Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nach dem Tod wiedergeboren wird?

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Ich hab heute einen toten Vogel gesehen, dessen Brustkorb ausah als würde er unregelmäßig atmen. Bei genauerem Hinsehen haben die fetten Maden in der ausgefressenen Körperhöhle die Bewegung verursacht, der Vogel war definitiv absolut tot. Was weiterlebt sind nur die im Körper enthaltenen Nährstoffe, die zunächst von den maden gefressen und in ihren Körper eingebaut werden und letztlich bis auf die atomare Ebene zerlegt werden und unendlich (bzw. mindestens bis zum Ende des Universums) weiter existieren und im Laufe der Zeit noch in ganz vielen lebenden und noch mehr nicht lebenden Verbindungen eingebaut werden. Am Ende der Lebensdauer unserer Sonne werden alle Teile des Vogels nochmal für einige Zeit in die sterbende Sonne eingebaut und dann in einer riesigen Explosion ins Weltall geschleudert. Irgendwann später werden sie wieder Teil einer neuen Sonne, oder eines neuen Planeten oder eines anderen Himmelskörpers. Falls sie Teil einer neuen Sonne werden, müssen sie aber auf jedem Fall einige Milliarden Jahre warten, bis sie wieder Teil eines Lebewesens werden können.

Mehr Wiedergeburt als für diesen Vogel gibt es auch für Menschen nicht. Wir sind auch nur Tiere. Und zwar ziemlich dumme Tiere. Kein anderes Tier zerstört sehenden Auges seinen Lebensraum.

Diese Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. In Zahlen: 0!

Was uns beim Tod erwartet, können wir nicht aus eigener Erfahrung ergründen. Wir können nicht "ins Jenseits" reisen, dann wieder zurückkehren und den anderen berichten, was wir dort vorgefunden haben. Wir sind bei der Beantwortung, was beim/nach dem Tod geschieht also auf eine höhere Quelle angewiesen.

Diese höhere Quelle ist Gott. Er teilt uns in seinem Wort, der Bibel, mit, was beim Tod geschieht. Schau mal hier:

(Prediger 9:5, 6) Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, aber die Toten wissen gar nichts, auch bekommen sie keine Belohnung mehr, weil jede Erinnerung an sie in Vergessenheit geraten ist. 6 Auch ihre Liebe und ihr Hass und ihre Eifersucht sind längst erloschen, und sie haben an nichts mehr teil, was unter der Sonne getan wird.

(Prediger 9:10) Alles, was du tun kannst, das tu mit deiner ganzen Kraft, denn es gibt weder Tun noch Planen noch Wissen noch Weisheit im Grab, dort, wohin du gehst.

>> Wir gehen also in die Nichtexistenz über.

Die einzige Hoffnung, die wir dann noch haben können, ist, dass Gott sich wohlwollend unser erinnert und uns zur Auferstehung bringen lässt - durch seinen Sohn Jesus Christus:

(Johannes 5:28, 29) Das sollte euch nicht wundern, denn es kommt die Zeit, wo alle, die in den Gräbern sind, seine [Jesu] Stimme hören 29 und herauskommen werden.

Die Auferstehung ist unsere Hoffnung, nicht die Wiedergeburt.

Was passiert denn genau nach dem Tod? Sofort nach dem das Herz aufgehört hat zu schlagen, wird das Blut nicht mehr durch die Adern gepumpt. Kurz darauf kann auch das Gehirn nicht mehr arbeiten. Die elektrische Energie die unsere Neuronen befeuert erlischt und damit sind wir endgültig tot. Der Körper wird kalt und verfällt in kürzester Zeit. Unser Gehirn löst sich als erstes auf, da es zu einem großen Teil nur aus Wasser besteht. Bereits nach wenigen Tagen ist es einfach weg getrocknet und der Schädel ist leer. Da ist dann nichts mehr, was man erneut "anschalten" könnte.

Doch ganz zu Ende ist es nicht. Der Körper des Toten verfällt immer weiter und die Atome aus denen wir bestehen werden neu angeordnet. Weil unser Gehirn zu einem großen Teil nur aus Wasser besteht beginnt dieses Wasser als erstes zu verdunsten und geht auf die Reise. Molekül für Molekül wird es davon getragen oder es versickert einfach im Boden. Auch alle anderen Stoffe aus denen wir bestehen treten jetzt eine Reise an. Sämtliche Moleküle werden neu angeordnet aber es ist das Wasser, das als erstes von einem anderen Lebewesen wieder verwendet wird.

Vielleicht kondensiert bereits am nächsten Morgen ein Tropfen an einem Grashalm und eine durstige Ameise trinkt genau diesen Tropfen mit dem Molekül, das zuvor im Gehirn des Verstorbenen war. Diese Molekül ist so sauber wie an seinem ersten Tag, als es auf die Erde kam. Es war bereits in vielen anderen Lebewesen und hat mehr erlebt als wir uns vorstellen können. Es war bereits im Urozean dabei, als das Leben entstand. Es war Teil der ersten Fische und es war dabei als das Leben das Land eroberte. Es war Teil eines Dinosauriers, war in der Tränenflüssigkeit eines pelzigen Säugetiers, im Schweiß eines Menschen der zum Klang einer Trommel vor 40.000 Jahren um ein Feuer herum tanzte und es war im Gehirn des gerade verstorbenen Menschen.

Jetzt macht es sich erneut auf die Reise und es wird so lange ein Teil des Lebens sein, wie es Leben auf diesem Planeten gibt. Eines Tages wird sich die Sonne ausdehnen und die Erde verschlucken. Alles Leben wird dann ausgelöscht. Doch auch das ist nicht das Ende unserer Moleküle. Sie werden nur ein weiteres Mal neu angeordnet.

Das ist nicht die gleiche Unsterblichkeit die in den Religionen propagiert wird. Es ist eine andere Art der Unsterblichkeit. Sie basiert auf Logik und Verstand. Eine Wiedergeburt ist damit nicht möglich. Es wird nichts von einem Körper auf den anderen übertragen und es bleibt auch keine Seele übrig, mit der ein Gott eine Weile herum spielt weil er sich langweilt. Wir haben nur dieses eine Leben.

Ich glaube zwar an Gott, kann mir aber halt auch vorstellen, dass nichts nach dem Tod kommt.

Können wir uns an einen Moment vor unserer Geburt erinnern?

Sehe das inzwischen so: Man kommt aus dem Nichts und man verschwindet wieder ins nichts.

Das ist eine reine Glaubensfrage.

Wie sich der Tod anfühlt bzw. was man auf dem Weg dahin erlebt, wurde von vielen "beinahe gestorbenen" erzählt und ähnelt sich sehr.

Bei einem bereits gestorbenen Menschen ist die Berichterstattung nicht möglich, daher hat man keine Erfahrungswerte (und aufgrund dessen auch keine Wahrscheinlichkeit).

Ich habe letztens von Menschen gehört, die als "Medium" Kontakt mit Verstorbenen aufnehmen können und die teilweise von einer Wiedergeburt sprachen. Wissenschaftlich nachweisen kann man es daher aber noch lange nicht.

Kurzfassung: Dafür gibt es keine Wahrscheinlichkeit, sondern nur den eigenen Glauben bzw. den Wunsch, den jeder selbst hat.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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