Buddhismus - Was passiert nach dem Tod?

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Du wirst solange Wiedergeboren bist du allen Mist den du gemacht hast, abgearbeitet bzw. wieder gut gemacht hast

Im Buddhismus wird "man" nicht wiedergeboren, da nach buddhistischer Vorstellung das Selbst, mit dem wir uns identifizieren, nach dem Tod erlischt.

Aus der Persönlichkeit Paul, der gerne Spinatpizza gegessen hat, wird also nicht im nächsten Leben Pauline die mysteriöserweise ebenfalls gerne Spinatpizza isst

Grund hierfür ist, dass es nach dem Tod "Paul" mit seinen Vorlieben und Charakterzügen nicht mehr gibt. Lediglich ein unpersönliches Kontinuum setzt sich fort.

Als "Ziel" des Buddhismus wird im Allgemeinen der Eingang ins Nirvana genannt - das trifft jedoch nicht auf alle buddhistischen Traditionen gleichermaßen zu.

Im Mahayana-Buddhismus steht beispielsweise die eigene Befreiung nicht im Mittelpunkt.

Reines-Land-Buddhismus: Die Vorstellungen im Amida-Buddhismus wirken auf Christen dagegen vertrauter. Der Amidismus lehrt, dass man nach dem Tod in das "Reine Land" des Buddha Amida übergeht.

Vajrayana-Buddhismus: Im Vajrayana gibt es Abweichungen vom Konzept "Tod = Ich-Auslöschung", da die Wiedergeburten bedeutender buddhistischer Lehrer nicht nur aufgrund von Voraussagen, sondern auch aufgrund von Persönlichkeitsfaktoren "identifiziert" werden.

Hinduismus: Auch im Hinduismus ist das anders, dort glaubt man tatsächlich an eine individuelles Selbst (Atman) dass sich nach ausreichend Wiedergeburten endgültig mit dem Ewigen (Brahman) vereinigt.

der Wiedergeburt ist vom Standpunkt der buddhistischen Philosophie auch nur eine Erfahrung auf der Ebene der relativen Wahrheit. Wenn man die Ebene der absoluten Wahrheit vollständig erkannt hat, braucht man nicht mehr wiedergeboren werden. Viele Buddhas entscheiden sich freiwillig für die Wiedergeburt. So zum Beispiel der Dalai Lama. Wenn er nicht hier währe, würde es keinen religiösen Führer geben, der sagt: " Ich habe nichts gegen die Homo- Ehe. Das ist eine individuelle Entscheidung. "

Eigentlich ein schlichter Satz, auf den auch jeder selbst kommen kann. Aber was solls, scheinbar ist es nötig, dass er das sagt. Dazu braucht er eben einen Körper. Da er aber die Ebene der absoluten Wahrheit erkannt hat, nimmt er das Ganze hier auch nicht so wahr, dass er seine Heiterkeit verlieren würde. Er weiß, dass die Menschen in einem Traum sind, in welchem sie ihre Leiden träumen. Dies gibt ihm die Kraft, heiter und gelassen sich mit diesen Leiden zu beschäftigen und zu versuchen, zu tun, was er kann. Ansonsten würde er wohl echt verzweifeln, dass er sowas, wie die Sache mit der Homo- Ehe überhaupt sagen muss. Und nur wenige versuchen, aus dem Kreislauf des Leidens für immer aus zusteigen.

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