Entscheidend ist meiner Ansicht nach nicht die technische Effektivität eines Stils, sondern die Verfassung der am Konflikt beteiligten Personen.

Im Ernstfall läuft nichts nach Lehrbuch, die Menschen verhalten sich anders als erwartet und auch die äußeren Umstände sind gänzlich andere.

Dann zählt nicht, ob man 30 Jahre lang Shaolin-Kungfu oder 20 Jahre militärisches Nahkampftraining absolviert hat, sondern Konzentration und Anpassungsfähigkeit

So kann ein Ernstfall im Winter erfolgen, auf rutschigem Boden, in dicker Jacke, klobigen Stiefeln an den Füßen und einem Wollschal vor dem Gesicht.

Jemand der den angeblich technisch "effektiveren" Stil trainiert, aber in diesem Moment nicht konzentriert bleibt und sich nicht anpassen kann, wird verlieren.

Deshalb sehe ich die technische Effektivität eines Stils als zweitrangig an - wichtig ist, was man selbst daraus machen kann - und dazu muss der Stil einem liegen.

Wer nicht lange genug dabei bleibt, wird nie die Tiefen eines Stils erfahren und in der oberflächlichen Betrachtung vom "ineffektiven, schwachen Stil" stecken bleiben.

Wenn du also eine effektive Methode für dich selbst suchst, dann finde einen Stil, der dich so begeistert, dass du langfristig motiviert bleibst.

Nur dann wirst du Fortschritte machen und Eigenschaften entwickeln, die dir im entscheidenden Moment helfen werden, um der Situation zu entkommen.

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Der menschliche Glaube ist nicht zwangsläufig von objektiven Fakten abhängig.

Sowohl sehr religiöse Menschen, als auch beispielsweise Anhänger rassistischer Ideologien, oder Verschwörungstheorien, lassen sich durch Fakten nicht beirren.

Es stecken dann eben "Täuschungen des Satans", eine "Propaganda der Multi-Kulti-Lobby", oder eine "Desinformation der Illuminaten" hinter diesen Aussagen.

Wer sein Denken bzw. seine Ideologie nicht ändern will, der biegt sich die Fakten entweder zurecht, ignoriert sich schlichtweg - oder erfindet "alternative Fakten"

Da können die Wissenschaftler sonst etwas entdecken, belegen, oder experimentell beweisen - manche denken sich die Welt so zurecht, wie sie ihnen gefällt.

Es mag sein, dass solche Erkenntnisse womöglich die organisierten Religionen einige Mitglieder kosten - den Glauben auslöschen können sie vermutlich nicht.

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Ich habe mit der Sicherheit in Israel absolut keine Probleme und würde dort auch praktisch jederzeit Urlaub machen. Es ist wirklich ein tolles Urlaubsziel.

Der Anblick von Sicherheitskräften im Alltagsleben mag zunächst ungewöhnlich sein, jedoch gewöhnt man sich meiner Meinung nach relativ schnell daran.

Die mögliche Terrorgefahr wird dort ausgesprochen professionell gehandhabt, so dass man sich als Tourist keine Gedanken machen muss.

Die jüngsten terroristischen Aktivitäten aus den Palästinensergebieten finden am Grenzzaun und in Form von Branddrachen statt, also nichts, das Gäste direkt betreffen würde.

Es gibt definitiv eine ganze Reihe von Ländern, in denen ich mich als Tourist deutlich unwohler fühlen würde, als in Israel.

Hier in Berlin fühle ich mich durch Radfahrer jedenfalls stärker bedroht, als in Israel durch irgendwelche Terroristen. ;-)

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Extremisten bevorzugen nun einmal Opferrollen, wobei sie sich zugleich in der Position des unterdrückten Wahrheitsverfechters sehen.

Fanatiker und Extremisten stellen sich selbst gerne als Opfer dar, die zwar über die "alleinige Wahrheit" und meist auch die Lösung aller Probleme verfügen, aber von der Mehrheit der Gesellschaft und den Medien unterdrückt und diskreditiert werden.

Die Ablehnung, die ihnen entgegen schlägt, hat aber gar nichts damit zu tun, dass der vermeintliche Prophet, der angeblich unbequeme Wahrheiten ausspricht, wenig im eigenen Land gilt - sondern schuld ist ihre extrem einseitige und radikale Weltsicht.

Diese Personen sind also nicht etwa "Opfer" von etablierten Parteien und einer "Lügenpresse" mit "Fake News", denen man mit "alternativen Fakten" entgegen treten muss, sondern ihre angeblich Opferrolle ist Teil ihrer politischen Taktik.

Außerdem ist eine "deutsche Opferrolle" künstlich geschaffen.

Die Mehrheit der Opfer von Straftaten durch Asylbewerber wurden nicht zu Opfern weil sie "deutsch" waren - denn wenn die Mehrheit der Bevölkerung deutsch ist, dann ist es nahe liegend, dass zB das Vergewaltigungsopfer ebenfalls deutsch ist.

Das ist dann keine "anti-deutsche" (rassistische) Straftat, wie es von solchen Extremisten suggeriert wird, sondern einfach eine Sexualstraftat, die in Italien eben eine Italienerin und in Schweden eine Schwedin getroffen hätte.

Wenn aber gezielt Jagd auf Minderheiten gemacht wird, die deshalb zum Ziel werden, weil sie einer bestimmten Gruppe angehören, dann liegt ein ideologisch motiviertes Verbrechen vor - und das ist meiner Meinung nach hier nicht der Fall

Jede konventionelle Straftat gegen einen Deutschen zu politisieren und zur "anti-deutschen" Bedrohung durch ausländische "Messermänner" zu stilisieren zeigt letztlich die rassistische Gesinnung dieser ausländerfeindlichen Scharfmacher.

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Ich bin Buddhist und somit sowohl religiös, als auch atheistisch.

Zunächst einmal stehe ich dazu, dass ich nicht mit absoluter Sicherheit weiß, ob es irgendeine Form von Weiterexistenz nach dem körperlichen Tod gibt. .

Allerdings gehe ich davon aus, dass unser Selbst nach dem Tod verlischt. Wir hören auf als Individuum zu existieren. An die Existenz einer Seele glaube ich nicht.

Sollte es aber irgendwann allgemein akzeptierte, naturwissenschaftliche Belege für die Seele, oder ein Jenseits geben, bin ich gerne bereit meine Meinung zu ändern.

Im Übrigen ist für mich die Frage, wie wir das Leben vor dem Tod gestalten von weitaus größerer Bedeutung, als darüber zu grübeln, was womöglich danach kommt.

Die Belohnungs/Bestrafungsszenarien von Himmel und Hölle sind für mich nur Ausdruck des Bedürfnisses nach Gerechtigkeit, das als Machtmittel missbraucht wird

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Ohne jetzt verschiedene Quran-Versionen zu kennen, möchte ich einfach ein paar Dinge zu Bedenken geben, die eventuell hilfreich sein können.

Die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen von Bibel, Quran und Co ergeben sich ja bereits durch die Übersetzung aus verschiedenen Sprachen.

Wenn sich also zB ein hebräisches oder arabisches Wort unterschiedlich übersetzen lässt, muss der Übersetzer sich für eine Version entscheiden (ggf. mit Fußnote).

Fiktives Beispiel: War Maria eine "Jungfrau" oder eine "junge Frau"? Wenn die zugrundeliegende Vokabel beide Übersetzungen zulässt, entscheidet das Dogma.

Im Quran wäre es das gleiche - soll man die Frau "streicheln" oder "schlagen"? Wenn die Vokabel beide Übersetzungen zulässt, entscheidet das Dogma.

Die jeweilige Gruppierung wird also die gleiche Vokabel in "ihrer" Übersetzung auf die Weise verwenden, die der jeweiligen Ideologie am meisten entspricht.

Wenn die Gruppierung clever ist, bleibt sie sogar beim arabischen Wort und kann sich dann gegenüber dem Staat immer damit rechtfertigen, ihre eingeschleusten Informanten hätten die Worte des Hasspredigers "falsch interpretiert".

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Okkultismus und Spiritismus haben eine lange Geschichte.

So soll ja angeblich bereits der biblische König Saul die Totenbeschwörerin von Endor damit beauftragt haben, den Geist des Propheten Samuel herbeizurufen.

Im Mittelalter wurde Okkultismus, ähnlich wie Alchimie, offenbar als eine Art "esoterische Wissenschaft" neben naturwissenschaftlichem Wissen angesehen.

Im 19. Jahrhundert waren Okkultismus/Spiritismus eine beliebte Unterhaltung - die Seancen mit Medien und der angeblichen Materialisation von Ektoplasma boomten.

Heute ist der klassische Okkultismus fast vollständig in der Massenbewegung des "New Age" aufgegangen - Pendeln und Ouija-Brett sind Teenager-Experimente.

Für mich sind das vor allem Techniken, die unter anderem durch psychologische Mechanismen (ideomotorischer Reflex/Carpenter-Effekt) erklärt werden können.

Mit Magie, Satan oder Jenseitskontakten hat das nichts zu tun

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Ich bin Buddhist und daher sowohl religiös, als auch atheistisch.

Für mich gibt es keine "einzig wahre" Religion, sondern ich sehe sie alle als verschiedene Wege, die unterschiedliche Menschen ansprechen.

Zu dem Thema habe ich mich mal bei einer anderen Frage geäußert:

https://www.gutefrage.net/frage/bahai-frage?foundIn=list-answers-by-user#answer-281716220

Der elitäre Anspruch über die alleinige Wahrheit zu verfügen hat bereits zu so viel Leiden geführt, dass ich es begrüßen würde, wenn dieses Dogma verschwände.

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Vielleicht missverstehst du den Sinn von Gesetzen und Strafen - das ist nicht herabwürdigend gemeint, denn tatsächlich gibt es oft Missverständnisse.

Resozialisierendes Strafsystem

Die Gesetze und Gerichtsurteile haben nicht das Ziel "Rache" an einem Täter zu üben, oder ihn zu quälen. Stattdessen geht es um Einsicht und Erziehung.

Der Täter soll die Unrechtmäßigkeit seines Verhaltens erkennen, und seine bisherige Denk- und Verhaltensweisen ändern, etwa mit Hilfe durch Sozialarbeiter.

Das Ziel ist, dass die Person, die das Gefängnis verlässt, nicht mehr straffällig wird, weil sie sich charakterlich in positiver Weise geändert hat.

Dazu muss ihr aber das Gefühl vermittelt werden, wieder ein Teil der Gesellschaft werden zu können, anstatt ihn als "hoffnungslosen Fall" zu behandeln.

Zwangbasiertes Strafsystem

Bei Staaten mit harten Strafen ist Zwang ein zentrales Mittel - und tatsächlich wird sich der Inhaftierte dem harten Diktat durch das dortige Strafsystem beugen.

Wer keiner demütigenden, oder gar gewalttätigen Behandlung durch die Justizangestellten unterzogen werden will, wird vermutlich kooperieren.

Der erhoffte erzieherische Effekt basiert also auf Einschüchterung - man soll Angst haben, jemals wieder dort in einer Vollzugsanstalt zu landen.

Dieses System resozialisiert ihn aber nicht wirklich, denn seine Verhaltensänderung ist nur erzwungen. Seine grundlegende Geisteshaltung ist unverändert.

Er hat außerdem kein gesundes Selbstbild mehr, da er gedemütigt und als "Abschaum" behandelt wird. Das erschwert eine Rückkehr in die Freiheit.

Auch kann sich ein Mensch an solche Routinen der Erniedrigung und Schikane gewöhnen - der erhoffte erzieherische Effekt fällt dann gänzlich weg..

In der Freiheit fällt solch eine Person dann leicht in kriminelle Muster zurück, sobald der Zwang wegfällt und der Effekt der Einschüchterung nachlässt.

Durch die menschenunwürdige Behandlung ist der Grad an sozialen Problemen womöglich sogar höher als vor Haftantritt - er kommt "krimineller" raus, als er rein ging.

Ich denke der Unterschied sollte deutlich geworden sein.

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Eine Sprache lernt man am besten im Rahmen eines strukturierten Unterrichts und unter Anleitung eines qualifizierten Lehrers, alles andere ist suboptimal.

Sofern man nicht wirklich fernab der Zivilisation mit dem nächsten Kursangebot lebt, oder finanziell sehr schlecht gestellt ist, ist Unterricht immer die erste Wahl.

Wenn du also ernsthaftes Interesse am Japanischen hast, musst du bereit sein, Zeit und Geld zu investieren (Kursgebühr, Lehrbücher, Hausaufgaben, Leistungtests)

Vergiss Google Translate

Von deiner schon geäußerten Absicht, "Google Translate" für das Erlernen des Japanischen zu benutzen, kann ich nur abraten.

Die japanischen Kanji haben mehrere Lesungen, so dass solch ein automatischer Übersetzer gar nicht in der Lage ist, immer die richtige zu erkennen.

So kann der Familienname 長田 sowohl "Osada" als auch "Nagata" gelesen werden - Google Translate wird dir aber lediglich eine davon vorlesen.

Auch hat die Software kein wirkliches Sprachverständnis und reiht dadurch Sätze teilweise wörtlich, also grammatikalisch unzureichend, aneinander.

Außerdem ist Google Translate faul und nutzt ggf. statt des japanischen Wortes 緑 (midori) für "grün" einfach das aus dem Englischen stammende "グリーン" (guriin).

Google Translate ist also keine verlässliche Quelle für Vokabeln und Übersetzungen.

Sprachquellen

Im normalen Unterricht wird ein neutrales "Standardjapanisch" vermittelt, dass weder durch lokale Dialekte, noch durch soziale Feinheiten beeinflusst wird.

Das Alltagsjapanisch sieht natürlich anders aus, aber allein auf dieser Grundlage des Lehrbuch-Japanisch lässt sich vernünftig aufbauen.

"Anime-Japanisch" ist dagegen meist genau so unbrauchbar wie "Yakuza-Japanisch" oder "Samurai-Japanisch" aus Filmen - so spricht kein Mensch.

Selbst wenn man einen Japanisch-Muttersprachler zB als Skype-Partner hat, besteht das Risiko, das eigene Ausländer-Japanisch durch Slang weiter zu entstellen.

Apps

Irgendwelche Apps kann ich allenfalls als Ergänzung zum Unterricht, also etwa als moderne Form des Karteikarten-Büffelns, oder als Wörterbuch nahe legen.

Einen strukturierten Unterricht unter Aufsicht eines menschlichen Lehrers, der bei Rückfragen zur Verfügung steht, kann eine solche Anwendung nicht ersetzen.

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Ich bin Soto-Zen-Buddhist und habe ein paar Jahre Erfahrung mit verschiedenen Formen von Meditation. Daher möchte ich versuchen, dir zu helfen.

Kurse bieten Sicherheit

Als erstes würde ich dir dazu raten, an einem Einführungskurs in Meditation teilzunehmen und die jeweilige Meditationsgruppe dann regelmäßig zu besuchen.

Dieser feste Termin - "Freitag, 19:00 Uhr, Meditationsgruppe" hilft dabei, eine gewisse Disziplin zu entwickeln und regelmäßig zu üben - ähnlich wie beim Sport.

Dann versackt man auch nicht so leicht in Ablenkungen und Ausreden "och nö, heute keine Lust, will lieber die neue Staffel von XY zu Ende schauen..."

Termin ist Termin. ;-)

Außerdem korrigiert der dortige Lehre die Haltung und steht bei Rückfragen unmittelbar zur Verfügung. Daher sind Kurse tatsächlich zu empfehlen.

Kurse sind nicht teuer

Entgegen vielen Befürchtungen sind solche Meditationsangebote auch preislich keineswegs immer nur etwas für wohlhabende Wellness-Fans.

Ich selbst praktiziere täglich Zazen und in den Sitzgruppen der Association Zen Internationale (AZI) kostet eine Einführungsstuden zwischen 4-6 Euro.

Jedes weitere "Sitzen" kostet den gleichen Betrag. Wenn man regelmäßig teilnimmt, kann man in einigen Dojo durch Monatsbeiträge auch Rabatt bekommen.

Aber auch wenn man zB lieber an einem Kurs an einer Volkshochschule teilnehmen will, kostet dies nicht die Welt und wenn man ein Ziel hat, spart man eben darauf.

Auf den Anbieter achten

Man sollte sich stets kritisch über den Anbieter informieren, denn leider nutzen mittlerweile auch dubiosen Gruppen solche Kurse für ihre Zwecke.

Ich empfehle daher immer eine Google-Recherche der Name der Organisation mit Begriffen wie "Kritik" oder "Sekte" bzw. "cult" und "fraud" verbunden wird.

Auf diese Weise minimiert man das Risiko an dubiose Lehrer und Gruppen zu geraten, die sich hinter scheinbar seriösen Vereinen verbergen können.

Alleine üben

Wenn man genüg "eingeübt" ist, also eine gewisse praktische Erfahrung hat, dann kann man natürlich auch regelmäßig alleine praktizieren.

Allerdings sollte man auch in diesem Fall die Grundlagen der Meditation kennen und die häufigsten Fehler vermeiden können.

So ist der Schneidersitz für langes Sitzen ungeeignet, da die Knie durch die Schwerkraft belastet werden, und Muskulatur und Sehnen stark gedehnt werden.

Auch von Meditation im Liegen rate ich persönlich ab - man tendiert dann leicht dazu, schläfrig zu werden, oder ins Träumen zu geraten.

Alternative Sitzhaltungen sind - bei Verwendung einer geeigneten Unterlage für das Gesäß - trotz der unewohnten Haltung daher vorzuziehen.

Bei vielen "angeleiteten Meditationen" handelt es sich oft eher um Übungen aus dem Autogenen Training, oder Phantasiereisen und nicht um Meditation.

Ist man entsprechend geübt, kann man an praktisch jedem Ort "sitzen" - in der freien Natur genau so, wie auf Bahnsteigen.

Fazit

Meine Empfehlung ist, regelmäßig an einem Unterricht teilzunehmen, nachdem man sich über den Anbieter informiert hat - so kriegt man Anleitung und Disziplin.

Schließlich ist es ausgeprochen gut gegen Faulheit, wenn man einen Termin hat und von einem Lehrer korrigiert wird.

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Die meisten Sportvereine haben für ihre Mitglieder ein Mindestalter - nicht umsonst gibt es häufig die Aufteilung in Kinder/Jugend/Erwachsenen-Training.

Genauere Auskünfte, auch über die Mitgliedsbeiträge der verschiedenen Altersgruppen gibt der jeweilige Verein entweder auf der Webseite, oder bei Kontaktaufnahme.

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Love Bombing

Beim ersten Kontakt setzen viele Gruppen auf so genanntes "love bombing" - der interessierte Neuling wird bewundert, gelobt und erhält Anerkennung und Trost.

Für Menschen in Krisen, die etwa eine Krankheit, einen Todesfall, oder berufliche Probleme haben, fühlt sich dieser Zuspruch unglaublich gut an.

Erst ganz langsam im Laufe der Zeit werden die "Daumenschrauben angedreht" - es wird die Erfüllung von immer mehr Kriterien verlangt, um anerkannt zu werden.

Viele Menschen beugen sich diesem Diktat und befolgen Regeln, einfach weil sie das Gruppengefühl nicht verlieren wollen - und liefern sich so der Sekte aus.

Entfremdung

Totalitäre Sekten isolieren ihre Mitglieder von der Außenwelt. Das bedeutet nicht, dass man sie wegsperrt, sondern dass ihr neues Weltbild diesen Kontakt verhindert.

Meist wird die übrige Welt als "verdorben" wahrgenommen und nur die wahre Lehre kann die Menschen erretten - die Mitglieder gehören also zu einer Elite.

Außerdem wird eine neue Sprache vermittelt - zahlreiche sektentypische Formulierungen verändern die bisherige Art zu kommunizieren.

Zum Schluss geht es auch Angehörigen von Sektenopfern häufig so, dass sie mit ihren Familienmitgliedern überhaupt nicht mehr normal reden können.

Fiktive Beispiele:

"Ihr seid nicht klar und habt das Licht des Herrn noch nicht gesehen. Erst wenn der heilige Geist euch berührt hat, seid ihr rein und könnt sein direktes Wort hören"

"Ihr seid noch nicht clear und hattet noch kein Screening durch die Trons, so das es noch keine Ascending eures Minds auf Meta-Ebenen der Matrix gab. Bitte geht nun".

"Ihr seid von negativen Geistwesen besetzt, die versuchen, durch ihre Schwingungen meinem Lichtkörper zu schaden. Ich habe daher karmische Bande zu euch gekappt".

Missbrauch

Die Ausbeutung der Anhänger ist ein häufiger Faktor sei es unbezahlte Arbeit für die Gemeinschaft oder völliger Ruin, wie es bei Scientology der Fall ist.

Auch Machtmissbrauch ist häufig - die Führung der Sekte manipuliert die Anhänger nach ihrem Willen und testet so aus, wie konditioniert jemand bereits ist.

Viele Sekten verlangen eine Art "Lebensbeichte" in der man seine Schwächen offenbaren soll - und somit später durch Psychoterror erpressbar ist.

Es kann auch zum sexuellen Missbrauch kommen - teilweise sogar unter absurden Vorwänden, wie etwa, das "spirituelle Energien" so übertragen würden.

Psychoterror

Oft erleiden diese Menschen auch traumatische Ängste, insbesondere wenn mit der Allmacht Gottes, den Kräften des Gurus, oder der Endzeit gedroht wird.

Alles was den Regeln der Gruppe widerspricht wird abgelehnt und ggf. das Mitglied damit eingeschüchtert, andernfalls nicht mehr "errettet" zu sein.

Doch bereits der "Liebesentzug" durch die Führergestalt, oder das Gefühl, von anderen Mitgliedern gemieden zu werden, macht Menschen gefügig.

Es ist also Psychoterror, dem auch Ex-Mitglieder ausgesetzt werden - zunächst bricht das ganze bisherige (Sekten-) Umfeld weg und man ist isoliert.

Dann werden neue Anwerbeversuche und Vergebungsversprechen gestartet, schließlich folgt die Ausgrenzung und ggf. sogar Tyrannisierung.

Da sie im Rahmen ihres Sektenlebens häufig intime Details preisgaben, kann das bis zu gezielten Rufmordkampagnen und Diskreditierungen bei Arbeitgebern führen.

Man wird dann beispielsweise als angeblicher Pädophiler "angeschwärzt" und riskiert dadurch, seine Anstellung, Familie und neu gewonnenes Umfeld zu verlieren.

Wenn erniedrigende, oder sexuelle Praktiken (heimlich) auf Film aufgenommen werden, besteht später ebenfalls die Möglichkeit zur Erpressung.

Sonstiges

Da viele dieser Dinge - Wertvorstellungen, Ängste, Sprachmuster - über lange Zeit erlebt worden, können die früheren Anhänger teilweise sogar damit "getriggert" werden.

Ein scheinbar "normaler" Mensch, fällt durch einen solchen Reiz wieder in sektentypische Denkmuster zurück und hat dann beispielsweise Panikattacken aus Angst vor der Endzeit.

Wie du siehst, sind solche "Psychogruppen" durchaus gefährlich.

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Ich bin Soto-Zen-Buddhist und aus meiner Sicht ist die Wiedergeburt kein Vorgang, der nach dem körperlichen Tod einsetzt, sondern wir befinden uns bereits darin.

Nach meinem Verständnis sind die traditionellen sechs Formen der Wiedergeburt nämlich nur Symbole für psychischen Grundverfassungen des Menschen.

Ob es nach dem Tod irgendeine Form bewusster Weiterexistenz gibt, weiß kein Mensch - aber alle mir bekannten wissenschaftlichen Fakten sprechen dagegen.

Meiner Meinung nach sollten wir uns auch nicht auf den Tod fixieren - der kommt nämlich garantiert - sondern schauen, was wir aus diesem Leben hier machen.

Das Leben an sich hat aus meiner Sicht nämlich keinen vorherbestimmten Sinn und so kann jeder selbst seinem Leben eine Richtung bzw. einen Sinn geben.

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Natürlich können sich Weltanschauungen im Laufe des Lebens ändern - manche Menschen finden zum Glauben und andere verlieren ihren Glauben. Das ist eine individuelle Entscheidung und hat nichts mit satanischen Einflüssen zu tun.

Nur weil jemand alt und schwach ist, greift er aber nicht automatisch zur Religion als letztem Strohhalm. Ich habe beispielsweise einige Überlebende der Schoa/Holocaust kennen gelernt, die absolut keinerlei religiösen Glauben hatten.

Ich selbst war auch schon in lebensbedrohlichen Situationen und dabei habe ich kein Stoßgebet zum Himmel gesprochen, oder dergleichen, sondern mich auf meine Stärke verlassen bzw. war einfach auf die Fähigkeiten der Ärzte angewiesen.

Man "braucht" also in der Tat weder einen Gott um ein glückliches, sinnvolles Leben führen zu können, noch einen Gott um friedlich zu sterben. Manche Menschen hilft der Glaube, andere belastet er, oder sie finden ihn schlichtweg unsinnig.

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Ich bin Buddhist und habe ein paar Jahre Erfahrung mit verschiedenen Formen von Meditation, daher möchte ich mich zu dieser Frage äußern.

Auch wenn beispielsweise Anhänger des so genannten "Transzendentalen Meditation" (TM) derartige Wunderdinge behaupten und sich sogar auf Studien berufen und aktiv damit werben, so ist eine derartige mentale "Selbstoptimierung" nicht der Zweck der Meditation.

Denn nicht nur, dass diese "Studien" meist von Instituten stammen, die selbst der TM-Sekte nahe stehen, oder in anderer Weise wissenschaftlichen ansprüchen nicht genügen - es geht bei der Meditation nicht darum, ein "Übermensch" zu werden.

Es mag sein, dass man durch regelmäßige Meditationspraxis einen "offeneren Geist" entwickelt und durch die Änderung der bisherigen Perspektive womöglich auch kreativere Wege zur Problemlösung finden kann.

Trotzdem bin ich der Ansicht, dass man bei der Meditation "falsch" ist, wenn man sich irgendwelche besonderen Vorteile davon erhofft - denn gerade diese Erwartung behindert ja die Erfahrung der Meditation.

Meditation ist aus meiner Sicht ein Zustand entspannter Achtsamkeit und somit weder schläfrige Trance noch angespannte Konzentration. Es ist ein Zustand ohne dualistische Bewertung und Anhaftung an Dinge. Es geht nur darum, "präsent" zu sein.

Alles andere, was sich daraus möglicherweise ergeben mag - Entspannung, besserer Umgang mit Stress, mehr Klarheit im Leben usw. - sind lediglich angenehme Nebeneffekte, aber eben nicht das Ziel der Praxis.

Wann immer man sich ein solches Ziel setzt, steht man sich selbst im Weg, weil man nicht mehr offen ist für die Erfahrung der Meditation, sondern sie bereits im Voraus mit Projektionen überfrachtet.

Wenn du also etwas für deinen IQ machen willst, iss Nüsse und Bananen, lies schlaue Bücher oder löse Knobelhefte, oder was auch immer - aber mit Meditation hat eine solche Selbstoptimierung nichts zu tun.

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Schau dich doch einfach in einschlägigen Online-Shops um, damit du eine Vorstellung davon hast, in welchem Preisrahmen sich das ganze bewegen könnte.

Beispielsweise hier:

http://www.budoten.com/trainingsbedarf-ausruestung/taekwondo-anzug-dobok/12651/l/

Anzüge die den Vorgaben bestimmter Verbände entsprechen, also Normen erfüllen müssen, sind in der Regel teurer, als Exemplare für Anfänger/Einsteiger.

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Die Spitze (kensaki) soll ja den gesamten Ball (tama) "aufspießen" - und dazu bedarf es nun einmal eines ausreichenden Durchmessers des Lochs (ana).

Das Ziel des Spieles ist es ja, die Kugel ohne zuhilfenahme der Hände auf diesen Dorn zu spießen - und dafür muss der Durchmesser der Öffnung stehen.

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