Wie kann das rein materialistische Weltbild das Phänomen des Bewusstseins erklären?

Es wird bei den materialistischen Erklärungsversuchen immer wieder von einer "Emergenz" gesprochen, die irgendwie aus einer rein atomar/elektrischen Wechselwirkung - ohne jedwedes Bewusstsein - scheinbar aus dem Nichts ein komplexes Bewusstsein entstehen lässt, mit allen Sinnen und sogar komplexen, kaum in Worte zu kleidenden Emotionen, die wir während unseres Lebens erfahren!

Das Phänomen der Emergenz ist ein wahrlich faszinierendes, da es auf einfachsten Regeln basiert und daraus komplexe Ergebnisse schafft - doch stets begründet auf etwas, das schon in primitiver Form vorhanden ist. Es bildet etwas, das (scheinbar) mehr ist als die Summe seiner Teile. Doch dieses "Mehr" ist schon als Information in dessen Bestandteilen enthalten, auch wenn wir es noch nicht erkennen können.

Da entsteht nicht einfach et

was aus dem Nichts. Wir sind nur mit unserem begrenzten Verstand nur nicht dazu in der Lage, die Komplexität des Zusammenspiels vorherzusehen.

Mit dem Bewusstsein verhält es sich diametral anders, denn die Elementarteilchen für sich genommen enthalten nicht die kleinste Spur von Bewusstsein, nicht einmal als Informations-Fragment, da kann logischerweise auch im Komplex nicht einfach 'Etwas' aus 'Nichts' entstehen, denn Multiplikationen mit 0 bleiben stets 0!

Das ist Fakt und da ändert auch keine noch so materialistische Ansicht etwas daran!

Ich will hier auch im Grunde niemanden von irgendwas "überzeugen", denn jeder soll glauben/nicht glauben, was er will.

Mich beschäftigt jedoch die Frage, wie Menschen mit Bewusstsein und Emotionen, an ein rein zufälliges Zusammenspiel von Atomen und Elektronen glauben können, dass aus der - per Definition - bewusstlosen Materie, angeblich auf einmal deren ureigenes Ich-Gefühl entstehen lässt...

Das ist eine rein philosophische Frage, vollkommen unabhängig von persönlichem Glauben/Religion, - also bitte auch auf eben jener Ebene antworten & argumentieren.

Ich freue mich über jede Antwort! :-)

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26 Antworten
Ist die Wahrnehmung von Flächen eine Illusion?

Makroskopische Objekte mit geometrischen Oberflächen bestehen aus Elementarteilchen. Gibt es aber Elementarteilchen mit einer definierbaren geometrischen Oberfläche? Soweit ich weiß werden alle Elementarteilchen als punktförmige Objekte definiert. Viele stellen sich diese Teilchen wie runde Kügelchen vor, wo die Oberfläche die Kugeloberfläche wäre. Aber es gibt keine kleinen Kügelchen mit einer solchen Oberfläche.

Wenn Trillionen von Elementarteilchen zusammen kommen, erkennen wir nicht die einzelnen Teilchen ohne Oberfläche, sondern sehen nur grob eine erhöte Dichte von diesen Teilchen, die wir als makroskopisches Objekt wahrnemen.

Eine große Dichte an Elementarteilchen vermittelt uns dann den Eindruck von Flächen. Somit existiert so was wie eine physikalische Fläche nicht. Die Fläche ist vielmehr eine Abstraktion unseres Gehirns, bedingt durch die endliche Auflösung unserer optischen Wahrnehmung. Was wir nicht als Trillionen von Elementarteilchen sehen, sehen wir als Fläche.

Könnten wir punktförmig definierte Elementarteilchen sehen, wäre dies eine seltsame Art der Wahrnehmung. Die Punkte müssten nämlich unendlich klein erscheinen, andernfalls wären es wieder nur viele kleine Flächen in unserer visuellen Wahrnehmung.

Und wenn man es noch weiter treibt und bedenkt das visuelle Wahrnehmung darauf beruht dass zwischen zwei Teilchen (Auge und Umwelt mit Licht) eine Wechselwirkung stattfindet, dann ist auch die Vorstellung von unendlich kleinen Punkten nur eine Abstraktion unseres Denkens. In Wahrheit existieren gar keine Punkte, auch keine unendlich kleinen Punkte. Nur die Wechselwirkung ist real und die besitzt an sich keine visuelle Existenz. Die visuelle Natur einer Entität ist eine abstrakte Größe, die erst durch komplexe Messungen und Systemen mit biologischen Sinnen entsteht.

Abhängig davon wie das Messinstrument oder das biologische Systeme seine Umwelt abtastet und kategorisiert kann es unterschiedliche Formen visueller Wahrnehmung geben.

Elementarteilchen besitzen also keine absolute visuelle Form und jeder Versuch sie visuell darzustellen oder wahrzunehmen wäre eine abstrakte Fläche die man betrachtet und sie so nicht real ist.

Verwandt mit dieser Frage ist auch eine ältere Fragestellung von mir:

https://www.gutefrage.net/frage/beruehre-ich-die-feste-materie-oder-die-kraftfelder-die-die-materie-umgeben?foundIn=user-profile-question-listing

Psychologie Illusion Naturwissenschaft Philosophie Physik Quantentheorie Teilchenphysik Wahrnehmung Philosophie und Gesellschaft
3 Antworten
Berühre ich die feste Materie oder die Kraftfelder die die Materie umgeben?

Wenn du gerade mit deinen Fingern auf der Tastatur tippst. Berührst du dann die Materie aus denen die Tastatur besteht oder lediglich die elektromagnetischen Kräfte von denen die Atomkerne und Elektronen umgeben sind?

Kommen sich zwei Atome nah genug stoßen sie sich durch ihre gleichartige Ladung ab. Die Kraft die auch dafür sorgt dass die Materie nicht durch die Gravitation bis hin zu maximalen Verdichtung kollabiert.

Also findet jede alltägliche Interaktion mit unserer Umwelt über Kraftfelder statt?

Küsst du deinen Partner auf die Lippen dann küsst du unsichtbare Kraftfelder die die Lippen auf atomarer Ebene umgeben.

Ich möchte die Frage noch weiter treiben: Wenn Atome mit großer Energie kollidieren und die elektromagnetische Abstoßung überwinden, berührt sich die feste Materie dann? Die Atomkerne kollidieren, also kollidieren die Nukleonen miteinander, die Protonen und Neutronen. Nun stellt sich die Frage, berühren sich die Nukleonen dabei gegenseitig oder läuft die Kollision wieder über eine Wechselwirkung von Kraftfeldern ab, nämlich über die Kraftfelder der Teilchen (Quarks) aus denen die Nukleonen bestehen. Oder anders gefragt, wenn Quarks miteinander kollidieren, läuft dass über Kraftfelder ab oder kommen Quark und Quark in materiellen Kontakt?

Kann überhaupt an irgendeiner Stelle von einer stofflichen Berührung der Teilchen die Rede sein, wenn die Position von Quantenteilchen nur über wahrscheinliche Aufenthaltsorte angegeben werden kann? Die Aufenthaltswahrscheinlichkeit bettet die Teilchennatur in ein Feld (Raumbereich mit der Verteilung der wahrscheinlichen Position) ein. Das Teilchen wird zu einem Art Kraftfeld umschrieben. Das Feld mit dem Bereich des wahrscheinlichen Aufenthalts zu einem bestimmten Zeitpunkt und die Kraft ist das Teilchen selbst, das in den wahrscheinlichen Bereichen des Feldes fluktuiert.

Diese Fragen machen vielleicht die flüchtige Natur der Materie deutlich. Genau so verflüchtigt sich auch mein makroskopisches Verständnis von Berührung.

Kraft Atom Materie Physik Quantentheorie Stoff Kraftfeld
5 Antworten
Genaue Erklärung des Metallglanzes - Einige Fragen

Hallo Leute!

Bei mir steht morgen mein AC II Kolloquium an und dafür muss ich auch das Phänomen des Metallglanzes können. Leider konnte mir bisher niemand eine für mich einleuchtende und eindeutige Erklärung dafür liefern, auch mein Tutor nicht... dennoch würde mich das doch mal interessieren.

Also, wenn man das googlet, kommt dort einiges an "Mist" zum Vorschein:

  • ebene Oberfläche -> Licht wird reflektiert (naja, mag sein, doch ist der silbrig weiße Glanz doch etwas anderes, als z.B. der Glanz von Halit, welches ja auch ne ebene Oberfläche aufweist) -> die Erklärung fällt für mich raus

  • Erklärung über das Elektronengas, bzw. um es nach der aktuellen MO-Theorie zu halten:

ein formal unendlich ausgedehnter Metallkristall weißt eine nahezu kontinuierliche Orbitalaufspaltung auf, Leitungsband und Valenzband überlappen sich, in der Mitte des Überlappungsbereiches (gibts nen Namen für, fällt mir grad jedoch nicht ein, vllt ja jemandem von euch), liegt die Grenze der besetzten Orbitale.

So laut gängiger Erklärung, kann hier jedes Photon beliebiger Energie (im gequantelten Bereich natürlich) absorbiert werden, beim Zurückfallen wird eben Licht derselben Energie emittiert. Bin ich soweit auch mit einverstanden, nur dürfte die Intensität bei der "Reflexion" doch stark abnehmen, da die Photonen von einer Richtung absorbiert, aber doch in alle Richtungen emittiert werden. Wieso also dieser helle Glanz?

Auch verstehe ich dann nicht, wieso Nanopartikel wie z.B. Goldcluster dann nicht auch diverse Wellenlängen adsorbieren (klar, man hat kein kontinuierliches Band mehr, aber ja doch etliche diskrete Energiezustände, sodass Photonen verschiedener Wellenlängen absorbiert werden können), sondern, so erklärte es jedenfalls mein Prof, hier z.B. die rote Farbe von Lösungen dadurch zustanden kommen, dass eine stehende Elektronenwelle auf der Clusteroberfläche steht, welche die Frequenz von grünem (-> komplementär zu rot) Licht hat, welches dann absorbiert wird. Er meinte da irgendetwas von Elektronen nach außen quetschen ;)

Kann mich jemand aufklären, was denn jetzt wirklich an dem Metallglanz dran ist und mir vielleicht noch mal kurz erklären kann, wieso diese stehende Welle bei Goldclustern entsteht?

Wäre super dankbar :)

(Ein Verweis zum Holleman Wiberg tuts ggf. auch... allerdings finde ich dort nicht die Erklärung zum Metallglanz, auch wenn sie bestimmt irgendwo steht...)

Chemie Elektrodynamik Metall Physik Quantenmechanik Quantentheorie glanz Bändermodell Wellenmechanik
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