Alea eacta est - Würfeln oder nicht würfeln (P&P-Rollenspiel)?

Guten Morgen allen Freunden des gepflegten Rollenspiels,

ich bin momentan dabei, ein neues Rollenspielsystem auszuarbeiten, und in diesem steht beim Abschnitt würfeln: Der SL sollte nur dann würfeln lassen, wenn es eine spielentscheidende Situation ist.
Diese Enpfehlung - ich muss es gestehen - verunsichert mich ein wenig.
Klar, es gibt einige Situationen im Rollenspiel, da sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, dass dieses auch ohne Probenwurf problemlos zu schaffen sei (zum Beispiel eine Tür zu zerschlagen, die schon das absolute Endstadium des Morschseins erreicht hat).
Aber jetzt aus reiner Neugier gefragt: Was wären für euch - sei es als DM, sei es als SC - spielentscheidende Situationen? Oder eine Zusatzfrage: Wenn die Helden zum Beispiel in ein Haus einbrechen müssten, um ein wichtiges Dokument in die Hände zu bekommen, der DM lässt sie auf Schlösser knacken würfeln, was der Held aber durch einen unglücklichen Würfelwurf nicht hinbekommt, sagt
mir der innere DM, dass ich eine andere Lösungsmöglichkeit bieten sollte, damit sie dennoch entweder ins Haus oder auf anderem Wege zum Dokument kommen.
Nur wenn sie so oder so daran kommen müssen, warum dann auf solche Situationen würfeln lassen? Und: Wenn von vornherein alles klappt, gibt es dann überhaupt noch Herausforderungen für die Spieler?

Ihr als DM: Worauf würdet ihr würfeln lassen (Kampf jetzt mal außen vorgelassen)
Für die Antworten bedanke ich mich im Voraus.
GLG
Tichuspieler

Schule, Rollenspiel, wuerfeln, Pen and Paper
Ein Zauberer Erscheint und Schickt euch in Die vergangenheit! Aber...?

... unter folgenden Bedinungen: Ihr habt genau 3 Jahre zeit euch vorzubereiten, dann erscheint er wieder vor euch und nimmt euch mit. Er sagt euch, dass ihr, mit dem was ihr anhabt 1000Kg (Es ist völlig egal was ihr dabei habt, auch Lebewesen wären Möglich) mitnehmen könnt und euch einen Zeitraum von 100 - 1000 nach Christi in die Zeit zurückschicken wird. Wenn ihr den Zeitraum gewählt habt, zeigt er euch eine Weltkarte, ihr wählt dann einen Ort und werdet, mit den Sachen die ihr ausgewählt hab dort hinngeschickt und müsst dann halt zusehen was ihr macht.

Solltet ihr schwer krank sein (im Rollstuhl, Blind, Epilepsie, Zuckerkrank e.c.t.) wird er die Krankheit soweit heilen, dass ihr zumindest zurecht kommen werden. Auch bei Zahnproblemen, euer Gebiss wird erneuert, aber ihr werdet keine perfekten Zähne haben, aber noch alle originalen im guten, brauchbaren Zustand.

Ihr könnt dem nicht ausweichen, er wird euch aufjedenfall zurückschicken und wenn ihr euch weigert, werdet ihr in einen zufälligen Zeitpunkt und Ort (der Ort ist schon so, dass da Land ist und es Lebensfreundlich ist) geschickt werden.

Der Zauberer erklärt euch nicht warum er das macht, er zeigt euch einfach dass er die macht habt, beweisst euch, dass ihr nicht träumt oder auf nem Tripp seid und er zeigt euch glaubwürdig (wie auch immer), dass er das durchaus auch durchziehen wird, egal was ihr dagegen sagt oder macht.

Wie bereitet ihr euch vor?

Hinnweise:

  • Wenn ihr Geräte mitnehmt, bedenkt wie ihr sie reparieren könnt und wo ihr Strom herbekommt.
  • Bedenkt: Ihr könnt weder die Sprache, noch wisst ihr wie dort der Alltag ist, noch wie Kultur und Religion damals war.
  • Wenn ihr Medikamente benötigt: Ja ihr werdet nicht sterben, aber jemand mit Antidepressiva wird vielleicht schwere Entzugserscheinungen haben. Ein Drogensüchtiger kommt nicht mehr an seine Drogen. Auch Koffein, Kopfschmerztabletten, werden das Problem sein.
  • Euer Magen ist das derzeitige Essen gewöhnt, auch das derzeitige Trinkwasser.
  • Selbst wenn ihr wisst wie man nen Kernreaktor bauen könnt, bringt euch das was in der Zeit?
Mittelalter, Rollenspiel, Zauberer
Wärst du mutig genug?

Stell dir vor du gelangst durch einen Spiegel in eine andere Welt. Du findest dich in einer dunklen Bibliothek wieder, nur hie und da von Wandfackeln erhellt. Hin und wieder hörst du ein leises Rasseln wie von Ketten, das von einer Treppe, die nach unten führt, kommt.

Du rufst "Hallo, ist hier wer?", daraufhin kommt das Rasseln näher und du hörst eine flüsternde Stimme, die deine Worte nachspricht "iiist hiiiier weeer", als hätte sie die Stimme lange nicht benutzt. Dann siehst du einige Gänge hinter dir ein Wesen in Lumpen mit einer Kette, die am Boden entlangrasselt. Es verschwindet sofort in einem dunklen Gang, als du es erblickst, erscheint kurze Zeit später aber einen Gang näher diesmal und verschwindet wieder sogleich in den Schatten.

Du flüchtest dich daraufhin eine Treppe hinauf in einen Raum, der von einem Kronleuchter erhellt ist und durch dessen Fenster an der Decke schummriges Tageslicht reinkommt.

Das Wesen kommt nie in diesen Raum, da es dort zu hell ist. Da du in einer anderen Welt bist, brauchst du keine Nahrung und musst dich nie erleichtern. Wenn du wieder zurück in deine Welt willst, müsstest du wieder nach unten in die Dunkelheit und durch die Bibliothek zum Spiegel laufen.

Wärst du mutig genug das zu tun, obwohl du weißt, dass da unten das Wesen sein kann. Oder würdest du für immer in dem Raum bleiben aus Angst?

Ich hätte zu große Angst. Ich würde es alleine nicht wieder zurück schaffen.

Angst, Menschen, Psychologie, Fantasy, Dunkelheit, Rollenspiel, Terry Pratchett

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