Stimmt ihr zu, dass der Winter immer weniger
lange dauert und der Sommer länger? Zumindest hier in der Schweiz
und wahrscheinlich auch in Süddeutschland, da der Winter nicht mehr richtig
lange kalt ist sondern mild, und der Sommer teilweise wie dieses Jahr schon gegen
Ende Mai beginnt und bis Ende September noch heiss ist.
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1. Der Klimawandel verschiebt die Jahreszeiten
Durch die Erderwärmung steigen die Temperaturen global an. Infolgedessen beginnen Frühling und Sommer im Kalender immer früher, während der Winter später einsetzt und schneeärmer wird. Der Sommer dehnt sich dadurch stark aus und die Vegetationsperiode der Pflanzen verlängert sich. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Sommer auf der Nordhalbkugel heute deutlich länger andauert als noch Mitte des 20. Jahrhunderts. [1, 2, 3]
2. Die natürliche Erdbahn (Astronomischer Grund)
Unabhängig vom Klimawandel sind die Sommer auf der Nordhalbkugel von Natur aus bereits etwa eine Woche länger als die Winter. Dies liegt daran, dass sich die Erde auf einer leicht elliptischen (ovalen) Bahn um die Sonne bewegt. [1, 2, 3]
- Sonnennächster Punkt: Im Januar ist die Erde der Sonne am nächsten. Nach den physikalischen Gesetzen bewegt sie sich auf diesem Abschnitt ihrer Bahn etwas schneller. Der Winter auf der Nordhalbkugel ist dadurch kürzer. [1, 2, 3]
- Sonnenfernster Punkt: Im Juli ist die Erde am weitesten von der Sonne entfernt und wandert langsamer. Dadurch zieht sich das Sommerhalbjahr in die Länge