Warum erzeugt es soviel Trotz, den Zeitgeist zu kritisieren, z.B. beim Dating? Warum werden Veränderungen gar verleugnet?

Beispiel: Dating. Es ist eigentlich kein großes Geheimnis, dass Dating sich verändert hat. Auch Online.

Es ist kein großes Geheimnis, dass man z.B. auf Tinder ohne "Instagram-Taugliches" Bild als Kerl wenig Chancen hat, auch auf normalen Dating-Plattformen herrscht ein Großes "Hauen und Stechen".

Wer mal Online-Dating vor 12-20 Jahren mitgemacht hat, der weiss: Das war mal sehr viel anders. Vielleicht kennt der ein oder andere noch den Film "E-Mail für dich". Man konnte oft sogar ohne Profilbild ( ! ) Leute anquatschen und interessante Gespräche führen. Meine Ex, mit der ich immerhin sieben Jahre zusammen war, habe ich auf einer Dating-Plattform ohne Bild mit einer simplen "Hey, wie gehts?" Anmache kennengelernt, woraufhin sich ein interessantes Gespräch entwicklete.

Heute geht das natürlich nicht mehr, sogar mit gutem Bild bekommt man oft nicht mal mehr Antwort. Es ist also SCHWERER geworden.

Ich wollte darüber mal in Foren diskutieren, die sich mit Liebe, Partnerschaft, Dating usw. befassen. Dort bekam ich aber trotzige Reaktionen. Das sei alles Quatsch, es läge an mir, ich müsse halt bessere Bilder einstellen, könne alles gar nicht sein. Ähm, früher ging es ganz ohne Bild, allein das zeigt doch, wie blöd die Antwort ist.

Warum werden die Leute trotzig, wenn man den Zeitgeist so offen kritisiert? Warum gestehen die Leute nicht ein, dass manche Sachen eben einfach shit geworden sind?

Komischerweise entsteht dieser Trotz aber nur, wenn man diese Dinge in einem "zentralen Gesprächspunkt" direkt anspricht. Sagt man so nebenbei "Dating ist heute schwer, wissen wir ja alle alle, ja dann nicken alle.."

So als ob die Wahrheit, die eigentlich jeder kennt, ein Tabu sei, spricht man es direkt an.

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