Warum reagieren so viele Leute aggressiv auf Homöopathie und andere „Alternativmedizin“?

Damit meine ich nicht, warum man diese Methoden kritisiert; ich halte sie auch ganz meh­rheit­lich für Schar­la­ta­nerie; bei chi­ne­si­schen oder in­di­schen Heil­kräu­tern ist eine Wirk­sam­keit zu­min­dest nicht aus­geschlos­sen, aber Homöo­pathie, Bach­blüten und Reiki-Medi­tatio­nen sind offen­sicht­liche Pseudowissenschaft.

Andererseits verstehe ich die Emotionen nicht, die bei vielen „Skeptikern“ hoch­kochen. Es ist Kon­sens, daß jeder voll­jähri­ge Patient eine stan­dard­medi­zini­sche (und vermut­lich wirk­same) Be­hand­lung ver­wei­gern darf. Warum soll er sich nicht auch zu­sätz­lich eine wir­kungs­lose wünschen dürfen?

Nun kann man argumentieren, daß Unsinn als Geschäftsmodell nicht tragbar sei, und daß die Pa­tien­ten durch Werbe­kampa­gnen aktiv getäuscht würden. Das stimmt viel­leicht, aber in dieser Hin­sicht nimmt der Alter­nativ­medi­zini­sche Komplex keine Son­der­stel­lung ein: Jeder kann so ziem­lich alles be­wer­ben, und muß für seine Werbe­verspre­chen nicht ge­rade­stehen (das gilt auch für Phar­ma-Kon­zerne, und hat denen schon mehr als ein­mal den Hals gerettet). Um­gekehrt kann sich jeder Pa­tient im Internet über den natur­wissen­schaft­lichen Hinter­grund der Homöo­pathie in­for­mie­ren und darf sich mit Grausen ab­wenden. Oder auch nicht, nach Belieben.

Warum also die Aufregung?

Medizin, Menschen, Wissenschaft, Alternative Medizin, Alternativmedizin, Homöopathie, skeptiker
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Cannabis als Schmerzmittel für Oma?

Ja Titel hört sich vielleicht ziemlich witzig an, die Ausgangssituation ist leider nicht mal so witzig, sogar ziemlich ernst.

Folgendes: Meine Oma ist nun 86 Jahre alt, geistig Fit, körperlich ebenfalls, lebt eigenständig neben uns in Ihrem Haus. Hatte vor 4 Jahren eine schwere Rückenoperation auf Grund der schweren Arbeit die sie früher verrichtet hat. Wird denk ich der eine oder andere von euch auch schon mal von seiner Großmutter/Mutter gehört haben.

Ihre Wirbelsäule wurde ausgefräst soweit ich das mitbekommen hab, dies ist aber keine Dauerlösung meinten die Ärzte damals schon und nun werden die Schmerzen von Monat zu Monat schlimmer. Das Problem an der Sache ist, dass Sie ist eine komplette Verfechterin von Tablette, Schmerzmittel oder sonstig chemisch Hergestellten Stoffen. Dennoch muss sie leider einige Stoffe nehmen...

Nun meine Frage, hab ich schon öfter gehört dass CBD also der Gegenstoff von dem THC, eine schmerzlindernde und nicht High-machende Wirkung hat. Ich denke es ist der natürlichste Weg mittlerweile ist Deutschland ja auch schon um einiges kulanter geworden als noch vor ein paar Jahren. Bitte versteht mich nicht falsch, ich möchte die gute Frau wirklich nicht zudröhnen oder unter Drogen setzen, mir geht es lediglich um Ihr Wohlergehen.

Alles sollte natürlich in Absprache von einem Arzt passieren ob sich das mit den paar Medikamenten welche Sie derzeit nimmt überschneidet.

Hier mal ein Video, sie hat ähnlich Beschwerden, Konsumform wäre ähnlich:

https://www.youtube.com/watch?v=mGIQ3r8a3P0&t=2s

Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Oder verwendet es sogar selbst (Cannabispatienten)? Die größte Schwierigkeiten darin sehe ich Ihr zu erklären dass sie Cannabis nehmen soll, mein Vater (Ihr Sohn) befürwortet die ganze Sache ebenfalls.

Ich bräuchte echt eine Antwort vielleicht auch eine ein bisschen kompetentere als "nein lass es, weil Cannabis eine illegale Droge ist" - Marlene Mortler. Wir leben im Jahr 2018 und denk da kann jeder normal miteinander diskutieren.

Cannabis als Heilmittel finde ich gute weil... 83%
Alternativen / bessere Vorschläge -> 16%
Ich bin gegen Cannabis als Heilmittel weil... 0%
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Zusammenhang Steißbeinbruch und Schambeinentzündung?

Hallo allerseits,

Anfang 2011 habe ich mir durch einen Sturz das Steißbein gebrochen und habe hierdurch gut 3 Monate mit der Arbeit aussetzen müssen. Im weiteren Verlauf habe ich mich sportlich wieder herangearbeitet und teilweise 5-6 Tage die Woche Sport gemacht (Fußball, Joggen, Kraftsport,...). Ca 2014 habe ich dann gelegentlich leichte Schmerzen im Leistenbereich verspürt (vergleichbar mit Muskelkater - immer nach 2-3 Tagen wieder gut), die sich nach einem Fußballturnier dann so stark entwickelten, dass ich mich nach wenigen Tagen in Behandlung begeben habe. Der zweite Orthopäde kam letztlich zum Entschluss, dass es sich hierbei um eine Schambeinentzündung handeln könnte, was das MRT auch bestätigte. So weit so gut, das Ganze setzte mich knapp 2 Jahre außer Gefecht, bis ich sportlich langsam wieder Aufbau betreuiben konnte. Heute bin ich bei 2-3 Mal die Woche, aber immer mit dem Kopf gedanklich bei der Verletzung, weil ich bei jeder Kleinigkeit Angst habe, dass die Entzündung wiederkommt.

Mehrere Leute haben mir mittlerweile zu einer osteopathischen Behandlung geraten. Meine Mutter hat auch schon bei ihrem Osteopathen gefragt, ob die Entzündung im Zusammenhang mit meinem Steißbeinbruch damals gestanden haben könnte, was dieser ausdrücklich und ganz sicher bejahte. Das Problem hierbei: meine Krankenkasse trägt im Normalfall nicht die Kosten für eine osteopathische Behandlund. Mein ursprünglicher Bruch am Steißbein war aber ein anerkannter Dienstunfall, so dass bei entsprechender Begründung eines Zusammenhangs eine Behandlung auf Antrag doch noch über die Krankenkasse abgerechnet werden könnte.

Daher meine Frage: Kennt sich jemand mit dem Thema aus und kann mir hierzu etwas erzählen? (Mögliche Zusammenhänge der beiden Verletzungen, Ursachen im Körper, Art der Behandlung und Erfolgsaussichten, etc...)

Vielen Dank schon einmal für eure Mithilfe :-)

Verletzung, Alternativmedizin, Heilpraktiker, Kostenübernahme, Krankenkasse, Osteopath, Osteopathie, Steißbeinbruch, Schambeinentzündung
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Wie viel Vertrauen habt ihr in Ärzte?

Hallo liebe Community,

mich beschäftigt seit einiger Zeit eine wichtige Frage bezüglich der medizinischen Umgangsart in Deutschland (und auch größtenteils im restlichen Europa). Ich bin selber gerade nicht davon betroffen, aber muss immer wieder den Kopf schütteln, wenn ich wieder die neusten Geschichten aus dem Krankhaus (meine Tante arbeitet dort) höre und die immer wieder kehrenden Arztbesuch-Geschichten meiner Freunde anhöre.

Wir haben inzwischen sehr viele Medikamente entwickelt, die nachweislich Krankheiten in ihre Schranken weisen können. Allerdings rutscht der Fokus bei der Behandlung immer mehr auf die schnelle Symptombeseitigung als hin zu einer grundsätzlichen Betrachtung von Körper und Geist und hin zur Krankheitsbildung. Das meine ich absolut nicht in einem esoterischen Sinne, sondern rein biochemisch und psychologisch.

So viele Krankheiten könnten generell mit mit Ernährungsumstellungen und kleinen Alltagsroutinen (Übungen für bessere Hormonausschüttungen, manchmal würde schon ein regelmäßiger Spaziergang an der Frischluft ausreichen, etc..) aus der Welt geschafft werden, den Menschen würde es das Leben so sehr erleichtern. Und an dieser Stelle bin ich mir auch sicher, dass es bestimmt einige gute Ärzte gibt, die sich sinnvoll um ihre Patienten sorgen.

Allerdings stelle ich zunehmend fest, dass Ärzte zunehmend (vielleicht auch nur aus Zeitmangel) den Menschen eher als die Summe seiner Organe behandeln, die eher den Patienten anzweifeln, wenn er die Vermutung äußert, dass ihm eine Behandlung nicht helfe. Mein bleibt gerne distanziert übersachlich und schaut, einen Termin in 5 Minuten abgefrühstückt zu haben.

Und bei "psychologischen" Probleme muss man gesondert zum einem Therapeuten, vor dem erstmal 6 Monate Warteliste winken. Psychotherapeuten sind dann oft sehr viel besser darauf geschult, das Wohlbefinden mit einfachen Mitteln aufzuwerten, mischen sich aber nur sehr selten in das Gesamtbild einer Krankheit ein, welches ja auch oft körperliche Ursachen hat. Oft werden hier zum Beispiel Bewegungs-Übungen und auch die Ernährung stark außer Acht gelassen.

Alternative Methoden von Heilpraktikern, Ayurveda-Therapeuten, etc.. bieten oft eine sinnvolle aber staatlich nicht unterstützte Mischform der Behandlung an. Diese sind auf Dauer aber weder bezahlbar noch hat man eine wirkliche Sicherheit auf eine sinnvolle Behandlung.

Pauschal auf Geldinteresse, Pharmaindustrie usw. will ich das gar nicht schieben, ich finde die Richtung einfach nur grundverkehrt und bin der Meinung, man könnte auch mal viel umfassendere Mediziner ausbilden, die den Mensch als Gesamtheit behandeln und den Blick mehr auf ganz grundlegende Heilungsmethoden richten könnten.

Wie seht ihr das? Seid ihr zufrieden mit dem jetzigen Gesundheitssystem?

Gruß, TailorDurden

Fitness, Medizin, Gesundheit, Ernährung, Körper, Krankheit, Psychologie, Alternativmedizin, Arzt
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Schmerztherapie - was hilft?

Hallo ihr Lieben

Ich (20) leide an einer chronischen Gelenkinstabilität (EDS) und meine Schulter ist nun - selbst nach 3 OP's IMMER zu 54% ausgekugelt. Wegen der inferioren Instabilität (extrem selten), gegen die es keine Therapie gibt, bin ich ein Versuchskaninchen und an meinem Leibe werden experimentelle OP's durchgeführt. Töng schrecklich, aber wenn ich nicht sofort eine Schulterversteifung durchführen lassen will, muss ich da durch. 🍷

Das ist schon jahrelang so, nur tut es seit der letzten OP so schlimm weh! Es ist schleichend gekommen aber mitlerweile fühlt es sich so ca. 1 mal pro Stunde so an, als würde mir ein Messer in die Schulter gerammt werden. Mir wird dabei schwindelig und schlecht und einmal wurde ich von diesem Schmerz ohnmächtig.🙄

Meine Ärzte wissen nicht, was los ist. Sie haben mir Novalgin verschrieben und Tramal, aber Tramal macht mich so wuschig im Kopf, deswegen nehme ich das nicht. Ich muss in der Schule meine Sinne beisammen haben. Novalgin alleine half nicht. Schmerzspritze war auch wirkungslos.
Physio war leider sogar kontraproduktiv, obwohl ich bei einem Schulterphysiotherapeuten war.

Bevor ich mich wieder mal in eine Ärzteodysee stürze, wüsste ich gerne, mit welchen Methoden ihr gute Erfahrungen gemacht habt? Es gibt ja so einiges in der Schmerztherapie. Also bitte erspart mir die Kommentare à la "geh zum Arzt" - mach ich ja, nur gerne etwas vorbereitet. 😅

Mir ist es wichtig, dass es WIRKT und mich nicht benebelt.

Vielen Dank für eure Erfahrungen. 😘

Medizin, Schmerzen, Schule, Medikamente, Alternativmedizin, Neurologie, Orthopädie, Schmerztherapie
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