Das stört mich überhaupt nicht.

Ich habe Bekanntschaften mit unterschiedlichstem Hintergrund - Israelis, Japaner, Franzosen, Türken, Syrer, Briten - und jeder bemüht sich verständlich zu machen.

Tatsächlich bin ich beeindruckt, wie gut manche selbst komplexe Sachverhalte trotz einer Sprachbarriere vermitteln können - ich bin mir nicht sicher, ob ich das könnte.

Ich habe neue Nachbarn aus der Ukraine und wir reden mit Händen und Füßen. Warum auch nicht? Ist doch toll, wenn man versucht sich näher zu kommen.

So lange man sich versteht und z.B. seinen schwarzen Tee bekommt, nachdem zuvor versehentlich schwarzer Kaffee gebracht wurde, ist doch alles in Ordnung.

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Das ist lediglich die religiöse Rechtfertigung des Krieges, die sich ein schwulenfeindlicher alter Mann mit verbohrten Ansichten zurechtgelegt hat.

Mit den realen Ursachen hat das aber nichts zu tun.

Die Nazis haben sich ihre Waffen auch segnen lassen und in Schulen und Kirchen wurde für das Wohl des "Führers" und den "Endsieg" gebetet.

Das hat nichts mit Kriegsgründen zu tun.

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Zunächst einmal halte ich konstruktive Religionskritik für sinnvoll.

Wenn Religionen dazu führen, dass Menschen zu sehr in ihren Rechten eingeschränkt werden und antidemokratische Gesinnungen fördern, muss das thematisiert werden.

Auch brauchen wir keine religiöse Propaganda-Kanäle oder dergleichen. Religion ist eine Frage des Einzelnen und sollte Privatsache bleiben.

Ausreichend Bildung im Bereich Religion schützt davor, auf Hetze hereinzufallen - etwa wenn behauptet wird, Juden würden zum Schabbat kleine Kinder opfern.

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Anderes

Ich bin hier, weil ich gerne anderen Menschen helfe.

Ursächlich war, dass ich hier Antworten zum Buddhismus las, die inhaltlich aus meiner Sicht so falsch waren, dass sie fast schon an Irreführung grenzten.

Anschließend stellte ich fest, dass viele verschiedene Menschen in unterschiedlichen Bereichen das Bedürfnis nach Hilfe haben, so dass ich hier blieb.

Natürlich gibt es hier auch mal Anfeindungen und Beleidigungen - aber wenn man mit so etwas nicht umgehen kann, sollte man erst gar nicht im Internet unterwegs sein.

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Na schauen wir mal:

  • Viele Muslime sagen, dass der Islam die beste Religion ist
  • Viele Pizzabäcker sagen, dass Pizza die beste Mahlzeit ist
  • Viele Hundehalter sagen, dass Hunde die besten Haustiere sind
  • Viele Heroin-Junkies sagen, dass Heroin die beste Droge ist

Was haben diese Menschen gemein?

Sie alle sind davon überzeugt, dass - oh Wunder! - ihre eigene Meinung die einzig wahre Ansicht ist. Nicht wirklich überraschend, oder?

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4

Es ist mittelmäßig durchschnittlich (Note 3), allerdings ist die Kombination aus Ballade und Rap absolut nicht mein Ding, daher eine Note Abzug.

Hätte er es beim Gesang belassen, wäre es eine 3 geblieben.

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So ähnlich entstand meiner Meinung nach der Gottesglaube.

Die Menschen des Altertums hatten Angst vor Naturphänomenen (wie etwa Donner), weil sie ihnen unerklärlich waren. Und unerklärliches macht meistens Angst.

Also erdachten sie sich Wesen mit menschlichen oder tierischen Eigenschaften, so dass sie eine behelfsartige "Erklärung" für diese Phänomene hatten.

Das bot gleich mehrere Möglichkeiten

Erstens, hatte man eine beruhigende Erklärung vom stampfenden Himmelsstier, so dass das Unbekannte begreifbar wurde.

Zweitens haben von Menschen gemachte Götter auch menschliche Eigenschaften - etwa herrschsüchtig und zornig, aber auch gütig und beschützend.

Drittens sind solche Mächte manipulierbar - durch Opfergaben oder Askese und Buße kann man diese Götter auf die eigene Seite ziehen und gnädig stimmen.

Somit hat man natürlich in gewisser Weise "Macht über Gott" - weil wir einfach nur unser Verhalten oder Gottesbild ändern müssen, um uns "gut" zu fühlen.

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Vielseitigkeit

Ein oder zwei Medien können aus meiner Sicht kein absolut objektives Bild bieten.

Da bedarf es schon der Anstrengung verschiedene Medien miteinander zu kombinieren, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Das ist natürlich für manchen aufwändig und daher eher lästig.

Bewusste Filterblase

Alternativ kann man natürlich auch ganz bewusst in seiner eigenen "Filterblase" bleiben, wenn einen die dortigen Artikel besonders interessieren.

Schließlich würde ein radelnder Angelfreund ja auch keine Automobilzeitschaft lesen - die dortigen Schwerpunkte und Informationen sind irrelevant für ihn.

Dann sollte man allerdings über genügend Bewusstheit verfügen, dass man sich klar ist, tendenziöse Medien zu verwenden und nicht alle Aussagen blind glauben.

In diesem Fall muss man allerdings noch kritischer sein, weil man eher dazu neigt Quellen zu glauben, die das eigene Weltbild widerspiegeln

ich selbst habe meine Schwerpunkte hier:

  • https://www.nd-aktuell.de
  • https://taz.de/
  • https://www.jungewelt.de/ (eher selten, mir zu extrem)
  • https://www.juedische-allgemeine.de/
  • https://www.jpost.com/

Keine dieser Medien kann man als "gänzlich objektiv" bezeichnen, aber sie entsprechen meinem Informationsbedarf.

Grundsätzlich sollte man weder "Mainstream-Medien" pauschal als "Lügenpresse" diffamieren, noch "alternative Medien" in den Himmel loben.

Wichtig ist, was man aus den erhaltenen Informationen macht - und "vorbehaltlos glauben" ist genau so unsinnig wie "grundsätzlich verdammen".

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Wenn "die Welt" wegschauen würde, gäbe es die Berichterstattung darüber nicht.

Außerdem sehe ich bei Berichterstattung zum Nahost-Konflikt ein grundsätzliches Problem - und mit dieser Feststellung möchte ich niemanden persönlich angreifen:

Menschen, die sich nicht langfristig, ausführlich und von mehreren Seiten über den Konflikt informiert haben und idealerweise einige Zeit dort lebten, haben nur ein beschränktes Verständnis für die Geschichte und tatsächlichen Verhältnisse vor Ort.

Sie beziehen ihre Informationen entweder aus offiziellen Erklärungen der konservativ israelischen Regierung oder der radikalislamischen Terrorgruppe Hamas. Beide werfen ein entsprechend einseitiges Bild auf die Ereignisse.

Auch bei vermeintlich "neutral" genannten Kritikern, wie etwa "linken Israelis", oder angeblichen "Menschenrechtsaktivisten" ist Vorsicht geboten.

Einerseits kann es sich lediglich um eine Propaganda-Gruppe von Hamas-Sympathisanten handeln, die also einseitig pro-palästinensisch ist.

Andererseits ist es genau so möglich, dass diese Gruppe zum Opfer von israelischer Staatspropaganda wurde, die gezielt Kritiker diskreditieren will.

Für Außenstehende - und selbst für Israelis - ist der Unterschied nicht immer sofort ersichtlich.

Dazu kommt die Ominpräsenz der BDS-Bewegung (von mir meist BS = Bullshit genannt), die überall agitieren, wo es pro-israelisch wird.

Somit sollten Personen, welche die dortigen Verhältnisse nicht kennen am besten gar nichts dazu sagen - unqualifizierte und schlechte Berichterstattung gibt es schon genug.

Das ist zumindest meine Meinung.

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Ich bin selbst Mitglied einer sozialistischen Partei (DIE LINKE) und möchte mich dazu äußern - unabhängig von irgendwelchen spezifischen Attentaten:

Die "linke Idee" ist internationalistisch ausgerichtet und steht daher dem Nationalismus des konservativ-rechten Spektrums entgegen.

"Linke" solidarisieren sich immer wieder mit Minderheiten (manchmal auch allzu vorschnell und unbedacht) was natürlich Nationalkonservativen nicht gefällt.

Linke Führungspersönlichkeiten sind häufig Intellektuelle - während die Rechte oft besonders radikale Anhänger unter bildungsfernen Schichten findet.

Es ist also eine Mischung aus Ablehnung der linken Ideale von der weltweiten solidarischen "Völkerfreundschaft", dem gesellschaftlichen Engagegement für Minderheiten und schlichter Neid, die politisch rechte Menschen dazu bringen, auf Linke loszugehen.

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Also auch wenn es immer wieder mal Spannungen gibt - durch die Militärpräsenz ist man in Israel meiner Ansicht nach, sehr sicher. Ich fühle mich dort sicherer, als in Deutschland

Siehe es mal so:

Bist du in Rom, steigt dein Risiko, durch einen Verkehrsunfall ums Leben zu kommen.

Bist du in Rio de Janeiro, steigt dein Risiko, durch einen Straßenraub ums Leben zu kommen

Bist du in Berlin, steigt dein Risiko, durch einen Messerstich ums Leben zu kommen

Die Gefahr ums Leben zu kommen steigt womöglich also gar nicht - nur das Risiko auf eine bestimmte Weise ums Leben zu kommen. ;-)

Für mich ist Israel heutzutage ein sehr sicheres Land - derzeit ist es zwar mal wieder unruhiger, aber so lange es dort nicht wieder eine Intifada gibt, ist alles okay.

Man kann auch zuhause über den Teppich stolpern und sich das Genick an der Tischkannte brechen. Sterben ist Teil des Lebensrisikos - und das zu 100% ;-)

Tel Aviv ist gerade für junge Menschen richtig toll und Jerusalem ist für Geschichtsbegeisterte ein Muss. Kann die Reise nur empfehlen.

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Finde ich gut

Manchmal ist es hilfreich, das absurde, wie etwa Gebräuche und gesellschaftliche Privilegien, ins Groteske zu übersteigen, um zu zeigen, dass sie eigentlich unangebracht oder sogar diskriminierend sind.

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Als Soto-Zen-Buddhist des 20. und 21. Jahrhunderts halte ich die Wiedergeburt nicht für eine Jenseitsvorstellung oder eine Lehre über die Existenz nach dem Tod.

Stattdessen sehe die traditionelle Vorstellung der "sechs Formen der Wiedergeburt" wie der japanische Priester Shohaku Okumura als psychologisches Modell an.

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Sind Atheisten schlechte Menschen?

Ich bin Soto-Zen-Buddhist und daher sowohl religiös, als auch atheistisch. Ich halte mich nicht für einen "schlechten Menschen".

Ich glaube eher, du projizierst das Verhalten vieler radikaler Gläubiger - nämlich anderen Menschen ungefragt bekehren zu wollen - auf Atheisten.

Um empathisch zu sein und Mitgefühl zu haben, benötigt man keine Religion und auch keinen Glauben an Gott.

Wie wollt ihr einer Mutter die ihr 10 jähriges Kind verloren hat, weis machen, das sie nie wieder ihr Kind sehen wird?

Das muss ich ihr nicht "weis machen", weil das ein Fakt ist, den die Mutter auch selbst erkennt. Das muss man ihr nicht sagen.

Um einen Menschen, der um Angehörige trauert zu trösten, ist es nicht notwendig, dass man auf religiöse Erzählungen zurückgreift.

Ich sehe also keinen Grund, weshalb Atheisten pauschal "schlechtere Menschen" sein sollten - sie nutzen jedenfalls die emotionale Notlage nicht zur Missionierung aus.

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