Unsere Tochter hat schon öfter Rotkohl probiert, kann sich aber nicht damit anfreunden. Für uns ist das dann völlig okay und sie muss ihn nicht essen. Vorletzte Woche war meine Tochter aufgrund einer Fuß-OP für eine Woche krank geschrieben. Meine Schwiegermutter hatte Appetit auf Salzkartoffeln, Bratwurst und Rotkohl und da es sich für sie nicht lohnte, nur für sich zu kochen, hat sie uns eingeladen. Meine Tochter hat ihr direkt gesagt, dass sie keinen Rotkohl essen wird, weil sie ihn nicht mag. Da hat meine Schwiegermutter ihr gesagt, dass sie bevor sie sagt, mag ich nicht, erst probieren soll. Sie hätte das früher auch gemusst. Als mein Mann seiner Mutter sagte, sie solle damit nicht auf den Grist gehen, wenn XY keinen Rotkohl mag, braucht sie ihn nicht essen. Da meckert meine Schwiegermutter meinen Mann an, er solle den Mund halten, er hätte nichts zu sagen. Mein Mann hat dann sofort die Wohnung von Schwiegermutter verlassen und meinte, sie könne sich den Rotkohl dahin stecken, wo die Sonne nicht scheint. Ich fand seine Reaktion in Ordnung, er hatte ein schlechtes Gewissen.
Muss er ein schlechtes Gewissen haben oder hat er richtig gehandelt?