit der Natur zu leben. Stattdessen steht heute das Überleben der gesamten Menschheit auf dem Spiel. Keine der zahllosen Regierungsformen, die die Menschen ausprobiert haben, hat zu dauerhaftem Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand geführt.

Immer mehr wird die Aussage eines Propheten Gottes bestätigt, der schrieb: "Herr, ich habe erkannt: Das Leben eines Menschen liegt nicht in seiner Hand. Niemand kann seine Schritte nach eigenem Plan lenken." (Jeremia 10:23, Hoffnung für alle) Ebenso zutreffend sind die Worte eines anderen Schreibers der Bibel: "Der Mensch [hat] über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht." (Prediger 8:9)

Wir Menschen sind so erschaffen, dass wir unser Leben nicht unabhängig von der Leitung unseres Schöpfers erfolgreich führen können. Das Leid und Elend der heutigen Zeit sind der schlagende Beweis dafür. Auch wenn Gottes Zulassung des Leids sehr schmerzhaft gewesen ist, bringt es dennoch langfristig gesehen einen großen Nutzen. Dadurch, dass Gott die Menschen in der Entfaltung Ihres freien Willens mit all seinen schlechten Folgen nicht behinderte, ist ein Präzedenzfall geschaffen worden, auf den man bis in alle Ewigkeit zurückgreifen kann. Wenn die Streitfragen in Bezug auf die Herrschaft Gottes deutlich geklärt worden sind, wird es in Zukunft nie mehr nötig sein, Rebellion gegen Gott zuzulassen.

Deswegen wird Gott bald für die Menschen, die ihn lieben und anbeten, etwas sehr Schönes tun. Das wird z.B. in dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wie folgt beschrieben: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3, 4). Wenn diese Wort in Erfüllung gegangen sind, wird sich niemand mehr je Sorgen wegen irgendwelcher schlimmen Dinge machen müssen! Dann wird das Leid für immer vorbei sein!

LG Philipp

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Hallo Gandalf2604885,

über der Ursprung des Weihnachtsfestes wird in "Meyers Konversationslexikon" folgendes gesagt: "„Ursprünglich das heidnische Mittwinterfest (Julfest) . . ., welches . . . zu Ehren der Wiedergeburt der Sonne gefeiert wurde . . . Warum man . . . gerade den 25. Dec. dazu gewählt hat, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Nach einigen geschah es, weil dieser Tag im Alterthum als Tag der Sonnenwende angesehen wurde und daher bei den Römern Dies natalis invicti, Geburtstag der Unbesiegten (Sonne), hieß, eine Bezeichnung, die sich leicht auf Christus, das Licht der Welt, beziehen ließ“ (3. Aufl., Bd. 15, 1878).

In einem anderen Nachschlagewerk heißt es: „Die römischen Saturnalien (ein Fest, das Saturn, dem Gott des Ackerbaus, gewidmet war und mit dem man die wiedererlangte Kraft der Sonne feierte) fanden ebenfalls zu dieser Zeit statt, und einige Weihnachtsbräuche wurzeln, wie man annimmt, in diesem alten heidnischen Fest“ (Encyclopedia Americana 1977, Bd. 6, S. 666).

Wie Du siehst, reichen die Ursprünge von Weihnachten ziemlich weit zurück! Sollte das irgendeinen Einfluss darauf haben, ob ein Christ es feiern sollte oder nicht? Die Bibel sagt dazu: "Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Bẹlial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? .“ (2. Korinther 6:14,15). Aus diesem Text geht deutlich hervor, dass ein Christ klar von schlechten Handlungen und Bräuchen abstehen sollte, die von denen begangen werden, die der Apostel Paulus hier als "Ungläubige" bezeichnet.

Interessant ist auch, dass die ersten Christen keine Geburtstage und somit auch nicht den Geburtstag Jesu Christi feierten. Dazu heißt es:„Die Idee einer Geburtstagsfeier lag den Christen dieser Periode überhaupt fern“ (August Neander, Allgemeine Geschichte der christlichen Religion und Kirche, 1842, Bd. I, S. 518). Die Gründe dafür liegen darin, dass die Bräuche, die mit Geburtstagesfeiern verbunden sind, ursprünglich im Bereich falscher Religion und Magie liegen.

Außerdem kann der 25. Dezember nicht das richtige Datum für Jesu Geburt sein. Der Bibelbericht sagt, dass z. Zt. der Geburt Jesu nachts die Hirten auf den Feldern waren. In Palästina gilt diese Zeit als Regenzeit, in der sich die Herden in den Schafställen befinden und nicht im Freien.

Sollte all das nicht denen zu denken geben, die glauben, Weihnachten zu Ehren Jesu Christi zu feiern?

LG Philipp

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Hallo joris123941,

wenn man sich die heutige Welt anschaut, könnte man wirklich verzweifeln und denken, es würde nie besser werden! Die bestehenden Probleme sind durchaus besorgniserregend und so wie es aussieht, scheinen die Menschen nicht in der Lage dazu sein, tiefgreifende und dauerhafte Verbesserungen herbeizuführen.

Doch ganz so hoffnungslos, wie es im Moment aussieht, ist die Lage doch nicht! Warum? Weil es jemanden gibt, der mächtig genug ist, dem Treiben der Menschen ein Ende zu setzen und dafür zu sorgen, dass unsere schöne Erde nicht zerstört wird.Ich spreche vom Schöpfer und Eigentümer der Erde.

Auch wenn die Menschen im allgemeinen Gott aus ihrem Bewusstsein weitgehend verdrängt haben und behaupten, Gott, wenn es ihn überhaupt gäbe, kümmere sich nicht um das, was hier auf Erden geschieht. In seinem geschriebenen Wort, der Bibel, hat er uns jedoch mitteilen lassen, was er tun wird, um eine dauerhafte Lösung für sämtliche Probleme der Menschheit herbeizuführen. Ich möchte einmal nur kurz zwei Problembereiche herausgreifen: die Umweltverschmutzung und die Kriege.

Dass Gott dafür sorgen wird, dass bald niemand mehr die Erde zerstört, geht aus dem letzten Bibelbuch, der "Offenbarung", hervor, wo es u.a. heißt, dass "Gott die verderben wird, die die Erde verderben" (Offenbarung 11:18). Auch in den Psalmen wurde schon vorhergesagt: "Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens". (Psalm 37:10,11).

Stell Dir einmal vor: eine Welt, die frei ist von irgendwelchen Menschen mit bösen Absichten! Niemand wird mehr dasein, der das zerstörerische Werk auf der Erde fortsetzen wird. Die Menschen werden es unter dem Einfluss göttlicher Weisheit gelernt haben, im Einklang mit der Natur zu leben, ohne ihr dauerhaft zu schaden. Die Erde wird nach und nach in einen edenähnlichen Zustand versetzt werden, wie das zahlreiche Prophezeiungen der Bibel erkennen lassen.

Kriege und zerstörerische Waffenarsenale, mit denen man alle Menschen sogar mehrfach auslöschen könnte, gehören immer noch zu den größten Bedrohungen für den Fortbestand der Menschheit.

Gott sagt voraus, dass diese Bedrohung bald ein Ende haben wird. Ebenfalls in den Psalmen wurde vorausgesagt: "Kriege läßt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde. Den Bogen zerbricht er, und den Speer zersplittert er; Die Wagen verbrennt er im Feuer" (Psalm 46:9).

Keine Waffen und keine Kriegsgeräte mehr! Der friedliche Zustand, der dann hier auf der Erde eintreten wird, wird mit folgenden, zu Herzen gehenden Worten so beschrieben: "Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen" (Jesaja 14:7). Gott ist tatsächlich dazu in der Lage, für einen dauerhaften friedlichen Zustand auf Erden zu sorgen, der in jedem Bereich des Lebens spürbar sein wird. Sind das nicht herrliche Aussichten?

Wie wird das Gott zustande bringen, mag man nun fragen? Die Antwort lautet: durch seine Regierung, in der Bibel "Gottes Königreich" genannt. Bereits Jesus Christus lehrte uns im Vater-unser um diese Regierung zu beten, als er sagte: "Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde" (Matthäus 6:9,10).

Ja, Gottes Königreich wird bald dafür sorgen, dass Gottes Wille auch hier auf Erden geschieht. Dann wird sich auch eine sehr zu Herzen gehende Prophezeiung erfüllen, die da lautet: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Bis es so weit ist, wird es natürlich weiterhin schlimme Nachrichten und schreckliche Schlagzeilen geben. Die Bibel lässt jedoch auch erkennen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Gott in das Weltgeschehen eingreifen wird, um dem schlechten Treiben der Menschen endlich ein Ende zu setzen.

Das Beste, was man in der verbleibenden Zeit tun kann, ist, Gott kennenzulernen und zu ihm ein enges persönliches Verhältnis aufzubauen. Dann werden wir all das Schöne erleben, was die gerade zitierten Prophezeiungen über die herrliche Zukunft sagen, die die Erde erwartet.

LG Philipp

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Hallo NeedLove678,

aufgrund Deiner Vergangenheit, könnte sich eine seelische Erkrankung entwickelt haben. Um das feststellen zu lassen, wäre eine Besuch beim Arzt sehr angebracht. Er könnte Dir dann die Möglichkeiten einer Behandlung aufzeigen.

Du schreibst u.a., dass Du kein Selbstvertrauen hast. Ein Mangel an Selbstvertrauen ist jedoch kein unabänderliches Schicksal! Es ist zunächst wichtig, dass Du gewisse Zusammenhänge erkennst, durchschaust und dann die richtigen Schritte tust. Was könnte Dir denn helfen, Dein Selbstvertrauen zu stärken?

Versuche Dich z.B. möglichst nicht mit anderen zu vergleichen. Niemand ist genauso wie Du. Jeder hat gewisse Persönlichkeitsmerkmale vererbt bekommen und ist in einer anderen Umgebung aufgewachsen. Aufgrund Deiner Einzigartigkeit ist es daher wenig sinnvoll, wenn Du Dich mit anderen vergleichst.

Einem Idealbild von Dir hinterherzulaufen, trägt ebenfalls nicht zu einer gesunden Selbstachtung bei. Solch ein Idealbild hast Du Dir höchst wahrscheinlich nicht selbst erdacht, sondern stammt von denen, die Dich erzogen oder auch anderweitig beeinflusst haben. Besser wäre es, wenn Du selbst entscheidest, wer oder was Du sein möchtest - sei also ganz Du selbst! Das gibt Dir eher ein Gefühl von Stärke und Sicherheit. Nachfolgend möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Du einmal ausprobieren könntest:

Nimm Dir z. B. eine kleine Sache vor (Zimmer aufräumen, Arbeiten im Haushalt etc.) und zieh sie durch. Je öfter Du das tust, desto mehr kleine Erfolgserlebnisse wirst zu haben. Der Erfolg wiederum stärkt Dein Selbstvertrauen.

Suche auch regelmäßig nach einer Möglichkeit, Dich körperlich zu betätigen und auszupowern. Vielleicht versuchst Du es ja mal mit schwimmen, Fahrrad fahren, joggen etc. Das führt zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, was wiederum Glücksgefühle auslöst.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich kreativ betätigst. Baue oder bastele etwas Sinnvolles. Etwas zustande gebracht zu haben, hebt das Selbstbewusstsein. Wie wäre es damit, einmal etwas Neues auszuprobieren? Du könntest z. B. an einem Kurs teilnehmen, ein Musikinstrument erlernen o. ä. Dabei kommst Du mit anderen Menschen zusammen und erwirbst neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch das könnte Deinem Selbstvertrauen einen neuen Schub geben.

Vielen, denen es an Selbstwertgefühl mangelt, haben kein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich. Sie haben ständig an sich etwas auszusetzen und sind nie mit Ihren Leistungen zufrieden. Sie denken permanent schlecht von sich und lassen kein gutes Haar an sich selbst. Wenn es Dir auch so ergeht, dann wird es höchste Zeit, das Steuer herumzureißen. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen.

Probiere doch einmal die einfache Übung aus, indem Du immer wieder zu Dir selbst sagst: "Ich mag Dich!" Vielleicht kommt Dir das ein wenig albern vor, doch mit der Zeit wird es Wirkung zeigen. Damit gibst Du Dir das, was Du bisher von anderen zu wenig oder gar nicht gehört hast. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann auch nur dann entstehen, wenn Du Dich selbst bedingungslos annimmst. Knüpfe diese Selbstannahme nicht an Bedingungen, wie z. B. Leistung oder Perfektion. Nimm Dich also auch dann an, wenn Du eben nicht perfekt bist!

Was das Selbstvertrauen enorm stärkt, sind, wie bereits erwähnt, Erfolge. Da jeder Mensch irgendwo Erfolge erzielt, sie aber nicht immer wahrnimmt, sollte er es lernen, sie sich bewusst zu machen. Wenn Du glaubst, nicht erfolgreich zu sein, dann könnte es daran liegen, dass Du einfach nicht von Deinen Fähigkeiten und Leistungen überzeugt bist. Lerne es daher, an Dich zu glauben. Versuche auch an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Solltest Du Dir angewöhnt haben, Dich mit anderen zu vergleichen, dann fügst Du Deinem Selbstvertrauen Schaden zu. Vergiss nicht, dass jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist. Dein eigentlicher Wert hängt nicht davon ab, dass Du genauso viel kannst und leistest wie andere. Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten mitbekommen und ist in einer anderen sozialen Umgebung aufgewachsen.

Allein schon aus diesen Gründen bringt es nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Besser ist es, auf das zu blicken, was Du im Laufe Deines Lebens alles zustande gebracht und erreicht hast. Bestimmt gibt es auch Dinge, die Du besonders gut kannst, besser als die meisten anderen.

Neben all den genannten Tipps solltest Du auch eines nicht aus dem Blickfeld verlieren (falls Du an Gott glaubst): Du bist wertvoll in Gottes Augen! Das geht z. B. aus den Worten Jesu hervor, durch die er seinen Jüngern klar machen wollte, welchen Wert sie in Gottes Augen hatten.

Jesus sagte: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen. Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Lukas, Kapitel 12, Verse 6 u. 7).

Die Redewendung "die Haare eures Hauptes sind gezählt", bedeuten, dass Gott sich so sehr für jedes Detail unseres Lebens interessiert, als ob er gleichsam die komplette Anzahl unserer Haare wüsste. Ist das nicht ein sehr schöner Gedanke, der einem helfen kann, sich in einem anderen Licht zu sehen?

Je mehr man über Gott erfährt, desto größer mag der Wunsch werden, eine enge persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen. Ja es ist sogar Gottes ausdrücklicher Wunsch, seine Nähe zu suchen. Eine Freundschaft zu ihm zu erlangen, ist aus meiner Sicht das Beste und Wertvollste, was man besitzen kann. Wer Gott zum Freund hat, der hat auch einen Helfer an seiner Seite, der mehr zu tun imstande ist, als jeder menschliche Helfer. Das kann ich aus vielen Erfahrungen in meinem Leben bestätigen.

Wie Du also siehst, gibt es Möglichkeiten, etwas gegen Dein mangelndes Selbstwertgefühl zu tun. Fange am besten noch heute damit an! Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesen Tipps und hoffe, dass sie Dir dabei helfen, Dich selbst in einem besseren Licht zu sehen.

LG Philipp

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Hallo Didijal,

natürlich könnte sich Gott allen Menschen auf übernatürliche Weise offenbaren, so dass niemand mehr Zweifel an seiner Existenz hätte. Doch würde das wirklich viel bewirken? Würden dann plötzlich alle Menschen an Gott glauben und auf ihn hören?

Es gibt ein Beispiel aus der Bibel, das zeigt, dass selbst große Machttaten Gottes nicht jeden dazu bewegen, ihn zu respektieren. Die Rede ist vom Volk Israel, das einst in Gefangenschaft in Ägypten war und durch Gott auf übernatürliche Weise befreit wurde.

Dir sind sicher die 10 Plagen bekannt, die über Ägypten kamen und die ohne Zweifel eine beeindruckende Kundgabe der Macht Gottes waren. Jeder der Israeliten, der aus Ägypten auszog, war Zeuge dieser Plagen in Form von 10 Wundern geworden. Ein elftes Wunder kam dann hinzu, als Gott das Rote Meer teilte und sein Volk hindurchziehen ließ.

Obwohl also keiner der Israeliten einen Zweifel daran hatte, dass Gott existiert, fingen doch wenig später viele vom Volk an zu murren und waren nicht mehr bereit, der Führung Gottes durch seinen Beauftragten, Moses, zu folgen (siehe z.B. 2. Mose 16:2,3). Nach einer weiteren kurzen Zeit zeigten viele vom Volk Israel keinen Glauben, als sie ein Fest feierten, bei dem sie einen Götzen, ein goldenes Kalb, verehrten und ihm Macht zusprachen (siehe 2. Mose 32:1-10).

Es gibt in der Bibel noch zahllose weitere Beispiele, die zeigen, dass es beim echten Glauben an Gott nicht darauf ankommt, lediglich von seiner Existenz überzeugt zu sein. Oder anderes gesagt, die Überzeugung, dass es Gott gibt, macht aus jemandem noch lange keinen besseren Menschen. Jemand verändert sich nur dann zum Guten, wenn er eine enge Beziehung zu Gott aufbaut und bereit ist, aus einem Herzen voller Liebe heraus Gott zu gehorchen.

LG Philipp

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Hallo joris123941,

ohne Gott würde es den Teufel ja gar nicht geben! Wieso kann man das sagen? Nun, derjenige, der zu Satan wurde, war ursprünglich einer der vielen treuen Engel Gottes. Wie alle intelligenten Geschöpfe, besitzen auch Engel einen freien Willen, was natürlich auch die Möglichkeit einschließt, sich gegen Gott zu stellen. Das tat auch einer dieser Engel, der in seinem Herzen den Wunsch aufkommen ließ, selbst angebetet zu werden.

Er setzte diesen Wunsch in die Tat um, als er die ersten Menschen dazu verleitete, auf ihn zu hören, statt auf Gott. Dadurch machte er sich selbst zu Satan, denn dieser Name bedeutet in Wirklichkeit "Widersacher". Dass es sich bei ihm um ein real existierendes Wesen handelt, zeigt auch Jesus Christus, der von ihm als von dem "Herrscher dieser Welt" sprach (Johannes 12:31).

Außerdem zeigt eine Begebenheit aus dem Leben Jesu, dass Satan eine Person ist und nicht lediglich das Böse verkörpert. Der Bibelbericht sagt: "Dann wurde Jesus vom Geist in die Wildnis hinaufgeführt, um vom Teufel versucht zu werden. Nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Auch kam der VERSUCHER und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage diesen Steinen, dass sie Brote werden.“ Er aber antwortete und sprach: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht.‘ “

Dann nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt, und er stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: ‚Seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, und auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß niemals an einen Stein stößt.‘ “ Jesus sprach zu ihm: „Wieder steht geschrieben: ‚Du sollst Jehova, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.‘ “ Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.“ Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “ (Matthäus 4:1-10).

Ein Zwiegespräch zwischen Jesus und dem Teufel war nur möglich, wenn es sich bei ihm um eine Person handelt. In dem zitierten Text fällt auch eines auf: Satan bot in einer seiner Versuchungen Jesus alle Königreiche der Welt an. Das konnte er nur tun, wenn er auch im Besitz dieser Königreiche gewesen ist.

Daraus ist abzuleiten, dass Satan ein sehr böses Geistwesen ist, der unsichtbar Macht über die Menschheit ausübt. Das ist in Übereinstimmung mit dem, was der Apostel Johannes in einem seiner Briefe schrieb: "Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist." (1. Johannes 5:19).

Es ist also wichtig, sich nicht nur über die Identität des Satans im Klaren zu sein, sondern sich auch vor seinem Einfluss in Acht zu nehmen (zum Beispiel fördert er die Vorstellung, dass es keinen Gott gäbe). Die Bibel liefert uns eine Fülle von Informationen, die uns dabei behilflich sind. Allein schon aus diesem Grund lohnt sich ein genauer Blick in die Bibel.

LG Philipp

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Hallo DraWingArtdePRi,

stell Dir einmal folgende Szene vor: Ein Schiffbrüchiger treibt schon längere Zeit auf offener See. Anfangs hatte er gehofft, auf Land zu treffen oder von einem vorüberfahrenden Schiff entdeckt zu werden. Doch nun verlassen ihn so langsam die Kräfte und die Hoffnung, doch noch zu überleben, sinkt von Stunde zu Stunde. Irgendwann ist er so weit, dass er sich nur noch wünscht, dass endlich alles vorbei ist. Sein Lebenswille ist auf dem Nullpunkt angelangt.

Kannst Du Dich in diesem Beispiel wiederfinden? Auch Du hattest vielleicht am Anfang gehofft, alles würde irgendwann besser werden, doch haben sich Deine Erwartungen nicht erfüllt. Immer wieder bist Du von Menschen enttäuscht worden und Du glaubst, von niemandem so richtig verstanden zu werden. Du fühlst einen Sog, der Dich immer weiter nach unten zieht und Du siehst keinen Grund mehr, auf Besserung zu hoffen. Du möchtest, dass Dein Schmerz endlich aufhört und Du endlich Deine Ruhe findest.

Kehren wir noch einmal zu dem Schiffbrüchigen zurück. Was wäre, wenn er plötzlich doch noch in weiter Ferne rettendes Land sieht? Würde er nicht wohl alle Kraft zusammennehmen und versuchen, das Land zu erreichen? Wäre nicht aus völliger Hoffnungslosigkeit plötzlich Zuversicht geworden? Könnte das nicht auch auf Dich und Dein Leben zutreffen? Könnte es einen Grund für Dich geben, doch noch am Leben bleiben zu wollen? Könnte es vielleicht doch einen Ausweg aus der Krise geben? Wahrscheinlich kannst Du Dir das im Augenblick einfach nicht vorstellen.

Eines steht jedenfalls fest: Je mehr Du Dich mit dem Suizid beschäftigst, desto weniger nimmst Du andere mögliche Wege wahr. Gib Dir doch einmal die Chance, diese Wege kennenzulernen und darüber nachzudenken! Menschen, die Dir dabei helfen können (ohne dabei Dir den Selbstmord ausreden zu wollten), findest Du z.B.bei folgenden Anlaufstellen:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de . Ein Online-Beratungsangebot, bei dem suizidgefährdete Jugendliche von spezielle ausgebildeten Gleichaltrige beraten werden, ist hier zu finden: http://www.u25-deutschland.de

- Informationen stehen für Dich auch auf der Website deutschen Gesellschaft für Suizidprävention zur Verfügung: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/fuer-betroffene-und-angehoerige

Wenn Du Dich dort lieber telefonisch beraten lassen möchtest, so kannst Du dies unter folgender Nummer tun: 0921-283301

Ein wichtiger Schritt wäre auch, noch einmal einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Einen Termin für ein Erstgespräch bekommst Du in der Regel recht kurzfristig. Ein solches Gespräch kann Dir sehr dabei helfen, wieder Perspektiven zu sehen. Möglicherweise brauchst Du insbesondere dann weiterhin eine therapeutische und ärztlich Begleitung.

Sehr erleichternd kann es auch sein, wenn Du Dich jemandem, zu dem Du Vertrauen hast, mitteilst. Das könnte ein guter Freund, ein Bekannter oder Verwandter sein. Wichtig ist es jedenfalls, dass Du mit Deinen trüben Gedanken nicht allein bist. Es braucht Dir auch nicht peinlich zu sein, über Deine Selbstmordgedanken zu sprechen. Diejenigen, die Dich lieben, werden froh sein, dass Du sie angesprochen hast. Wenn Du merkst, dass Dein Zuhörer Dich versteht und das, was Du sagst, akzeptiert, kann das sehr befreiend für Dich sein.

Wahrscheinlich macht Dir auch ein mangelndes Selbstwertgefühl zu schaffen. Du fühlst Dich möglicherweise von anderen nicht richtig geschätzt und geliebt. Was könntest Du tun? Versuche einmal verstärkt Deine liebenswerten Eigenschaften und wertvollen Fähigkeiten zu sehen.

Ein Schlüssel für ein größeres Selbstwertgefühl besteht auch darin, sich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Beobachte Dich einmal selbst, wie oft Du Dich wegen Deines Aussehens, Deiner Leistungen oder Fähigkeiten kritisierst. Hast Du den Kritiker in Dir selbst bemerkt, der Dich bei vielen Gelegenheiten herunter macht? Oder ist Dir auch schon einmal aufgefallen, dass Du mit Dir selbst übermäßig streng und unbarmherzig bist?

Anstatt Dir z.B.Vorwürfe zu machen, wie z. B.: "Ich mache immer alles falsch", wäre es besser, wenn Du auf Fehler, die Du machst, verständnisvoll und wohlwollend reagierst. Je mehr Du Dich auf Deine Stärken und guten Eigenschaften konzentrierst, desto eher gelingt es Dir, Dein Selbstvertrauen aufzubauen.

Wenn Du Deinen Blick hingegen ständig auf Deine Fehler lenkst, entsteht ein verzerrtes Selbstbild. Sollte es einmal vorkommen, dass Dich jemand herunter macht oder respektlos Dir gegenüber ist, dann brauchst Du das nicht einfach so hinnehmen. Du kannst demjenigen in einem sachlichen Ton erklären, was Dir an seinem Verhalten nicht gefällt und welche Veränderungen Du Dir wünscht.

Falls Du an Gott glaubst, dann solltest Du wissen, dass er Deinen Schmerz und Deine Verzweiflung sieht. Und vor allem: Du bist ihm nicht gleichgültig! Er ist sogar bereit, Dir zu helfen, denn in seinem Wort, der Bibel, sichert er denen, die sich hilfesuchend an ihn wenden, folgendes zu: "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sieh dich nicht ängstlich nach Hilfe um, denn ich bin dein Gott: Meine Entscheidung für dich steht fest, ich helfe dir. Ich unterstütze dich, indem ich mit meiner siegreichen Hand Gerechtigkeit übe" (Jesaja 41:10, Neues Leben.Die Bibel).

Das bedeutet nun nicht, dass Gott Dich durch ein Wunder von all Deinem Leid mit einem Schlag befreit. Er kann Dir aber Wege und Möglichkeiten zeigen, damit Du wieder neuen Mut und Kraft schöpfen kannst. Es gibt also keinen Grund, dass Du Dich gänzlich verlassen fühlen musst! Gott wird für Dich da sein, wenn Du ihn ernsthaft suchst.

Wie Du also siehst, ist Deine Lage keinesfalls so hoffnungslos, wie Du vielleicht bis gerade gedacht hast! Es gibt Menschen, die bereit sind, Dir zu helfen und Dir wieder Perspektiven zu geben. Es liegt nun an Dir, diese Hilfen auch in Anspruch zu nehmen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen Weg für Dich findest, der Dich aus dem Tal der Hoffnungslosigkeit herausführt und Dir wieder neuen Lebensmut gibt!

LG Philipp

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Hallo joris123941,

viele sind heutzutage ähnlich bedrückt wie Du, wenn sie über den Sinn des Lebens nachdenken! Wem es jedoch gelingt, einen echten Sinn zu finden, der ist grundsätzlich besser in der Lage, sein Leben zu meistern. Ein Überlebender des Holocaust, der Neurologe Viktor E. Frankl, schrieb einmal bzgl. der Frage nach dem Lebenssinn: "Ich wage zu sagen, dass es nichts in der Welt gibt, was jemandem sogar unter den schlimmsten Verhältnissen so viel Überlebenshilfe geben kann, wie der Gedanke, dass es einen Sinn im Leben gibt."

Die Frage nach dem Sinn unseres Lebens wird in der Bibel zufriedenstellend beantwortet. "Warum aber ausgerechnet in der Bibel?", magst Du fragen. Nun, wer könnte uns denn besser sagen, wie das Leben "funktioniert" als der, von dem alles Leben stammt und der unser geniales Gehirn - übrigens das komplizierteste und komplexeste uns bekannte Gebilde im Universum - erdacht und erschaffen hat? Was sagt denn die Bibel darüber?

Der berühmte König Salomo, der über sämtliche materiellen Güter der damaligen Zeit verfügte und die Freuden des Lebens in vollen Zügen genoss, stellte jedoch fest, dass ihn das nicht wirklich befriedigte. Was dem Leben einen echten Sinn gibt, brachte er einmal mit folgenden Worten auf den Punkt: "Der Abschluss der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht]" (Prediger, Kapitel 12, Vers 13).

Gott zu "fürchten" hat aber nichts mit Angst vor Strafe zu tun. Es geht vielmehr um den Wunsch, nichts zu tun, was Gott enttäuschen oder verletzen würde. Und es geht darum, Gott kennen und lieben zu lernen und seinen Willen zu tun. Wem das gelingt, der hat den eigentlichen Sinn unseres Lebens bereits gefunden!

Wenn man sich näher mit der Bibel beschäftigt, wird man feststellen, dass die darin vermittelten Leitlinien die Lebensqualität und die Zufriedenheit enorm verbessern. Möglichst viel über unseren Schöpfer zu erfahren und eine Freundschaft zu ihm aufzubauen, ist jedoch das Wichtigste. Die Bibel lädt uns gemäß Jakobus, Kapitel 4, Vers 8 ein: " Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen." Nimmt man diese Einladung an, dann bekommt das Leben eine völlig neue Bedeutung und man wird sich über den Sinn seines Daseins besser bewusst.

Jesus Christus, der genau wusste, was sein Lebenssinn war, sagt einmal: " Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme“ (Johannes 18:36). Als er hier auf Erden war, setzte er sich dafür ein, anderen die Wahrheit über Gott und sein Vorhaben zu lehren.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wenn man sich Jesus als Vorbild nimmt und in seine Fußstapfen tritt, verspürt man einen echten Sinn im Leben. Jesus lehrte außerdem noch etwas sehr Wichtiges, das mit dem Sinn des Lebens zu tun hat: Er sagte, wir könnten nur dann glücklich sein, wenn wir uns unserer "geistigen Bedürfnisse" bewusst sind. (siehe Matthäus, Kapitel 5, Vers 3). Was ist mit diesen "geistigen Bedürfnissen" gemeint?

Der Psychologe, Dr. Kevin S. Seybold, sprach einmal in diesem Zusammenhang von einem "ureigenen Drang des Menschen, etwas anzubeten". Besonders in den letzten Jahren haben verschiedene Wissenschaftler festgestellt, dass der Mensch von Natur aus nach einem tieferen Sinn im Leben verlangt. Bedürfnisse in dieser Hinsicht können nur dadurch gestillt werden, dass man Gott und seinen Sohn Jesus Christus durch sein Wort, die Bibel, genau kennenlernt (siehe z.B. Johannes, Kapitel 17, Vers 3).

Wenn man Gott nicht kennt, mögen sich ähnliche Gefühle einstellen wie bei einem Kind, das nicht weiß, wer sein leiblicher Vater oder seine leibliche Mutter ist. Kommt es sich nicht irgendwie verloren vor? Gott braucht für uns aber keine Unbekannter bleiben, denn er hat sich uns in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, auf ganz besondere Weise offenbart. Er stellt sich uns dort als ein liebevoller Vater vor, der an seinen "Kindern" großes Interesse hat und sehr um ihr Wohl besorgt ist.

Jesus lehrte außerdem, dass unser Leben dadurch weitaus sinnvoller wird, dass wir nicht nur für die eigenen Interessen und Wünsche leben, sondern auch für andere da sind und ihnen Gutes tun. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang folgendes Bibelwort bekannt, das da lautet: "Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35).

Kennst Du nicht auch das Gefühl, das über einen kommt, wenn man sieht, wie der andere sich über ein Geschenk, das man ihm gemacht hat, freut? Oder wie ist es, wenn man jemandem, der in Not ist geholfen hat? Erfüllt einen das nicht mit tiefer Befriedigung?

Die Sache mit dem Sinn des Lebens lässt sich auch folgendermaßen veranschaulichen: Ein kompliziertes Gerät, beispielsweise ein Computer, funktioniert nur dann einwandfrei, wenn man ihn gemäß den Herstellerangaben bedient.

In ähnlicher Weise können wir Menschen auch nur dann geistigen, physischen, psychischen oder emotionellen Schaden vermeiden, wenn wir so leben, wie es unser Schöpfer vorgesehen hat. Da es jedoch die Menschen im allgemeinen versäumen, in die "Gebrauchsanleitung", sprich die Bibel, hineinzuschauen, scheitern sie auf ganzer Länge und sind unglücklich, innerlich leer und unzufrieden.

Aus der Bibel kann man so viel Schönes und Gutes erfahren, dass es sich einfach lohnt, sich näher mit ihr zu befassen. Mich begeistern vor allem die Verheißungen eines künftigen Paradieses (nicht im Himmel, sondern hier auf Erden), in dem alle Menschen glücklich sind und es weder körperliche noch psychische Krankheiten mehr geben wird. Die Bibel nennt es das "wirkliche Leben" (1. Timotheus 6:19). Zu schön, um wahr zu sein?

Ganz sicher nicht, denn die Bibel hat sich in jeder Hinsicht als zuverlässig und wahr erwiesen. Vor allem ihre Voraussagen sind stets mit höchster Präzision in Erfüllung gegangen, so dass man absolut sicher sein kann, dass sich auch die Vorhersagen, die sich um unsere Zukunft drehen, erfüllen werden. Ein genauerer Blick in die Bibel ist also wirklich sehr lohnenswert!

LG Philipp

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Hallo Melaniebecker93,

ich hoffe, Du hast die Pizza inzwischen gut verdaut und musstest Dich nicht übergeben! Falls Du öfter mit Panikattacken zu tun hast, ist es bestimmt Dein sehnlicher Wunsch, sie wieder loszuwerden. Was könnte helfen?

Bei einer Angststörung wie z.B. Panikattacken hat sich die sog. kognitive Verhaltenstherapie bewährt. Dabei lernt man zum einen Stressbewältigungsstrategien kennen, und zum anderen, wie die Angst allein durch eigene Phantasien und Katastrophendenken erzeugt wird. Ziel der Therapie ist es , den Betroffenen mit angstauslösenden Situationen zu konfrontieren, und ihnen zu zeigen, dass man die Angst aushalten und wie man sie am besten bewältigen kann.

Es gibt zwar einige sehr wirksame Medikamente gegen Angst, doch sollen sie bestenfalls nur vorübergehend genommen oder als Notfallmedikament eingesetzt werden (sie haben nämlich in der Regel ein hohes Abhängigkeitspotential). Da die Angst im eigenen Denken begründet ist, können Medikamente allein keine dauerhafte Besserung bringen. Viel wichtiger ist es, die zugrundeliegenden Ursachen zu erkennen und anzugehen.

Du fragst Dich wahrscheinlich, was Du auch selbst gegen die Angst tun kannst. Eine Möglichkeit zur Selbsthilfe ist z.B. die progressive Muskelentspannung. Durch dieses bewährte Verfahren kann man eine wunderbare Tiefenentspannung erleben. Die progressive Muskelentspannung ist nicht schwer zu erlernen und im Handel gibt es entsprechende CDs. Viele Infos und Lernprogramme findest Du auch im Netz.

Eine Panikattacke zu erleben, kann einen ganz schön verunsichern und die Angst weiter schüren. Mache Dir jedoch klar, dass eine Panikattacke, so schlimm sie im Moment auch ist, Dich nicht umbringen kann! Die Panik entsteht durch Gedanken und Phantasien und daher ist es auch möglich, diese zu überwinden, wenn man es lernt, seine Gedanken zu kontrollieren.

Du wirst wahrscheinlich gemerkt haben, dass Du dazu neigst, Situationen, die Ängste in Dir auslösen, zu meiden. Das ist zwar durchaus verständlich, ist aber der falsche Weg! Je öfter Du diese Situationen vermeidest, umso mehr entsteht in Dir das Gefühl, die Angst nicht aushalten zu können. Bleibst Du jedoch in der Situation oder setzt Dich ihr sogar bewusst aus (natürlich unter Anleitung eines Therapeuten), wirst Du merken, dass die Angst Dich nicht zerstört und Du sie aushalten schließlich überwinden kannst.

Was auch helfen kann, ruhiger zu werden, ist die Bauchatmung. Diese Technik ist ebenfalls sehr einfach zu erlernen und kann bereits innerhalb weniger Minuten dazu führen, innerlich entspannter zu werden. Man kann nicht gleichzeitig entspannt sein und Angst haben. Daher sind Entspannungstechniken auch so wirksam bei Angst. Eine Möglichkeit, die Bauchatmung durchzuführen, findest Du hier:

https://utopia.de/ratgeber/atemuebungen-diese-uebungen-solltest-du-kennen/

Denke auch daran: Irrationale Angst ist ein erlerntes Gefühl, dass man auch wieder verlernen kann! Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern benötigt schon eine gewisse Zeit. Wichtig ist es aber im Sinn zu behalten, dass die Angst Dich nicht ein Leben lang begleiten muss. Unter therapeutischer Anleitung bestehen gute Chancen, Ängste ganz zu überwinden.

Andererseits wäre es unrealistisch zu glauben, dass ein völlig angstfreies Leben möglich ist. Es gibt im Leben immer irgendetwas, was auf die eine oder andere Weise Ängste auslöst. Was kann man dann tun?

Für jemand, der an Gott glaubt, kann z.B. der Gedanke helfen, dass er uns sieht und sich für jeden Einzelnen interessiert. Das hatte auch der Schreiber eines Psalms erkannt, denn er sagte in einem Gebet: "Als meiner beunruhigenden Gedanken in meinem Innern viele wurden, begannen deine eigenen Tröstungen meine Seele zu liebkosen" (Psalm 94:19).

Zugegeben, dieser Satz klingt ziemlich poetisch, doch wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen, dass Gott uns trösten kann, wenn wir uns von Ängsten überwältigt fühlen. Ist das nicht ein hilfreicher Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du die Hilfe und Unterstützung bekommst, die Du brauchst, um Deine Ängste zu überwinden. Lasse Dich nicht entmutigen, wenn das alles eine gewisse Zeit dauert. Denke daran, dass es viele vor Dir geschafft haben! Warum sollte es Dir dann nicht auch gelingen?

LG Philipp

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