Fristgerechte Kündigung?

Guten Tag,

Ich bin in der Elektro Branche tätig und mein ehemaliger Betrieb ist in der Innung Mitglied.

Bin seid 1 Jahr und 10 Monaten angestellt.

Folgendes hat sich zugetragen.

Ich habe bei meinem alte AG gekündigt am 30.6.2020 (der Brief war auch dann auf seinem Tisch) und habe geschrieben" zum nächst möglichen Zeitpunkt".

Daraufhin wurde ich ab 3.7.2020 beurlaubt und habe auch eine Kündigungsbestätigung bekommen wo drin steht:

"Mit bedauern haben wir Ihre Kündigung erhalten und bestätigen Ihnen diese zum 14.7.2020.

Wärend der Kündigungsfrist sind Sie ab dem 3.7.2020 von der Arbeitsleistung freigestellt unter Anrechnung der restlichen urlaustage. Eventuell bisher nicht genommene Ulaubstage und überstundenguthaben werden verrechnet."

Im Arbeitsvertrag steht" Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch ordentliche Kündigung richtet sich nach den Tarifvertraglichen Bestimmungen und bedarf ihrer Wirksamkeit der schriftform."

Somit bin ich erstmal zufrieden, doch wie verhält sich das jetzt mit der gesetzlichen Kündigungsfrist? Sind das nicht 4 Wochen statt der in der Kündigungsbestätigung stehenden 2 Wochen?

Habe das sowohl in der Ausbildung gelernt als auch bei meiner Recherche auf vielen verschiedenen Internet Portalen das es eine Frist von 4 Wochen einzuhalten ist.

Ist eine Verkürzung ausgeschlossen oder gibt es da schlupflöcher?

Oder habe ich durch mein Schreiben mit:"zum nächst möglichen Termin" einen Fehler gemacht?

Und kann ich darauf bestehen das meine kompletter Jahresurlaub ausgezahlt wird?

Über jede Antwort freue ich mich.

Arbeit, Recht, Arbeitnehmer, Kündigungsfrist, Kündigungsrecht, Kündigungsschutz, Arbeitnehmerrecht, arbeitsrechtlich, Ausbildung und Studium
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Hab ich in meinem Fall ein Recht darauf meinen Urlaub nehmen zu dürfen?

Hey,

erstmal die Geschichte vorab: Ich bin seit Mitte Dezember 2019 im Lebensmittel-Einzelhandel als 450-Euro-Basis Jobber tätig und habe normalerweise 12 Tage pro Halbjahr Urlaub. Ich hatte heute den Stellvertretenden Filialleiter wegen dem Urlaub angesprochen (er macht nämlich die Stundenpläne) 14 Tage Urlaub bis August.

August deshalb, weil mich der richtige Filialleiter vor einiger Zeit nach ner Ausbildung gefragt hatte und ich die Bewerbung schon Samstag abgegeben hatte und so wie es aussieht habe ich wohl die Stelle.

Nun ist das Problem allerdings: Ich will, kann aber kein Urlaub im Juli nehmen, weil mein Kollege im Juli schon 4 Wochen nimmt und ich dort da sein muss. Mein Stellvertretender Filialleiter meinte, dass es im August auf den ersten Ausbildungslohn dazugezahlt wird und ich mich für den Urlaub hätte früher melden müssen, weil die Urlaubsplanung Anfang des Jahres gemacht wird.

Allerdings stand es weder im Arbeitsvertrag noch hatte mir bis heute jemand erzählt, ob es überhaupt Urlaub gibt und dass dieser Ende des Jahres gemacht wird. Das heißt genauer gesagt, man hätte mir das nicht Bescheid gegeben und ich wusste es bis heute nicht.

Darf der stellvertretende Filialleiter mir das nehmen des Urlaubs verbieten und mir das Geld in Form von Lohn auszahlen, obwohl ich nicht wusste, wann es festgelegt wird? Ich wollte ihn zwar so oder so drauf ansprechen vor einigen Wochen, allerdings wollte ich erst die Rückmeldung bezüglich der Ausbildung vom richtigen Filialleiter abwarten. (Der Stellvertretende Filialleiter meinte, dass auch dies keine Rolle spielt, allerdings hatte man mich darüber auch nicht informiert)

LG

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Widerspruch gegen Arbeitszeugnis einlegen?

Hallo!

Mein Arbeitgeber und ich sind leider nicht im Gutem auseinander gegangen. Nun bin ich verunsichert, ob mein Arbeitszeugnis eine gute Beurteilung enthält. Anbei findet Ihr den letzten Ausschnitt des Zeugnisses:

"Frau ... verfügt über umfassende und vielseitige Fachkenntnisse, die sie immer sicher und gekonnt in der Praxis einsetzte. Aufgrund ihrer genauen Analysefähigkeit und ihrer schnellen Auffassungsgabe war sie jederzeit in der Lage, auch schwierige Situationen sofort zutreffend zu erfassen und schnell gute Lösungen zu finden. Frau... zeigte Eigeninitiative und identifizierte sich immer voll mit ihren Aufgaben und unserem Unternehmen, wobei sie auch durch ihre Einsatzfreude überzeugte. Auch in Situationen mit hohem Arbeitsaufkommen erwies sie sich als belastbar.

Alle Aufgaben führte sie vollkommen selbstständig, sehr sorgfältig und planvoll durchdacht aus. Sie agierte immer ruhig, überlegt, zielorientiert und im hohem Maße präzise. Dabei überzeugte sie stets in guter Weise sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht. Frau... überzeugte durch ihre Zuverlässigkeit.

Für alle auftretenden Probleme fand sie gute Lösungen. Die Leistungen von Frau... haben jederzeit und in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung gefunden.

Sie wurde wegen ihres freundlichen und ausgeglichenen Wesens allseits sehr geschätzt. Sie war immer hilfsbereit, zuvorkommend und stellte, falls erforderlich, auch persönliche Interessen zurück. Ihr Verhalten zu Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden war ausnahmslos einwandfrei.

Das Arbeitsverhältnis endet mit Ablauf des befristeten Arbeitsvertrags am ... . Wir bedauern dies, weil wir mit Frau... eine gute Mitarbeiterin verlieren. Wir bedanken uns für die stets guten Leistungen und wünschen ihr für die Zukunft beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute."

Da meine persönlichen Daten im Arbeitszeugnis falsch erfasst wurden, werde ich das Zeugnis nochmal zur Korrektur zurück schicken und wünsche mir auch eine bessere Bewertung.

Ist das ein gutes/befriedigendes Zeugnis? Ich bin verunsichert..

Bitte helft mir. Vielen Dank!

Bewertung, Arbeitgeber, Arbeitszeugnis, Arbeitnehmerrecht, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Arbeitgeber will, dass ich mich nach Urlaub auf Corona testen lasse?

Hallo,

folgendes: ich möchte für ein paar tage in die türkei, mein vorgesetzter hat das mitbekommen und verlangt jetzt von mir, dass wenn ich wieder komme, ich zum hausarzt gehen soll und er mich auf das corona virus testen soll. daraufhin meinte ich, dass die türkei momentan kein risikiogebiet ist, und der arzt auch so ohne symptome und kontakt zu anderen infizierten mich nicht auf den virus testen wird. dann meinte er ja dann soll der arzt mich halt allgemein auf infektionen testen wenn ich wieder komme. ich habe ihn gefragt, was er genau wissen möchte vom arzt. er meinte, dass kann er ja nicht wissen, er sei ja kein arzt. ich habe mich so sehr geweigert bis er den arbeitgeber angerufen hat, die auch meinte ich muss danach zum arzt gehen und mir bestätigen lassen ich sei nicht ansteckend. er meinte außerdem, dass steht so im arbeitsvertrag. IMMER wenn man aus dem urlaub kommt muss man danach erstmal zum arzt. ich habe darüber nichts im vertrag gefunden. dann meinte er, ja dann steht das halt im infektionsschutzgesetzt. ich habe auch da nichts zu gefunden?! ich arbeite in niedersachsen in der gastronomie als 450€ kraft. kann mir vielleicht einer von euch da was zu sagen? er ist tatsächlich nicht der hellste und versteht auch einfach nicht, dass kein arzt einem einfach so aus lust und laune irgendwelche infektionen geschweige denn den corona virus testen wird.

falls ihr wisst, ob ich mich weigern kann oder ob ich tatsächlich zum arzt oder sogar gesundheitsamt muss, könntet ihr mir ja gerne schreiben. danke!

Krankheit, Gesundheit und Medizin, Arbeitnehmerrecht
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Ist das Rechtens vom Arbeitgeber?

Meine Mutter hat mir heute von einer neuen Regelung auf ihrer Arbeit erzählt und ich wüsste gerne, ob diese von Seiten des Arbeitgebers überhaupt erlaubt ist.

Die Lohnzettel in Papierform wurden abgeschafft, stattdessen hat jeder Mitarbeiter eine Anleitung, bestehend aus 6 Seiten, bekommen um sich Online ein Programm herunterzuladen und zu Verwalten mit dem die Lohnzettel Online abrufbar sind.

Auf Nachfrage einiger Mitarbeiter geht dies wohl auch wirklich nur zu Hause und nicht an den Computern auf der Arbeit (Der Arbeitsplatz ist eine ITS Station im Krankenhaus)

Ich werde meiner Mutter noch Helfen können, dieses Programm herunterzuladen und einzurichten, auch wenn sie einen sehr alten und sehr langsamen Laptop hat und es (Verständlicherweise) nicht einsieht sich nur dafür einen neuen zu Kaufen.

Allerdings gibt es auch Kollegen, die nächstes Jahr in Rente gehen und keinen PC oder Laptop oder sogar einen Internet Zugang besitzen. Auf Nachfrage dieser Kollegen, kam wohl die Antwort aus der Personalabteilung, dass es sich hierbei um eine so geringe Anzahl Mitarbeiter handeln würde, dass sie darauf jetzt nicht weiter eingehen wird.

Meine Frage wäre jetzt, wie oben schon erwähnt, ob dieses Vorgehen so überhaupt erlaubt ist? Als Begründung wurde das Sparen von Papier gennant da man nun nicht mehr alle Lohnzettel ausdrucken müsste.

Viele Mitarbeiter wollen die Lohnzettel jedoch gerne in Papierform haben und nun kommen neben dem neuen Programm auch noch die Kosten für das Ausdrucken dieser hinzu.

Der Betriebsrat wurde schon eingeschaltet. Wie sehen die Erfolgschancen aus?

Arbeit, Recht, Arbeitnehmerrecht, lohnzettel
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Diverse Fragen zu Lohnfortzahlung u.Ä. bei Minijobs?

Hallo zusammen.

Wir beschäftigen eine Putzhilfe auf Minijobbasis. Sie hat keinen Festlohn im Monat, sondern wird stundenweise bezahlt. Hintergrund ist, dass wir beide recht wirre Arbeitszeiten haben und deswegen nicht jede Woche jemand da sein kann.

Nun bin ich da mit dem Gedanken "Man bezahlt halt, was gearbeitet wurde + Sozialabgaben, und das war's" offenbar etwas naiv rangegangen und hätte deshalb ein paar Fragen:

  1. Dass sie Anspruch auf 6 Wochen Lohnfortzahlung bei Krankheit hat, habe ich über die Seite der Bundesknappschaft herausgefunden. Nur, wie berechne ich diesen Anspruch, wenn es gar keinen festen Wochenlohn gibt? es gibt durchaus Phasen, in denen sie 5 mal pro Monat kommt, dann wieder welche, wo es nur zweimal klappt.
  2. Wie sieht es aus, wenn WIR in Urlaub sind, und sie deswegen nicht kommen kann? Müssen wir ihr dann die Ausfalltage auch bezahlen? Falls ja stellt sich das gleiche Problem wie oben.
  3. Den Gedanken aus 2 weitergesponnen: Müssten wir ihr dann auch für die Monate, in denen sie nur zweimal da war den Lohn für vier oder fünf mal zahlen, wenn es an uns (bzw. unserenArbeitszeiten) lag, dass nicht mehr Termine zustande kamen?

Falls 2 und 3 stimmen, könnten wir sie auch gleich wieder auf festen Monatslohn anmelden. Damit haben wir aber dummerweise Miese Erfahrungen gemacht.

Danke schonmal und Gruß in die Runde,

DpB

Minijob, Lohnfortzahlung, Arbeitnehmerrecht
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Wie zwinge ich meinen (Noch-) Arbeitgeber dazu, mir zeitnah ein Arbeitszeugnis auszustellen?

Folgende Situation:

Befristet angestellter Mechatroniker, dessen Vertrag am 31.10. endet, erhält seit Ende August / Anfang September immer wieder auf Nachfrage die mündliche Aussage, dass er ab 01.11. übernommen wird. Er wird sogar nachweislich zu einem Lehrgang ab Mitte November angemeldet und es werden ihm Bücher hierfür ausgehändigt.

Anfang Oktober allerdings wird ihm dann plötzlich gesagt, dass er nun doch nicht wie angekündigt übernommen wird und somit ab 01.11 arbeitslos ist.

Glücklicherweise hat der junge Mann sich trotzdem rechtzeitig arbeitssuchend gemeldet.

Er möchte sich also jetzt zeitnah bewerben (was er dummerweise nicht schon vorher getan hat) und bittet seinen Arbeitgeber um ein Arbeitszeugnis.

Leider hat er dieses Zeugnis noch immer nicht erhalten, so dass er sich nun ohne Zeugnis bewerrben musste. Was etwas blöd ist, denn er hat bisher nur ein Zeugnis aus seiner Ausbildung bekommen. Auf mehrfache Nachfrage wird er immer und immer wieder vertröstet. Am Ende sagte man ihm, es wurde wohl mit der Post raus geschickt, was jetzt erneut alles verzögert.

Es blieben ihm nun nur noch 14 Tage, um eine neue Stelle zu finden, somit wird es immer wahrscheinlicher, dass er nun erst mal arbeitslos ist.

Meine FRage: Hat jemand schon Ähnliches erlebt und hat jemand einen Idee, wie man den alten Arbeitgeber dazu bringen kann, so ein Zeugnis auszustellen? M. E. erschwert der Arbeitsgeber so ja die Anschlußbeschäftigung, was ich nicht fair finde. Ganz abgesehen davon, dass man ihn vorher im Glauben ließ, er würde unbefristet angestellt.

Übrigens werden mit ihm noch 4 weitere Gesellen entlassen, obwohl die Auftragsbücher randvoll sind. Sein meister hat sich auch für sie eingesetzt, da er so personell nicht mehr in der Lage ist die Aufträge zu erfüllen. Scheint nichts zu nutzen. Und gleichzeitg hat die Fa. wieder Stellen ausgeschrieben - allerdings als Voraussetzung nun auch den LKW Führerschein eingefügt.

Arbeit, Arbeitsrecht, Arbeitgeber, Arbeitsamt, Zeugnis, Arbeitnehmerrecht, Ausbildung und Studium
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Was gilt bei einer Krankschreibung?

Hallo,

ich habe ein kleines Problem mit meinem Arbeitgeber hinsichtlich einer Krankmeldung/Krankschreibung. Ich war für 1 Tag nicht arbeitsfähig/krank (Zahnbehandlung) und habe dies ordnungsgemäß mitgeteilt und auch die vorr. Dauer (eben 1 Tag) angegeben.

Nun verlangt mein Arbeitgeber 5 Tage nach meiner Arbeitsunfähigkeit eine Krankenmeldung des Arztes. Es wird auf das sog. "Filialhandbuch" des Arbeitgebers hingewiesen (ich arbeite in einer Einzelhandelsfiliale), wo wiederum steht: "Sofern die Arbeitsverhinderung aufgrund einer Erkrankung besteht, ist dem Arbeitgeber spätestens am dritten Tag eine Bescheinigung des Arztes oder der Krankenkasse dem Arbeitgeber vorzulegen."

In meinem Arbeitsvertrag steht jedoch hierzu: "Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 2 Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine Krankenmeldung des Arztes oder der Krankenkasse ... vorzulegen."

Für wird hier unterschiedliches verlangt. Zum einen, dass laut Filialhandbuch generell am 3. Tag nach Krankmeldung eine Bescheinigung vorliegen muss, und laut meinem A-Vertrag, dass ich erst eine Bescheinung vorlegen muss, wenn ich länger als 2 Tage krankheitsbedingt ausfalle, was aber nicht der Fall war.

Was zählt nun für mich? Über die Info im Filialhandbuch hatte ich kein Wissen. Schon gar nicht zu dem Zeitpunkt meiner Erkrankung daheim.

Ich hoffe und freue mich wie immer auf sach- und fachkundige Infos von euch und bedanke mich im voraus.

Beruf, Recht, Arbeitsrecht, Krankmeldung, Krankschreibung, Arbeitnehmerrecht, Ausbildung und Studium
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