Würdet ihr euch nach eurem Tod kryokonservieren lassen?

Schon seit 1976 bieten Firmen wie das Cryonics Institute an, den Körper von Verstorbenen (und übrigens auch von Haustieren) einzufrieren, um sie in Zukunft mithilfe neuer medizinischer Technologien wieder zum Leben zu erwecken. Dabei werden sofort nach dem Tod alle Körperflüssigkeiten durch ein Frostschutzmittel ersetzt, der Körper rasch, aber stufenweise heruntergekühlt und anschließend bei -196 Grad in flüssigem Stickstoff konserviert.

Über 400 Menschen liegen schon in diesem Kälteschlaf und tausende weitere haben bereits einen Vertrag abgeschlossen. Viele lassen auch nur ihren Kopf oder ihr Gehirn einfrieren, weil es billiger ist und man davon ausgeht, in Zukunft auch neue Körper ohne Gehirne züchten zu können.

https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/der-wunsch-nach-ewigem-leben-ein-professor-laesst-sich-einfrieren/10065490.html

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kryonik-wissenschaft-oder-fantasterei-wiedergeburt-aus-der-kuehltruhe.4d409b6c-e429-4d58-ae70-2a536e2a6db1.html

https://www.derstandard.at/story/2000050501559/kryonik-die-eisige-sehnsucht-nach-der-auferstehung

Meine Frage: Wie steht ihr dazu? Überlegt ihr, auch selber einen Vertrag abzuschließen?

Nein, das ist Unsinn! 49%
Andere Antwort: 20%
Ist zwar interessant, würde ich aber mit mir nicht machen lassen! 14%
Natürlich lasse ich mich einfrieren! 10%
Muss ich mir noch überlegen! 7%
Leben, Medizin, Zukunft, Wiederbelebung, Technik, Tod, Wissenschaft, Biologie, Unsterblichkeit, Transhumanismus
Ist man noch man selbst, nachdem man Wiederbelebt wurde?

Was denkt ihr?

Folgendes Gedankenexperiment, warum ich denke, dass man nicht mehr man selbst ist:

Wir befinden uns in ferner Zukunft und man kann Menschen klonen und teleportieren. Beim Klonen wird eine exakte Kopie aller Atome gemacht, und somit ein Perfekter Klon erschaffen. Wir dürften uns alle einig sein, dass dieser Klon nicht man selbst ist, sondern eben nur eine Kopie. Beim Teleportieren wird der Mensch in seine einzelnen Atome zerlegt, diese werden mit Lichtgeschwindigkeit zu einer Empfangs-Station geschossen, dort wird der Mensch wieder zusammengesetzt. Auch danach ist der Mensch nicht mehr er selbst, denn: Ob ich jetzt meine Atome verschicke, oder die des Klons, oder abwechselnd ein Atom von mir und eins vom Klon, macht absolut keinen Unterschied, die Atome sind ja exakt gleich - An der Empfangsstation kommt also immer das selbe an, egal wessen Atome man durchschickt. Folglich kann der Mensch, der dort drüben dann zusammengesetzt wird, nur eine Kopie meiner selbst sein.

Und dann fragt man sich natürlich: Wann hört man auf, man selbst zu sein? Wo hört das Bewusstsein auf? Ab welchem Punkt wäre man nurnoch eine Kopie des Originals?

Durch obiges Experiment komme ich zu dem Schluss: Sobald das Gehirn einmal aufhört.

Folglich wäre man nicht mehr man selbst, nachdem man Wiederbelebt wird, sondern nur eine exakte Kopie des Originals, die denkt sie wäre das Original. Das Originale Bewusstsein hört zum Zeitpunkt des Todes auf zu existieren.

Ist natürlich die Frage, ob das Gehirn schon "aufgehört hat", wenn man noch wiederbelebt werden kann. Die Frage könnt ihr auch gerne beantworten. Aber um es eindeutig zu machen: Ein Mensch wird kryokonserviert und in 5000 Jahren aufgetaut und wiederbelebt. Ist er / das Bewusstsein dann noch das Original?

Was sagt ihr, habe ich recht? Was sagt ihr zu meiner Begründung?

Die Frage ist natürlich rein wissenschaftlich. Falls ihr an überirdische Magie wie z.B. eine Seele glaubt, die natürlich auch nach dem Tod nach erhalten bleibt, wählt diese Antwort.

Das Originale Bewusstsein ist wiederherstellbar, denn ... 50%
Man ist nurnoch eine exakte Kopie des Originalen Bewusstseins 36%
Ich glaube an eine Seele (o.Ä.) und enthalte mich deswegen. 14%
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