Warum wird in unserem Gesellschaftssystem der Arbeitnehmer eigentlich immer unter Druck gesetzt. Und warum lässt sich der Arbeitnehmer das gefallen?

Ich erinnere mich jetzt einfach mal zurück an die Zeit, wo ich LKW gefahren bin. Und bevor hier einige Rummotzen, ja, ich habe am Lenkrad gesessen und ich habe aber auch am Schreibtisch gesessen als Disponnent. Ich kenne also beide Seiten.

Zu Erst die Seite als Disponnent: Ich habe, wenn ich Touren eingekauft habe, äussert Großzügig geplant, was die Zeit angeht. Es kann immer was dazwischen kommen. So einen Scheißdreck, wie z.B. Lebensmittel, habe ich nie eingekauft, weil es bringt kein Geld, kostet aber unheimlich viel Zeit. Ergo: Rechnet sich nicht. Wo ich als Disponnent beschäftigt war, hatte ich, was die Leerfahrten anging, die meisten Kilometer, habe aber im Gegenzug den zweitgrößen Umsatz reingefahren. Warum? Manchmal ist es einfach "Billiger", einen LKW lieber 200 Kilometer leer durch die Gegend fahren zu lassen, dass er nach ca. 3,5 Stunden eine Ladung aufnimmt, die richtig Geld bringt, als irgendwo, z.B. Discounter, eine Ladung aufzunehmen, 80 Kilometer zu transportieren für den Selbstkostenpreis und dafür im Gegensatz 8 Stunden zu brauchen. Jeder der die Branche kennt, weiß, wovon ich spreche.

Jetzt die Seite als Fahrer: Häüfig hat man probiert mich unter Druck zu setzten, der Kunde hier, der Kunde da, der Kunde dort. Ist ja schön für den Kunden. Ich habe die Tour nicht eingekauft, sondern mein Disponnent. Wenn er nicht vernünftig planen kann, ist das doch nicht mein Problem. Das muss er dann mit dem Kunden ausmachen und nicht ich. Es ging den einen Tag auch soweit, dass ich meinem Disponnenten, nachdem er besonders unverschämt geworden ist, ganz entspannt mitgeteilt habe: Tut mir leid, auch wenn ich jetzt ca. 8 Kilometer vor dem Kunden stehe, meine Lenkzeit ist vorbei. Das hast du gewusst, ich bleibe jetzt stehen. Morgen früh kann ich weiterfahren. Arrividerci (dämlicher Vollidiot habe ich mir gedacht). Er war am Telefon am rumtoben. Sein Problem, nicht meins. Er hat die Planung gemacht, nicht ich. Wenn man immer ohne Pufferzeiten plant, dann passiert halt genau sowas.

Ich habe mich nie unter Druck setzen lassen. Was mich aber interessieren würde, ist einfach, warum viele Arbeitnehmer, ganz egal in welcher Branche, sich teilweise so massiv unter Druck setzen lassen, dass es auch gesundheitliche Folgen haben kann. Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvillziehen.

Bevor ich meine Gesundheit riskiere, nehme ich doch lieber eine Kündigung in Kauf, kann man ja bei entsprechenden Nachweisen auch gegen klagen, aber dass ist ein anderes Thema.

Bei mir galt immer die Regel: Keine Kredite, keine Schulden. Dem Arbeitgeber hat es nicht gepasst, dass ich mich nicht hab unter Druck setzen lassen? Sein Problem. Soll er mir doch die Kündigung schreiben, interessiert mich nicht. Ist auch nur ein Geschäftsvertrag. Ich habe mich immer weiter gebildet, ich habe mehrere Berufsoptionen. Ein Arbeitsvertrag ist auch nur eine Geschäftsbeziehung. Also Arbeitskraft gegen Geld. Ganz einfach.

Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Psyche, Spedition, Arbeiten gehen
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Kaputtes Leben Ausbildung ?

Hallo alle zusammen,

ich bin leider physisch wirklich am Ende und suche deshalb hier euren Rat und Hilfe.

Zudem bitte ich euch negativen und angreifbaren Kommentare nicht im Weg zu bringen.

Letztes Jahr habe ich in August mein Abitur gemacht und war dann auf der Suche nach beruflichen Herausforderungen und habe mich wie jeder für 2020 beworben aber dann zwei oder drei Zusagen für 2019 bekommen, alle drei Stellen waren fûr Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen.

Ich bin 19 Jahre alt und war traurig, dass ich nichts hatte und am Ende mit Einfluss der Familie habe ich mich für die Ausbildung entschieden und eine Stelle Zugesagt.

nun habe ich auch die Probezeit schon bestanden und fand am Anfang die Arbeit auch cool und gut... jetzt das Problem seitdem in Oktober eine neue azubine da war hatte ich das gefûhl sie wird nur bevorzugt und sie mischt sich in jeder Gelegenheit an und meint der Meinung zu sein ein konkorenten Kamp zu fûhren was mich vôllig aufregt, weil ich bin garnicht der Fan von sowas und ja auch musste ich ståndig wegen ihr mein Arbeitsplatz wechseln und jetzt bald sogar vllt den Raum.

Nun ja das ist nur ein Nebenproblem und zwar geht es darum das ich seit dem ich meine Ausbildung angefangen habe es mir garnicht gut geht ich mache mir stándig sorgen um die Zukunft was passiert und Vorallem ob ich die falsche Entscheidung getroffen habe und ob ich ûberhaupt in dieser Branche bleiben will und ob ich je in leben was anderes machen kann.

ich bin einfach noch so jung und fûhl mich nicht bereit Vorallem weil ich meine Ausbildung in 2020 beginnen wollte und noch soviel erleben wollte wie mein fûhrerschein machen und verreisen.

Wenn ich jetzt leben anderer Jugend sehe, geht es mir jeden Tag Scheise und Scheise, ich merke das jeden Tag und Vorallem sonntags das ich nicht nicht mehr entspannen kann und völlig leide und einsam bin.

ich habe meine Grenze erreicht.

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