Wie wirkt es sich aus, wenn man eine "versteckte Linkshändigkeit" besitzt und diese über Jahre vernachlässigt (alias auf Rechtshändigkeit umgeschult wird)?

Ich habe alte Videos und Bilder gefunden, in denen ich anscheinend immer Linkshänder war. Ich habe auch geschaut, ob nicht vielleicht das Video gespiegelt war, aber tatsächlich habe ich früher immer mit Links geschrieben. Ich bin gerade extrem überrascht, denn ich schreibe in meinem Erwachsenenalter mittlerweile immer nur noch mit rechts.

Dabei fiel mir auf, dass ich beim rechtshändigen Schreiben schon früher während der Schule nie gut war, aber anscheinend wollte die Deutschlehrerin mir unbedingt damals das Schreiben mit der rechten Hand einbläuen. Ich habe mich jetzt erst wieder daran erinnern und gerade bin ich verwirrter denn je zuvor. Beim Versuch heutzutage mit links zu schreiben, merke ich, dass es mir nicht mehr so gelingt. Erst wenn mein Geist ganz ruhig ist, schaffe ich es flüssiger mit links zu schreiben, auch wenn natürlich das Schriftbild schlimmer aussieht als mit rechts.

Also heutzutage schreibe ich ja mit rechts, aber mein Schriftbild sieht trotzdem nicht sonderlich besser aus (und immer noch verkrampfe ich leicht die rechte Hand beim Schreiben). Kann es sein, dass ich tatsächlich "versteckter Linkshänder" bin? Und wenn ja, ist es irgendwie möglich sich wieder umzugewöhnen? Im Kindesalter ging das sicherlich leichter (wegen der starken Neuronenbildung), aber im Erwachsenenalter?

Und zur eigentlichen Frage: Wie wirkt sich eine solche forcierte Umgewöhnung der Händigkeit eigentlich aus? Das kann doch sicherlich auch psychische Spuren hinterlassen, immerhin ist die Händigkeit eng verknüpft mit den Hirnhälften.

Ich hoffe, dass ich hier etwas Rat finde.

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