Ist Gen Z wirklich so Faul?
Also viele ältere glauben ja, dass die Jugend von Heute Faul, Respektlos, und Dumm ist. Aber war das nicht schon immer? Und ist die Jugend wirklich fauler, respektloser und dümmer geworden, was denkt ihr?
Es heisst ja auch Gen Z will nicht mehr Arbeiten und ist faul. Glaubt ihr das stimmt? Und sind ältere Generationen sehr viel Fleissiger? Wenn es stimmt, woran liegt, dass, das Gen Z Faul ist? Wenn nicht, woher kommt der Eindruck?
Und denkt ihr, man sollte viel arbeiten, und sich durch die Arbeit definieren, sowie niemals Forderungen stellen? Ich meine wenn man sieht wie lange und viel manche ältere gearbeitet haben aber dann trotzdem so eine kleine Rente kriegen, ist doch klar, dass viele Junge nicht mehr glauben, dass es sich lohnt kaputtzuarbeiten, oder?
11 Antworten
Nein, niemand ist zu irgendwas faul. Ich glaube, dass ich hier für jeden, der zwischen 1995 und 2010 geboren ist, sprechen kann, dass er oder sie bereit ist zu arbeiten, wenn 1) die Arbeit attraktiv ist, und 2) gut bezahlt ist. Wenn einer dieser Punkte (oder sogar beide) nicht zutreffen, dann geht man eben andere Wege. Ich glaube, bei vielen oder einigen aus der alten Generation ist das Problem, dass sie Schwierigkeiten haben, zu akzeptieren, dass sich nun mal die Verhältnisse und Gegebenheiten auch entwickeln und verändern. Da denken manche bestimmt auch noch in ihrer Zeit 50/60er Jahre, wo man sagt, dass arbeiten sich noch mehr gelohnt hat als heute. Und das kann man, denke ich auch irgendwo nachvollziehen.
Ich glaube, man hat mir auch schon mal erzählt, dass es früher Berufe gab, die immer nur ein Nebending war, und heute soll man davon leben. Und ich sehe von manchen oder auch mehreren Leuten (wie eben auch meinem Vater) ein Problem, dass diese von "arbeiten gehen" eine Vorstellung haben, die heute eher teils umstritten sein mag. In heutigen Zeiten ist es oft so, harte körperliche Arbeit ist schlecht bezahlt. Das reicht maximal, um die Miete zu bezahlen, dann hast du vom Lohn vielleicht noch 300 oder 400 Euro übrig, und wenn aber mal was dazwischenkommt, wirds eng und sparen ist auch dann nur möglich, wenn man in gewisser Weise "sparsam" lebt.
Deswegen stehe ich als 23-jähriger junger Mann, der in der Lagerlogistik eine Ausbildung gemacht hat und zu diesem Beruf nicht steht, dafür ein, dass ich eben gerade heutzutage den Jungen nach der Schule einfach sagen möchte, sucht euch was Gescheites, wovon ihr später auch halbwegs anständig leben könnt. Ich finde, niemand muss 40 Jahre als Lagerist oder Verkäufer, Gärtner, Florist etc. pp arbeiten. Weil das sind keine erfüllende Jobs. Das ist meine persönliche Meinung.
Ich glaube die junge Generation hat einfach einen anderen Lebensstil (welcher aber nur durch den aktuellen Wohlstand den wir genießen, möglich ist). Sie ist mehr darauf bedacht, bewusst zu Leben und das zu tun was einen selbst glücklich macht. Nicht den Erwartungen anderer zu folgen, egal ob bei der Berufswahl oder wenn es ums Familie gründen geht. Sie haben beobachtet wie die Generationen vor ihnen sich teilweise kaputt gearbeitet haben und die Alten dann trotzdem Flaschen sammeln müssen weil die Rente nicht reicht obwohl sie dieses Land in der Nachkriegszeit aufgebaut haben.
Die jungen Menschen wollen Veränderung auf dem Arbeitsmarkt, sie möchten Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben und sich nicht ebenfalls kaputt arbeiten müssen. Zu sagen, dass sie faul sind ist natürlich einfach und schnell getan aber was wirklich dahinter steckt verstehen viele nicht oder wollen es vielleicht auch gar nicht..
Ich verstehe was du meinst aber ich kenne viele dieser Generation. Es geht hier nicht nur um Gerechtigkeit um die Arbeit sondern um eine zu enge Lebenseinstellung. Viele kommen aus Häusern wo beide Eltern arbeiten und wachsen mit Luxus und ohne Verantwortung auf. Kochen putzen sich wirklich mal auch eingliedern oder etwas selbstverzicht scheint unmöglich. Der Chef bezahlt dich für die Arbeit. Man sollte erstmal etwas leisten und berufserfahrung sammeln als auf einen hohen ross zu sitzen und bei Mama zu wohnen und nicht mal selbst kochen oder richtig Haushalt zu führen. Mac 20 jahren vollzeit darf man gerne auch auf 30 std runter. Aber due infrastruktur bleibt mit einer ausgeprägten zu frühen work life balance nicht du intakt und das sieht man an den Fachkräftemangel und den ewigen Termin gewarte. Einige sind verwöhnt weil sie zuviel verlangen und nichts in den Beruf mitbringen. Ich kenne viele ältere die härter und schneller arbeiten als die jüngeren. Es ist so als ob man schon dankbar sein muss das man etwas fürs geld tut. Diese Überheblichkeit kann unseren Wohlstand gefährden. Ich verstehe deine Argumentation. Und zum Teil ist es auch etwas schön zu sehen das man nicht gemobbt oder für jedes kleine Geld arbeiten gehen muss. Aber die Balance und Realität sowie Wertschätzung sind nicht mehr gegeben.
Ich bin Boomer und sage an die folgenden Gnerationen......
Lasst Euch nicht verarschen. Das Leben ist viel zu kurz. Natürlich mußt Du deinen Lebensunterhalt verdienen. Aber nicht um jeden Preis.
Ihr könnt das System noch ändern.
Ich bin jetzt 46 Jahre am Arbeiten und hab es leider nicht geschafft Gut-verdiener zu werden. Ich erwarte eine Rente von 1000€ ........
Also ich habe Angst davor in Rente zu gehen. Also arbeite ich weiter bis es nicht mehr geht. Und dann liege ich Euch auf der Tasche als Pflegefall.
Irgendwas läuft hier gewaltig schief. Und das einzige was uns einfällt ist die Generationen gegeneinander aufzusetzen ❓
Kopf einschalten.
"Sagt der Fürst zu Bischof.......halt Du sie Dumm ich halt sie Arm....."
Ich verstehe die Logik mancher Unternehmer nicht. Ist doch ihre Schuld wenn sie absolut unattraktive Jobs anbieten. Mindestlohn, bisschen darüber, aber dann riesige erwartungen.
Manche Leute haben einfach Spaß daran Downvotes zu vergeben, weil sie verbitterte alte Leute sind die nicht mit deiner Meinung klar kommen.
Nein, aber 95% der Menschen sind nicht intelligent. Die gab und gibt es in jeder Generation und die fallen am meisten auf.
Ich weiß nicht, ob faul das richtige Wort ist. Ich denke sie lehnt den Ist-Zustand stärker ab, als das Generationen davor getan haben. Größter Faktor ist hier wohl das Internet.
Sie werden bombardiert mit den Highlights der Erfolgreichsten, wobei selbst da schon viel gefaked ist. Mit kontroversen und lauten Meinungen, die polarisieren usw. Das beeinflusst die Leute dann eben schon ziemlich stark, so dass viele unrealistische Erwartungen haben.
Generell gab es aber schon immer eine Diskrepanz zwischen der jungen und älteren Generation. Ist auch normal, man wächst in anderen Zeiten auf, lernt andere Sachen, versteht das Leben anders, hat andere Erfahrungen gemacht.
Dein letzter Absatz ist dann natürlich das vollkommen andere Extrem. Warum nicht ein Mix? Warum gibt man sich auf der Arbeit nicht ordentlich Mühe, probiert seinen Horizont zu erweitern und sich zu verbessern aber stellt die Arbeit nicht über alles. Verdient damit ein Gehalt, womit es sich bequem leben lässt und sorgt ggf. auch ein wenig selbst vor.
Und was kaputtarbeiten angeht, heute ist so viel automatisiert, es gibt so viele Bürojobs etc. Dazu sind die Arbeitszeiten auch deutlich runter. Das soll nicht heißen, dass es keine anstrengenden Jobs mehr gibt oder nicht auch ein Bürojob sehr stressig sein kann und dass das alles nicht besser sein könnte. Nix desto trotz hat es hier die aktuelle Generation so gut wie keine je zuvor.
Ich mein die Arbeitslast ist in einigen Berufen so gering, dass Leute am Boreout erkranken.
Lasst doch die Jugend, solange es noch geht faulenzen, denn die Anforderungen kommen bald und dann bleibt keine Zeit mehr dafür.
Außerdem stimmt es so gar nicht, dass die großartig faul sein sollen - gehen die doch fleißig in die Schule, was ja auch nicht so ganz ohne ist mit dem ganzen Stress der damit verbunden ist.
Die leisten vielmehr als manch andere Generation...
Viele Babyboomer sagen früher haben wir viel härter gearbeitet.
Die Zeiten ändern sich.
Inzwischen haben wir es nicht mehr nötig "hart" zu arbeiten, vieles ist einfacher geworden durch die Digitalisierung...
Überhaupt in solchen Zeiten "es bringen" zu müssen ist schon eine beträchtliche Leistung...
Die Boomer denken an: wirklich wichtig ist für sie nur die Arbeit. Und so entsteht der "Konflikt"