Unabhängig welche Podcasts ihr bevorzugt (zB klassischer Laberpodcast, Comedy/Satire, Politik, Gesellschaft, History, True Crime, Wissenschaft, Kultur, Kunst, Medien, und und so weiter, pp, etcetera, ff,...).
Gefallen euch die Folgen vor Publikum besser, schlechter oder macht das für euch keinen Unterschied?
Ich selbst bin passionierter Podcasthörer mit ∅ 25h/mtl, die ich idR unterwegs (Fußgänger/Fahrrad/ÖPNV), während der Hausarbeit und auch -wenn möglich- der Arbeitszeit konsumiere.
Nur gefallen mir die Folgen vor Publikum so überhaupt nicht - so wenig, dass ich diese Folgen selbst bei meinen Top-3-Lieblingspodcasts überspringe.
Gründe:
- diese intime Küchentischatmosphäre und der persönliche Charme, die bei 2-max3 Podcastern (+ evtl im Hintergrund Produzent am Mischpult) aufkommt, gehen komplett verloren.
- es entsteht oftmals zwischen Podcaster und Publikum eine gegenseitige Erwartungshaltung, die zumeist eine unschöne Eigendynamik annimmt (manche Gäste wollen unbedingt lautstark zeigen, wie gut sie sich unterhalten fühlen und manche Podcaster spornt das zusätzlich an, aber versagen dann dabei).
- vor Publikum verhält man sich automatisch anders und weniger natürlich (zB auch, wenn Gäste ihre minderjährigen Kinder mitbringen - dann findet eine altersgerechte Selbstzensur statt).
Auch verstehe ich nicht, warum man bei einem Unterhaltungs/Informationskonzept, das komplett auf Audio zugeschnitten ist und deshalb auf Video komplett verzichtet werden kann, unbedingt selbst live vor Ort sein will (solche Veranstaltungen sind ja oftmals ausverkauft).
(Das ist jetzt natürlich alles meine persönliche gefühlte Sicht darauf)
Stehe ich damit alleine da oder gibt es noch andere, die ähnlich denken?