Warum ist es natürlich Kuhmilch zu trinken, aber unnatürlich, wenn man als Erwachsener noch Muttermilch trinkt?

28 Antworten

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Streng genommen ist es auch nicht natürlich, dass ein körperlich erwachsener Mensch noch Milch trinken kann. Die Fähigkeit Laktose zu verdauuen ist eine genetische mutation. Normal ist der Zustand der Laktoseintoleranz ab einem bestimmten Alter. Das ist bei jedem Säugetier so.

die vernünftigste Antwort.

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Das ist natürlich richtig - aber es ist ja kein Zufall, dass sich die genetische Besonderheit, auch im Erwachsenenalter noch Milch verdauen zu können, besonders in den gemäßigten bis kälteren Regionen durchgesetzt hat.

Hier herrscht im Winter Vitamin-D-Mangel, und da Milch sowohl Kalzium als auch Vitamin D enthält, sind Menschen mit dieser Mutation besser vor Osteoporose geschützt.

Also können wir uns Milch getrost schmecken lassen! Und wer eine Laktoseintoleranz hat, kann inzwischen auf laktosefreie Produkte zurückgreifen.

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@Pangaea

Da hast du sicher recht.
Ich bin aber er Ansicht, dass, wenn überhaupt, nur Rohmilch den viel zitierten gesundheitlichen Effekt haben kann - nicht das hochbehandelte Zeug aus dem Supermarkt.
Von Rohmilch kann man aber auch keine Mengen trinken, selbst wenn man so keine Probleme mit Laktose hat.

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@EvaRelativ

Das hochbehandelte Zeug aus dem Supermarkt enthält immer noch alle wertvollen Inhaltsstoffe der Milch - Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, Fett und Milchzucker (außer wenn es laktosefrei ist).

Die Behandlung (Pasteurisierung) dient dem Gesundheitsschutz, weil eventuelle Keime abgetötet werden. Vor der Erfindung der Pasteurisierung konnte man sich durch Milch mit Tuberkulose infizieren. Der Vitamingehalt wird nur minimal vermindert.

http://www.meine-milch.de/milkipedia/pasteurisierung

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@Pangaea

Milch enthält zwar Kalzium was gut für die Knochen ist, aber das die Milch gut für die Knochen sein soll, ist nur ein Werbemärchen. Da spielen noch andere Faktoren als nur das Kalzium und das Vitamin D eine Rolle. Nicht umsonst haben die Länder mit dem höchsten Konsum von Milch auch die höchste Osteoporoserate. Ich gehe davon aus das liegt daran, das Milch den Körper in ein saures Milieu bringt, was wir zwar in der Lage sind auszugleichen, aber mit dementsprechenden gesundheitlichen Folgen.

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@mulano

Nein - das ist ein Veganermärchen.

Die Länder mit dem höchsten Milchkonsum haben schlicht deswegen hohe Osteoporoseraten, wel sie die höchste Lebenserwartung haben.

Mit einer einzigen Ausnahme: Japan. Dort wird keine Milch verzehrt, und die Osteoporoseraten sind die höchsten der Welt. Sie werden sehr alt, aber ihre Knochen leiden.

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@Pangaea

@Pangaea  Wenn jetzt noch entsprechende Studien verlinkst, würde das deine Glaubwürdigkeit erheblich steigern. ;)

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Wobei genetische Mutationen im Sinne der Evolution wiederum auch nur natürlich sind. Streng genommen kann nichts nicht natürlich sein.

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Das hochbehandelte Zeug aus dem Supermarkt ist nicht pasteurisirt sondern ultrahoch Erhitzt und homogenisiert.

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@siggiiii

Kennst du den Unterschied zwischen "normaler" Milch und H-Milch? Erstere wird pasteurisiert, letztere Ultrahocherhitzt.

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Alles Mögliche in unserer Kultur ist unnatürlich. Es ist unnatürlich, dass wir Obst und Gemüse essen, das bei uns nicht wächst und mit dem Flugzeug gebracht wird. Es ist unnatürlich, dass wir im Winter Obst und Gemüse essen, dass hier nicht wächst und sich normalerweise nicht länger halten würde. Selbst Konservierungsmethoden wie Einkochen (Marmelade, Chutneys) oder Einlegen (saure Gurken, Sauerkraut) sind unnatürlich - die Natur hat das so nicht vorgesehen. In der Natur gibt es nur regionale, saisonale Produkte oder alles, was sich zufällig länger hält wie z.B. Nüsse.

Die Natur hat selbstredend auch nicht vorgesehen, dass wir Kühe melken und aus ihrer Milch Joghurt, Quark oder Käse herstellen. Die Natur hat allerdings in gewissem Rahmen vorgesehen, dass wir Kühe essen. Jedenfalls können wir Fleisch verdauen und unsere nächsten Verwandten, jedenfalls einige davon, wie Schimpansen, essen auch Fleisch.

Nun gibt es aber Gegenden auf der Erde, in denen Menschen leben, die aberzeitweise oder einen großen Teil des Jahres fast keine frischen Lebensmittel in Form von Gemüse, Obst und Nüssen vorhalten und in denen auch wenig jagbares Wild vorhanden ist. Oder eben nur zeitweise, weil z.B. Dürren herrschen. Was machen die Menschen dort? Sie halten Ziegen, Schafe oder Kühe und melken diese auch und verwenden die Milch in allen denkbaren Formen. Man könnte jetzt argumentieren, dass es nicht natürlich ist, dass Menschen in diesen Gegenden leben, weil sie halt längere Zeit kein frisches Obst und Gemüse finden oder Fleisch jagen können. Auf der anderen Seite hat die Natur auch nicht vorgesehen, dass wir Pflanzen und Obst essen, ohne deren Samen wieder mit unseren Ausscheidungen zu verbreiten. Eine Toilette mit Abwassersystem war nicht vorgesehen. Dass wir Speicherorgane der Pflanzen essen - Möhren, Kartoffeln etc. - war nicht vorgesehen. Davon hat die Pflanze gar nichts. 

Das Problem an dieser Herangehensweise: NIEMAND hat etwas vorgesehen. Die Natur, wie wir so schön sagen, ist einfach die Entwicklung einzelner Arten und deren Ko-Existenz (z.B. Samenverbreitung durch Tiere, die Früchte essen und die Samen irgendwo wieder ausscheiden).

Der Mensch ist aber - wie übrigens auch viele andere Tiere! - kreativ und fand Wege, Hunger zu entgehen, indem er Milch von Kühen erst selbst trank und dann - nach zufälligen Entdeckungen von Dickmilch etc. - erst experimentell, später gezielt weiterverarbeitete. Lässt man Milch stehen, kommen auch andere Tiere und trinken diese oder fressen Käse, wenn sie ihn finden. Da gibt es keine Sperre, "oh, das ist ein unnatürliches Produkt, das fresse ich nicht!" Schau dir Krähen an. Was machen die? Suchen gezielt in Mülltonnen, holen sich Bäckereitüten und andere Verpackungen raus, öffnen diese mit Geduld und Gelassenheit und bedienen sich. Das ist Opportunismus. Genauso, wie der Mensch entdeckt hat, dass man Tiermilch trinken und wie man sie zu anderen Lebensmitteln weiterverarbeiten kann.

Und übrigens: SO VIELES an unserer Kultur ist streng genommen nicht natürlich, angefangen mit dem Waschen mit Seife und Co, über Kleidung, Häuser, Heizung, Medizin, besonders weiterverarbeitete Medizin. Einige Tiere behandeln sich selbst mit dem, was sie in der Natur finden (Weidenrinde etc.), aber gezielte Herstellung von Medizin und Behandlung von Brüchen sowie Operationen sind nicht "natürlich", die passieren in der Natur nicht einfach spontan ohne Wissen und  Überlegung! Denke darüber nach, wenn du das nächste Mal zum Arzt gehst!

Sagt ja auch keiner, dass es viele andere unnatürliche Dinge gibt, die wir konsumieren oder nutzen. Es geht aber jetzt nur um die Tatsache, dass wir lieber artfremde Muttermilch als erwachsene trinken aber arteigene Milch eklig finden! Und DAS ist in der Tat sehr paradox.

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Wir sind schon dafür vorgesehen das wir Obst und Gemüse essen. Schau dir mal unsere Zähne an, die sind stumpf und wir können den Kiefer seitlich bewegen, genau wie auch Pflanzenfresser. "Die Natur hat nicht vorgesehen, dass wir Pflanzen und Obst essen, ohne deren Samen wieder mit unseren Ausscheidungen zu verbreiten." Richtig, aber das bedeutet nur, dass Toilette und Abwassersystem nicht natürlich ist (obwohl diese natürlich trotzdem notwendig sind in unserer heutigen Gesellschaft), aber NICHT das es unnatürlich ist Obst und Gemüse zu essen.

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@mulano

Es wurde doch nicht behauptet, dass Obst und Gemüse essen generell unnatürlich ist, sondern lediglich dass es unnatürlich ist, eingeflogenes Obst und Gemüse aus dem fernen Ausland zu essen, und welches, das in der Jahreszeit normalerweise nicht verfügbar ist. Oder habe ich etwas überlesen? ...

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@Honeybee89

Ist es so schwer richtig zu lesen? Ich habe das Zitat doch extra nochmal wiederholt !!!

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@mulano

Lies dir noch mal die Antwort von Tasha durch. Genau das steht doch da!!! Zuerst sagt er/sie: "Es ist unnatürlich, dass wir Obst und Gemüse essen, das bei uns nicht wächst und mit dem Flugzeug gebracht wird. Es ist unnatürlich, dass wir im Winter Obst und Gemüse essen, dass hier nicht wächst und sich normalerweise nicht länger halten würde." Und später dann das mit der Toilette. Und du führst hier an, dass unsere Zähne dafür sprechen, dass es vorgesehen ist, dass wir Obst essen. Tasha hat nirgendwo behauptet, dass Obst und Gemüse generell unnatürlich sind zu essen. Aber hier wachsen eher Äpfel als Ananas...

Also an dich die Frage: ist es so schwer richtig zu lesen?

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In den nordeuropäischen Breitengraden haben sich über die Jahrtausende unsere Gene verändert, wofür die Land- und Viehwirtschaft gesorgt hat. Milch war damit eines der wenigen Nahrungsmittel, die dem Menschen im kälteren Nordeuropa ganzjährig in frischer Form zur Verfügung stand. Damit könnten sich die dortigen Menschen wesentlich fett- und eiweißreicher ernähren - und am Ende in diesen Landstrichen überhaupt überleben.

Aus diesem Grund ist in Skandinavien fast niemand laktoseintolerant, in unseren Breiten nur sehr wenige, doch je weiter man in Richtung Süden "wandert", umso öfter tritt dieses Phänomen zutage. In Asien vertragen die meisten keine Milch und Milchprodukte, aber auch das ändert sich ganz allmählich und vereinzelt. Das ist der Tatsache geschuldet, dass diese Ernährungsweise in wärmeren Teilen der Welt einfach nicht erforderlich war. Viele Chinesen und Japaner ekeln sich bis heute vor Milch oder Käse.

Menschen passen sich allerdings immer hervorragend an ihre Lebensverhältnisse an, darin sind wir einsame Spitze, Homo Sapiens ist ein Anpassungskünstler der absoluten Extraklasse: Die Inuit im hohen Norden ernährten sich über tausende von Jahren ausschließlich von rohem Fleisch und Fisch, pflanzliche Nahrung war dort nicht existent - und ist es erst in der jüngeren Vergangenheit durch Handel in Grönland und Alaska geworden. Die Ureinwohner Nordamerikas hielten sich mit Wasna (oder auch Pemmikan) den Winter über satt, einem kalten Matsch aus Nierenfett, getrocknetem und gestampftem Büffelfleisch und Beeren - für die meisten Europäer ein Brechmittel, aber rein physiologisch eine hochkalorische Nährstoffbombe, von der man nicht allzuviel brauchte, um auf seinen Tagesbedarf zu kommen. Noch heute gilt bei den Lakotaindinanern rohe Niere als "Schokoriegel" des Indianers.

Aber - damit zur Ausgangsfrage - auf diese Weise machte der Mensch in Nordeuropa genau das was er am besten kann: Sich hervorragend anpassen - und das Weidevieh für seine Zwecke zu nutzen: Fleisch, Fell, Wolle, Sehnen (für Jagdwaffen und als "Nähgarn), Knochen - und eben auch Milch - . Zum Schluss noch der Dung für die sesshafte Feldwirtschaft - und so entstanden die ersten bäuerlichen Kulturen und Dörfer - ohne die es uns heute nicht gäbe. 

P.S....auch meine kleine Katze trinkt gerne mal ein Schlückchen Milch, so dann und wann, wenn sie welche bekommen kann. Das ist also kein menschliches Alleinstellungsmerkmal.




Paradox ist es aber schon, dass wir keine Muttermilch trinken würden, aber Kuhmilch trinken wir, meinst du nicht auch?

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@mulano

Da stimme ich dir zu, aber auch mit kleinen Einschränkungen: Man stelle sich einmal vor, ein erwachsener Mann hängt sich an die Brust seiner Mutter. Wer denkt in diesem Zusammenhang noch an "Ernährung" (?), der hebe bitte jetzt die Hand. Die Brust einer Frau hat schließlich eine nicht leugbare sexuelle Komponente, das Euter einer Milchkuh nun überhaupt nicht. Da ist die Distanz zwischen Mensch und Tier einfach zu groß. 

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@mulano

Wer um des Himmels willen sagt, dass wir keine Muttermilch trinken würden? Sie schmeckt lecker!

Sollte sich also ein Markt für Muttermilch etablieren - zum Beispiel dadurch, dass Frauen, die ihr Baby abgestillt haben, einfach immer regelmäßig abpumpen - dann könnte man die sicher zu hohen Preisen anbieten.

Das Schöne ist: Wenn die Milchproduktion bei einer Frau erstmal etabliert ist, dann kann sie mehr oder weniger unbegrenzt aufrechterhalten werden, solange die Brust regelmäßig entleert wird.

Früher haben sich Frauen so ihren Lebensunterhalt verdient: nach dem Abstillen ihres eigenen Babys die Kinder fremder Leute gestillt. Man nannte solche Frauen "Amme". Das funktionierte über Jahrzehnte -  bis zu den Wechseljahren.

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@Pangaea

"Wenn die Milchproduktion bei einer Frau erstmal etabliert ist, dann kann sie mehr oder weniger unbegrenzt aufrechterhalten werden, solange die Brust regelmäßig entleert wird"

Deshalb werden Kühe auch jedes Jahr geschwängert. 🙈 Dein Satz zeugt von reichlich Unkenntnis. Bei Frauen ist es genau wie bei Kühen. Die Milchleistung WIRD irgendwann nachlassen und nur eine erneute Schwangerschaft kann dies verhindern.

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@mulano

Nachlassen wird sie natürlich irgendwann, das ist bei Mensch und Kuh gleich. Aber über ein paar Jahre können sie schon Milch geben. Kühe werden wieder geschwängert, damit sie eben noch mehr Milch geben, da geht es natürlich ums liebe Geld. Aber es gibt ja sogar Frauen, die ihre Kinder sehr lange stillen, z.B. auch mal bis zur Grundschule (wahrscheinlich sehr selten aber möglich). Die müssen dafür auch nicht noch mal schwanger gewesen sein. Es gibt natürlich Grenzen, irgendwann ist es vorbei mit der Milchproduktion, aber wenn alle Frauen nach einer Geburt und nachdem sie nicht mehr stillen weiterhin abpumpen würden, würde schon eine ganze Menge zusammen kommen. Aber die Nachfrage ist halt einfach nicht da. Ist wohl auch kulturell bedingt.

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Ich mag auf das eigentliche Thema nicht eingehen, nur mit diesem immer und immer wieder verbreitegen Mythos aufräumen, dass (Ost)asiaten sich vor Milch & Käse ekeln würden. Das ist NICHT wahr. Käse ist sogar ziemlich beliebt dort. Man bekommt ihn nicht so leicht und er ist ziemlich teuer, aber mögen tun ihn die meisten. In Korea gabs auf jedes zweite Gericht Käse drauf.

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Es wäre wohl interessant zu wissen, wie lange bereits Kuhmilch  (aber auch Ziegenmilch,...) getrunken wird und aus welchen Gründen.

Wahrscheinlich ist es lediglich eine "Eigenheit" geblieben, einfach weil ... einige es vertragen. Und es gesellschaftlich anerkannt ist.

Auch mit Fleischkonsum: wenn ich höre, wie sich aufgeregt wird, wenn Hund und Katze gegessen werden, der gleiche Mensch sich aber auf das Hoppelhäschen zu Ostern freut,.... auch das ist irrational. 

Obwohl ich persönlich die Grenzen gut finde. Denn sie sind sowieso bereits viel zu verschoben: nur wenige denken über ihr Essverhalten nach (ich zähle mich dazu). Was im Grunde sehr schade ist.

Welche Grenzen findest du gut? Das man Schweine essen darf, Hunde aber nicht?

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@mulano

Was beim Essen akzeptabel ist und was nicht, ist rein kulturell geprägt.

In China gilt Hund als Delikatesse, Milch aber nicht.

Im Mittelalter aß man in Europa bei Festmahlen Schwäne oder sogar Pfauen, heute kommt uns das seltsam vor.

In den USA würden die meisten Menschen keine Gans essen, bei uns gilt sie als Festessen zu Weihnachten. Dafür jagt man in den US-Südstaaten Eichhörnchen und isst sie.

In Island gilt Rochen, der monatelang "gereift" ist, als gesuchte Kostbarkeit. Und in einigen Ländern Afrikas röstet man Maden und Heuschrecken.

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Das mit den Hunden und Katzen hat auch ganz rationale Gründe Fleischfresser sind die reinsten Krankheisstaubsauger. Selbst haben sie damit keine Probleme aber der Mensch als Allesfresser sollte solche Tiere möglichst nicht essen.

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@siggiiii

Wie gesagt, die Grenzen sind massiv verschoben, unreflektiert. Und es braucht dringend eine Überprüfung dessen. Was nicht dem Staat angelastet werden sollte (wo hast doch nur auf Geld gesehen wird), sondern jeder Mensch für sich.

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Ich weiß ja nicht wie es bei dir aussieht aber ich hab noch nie an einem Kuheuter genuckelt. Davon abgsehen aber auch nicht als Baby bei meiner Mutter an der Brust.

Ich finde das gar nicht so paradox. Würde es menschliche Muttermilch in Tüten im Supermarkt geben, würde es sicherlich Leute geben die diese kaufen würden. Ist nur einfach nicht massentauglich, da man Menschen nicht in eine große Halle stecken und alle gleich versorgen/ernähren kann (damit gleicher Geschmack + Qualität besteht) um diese Milch in den Handel zu bringen. Dagegen sprechen so einige Gesetze.

Der Unterschied ist demnach leicht und der gleiche wie beim Fleischkonsum. Wir kennen diese Kühe nicht, unsere Mutter im Normalfall schon. Wir kennen fremde Schweine nicht, unsere Katze schon, deshalb essen wir sie nicht.

"Würde es menschliche Muttermilch in Tüten im Supermarkt geben, würde es sicherlich Leute geben die diese kaufen würden."

Ein paar Perverse würden dies sicherlich tun...

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@mulano

Ist meiner Meinung nach genauso wenig pervers wie Kuhmilch oder Ziegenmilch zu trinken. Wie hier schonmal jemand in einer anderen Antwort meinte, vielleicht von einzelnen Frauen frisch gespendet und verkauft, wäre eventuell sogar machbar.

Wie gesagt, keiner nuckelt an einem Kuheuter und der ist aus menschlicher Sicht eben auch nicht erotisiert wie eine menschliche Brust.

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@mulano

Was daran pervers sein sollte, ist mir schleierhaft! Pervers ist definitv was anders. Du musst es ja nicht kaufen, wenn du es nicht möchtest. Ich weiß auch nicht, ob ich zu den regelmäßigen Konsumenten gehören würde. Aber pervers ist es ganz und gar nicht.

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@mulano

Fände an menschlicher Muttermilch weniger Pervers, als an Tiermilch. Tiermilch ist für den Menschen nicht gedacht, wir verarbeiten und konsumieren es trotzdem.

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