Würdet ihr eine Partei wählen, die Folgendes zum Thema Bundestagswahl im Parteiprogramm stehen hätte?


25.06.2020, 12:25
  • mehr Einfluss für das Volk bei politischen Entscheidungen -> z.B. mit regelmäßigen Befragungen aller Bundesbürger

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Neben der Wahl vor Ort und der Briefwahl gibt es in Zukunft auch noch die Online-Wahl

Und wie will man sich hier gegen Wahlmanipulation schützen?

Es gibt technische Ansätze, ich weiß (Blockchain etc.) aber sind die wirklich schon praxistauglich? Und stehen die in einem Kosten-Nutzen-Verhältnis?

Man wählt bis zu 2 Parteien, kann aber auch einer Partei beide Stimmen geben. Die beiden Parteien mit den meisten Stimmen schicken ihren Kandidaten aus dem Wahlkreis in den Bundestag, wenn die jeweilige Partei die 5%-Hürde überspringen konnte. Ansonsten rückt der Kandidat aus der nächstbesten Partei nach.

Ich verstehe den Mehrwert dieses komplizierten Konstruktes nicht. Wozu bräuchten wir das?

Davon abgesehen, dass dies ein Mehrheitswahlrecht (wie in UK und USA) bedeuten würde, und das Verhältniswahlrecht (bisherige Zweitstimme) abschaffen würde.

Was ich bisher eigentlich ganz gut fand.

Vor jeder Wahl müssen alle Parteien eine Kurzfassung (eine 70-seitige PDF ist nicht kurz ) ihres Programms auf eine vom Bund betriebene Website hochladen um den potenziellen Wählern einen einfachen Überblick zu verschaffen

Die Welt ist aber nunmal nicht einfach.

Parteien, die "einfache Lösungen" für komplexe globale Zusammenhänge anbieten, sind meist Populisten.

Wer "komplexes einfach erklärt" haben möchte, kann doch den Wahlomat nutzen. Dem könnte man noch ein unabhängiges Prüfsiegel verpassen, finde ihn aber bisher eigentlich ausreichend.

Wer wählen will, muss sich vorher einem Test unterziehen.

Einem politischen Bildungstest? Wäre ich sofort dabei!

Anmelden darf sich jeder Einwohner Deutschlands, der schon mind. 5 Jahre im Land lebt und mind. 16 Jahre alt ist.

Interessanter Ansatz. Für diesen Punkt wäre ich in der Tat offen.

Ich verstehe den Mehrwert dieses komplizierten Konstruktes nicht. Wozu bräuchten wir das?

Man muss doch nur 2 Kreuzchen setzen. Der Rest ist Auszählung.

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@1n9d9c4

Man müsste das gesamte Wahlrecht ändern. Und die Auszähler müssten erstmal durchblicken, wie auszuzählen & auszuwerten ist.

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Schlicht verfassungswidrig und anfällig für zahlreiche Manipulationen.

Welches "Problem" soll denn damit "gelöst" werden? Das taugt allenfalls als Beispiel für eine Verschlimmbesserung. :-)

Auf Bundesebene haben wir aktuell zu viele Abgeordnete (709). Dadurch wird es wohl ziemlich schwierig bei bestimmten Themen zu einer Einigung zu kommen und außerdem kosten so viele Politiker auch eine ordentliche Stange Geld.

Bei den Wahlen selbst, haben kleine Parteien ziemlich schlechte Chancen. Auf dem Stimmzettel stehen grundsätzlich die altbekannten Parteien (meisten Union) ganz oben bzw. ganz links. Da ist bei vielen das Kreuzchen ganz schnell gesetzt und der Rest wird ignoriert, vor allem dann wenn es wieder mal ein XXL-Stimmzettel ist, den man erstmal komplett auffalten muss um auch alle Wahlmöglichkeiten zu sehen.

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@1n9d9c4

Träger von Vokuhila-Frisuren, Hawaii-Hemden, karierten Shorts und weißen Socken in Sandalen können meinetwegen ihr persönliches Leben nach dem Motto "Geiz ist geil!" gestalten.

Aber eines der wohlhabendsten Länder der Welt(geschichte) sollte sein offensichtlich bestens funktionierende politische System nicht nach diesem Motto ruinieren, weil ein vernünftiger und ausgeklügelter Mechanismus der bestmöglichen Repräsentanz des Wählerwillens zeitweilig auch schon mal etwas mehr kosten kann.

Wir haben also auf Bundesebene nicht "zu viele" Abgeordnete, sondern so viele, wie eine angemessene Repräsentanz der Regionen und der Stimmenanteile der Parteien nunmal erfordert.

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Nein, die würde ich nicht wählen, weil:

  1. Kann ich nicht auf Anhieb sagen, ob gut oder schlecht
  2. Ob zufällig oder nach Namen, Reihenfolge ist mir egal, wenn nur alle wählbaren Parteien genannt und gewählt werden können.
  3. Onlinewahl ist extrem manipulierbar, auch wenn dir was anderes erzählt wird.
  4. "Wer wählen will, muss sich vorher einem Test unterziehen" : Nieder mit dem Kontrollwahn !!! Kommt nicht in Frage. "Der schon mind. 5 Jahre im Land lebt": Wer einen deutschen Pass hat, soll wählen dürfen. Kommt ebenfalls nicht in Frage. " Der mind. 16 Jahre alt ist". Zu jung, kommt auch nicht in Frage.
Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

NEIN, Test genau soweit kommt es noch. Was soll den da getestet werden?

Wahrscheinlich wird dort indirekt abgefragt wen man wählen würde und wenn man das falsche auswählt ist man nicht dabei.

Das sollte natürlich neutral ablaufen.

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@1n9d9c4

Das glaubst du doch selbst nicht. Wer so einen Quatsch einführen will, hat immer einen Hintergedanken zu seinen Gunsten.

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neh, das gefällt mir überhaupt nicht. Das zufällige Auflisten wäre einfach verwirrend, man weiß meistens doch eh schon zuvor, was man wählen will.

Das mit dem Test zuvor finde ich ebenfalls absolut schwachsinnig. Das ist wahnsinnig zeitaufwendig und wie will man da sortieren? Wie viel man über die Partei weiß, die man wählen will? Das wäre gegen die Geheimhaltung. Und allgemein über deutsche Politik würde ebenfalls keinen Sinn machen.

Die online-Wahlen finde ich absolut grausam, da man so viel einfacher betrügen kann und es gibt viele Wahllokale. Jenen, die ihren Hintern dort nicht hinbewegen wollen, ist die Wahl auch nicht wichtig genug. Da behaupte ich einfach mal ganz frech, dass diese sich auch nicht gut mit den einzelnen Parteien auseinandergesetzt haben sondern einfach "CDU-Dauerwähler" sind. Weil "das hat bisher ja auch geklappt"

Erst- und Zweitstimme gefällt mir auch besser. Würde man zweimal dieselbe Partei wählen können, würde das absolut nicht mehr aufkommen. Dann gibts da locker tausend Neo-Nazis oder ähnliche, die einfach aus Protest zweimal die AfD wählen (die, die das aus Überzeugung tun mal ausgenommen). Das Ganze würde einfach komplett zu Chaos werden, wenn Leute aus Trotz eine Partei doppelt wählen. Zumal kleinere so komplett vom Erdboden verschwinden.

Ich finde einfach, hier wurde zu wenig auf die Resultate solcher Maßnahmen eingegangen. Persönlich würde ich es niemals wählen, vielleicht sehen manche meine Argumente anders, sogar gegenteilig, aber es ist halt meine eigene Ansicht

Das zufällige Auflisten wäre einfach verwirrend

Wieso?

Wähler X hat auf seinem Stimmzettel ganz oben die CDU/CSU stehen, dann die SPD, dann die FDP usw.

Wähler Y hätte ganz oben die FDP, dann die Grünen, dann die SPD usw.

Ich habe tatsächlich keine Ahnung, ob es irgendeine Wirkung hat wenn ein Wähler auf dem Stimmzettel zuerst eine ihm unbekannte Kleinpartei, z.B. die Partei der Humanisten, sieht und dann nach der Partei sucht, die er eigentlich wählen wollte.

Da behaupte ich einfach mal ganz frech, dass diese sich auch nicht gut mit den einzelnen Parteien auseinandergesetzt haben sondern einfach "CDU-Dauerwähler" sind. Weil "das hat bisher ja auch geklappt"

Deswegen gibts ja den Punkt:

"Vor jeder Wahl müssen alle Parteien eine Kurzfassung (eine 70-seitige PDF ist nicht kurz) ihres Programms auf eine vom Bund betriebene Website hochladen um den potenziellen Wählern einen einfachen Überblick zu verschaffen."

Erst- und Zweitstimme gefällt mir auch besser. Würde man zweimal dieselbe Partei wählen können, würde das absolut nicht mehr aufkommen. Dann gibts da locker tausend Neo-Nazis oder ähnliche, die einfach aus Protest zweimal die AfD wählen (die, die das aus Überzeugung tun mal ausgenommen). Das Ganze würde einfach komplett zu Chaos werden, wenn Leute aus Trotz eine Partei doppelt wählen. Zumal kleinere so komplett vom Erdboden verschwinden.

Man kann doch jetzt auch schon eine Partei doppelt wählen, einen Direktkandidaten und die Zweitstimme.

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@1n9d9c4
Wieso?

Weil es verwirrend wäre. Wie gesagt. Es war immer so, also warum die plötzliche Änderung? Mal davon abgesehen, habe ich bereits gesagt, dass man sich eh zuvor entschieden haben wird.

Deswegen gibts ja den Punkt:

Das sehe ich ebenfalls anders. Wenn man ein Dauerwähler ist, so wie ich es beschrieben habe, dann vertraut man auf deren Aktionen. Die gucken sich keine Wahlkampagnen an, sondern wären, weil es immer so war. Und wie ich vorhin schon hierunter gelesen habe, ist auch das mit der Website irgendwie...undurchdacht. Mir gefällt die Idee halt einfach nicht. So wie es jetzt ist, kann jeder auf seine Weise dafür sorgen, dass er gewählt wird. Deine Variante ist eher wie Hausaufgaben. "Gebt alle schön wenig ab" und fertig. Ja ne. Wenn manche ein Video machen wollen, dann tun sies halt. Wenn manche einen Aufsatz schreiben wollen, dann tun sie es ebenfalls. Die Leute da sind nicht dumm. Denen ist schon bewusst, dass sich kaum einer 70 Seiten durchliest, aber trotzdem werden sie wohl einen guten Grund dazu haben. Sonst würden sie es nicht machen. Zudem sagt siwas auch viel über eine Partei aus. Eine Partei mit Videikampagne wirkt modern, eine mit langem Aufsatz ernst. Und im Video selber kann man Leute, die die Partei feiern in den Vordergrund stellen oder eben einen 5 Minuten redenden Abgeordneten. Das ist deren Sache und das ist auch gut so.

Man kann doch jetzt auch schon eine Partei doppelt wählen, einen Direktkandidaten und die Zweitstimme

Gut, lange darf ich noch nicht wählen, war erst zweimal. Bisher hatte ich keine solche Wahl, bei der sowas erlaubt war. In dem Fall wäre ich für gänzliche Abschaffung des doppelt-Wählens und entweder 1. und 2. Stimme oder zwei 1. Stimmen

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@Nicocchi
In dem Fall wäre ich für gänzliche Abschaffung des doppelt-Wählens und entweder 1. und 2. Stimme oder zwei 1. Stimmen

Das wäre in etwa das was ich oben geschrieben habe. Zwei Erststimmen, nur, dass man nicht direkt die Person wählt sondern seine Partei.

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