Warum wird "nichts aushalten" oft mit "Arbeit ungerne machen" verwechselt?

Nabend

vorerst folgendes: Ich bin ein Befürworter der Freien Marktwirtschaft, ich lehne Gewerkschaften, Sozialleistungen, Arbeitsrecht sowie staatliche Wirtschaftsausübung voll und ganz ab. Ich vertrete die Meinung dass wir einen minimalstaat brauchen wo lediglich Polizei und ein kleines Militär vorhanden sind sowie die wichtigsten Funktionen des Staates halt.

naja zur Sache - darum geht es ja nicht jetzt, über dieses Thema habe ich andere Fragen schon gesetllt wo gerne darüber geredet werden kann

Also mir geht es darum dass es oft irgendwas heißt von wegen "der Arbeiter nicht gerne, der hält nichts aus" oder wegen diesen Schneeflockenkindern da die was alles von den Eltern kriegen und komplette Nichtsnutze sind.

Ein Weichei ist für mich jemand der es nicht aushält 70h in der Woche zu arbeiten in einem Ferienjob zB und dass dann hinwirft, aber jemand der lediglich seine Arbeit hasst jedoch fleißig weiter macht bis er wieder in der Schule ist bzw. bei jemanden der schon erwachsen ist halt schleunigst was anderes sucht und dann kündigt, dies sind für mich keine Weiheier.

Man kann niemanden dafür verurteilen dass er das Arbeiten hasst.

Ich zB habe jeden Ferienjob gehasst - oder sagen wir fast jeden - und die vereinbarte Zeit dennoch abgedient.

Dann wird auch oft damit argumentiert dass es einem Glück und Freude bringt wenn man Arbeitet, das kann man ebenfalls nicht so pauschal sagen finde ich. Klar kann das sein, und man hat es gut erwischt wenn es so ist, doch ist es nicht immer so.

In erster Linie bringt einem die Arbeit Geld, und denen die Hierarchisch ganz unten sind macht diese meist kaum Spaß. Es gibt halt zB sicher prozentual mehr Professoren als Hilsarbeiter die gerne Arbeiten, Arbeiten im weiteren Sinne meine ich jetzt.

Für viele klingt das hier jetzt wohl eher so nach "Arbeiten ist ja so schlimm, am besten pfänden wir alle Arbeiter (ebenfalls im weiteren Sinne) auf das Existenzminimum und schenken es all den Arbeitslosen" doch ich verweise auf den ersten Absatz, ich bin schon gar kein Linker, ich bin allerdings ein Realist der nichts schön redet.

Also die Qunitessen: Meiner Meinung nach wird "etwas nicht gerne machen" und "Weichei sein" zu unrecht verallgemeinert.

Ich sehe schon Antworten von wegen "ja sei froh, wenn du mal arbeitslos bist dann bist du auch froh dass bei uns Arbeitslosen geholfen wird..." usw.

Daher beantworte ich das gleich: Nein ich bin nicht froh darüber dass bei uns Arbeitslosen geholfen wird, statt mir vom Staate alles wegzunehmen zu lassen und evtl mal was zurück zu kriegen würde ich lieber selbst für magere Zeiten Geld sammeln oder eben eine Privatversicherung abschließen.

stimmt ihr mir zu oder mache ich da einen Denkfehler?

lg Thomas

Leben, Arbeit, Schule, Wirtschaft, Psychologie, Sozialstaat, freie marktwirtschaft
Welchen Sinn hat das Streikrecht, man kann ja kündigen?

Nabend

also ich verstehe da den Sinn dahinter nicht, im wesentlichen hat man einen Vertrag unterschrieben und mit dem Streik bricht man diesen

Der Arbeitgeber gibt einem Geld und man gibt ihm Zeit, bzw. Zeit in der man ihm für die Arbeit zur Verfügung steht, wenn es einem irgendwann nicht merh apssen sollte, man kann ja jederzeit kündigen.

Wieso wird es legitimiert dass man die Arbeit nieder legt um in nachherein eine änderung der Abmachung zu fordern?

Ich meine das ist ja wie wenn der Arbeitgeber aufhören könnte einen zu bezahlen um zu fordern dass man fleißiger Arbeitet, dies geht ja auch nicht,, er muss einen bezahlen solange man angestellt ist und in der Arbeitszeit auch arbeitet.

Ich meine wenn man streiken könnte wenn die Arbeitsbedingungen nicht mehr passen, also weil der Arbeitgeber den Vertrag nicht einhält und man zB in der Arbeit lebensgfährlichen Bedingungen ausgesetzt ist - wider abmachung - dann würde es passen, aber wieso wird einem erlaubt zu streiken weil einem das Geld das man kriegt zu wenig ist?

Wenn ich nun einen Handwerker beauftrage mir das Waschbecken zu repariere und ihn bereits bezahlt habe und dann streikt er weil er keinen Bock hat würde ich das Geld zurück verlangen.

Ich war auch schon oft mit der Arbeit nicht zufrieden und habe einfach gekündigt.

kann mir das wer erklären?

Ich sehe es schon kommen, diese Frage wird ohnehin wieder wegen Verhetzung oder so gelöscht obwohl es eine ganz normale Frage aus Interesse ist.

Arbeit, Recht, Arbeitgeber, Arbeitszeit, kapitalismus, soziale Marktwirtschaft, Streik, freie marktwirtschaft, Vertragsbruch

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