"Flashbacks" von einem Trauma meines besten Freundes?

Hallo,

folgendes: Mein bester Freund hatte eine traumatische Kindheit, er wurde von seinem Vater körperlich und auch Verbal misshandelt. Aber der Vater lebt schon seit vielen Jahre nicht mehr in der Familie, also es ist keine aktuelle Situation zum Glück. Das schwere Trauma bleibt natürlich. Er verschweigt mir jedoch nähere Details um mich quasi zu schützen, was wohl auch das richtige ist.

Nun ist es so, dass mich manche Sachen auch triggern die mit dem Thema zusammen hängen und ich dann quasi in meinem Kopf Filme sehe, in denen er als Kind weinend geschlagen, durchs Haus gejagt, bedroht und angeschrien wird (oder schlimmeres, aber meistens das), ebenso seine Mutter. Das ist dann immer ziemlich "schmerzhaft" wenn ich an sowas denken muss und mir ist zum weinen zumute. Dadurch, dass mir Details fehlen WIE schlimm es war reichen die Vorstellungen auch in alle Richtungen und "Schlimmheitsgrade".

Ist das normal bei einer Person, die einem alles bedeutet und zu der man sehr Empathisch ist? Oder fühle ich quasi ZU sehr mit und steigere mich selbst zu sehr hinein? Wenn ja, was soll ich machen?

Dazu sei anzumerken: ich bin selbst eine recht psychisch "instabile" Person, wenn man das so sagen kann. Ich habe keine Diagnosen, aber auf jeden Fall bin ich nicht all zu fit ^^

Liebe Grüße

Freundschaft, Psychologie, Empathie, Kindheit, misshandlung, Mitgefühl, Trauma, depressionenen, Flashback, Kindheitstrauma
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Ist es legitim seine Mutter nicht zu mögen?

Ich habe mein ganzes Leben lang schon ein Problem mit meiner Mutter. Mal mehr. Mal weniger. Sie hat in der Vergangenheit viel kaputt gemacht, sodass heute eine "normale" Kommunikation zwischen meinen beiden Familien nicht mehr möglich ist. Ich habe auch mehrere Therapieversuche hinter mir. Ich befinde mich auch gerade wieder in Therapie, doch ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass keiner so richtig meine Gefühle und meine sporadisch auftretenden Nervenzusammenbrüche (die zu 98% irgendwie mit meiner Mutter in Verbindung stehen) versteht. Mir kommt es nämlich vor, als ob meine Mutter trotz allem, was sie mir angetan hat, immer noch geschützt wird, da sie meine Mutter ist.... Das Ziel der jetzigen Therapie sollte auch Vergeben sein... Also, dass ich meiner Mutter alles vergebe... Doch ich kann nicht... Irgendein Gefühl lässt all den Mist dann wieder hochkommen... Ich bin, was meine Mutter anbelangt, echt verzweifelt. Auf der einen Seite möchte ich sie so schnell wie möglich aus meinem Leben haben. Auf der anderen hingegen hoffe ich, dass ich eines morgens aufwache und die Mutter,die ich mir all die Jahre erträumt habe, steht vor mir...

Zur Info: meine Mutter wurde selbst mehrmals in ihrer Kindheit traumatisiert, ist dadurch psychisch krank geworden. Sie kommt mit ihrem Leben kaum klar, aber möchte daran nichts ändern. Sie fühlt sich in der Opferrolle richtig wohl...(obwohl sie ziemlich viel zerstört hat)

Und jetzt frage ich euch:

Ist es legitim solche Gefühle gegen seine Mutter zu hegen? Was soll ich tun?

Mutter, Familie, Psychologie, Konflikt, Liebe und Beziehung, Psyche, Selbsthilfegruppe, Trauma, Kindheitstrauma
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Könnten das Symptome einer psychischen Störung sein?

Sorry für den komischen Fragetitel, ich hab keine Ahnung wie ich mich über dieses Thema ausdrücken soll. Die Sache ist das ich mehrere komische, "unnormale" Dinge in meiner Kindheit getan hab die mich jetzt etwas beunruhigen.

Ich hatte z.B. Angst vor den anderen Kindern, weil ich sie als dumme, impulsive Idioten angesehen hab, die mir nur wehtun wollen. Das war eigentlich schon immer so. Auch dann, als ich keinen Grund hatte das zu denken weil die anderen nett zu mir waren. Ich hatte wenn überhaupt meist nur eine Freundin, die ich insgeheim garnicht als Freundin angesehen hab weil ich sie nur brauchte, damit ich allein keine Angst hatte. Ich hab meine ganze Kindheit über nie Augenkontakt mit jemanden gehabt.

Ich wollte nie auf den Spielplatz und wenn ich musste hab ich entweder allein auf der Schaukel gesessen oder die ganze Zeit neben meiner Mutter gesessen und gewartet bis wir wieder nach Hause gehen. Ich war sehr stur und wütend und hab mich ständig laut mit meiner Mutter über unnötige Dinge gestritten. Ich wurde meine ganze Kindheit von ihr bedient und durfte ohne Konsequenzen alles machen, was ich wollte.

Ich hab schon bei den kleinsten Dingen angefangen zu weinen, hab aber Trauer erst sehr spät gespürt. Es fühlte sich manchmal so an, als ob Wut das einzige war was ich fühlen konnte. Mir waren die anderen egal und ich war manchmal sogar etwas froh, wenn ich ein weinendes Kind gesehen hatte.

Meine einzigen wirklichen Freunde waren Steine, Kuscheltiere und andere Objekte. Als ich angefangen hab in den Kindergarten zu gehen hab ich täglich mindestens 5 Steine mit nach Hause gebracht. Nicht weil ich sie schön fand, sondern aus Mitleid. "Die bösen Kinder haben den Steinen wehgetan weil die Steine hässlich und kaputt sind", deshalb musste ich sie retten. Die Steine haben immer geweint und ich hab mich sehr schlecht gefühlt, wenn ich einen Stein nicht mitnehmen konnte. Als ich wieder zu Hause war brauchte ich die Steine nichtmehr. Ich hab mich manchmal schon ein bisschen schlecht gefühlt, dass ich meine Freunde einfach wegwerfe, aber zu Hause hatte ich meine Mutter und die hat mich beschützt.

Ich wollte nie gewinnen. An irgendeinen Punkt hab ich mich einfach damit abgefunden, dass ich die langsamste, schwächste und hässlichste bin. Ich wollte nicht enttäuscht werden.

Ich war schon immer der Ansicht, das andere Menschen meine Gedanken lesen können und ich ihre lesen kann. Ich hab mir oft zufällig vorgestellt wie ich und andere Menschen in der Situation in der wir waren alle sterben könnten.

Ich war der festen Überzeugung das etwas mit mir nicht stimmt. Jedes mal als ich eines dieser Symptome bemerkt hab war mein erster Gedanke dass das wegen meinen "Fehler" ist und dass ich mich damit abfinden soll. Ich hab gehofft und gebetet dass irgendwann irgendjemand rausfindet, dass ich eine Krankheit hab die alles für mich doppelt so schwer macht. Und das ich dann Jahre später endlich dafür gelobt werde, dass ich es geschafft hab.

Freundschaft, Psychologie, aggression, Angststörung, Depression, Kindheit, Liebe und Beziehung, Symptome, Trauma, Wut, Kindheitstrauma
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Brauche endlich Gewissheit?

(es ist eine längere Geschichte)

Hallo, es ist mir wirklich sehr peinlich darüber zu reden weil es mir sehr unangenehm ist darüber zu reden was in mir vorgeht! Aber ich brauche jetzt einfach mal Gewissheit ob ich nun ein Kindheitstrauma habe oder nicht. Vielleicht kann mir irgendwer helfen. An Spezialisten möchte ich mich erst wenden wenn ihr meint das es notwendig ist denn es ist mir wirklich sehr peinlich! Also ich habe eigentlich keine guten Erinnerungen an meine Kindheit, ich versuche mir hin und wieder ein paar schöne hervorzurufen, kann es aber nicht und lande immer wieder bei den schlechten. Vor allem habe ich absolut keine guten Kindheits Erinnerungen an meinen Vater. Er ist oft mit uns (mir und meinen Geschwistern) an die Ostsee gefahren, daran erinnere ich mich noch, aber ich habe dort keine positiven Erfahrungen gemacht. Es verging kaum ein Tag an dem ich von ihm nicht geschlagen oder beleidigt wurde. (ich rede nicht von einem gelegentlichen Klaps auf den Hintern. Ich wurde richtig mit der Faust geschlagen nicht nur am Arm, auch in den Bauch. Hin und wieder wurde ich auch mit Gegenständen geschlagen. Besenstiel auf den Kopf, Fernbedienung, was auch immer gerade zur hand war) A****loch und I**** wurden gefühlt schon zu meinen zweiten Namen. In meiner Pubertät hat er mich auch oft mit meinem kleinen Bruder verglichen und mir auch mal ins Gesicht gesagt das er sich wünsche, dass ich nicht sein Sohn wäre. Heute ist die Beziehung zu ihm eigentlich ziemlich gut. Auch wenn ich in seiner Gegenwart sehr schnell nervös und aggressiv werde. Ich schlage ihn nicht, werde bei ihm aber sehr schnell reizbar und bei der kleinsten Berührung zucke ich leicht zusammen, vor allem wenn sie überrascht kommt. Auch wenn es nur eine freundliche Geste ist. Kopf streicheln und so. Zu meiner Mutti habe ich eigentlich eine gute Beziehung, auch wenn sie dennoch manchmal kompliziert ist. Ich habe hin und wieder in meiner Kindheit versucht mit ihr über meinen Vater zu reden, sie schien mir aber nur halbherzig zuzuhören. Klar sie verteidigte mich und drohte ihm wenn er mich noch einmal schlägt aber sobald das Gespräch etwas länger dauerte tat sie es ab mit "Es wird schon alles gut werden!/Ich rede mal mit ihm./etc." Ich komme später nochmal auf sie zurück. Irgendwann habe ich nicht mehr darüber gesprochen was in mir vorging.

Familie, Freundschaft, Psychologie, Liebe und Beziehung, hilfe benötigt, Kindheitstrauma
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Bester Freund war früher Depressiv wegen Vater - hat nie drüber gesprochen, Psychologe?

Mein bester Freund (17) wurde früher (also vor einigen Jahren) viel von seinem Vater geschlagen und schlecht behandelt und war darum eine Zeit lang depressiv und hatte suizidale Gedanken. Bis heute hat er vor allem Probleme damit, dass er vor beinahe allem immer Angst hat und sich extrem viele Gedanken um alles macht (hauptsächlich was andere über ihn denken und wie er aussieht, außerdem ist er sehr häufig in alle möglichen Typen verknallt und hat Liebeskummer). Damals hat er mit keinem Menschen darüber gesprochen wie er sich gefühlt hat, er hat es also runter geschluckt und erzählt jetzt relativ trocken über die Sache, hält es ziemlich von sich fern würde ich behaupten.

Er ist insgesamt aber recht glücklich momentan. Er hat eine tolle Mutter, große Schwester und besten Freund (also neben mir noch), allgemein viele Freunde, eine richtig gute Ausbildung und allgemein läuft alles super aktuell.

Sollte er dennoch mit einem Psychologen reden, auch wenn es ihm aktuell ganz gut geht (er hat nur eben diese vielen Ängste/Sorgen)? Er hat immer Angst, dass Psychologen ihm nicht glauben und ihn nicht ernst nehmen weil das ganze schon so weit in der Vergangenheit liegt. Ich sage, dass das nicht stimmt, aber will trotzdem keinen Termin machen. (Sagt immer er macht das, aber "vergisst" es dann dauernd). Wir leben leider an entgegen gesetzten Endes Deutschlands, darum kann ich ihn nicht begleiten zu einem Termin o.ä.

Soll ich es lieber seine Sache sein lassen weil es nicht "akut" ist oder ihn mehr dazu anspornen einen Termin zu machen? Oder habt ihr sonst einen Tipp/eine Idee? Ich weiß nicht so recht wie ich damit insgesamt umgehen soll...

Liebe, Freundschaft, Angst, schwul, Psychologie, Depression, depressiv, Liebe und Beziehung, Psychologe, Suizid, Kindheitstrauma
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Kindheitstrauma wirkt sich auf Beziehung aus?

Hallo ihr Lieben,

Ich bin weiblich, 23 Jahre alt und habe Depressionen und PTBS durch verschiedene Erlebnisse seit ungefähr 13 Jahren. Seit 3,5 Jahren bin ich furchtbar glücklich vergeben. Dieses Jahr wollen wir auch Zusammenziehen und eine vollkommenen Neustart wagen. :)

Mein Freund begleitete mich durch Krisen, bei denen viele andere wohl nicht mitgemacht hätten.

Letztes Jahr entschied ich mich, da ich seit meinem ~ 20. Lebenjahr arbeitsunfähig war, eine Tagesklinik zu besuchen, die mir enorm geholfen hat in Bezug auf mein Selbstvertrauen, meine Tagesstruktur und eine vernünftig angepasste Medikation in Form von Anti Depressivan u. Schlafmitteln, welche meine Problematiken etwas neutralisieren.

Nach der Klinik war ich bereit, einen Minijob anzunehmen und auch meinen Traumberuf in Angriff zu nehmen. Mir ging es das erste Mal seit Jahren richtig gut, meine ambulante Therapeutin begleitet mich ebenfalls seit nun 1,5 Jahren und auch sie stellt große Fortschritte fest. Gleiches gilt für alle anderen in meinem (sozialen) Umfeld.

So, nun zum Problem. Ich erinnere mich seit meinem 12. Lebensjahr an den sexuellen Missbrauch durch den Sohn von Bekannten. Es geschah als ich etwa 6 Jahre alt gewesen bin. Ich war mir dessen immer bewusst und jetzt, wo ich stabil war, brach und bricht es vollkommen durch. Ich habe Flashbacks, Albträume und sexuell ist es in der Beziehung vorerst vorbei, da ich sofort Panik bekomme, sobald mein Freund mich küsst oder irgendwo berührt, wo auch er mich berührt hat. Ich bin ständig gereizt, genervt, panisch, will keinerlei körperliche Nähe, bin verwirrt und zweifle derzeit an der gesamten Beziehung.

Mein Freund ist der wundervollste Mensch, den ich kenne. Er hat für meinen Rückzug Verständnis, bestätigt mich und fragt mich sogar, ob er mich küssen darf oder ob mich das vielleicht wieder an etwas erinnert. Es ist so wundervoll, wie er damit umgeht, nur platzt mir wirklich der Kopf. Ich fühle mich derzeit einfach NULL angeregt. Seit vielen Monaten schon hab ich Phasen, in denen ich Lust mit Abscheu assoziiere, in denen ich denke, dass das ekelhaft ist und ich das nicht empfinden darf. Ich weiß nicht ob meine gereizte Art momentan nur was mit dem Trauma zutun hat und das ist furchtbar. Zwischendurch sehe ich meinen Freund an und denke mir „ich will mich trennen“ und dann ist es wieder ein „Oh, Gott. Ich liebe diesen Menschen abgöttisch und will alt mit ihn werden!“ Meine Emotionen fahren Achterbahn, ich will losheulen, will ins Kissen brüllen, mir die Haare vom Kopf reißen, IRGENDWAS tun, um mich abzulenken, diese Glut zu löschen, etwas Klarheit zu gewinnen.

Bin ich momentan so wegen des Traumas? Liebe ich ihn noch? Kann ich das überhaupt, wenn ich nicht mit ihm intim sein kann? Legt sich das? Ist es die Beziehung, nicht das Trauma? Seit ich die Flashbacks hab, gerät alles aus dem Ruder... hat jemand Erfahrungen und kann mir helfen? Mir Tipps geben? Hat jemand Ideen? Vielleicht „Skills“?

Danke im Voraus ❤

Liebe, Missbrauch, Beziehung, Depression, PTBS, sexueller Missbrauch, Verwirrung, Auswirkungen, Kindheitstrauma
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Langjährige Beziehung/Ehe mann muss sich selbst finden?

Hay ich lieben. Ich bin mit meinem MANN seit 7 Jahren zusammen seit 3 Monaten verheiratet.
Ich lernte ihn mit 14 kennen und er war 18. Es war wahre liebe, für uns beide ist sie es immernoch. Ich liebe ihn unglaublich sehr. Wir haben eine Tochter sie ist 5.5 Jahre alt.

Ich kann mir eine Zukunft vorstellen auch eine sehr sehr sehr lange . 

Wenn wir dafür kämpfen was wir schon immer tun, weil wir beide immer gesehen haben das wir sehr gut harmonieren. 

Mein Mann sagt aber oft warum die kleine da ist er wollte noch leben aber nicjt weil er sie nicjt liebt nein weil er noch viel machen wollte was man und ich verstehn kann....Sein Lebenswunsch war eine Frau zu haben so wie mich . 

Eine Frau fürs Leben. Er wechselt oft seine Meinung mal war es gut mal war es schlecht eine Familie zu gründen.

 Ich denke er ist verwirrt. Ich denke er denkt er verpasst was. Obwohl er nicjt der Mensch ist für viele Sex Partner ( und wir hatten beide vor der Beziehung welche gehabt ) Er ist nun weg . Wir ziehen nicht mehr zusammen was wir eigentlich nächsten Monat vorhalten. Denn er muss sich selbst finden. Ich bin ratlos . Wem ging es genauso ? Wer weiß was er für ein Problem hat ? Ich glaube er weiß es selbst nicht ganz. Ich lass ihn gehen ich würde ihn auch frei lassen das er sein Leben leben soll ... Nur weiß ich zu gut das er selbst mich und die Zukunft mit mir will.

Er hat ein kindheitstrauma so wie ich auch. Wir hatten beide eine schreckliche Kindheit. Ich denke vieles hängt damit zusammen das er so gefühlsexplosionen hat die ich auch hatte. Wir stärken uns oft selbst aber nun ist er nach 3 Monaten. Ehe wieder weg und es zerreißt mich

Vllt ging es einem Mann genauso und ich hoffe ich schreibe zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort

Liebe, Familie, Hoffnung, Kampf, Ehe, Trauma, Kindheitstrauma, Entwicklungstrauma
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Über schweres Kindheitserlebnis hinwegkommen?

Hallo

Es fällt mir schwer diese Frage zu formulieren, aber als Kind (m, 7 Jahre) wurde ich für ein ganzes Jahr lang von der gesamten Schulklasse hart gemobbt, wirklich von der ganzen Klasse, die ganze Zeit über, die Lehrerin hat weggesehen. Jeden Tag lauerten mir zwei von ihnen auf dem Schulweg auf, um mich erneut und erneut zu schikanieren und sozial zu mishandeln. Danach kam ich jedoch an eine neue Schule, an der alles viel besser wurde. Aber dieses eine Jahr, so befürchte ich, hat ziemliche Narben hinterlassen. Heutzutage (7 Jahre später) bin ich einer, der immer Angst hat, nicht akzeptiert zu werden, von meinen wenigen Freunden plötzlich abgewiesen zu werden und sie zu verlieren, einer der sich einfach keine Zukunft vorstellen kann. Im Laufe der letzten 7 Jahre kam es immer wieder dazu dass (wie ich heute finde übertrieben wahrgenommen) ich immer wieder irgendwie abgewiesen wurde, diese Jahre waren geprägt von Eifersucht, auf solche die ein "normales" Leben scheinbar ohne Sorgen führten und von Absagen angebeteter Mädchen. In jener neuen Schule hatte ich sehr sehr gute Freunde, jedoch, als ich nicht mehr mit ihnen in der gleichen Klasse war, ich weiss selber nicht wieso, habe ich den Kontakt zu ihnen abgebrochen, was ich damals sowie heute extrem bedaure, im Gedanken, dass ich diese Freunde sozusagen als Basis für ein neues, aufgestelltes Leben hätte "benutzen" können. Nach jener Schule kam ich in eine andere, in der ich bereits so scheu war, um nur mit ein paar Jungs um den Schulhof zu gehen, ohne mit ihnen zu reden, denn ich wusste nicht über was ich hätte reden sollen (heute noch fast genauso), weshalb sie mich ein paar Monate später ebenfalls leicht zu mobben angefangen haben. Nach jener Schule wieder ein Wechsel, aufs Gymnasium, wo ich heute noch bin und wo ich 3 unvergessliche Freunde gefunden habe. Ich habe das Gefühl, dass ich heutzutage aufgrund jenes Kindheitsereignisses bindungsunfähig, soziophob und dauerängstlich bin. Zum Beispiel bin ich neu in einer Theatergruppe, in der mich die anderen Teilnehmer akzeptieren. Aber trotzdem bin ich zu scheu, um mit ihnen ein Wort zu wechseln, aus Angst vor (wiederkehrender) Ablehnung. Genau solche Sachen möchte ich nun hinter mir lassen, sozusagen ein anderer, neuer, offener Mensch werden, der die Umstände akzeptieren kann, wie sie nun halt mal sind, und nicht Dauerangst vor Ablehnung und kein Selbstvertrauen hat. Nur weiss ich nicht wie, ich habe bereits ein wenig recherchiert, jedoch noch nichts wirkliches gefunden. Ich hoffe jemand kann mir Tipps geben, wie ich mich positiv verändern kann... wäre wirklich äusserst dankbar :) LG Bariumbromid

und ps: Ich wäre froh, liesse sich das im Alleingang, d.h. ohne allfällige Therapie oder so, lösen.

Mobbing, Kindheitstrauma, Entwicklungstrauma
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Kindheitstrauma Selbstmord des Vaters? Verlustangst, Bindungsunfähigkeit

Hallo, ich habe einen Mann kennengelernt den ich sehr mag, aus dem ich aber nicht recht schlau werde. Er selber sagt er kann sich nicht verlieben, er ist mit Frauen nur zusammen weil er sie gern hat. Jetzt hat er mir erzählt das er als 11-jähriger mit angesehen hat wie sein Vater sich umgebracht hat, mit Gift. Also er hat es getrunken während die Familie dann nach Hause kam und mit ansehen musste wie er unter Qualen starb. Meinem Bekannten hat das angeblich nichts ausgemacht, er sei am nächsten Tag ganz normal in die Schule gegangen. Vor einigen Jahren hatte er Probleme mit Panikattacken, war daraufhin auch in psychosomatischer Behandlung, die Ärztin führte auch an das sein Erlebnis in der Kindheit damit zusammenhängen könnte und wollte das mit ihm aufarbeiten. Er hat das aber verweigert, er meint es bringe ihm jetzt (er ist 44) auch nichts mehr. Das kann doch nicht normal sein das jemand so gleichgültig und emotionslos über so ein Erlebnis spricht ? Jedenfalls hat er meistens Beziehungen gehabt, die er beendet hat bis auf ein zwei Ausnahmen. Er ist der Meinung das man auch ohne Liebe eine Beziehung eingehen kann, es reiche wenn man jemanden mag. Er könne nicht lieben. Für mich ist das unvorstellbar, ich mag diesen Mann sehr, habe jedoch Angst davor mich auf eine Beziehung einzulassen. Hat jemand Erfahrung mit etwas ähnlichem gemacht ? Ich wäre für jeden Rat dankbar. Ich denke einfach das er aufgrund des Erlebten Verlustangst hat und sich deshalb scheut Gefühle zu zeigen bzw. sich fest zu binden.

Selbstmord, Verlustangst, verdraengen, Bindungsangst, Kindheitstrauma
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