Urlaubsanspruch nach Schwangerschaftsabbruch

Hallo zusammen. Im Folgenden möchte ich euch mein Anliegen erläutern. Meine Lebensgefährtin (Krankenschwester) und ich (Lehrer) haben vor kurzem die glückliche Nachricht erhalten, dass wir, nach mehrmaligen Versuchen, ein Kind bekommen. Just in der selben Woche sollte meine Freundin ihren Urlaubsplan für das kommende Jahr abgeben. Nachdem wir uns bezüglich des "verbliebenen Urlaubsanspruchs bei einer Schwangerschaft" erkundigt und den Urlaubsplan demnach ausgefüllt hatten (wir hatten einen beginnenden Mutterschutz für Anfang Mai errechnet) ging meine Freundin mit dem Urlaubsplan und der frohen Botschaft zu ihrer Personalchefin. Diese freute sich, beglückwünschte meine Freundin noch zur Schwangerschaft und sagte, dass man dem durch die Schwangerschaft beeinflussten Urlaubsplan gern nachkommen wolle. In den dann folgenden zwei Wochen, ergaben sich dann Komplikationen in der Schwangerschaft, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Das Resultat aus diesen Komplikationen führte dann zu einem Schwangerschaftsabbruch. Meine Freundin und ich waren/sind am Boden zerstört. In der Folgezeit kamen uns in den tausenden Gedanken, die einen bewegen, auch die Frage wieder auf, wie man diesen Schicksalsschlag überwinden kann und kamen so wieder auf den Urlaub zurück. Die Frist für die Urlaubsplanung lag nun schon 2-3 Wochen zurück. Nach der verschriebenen Krankschreibung ging meine Freundin mit der Botschaft des Schwangerschaftsabbruchs und einem neuen Urlaubsplan wieder zu ihrer Personalchefin und bat sie, diesen umzusetzen. Doch die Chefin weigerte sich. Die Frist sei verstrichen, und im Sommer sei schon alles voll. Und sie könne ja auch nix dafür, dass meine Freundin schwanger geworden wäre. Dazu sagte sie dann noch in etwa sinngemäß zu meiner Freundin, dass sie doch gerne Bescheid gewusst hätte, wenn und wann wir das nächste mal vor haben ein Kind zu zeugen, damit sie die Dienstpläne darauf abstimmen könnte!!! Meine Freundin wäre fast geplatzt vor Wut und Trauer.

Zu dem Resultat: Meiner Freundin wurden nach dem Mai nur noch wochenweise Urlaub genehmigt und zwar allesamt außerhalb der Schulferien. Somit können wir keinen gemeinsamen Urlaub verbringen.

Fakt ist: Der Arbeitgeber meiner Freundin gewährt Eltern bzw. Partnern von Lehrern in den Zeiten der Schulferien einen Vorrang. So war es alle Jahre zuvor. Da nächstes Jahr erst mein erstes "richtiges" Lehrerjahr ist, wurde meine Freundin die Jahre zuvor auch nie für die Sommerferien berücksichtig. Im kommenden Jahr wäre sie nun mit zwei Kolleginnen eine von drei Personen, die Berücksichtigung im Sommer finden könnten. Stattdessen werden neben den zwei anderen Kolleginnen nun zwei Neulinge im Sommer berücksichtigt, die nach Usus des Arbeitgebers keinerlei Ansprüche auf den Sommer haben, da partnerlos und neu.

Meine Frage: Hat meine Freundin Anspruch auf ihren geänderten Urlaubsplan, der durch die Schwangerschaft verspätet abgegeben wurde? Und lohnt sich hier ein Anwalt?

Danke!

Beruf, Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch, Urlaubsanspruch, Urlaubsplanung
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