Die Angst vor Rache oder Vergeltung sollte meiner Meinung nach nie eine Triebfeder für das eigene Handeln sein - egal ob man es "Karma" oder "Hölle" nennt.

Meiner Meinung nach muss man nicht einmal ein besonders "guter" Mensch sein.

Jemand der nur "Gutes" tut, weil er Angst vor Strafe hat, verfügt überhaupt nicht über Herzenswärme, sondern ist einfach nur eingeschüchtert worden.

Empathisch zu sein und sich in seine Mitlebewesen hineinfühlen zu können, also "Herzenswärme" zu haben, sollte eigentlich ausreichen um "richtig" zu handeln.

Geistige Klarheit und die Fähigkeit, über die eigenen Bewertungen hinausgehen zu können, sind darüber hinaus hilfreich, um nicht in blinden Aktionismus zu verfallen

Leider braucht der Mensch dafür aber in der Regel moralische Stützkorsette wie Gebote, Verbote usw. - die sollte man aber letztlich überwinden.

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Allgemeinbildung

Ein Teil davon ist einfach Allgemeinbildung. Wenn anlässlich des Dreikönigstags irgendwelche Passanten nach den Namen der Heiligen drei Könige gefragt werden und da kommt: "Caspar, Melchior und Benedikt" bei raus...ist das einfach peinlich.

Verständnis

Zum Anderen trägt Kenntnis über die Religionen auch zum Verständnis der Mitmenschen bei und erklärt zum Teil das Denken und Handeln, das sonst vielleicht unverständlich wäre und geheimnisvoll, fremd und evtl. unheimlich scheinen würde

Schutz vor Hetze

Drittens schützt diese Bildung auch davor, auf die Lügen von radikalen Kräften hereinzufallen, die auf das Unwissen und die Unsicherheit der Menschen setzen, um Gerüchte in die Welt zu setzen, um Hass gegen diese Gruppen zu schüren.

Die Geschichten vom gelben "Judenauto", dass durch die Gegend fährt und in dem unartige Kinder rituell geschächtet werden, so dass Blut vom Trittbrett tropft aus den 1930ern sind genau so entstanden wie "Qanon" in den 2000ern.

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Ich bin Soto-Zen-Buddhist und halte es für wichtig, alle Lehren kritisch zu prüfen - selbst der Buddha rief im "Kalama Sutta" (Anguttara Nikaya III 66), seiner Rede an die Einwohner der Stadt Kesaputta, dazu auf, nicht allein aus Traditionsbewusstsein blind zu folgen.

Geht, Kâlâmer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters!
Wenn ihr aber, Kâlâmer, selber erkennt: ' diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden', dann, o Kâlâmer, möget ihr sie aufgeben.
[...]
Wenn ihr aber, Kâlâmer, selber erkennt: 'diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kâlâmer, möget ihr sie euch zu eigen machen.

Der Buddha selbst ermutigt also zu Kritik.

Missbrauch im Buddhismus

In der Öffentlichkeit weniger bekannt ist, dass es auch im Buddhismus Fälle von sexuellem Missbrauch, finanzieller Ausbeutung, psychischer Abhängigkeit, sowie Alkoholismus und Drogenkonsum durch Lehrer gibt.

So wurde ein deutscher Priester, der zuvor Lehrer ohne echte Authorisation "enttarnt" hatte, wegen des Missbrauchs von Flüchtlingskindern, die er zuvor mit deren Mutter bei sich aufgenommen hatte und der Herstellung von Kinderpornographie für schuldig gesprochen.

Andere Lehrer, die ebenfalls sexuelles Fehlverhalten gezeigt haben sollen und ihre Gruppe sektenartig führen und sich auf Kosten ihrer Anhänger persönlich bereichrn, sind bis heute aktiv.

Im Fall eines Lehrers, von dem fremdenfeindliche, homophobe und islamfeindliche Aussagen belegt sind, geht dieser juristisch gegen Kritiker vor und sorgt dafür, dass diese Inhalte aus dem Internet entfernt werden.

Fazit

Du siehst also, dass buddhistische Lehrer genau so wenig unfehlbar sind, wie katholische Geistliche, oder islamische Imame.

Willst du sonstige Dinge zum Buddhismus wissen, helfe ich dir gerne weiter.

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Ich weiß nicht, wer in deinem Beispiel dieses Kollektiv namens "Wir" sind - aber in meinem sozialen Umfeld sieht es jedenfalls anders aus.

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§211 StGB Mord
(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
(2) Mörder ist, wer
aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet.

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__211.html

§ 212 Totschlag
(1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.
(2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__212.html

Da stehts

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nein das is nur blödsinn

Wenn man sich mit dem historischen Hintergrund des Vampirglaubens befasst und medizinische Fakten hinzuzieht, merkt man schnell selbst, dass es reine Fiktion ist.

Früher wussten die Menschen wenig darüber, was mit Leichen nach dem Tod körperlich geschieht und zogen aus ihren Beobachtungen falsche Schlüsse.

So verliert der Körper an Flüssigkeit, so dass die Haut schrumpft - dadurch sieht es etwa an den Fingern so aus, als wären nach dem Tod die Fingernägel gewachsen.

Auch wurden gelegentlich Menschen irrtümlich für Tod erklärt und scheintot beigesetzt - das erklärt z.B. Schäden durch Befreiungsversuche im Grab.

Ein Mensch stirbt, also setzt sein Kreislauf aus, das Gehirn wird nicht mehr durchblutet, es setzen Bewusstlosigkeit, Hirnschäden und der Tod ein.

Das jemand mit einer Nulllinie im EEG und EKG - also ohne Hirnfrequenz und Herzschlag - durch die Gegend läuft, ist unmöglich.

Fazit: Der Glaube an Vampire ist Unsinn.

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Gibt es polizisten die auf BDSM stehen?

Selbstverständlich

Dann würden die Polizisten die darauf ja stehen geil werden wenn sie zb dominant sind und Frauen verhaften.

Das ist ein Trugschluss.

Eine Masochistin wird ja auch nicht erregt, wenn sie Zahnschmerzen hat und eine devote Frau kann einen Drängler an der Supermarktkasse durchaus beschimpfen.

Die sexuelle Erregung ist vom Kontext abhängig.

Außerdem kann man von Polizisten, genau wie beispielsweise von Ärzten, eine professionelle Distanz erwarten.

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Dagegen

Es ist schwierig, komplexe Sachverhalte und ihr "Für und Wider" auch dem letzten Hinterwäldler verständlich zu machen, ohne wichtige Fakten zu unterschlagen.

Immerhin soll nicht nur eine "intellektuelle Elite", sondern alle Bürger*Innen gleichberechtigt abstimmen können. Dafür bedarf es des Verständnisses.

Außerdem zeigen doch gerade die "Querdenker" und Q-Anon-Anhänger, wie leicht sich Teile der Bevölkerung bis zur Gewaltbereitschaft radikalisieren lassen.

Schließlich könnten ständige Abstimmungen ("Wollt ihr blaue oder gelbe Milchpackungen?") auch zur Politikmüdigkeit in der Bevölkerung führen.

Zum Schluss stimmen dann nur noch jene ab, die eine politische Agenda durchdrücken wollen und denen das aufgrund der Passivität dann auch gelingt.

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Drohe einfach damit, sie anzuzeigen, wenn Sie mit ihrem illegalen Gym weiterhin gegen die Infektionsschutzbestimmungen verstoßen.

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Nein, würde ich nicht, da ich insbesondere den Verzicht auf Getränke während des Tages sowohl ungesund als auch widersinnig finde.

Außerdem muss ich mich nicht selbst quälen, um Mitgefühl mit anderen Wesen zu haben. Das Fasten würde bei mir also keinen Sinn erfüllen.

Ich bin Soto-Zen-Buddhist und habe religiöse Traditionen die weniger belastend sind.

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Jap, wird schon klappen😊
dann leben wir echt im Knast, dann sind wir wirklich richtig eingesperrt.

Offenbar warst du noch nie längere Zeit sozial isoliert, geschweige denn in einer Zelle eingesperrt, denn ansonsten würdest du nicht so einen Blödsinn erzählen.

Niemand verbietet es dir, vor die Tür zu gehen, oder den Einkauf von Lebensmitteln zu erledigen. Natürlich, manche Dinge sind nicht möglich - aber kein Grund für Drama.

Interessant ist, das gerade die Generation der "Digital Natives", die mit dem Internet groß wurden, über die soziale Isolation jammern.

Ich habe meine Kontakte früher noch über Brieffreundschaften, später Internet-Newsgroups und den IRC geknüpft - von einem stationären Rechner aus.

Heute, wo man nahezu jederzeit und überall Videoanrufe vom anderen Ende der Welt entgegen nehmen kann, finde ich das Rumgejammere einigermaßen lächerlich.

Ich habe jedenfalls keinerlei Probleme mit den derzeitigen Bestimmungen.

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Ja, weil...

Ich habe sowohl am evangelischen Religionsunterricht, als auch am Ethik-Unterricht teilgenommen.

Im evangelischen Religionsunterricht wurden neben den Weltreligionen auch religiöse Sondergruppen ("Sekten") thematisch behandelt.

Der Ethik-Unterricht befasste sich dagegen eher mit Themen wie Drogensucht und Todesstrafe. Ich fand diesen Unterricht ziemlich langweilig.

Daher würde ich es begrüßen, wenn religiöse Sondergruppen auch im Ethik-Unterricht behandelt werden - um Vorurteile abzubauen und kritisch zu informieren.

Immerhin werden ja auch Anhänger harmloser Gemeinschaften mitunter mit gefährlichen Gruppen in einen Topf geworfen - eben weil man sie nicht genauer kennt

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Der Jihad als Auslegung einer gewaltsamen Verbreitung des Islam durch einen vermeintlich "Heiligen Krieg" gegen die "Ungläubigen" ist in meinen Augen fanatischer Irrsinn. Glücklicherweise stellen Jihadisten nicht den Mehrheitsislam dar.

Als Konzept eines "inneren Kampfes" gegen seine eigenen menschlichen Schwächen ist er dagegen auch für Menschen anderer Religionszugehörigkeit nachvollziehbar - und selbst atheistische Sportler und Langschläfer kennen den Kampf gegen den Inneren Schweinehund. ;-)

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Ich bin Buddhist und für mich ist das Unterdrücken von Emotionen - Aggression, Freude, Trauer - letztlich auch eine Form von Gewalt und nicht erstrebenswert.

Es ist nicht möglich, nur "neutral" oder "positiv" zu sein - dafür sind wir biologisch nun einmal nicht ausgelegt. Emotionaler Schmerz tut eben weh und führt zu Reaktionen.

Was wir jedoch ändern können, ist unser Umgang mit Emotionen. Das beginnt schon damit, ob und wie wir unsere Gefühle selbst bewerten.

So halte ich es z.B. für falsch, Aggression ausschließlich negativ zu bewerten.

Es gibt konstruktive Aggression - der Antrieb ein Ziel zu erreichen, gesunder Ehrgeiz, oder Durchhaltewillen in anstrengenden Situationen sind Beispiele dafür.

Destruktive Aggressionen schaden dagegen uns und anderen Wesen - durch Selbstverletzung, körperliche oder psychische Gewalt gegen andere....

Umgekehrt können scheinbar positive Geisteshaltungen durchaus auch ins negative kippen - wenn etwa aus Zuneigung dann Verlustängste und Kontrollzwang werden.

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Das kommt darauf an, ob die Person einen diktatorischen Führerstaat herbeiführen will, oder ob beispielsweise ein globaler Rat die Entscheidungen demokratisch trifft.

Grundsätzlich ist die Abschaffung der Nationalstaaten und eine echte Globalisierung auch aus meiner Sicht ein erstrebenswertes Ziel

Globalisierung bedeutet für mich nämlich nicht, es Mega-Konzern leichter zu machen, weltweit auszubeuten und Gewinne zu maximieren.

Über eine Weltsprache müsste man meiner Meinung nach nicht diskutieren - so hat sich beispielsweise Esperanto nicht durchgesetzt

Englisch, Französisch und Spanisch dominieren die Welt - nicht zuletzt eine Folge von Kolonialisierung und Besetzungen. Ich denke, dabei kann man es belassen.

Angst vor einem "Kulturverlust" habe ich übrigens nicht - auch die scheinbar "typisch deutsche" Kartoffel kam schließlich erst 1630 hierher.

Und ob wir nun "Servus", "Hi", "Grüß Gott", "Salam" oder "Nihao" sagen....ist mir herzlich egal. Die Menschheit verändert sich eben.

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Weil das Volk in der Demokratie über Menschen- und Freiheitsrechte verfügt (Meinungs-, Berufs-, Presse- und Versammlungsfreiheit um nur vier zu nennen) und die Politik durch Wahlen, Petitionen und Protestkundgebungen mitgestalten kann.

In der Diktatur hat ein Herrscher mit seinen engster Vertrauten absolute Macht, kann willkürlich entscheiden, wer leben und sterben soll, Menschenrechte und persönliche Freiheiten spielen keine Rolle mehr. Staatliche Zensur und Gleichschaltung machen freie Meinungsbildung unmöglich.

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