Seid ihr schon sehr links?


02.05.2024, 01:07

Wer schreibfehler findet darf die behalten weil ich habe LSR und Kommentare dazu will ich nicht sehen

Nein ich bin nicht links 64%
Ich bin schon links 36%
Ich werde gerade links und konvertiere 0%

22 Stimmen

8 Antworten

Ich bin schon links

Ich war schon immer links eingestellt. Das Wort N eger war aber auch schon vor 20 Jahren eine Beleidigung. Gegendert habe ich da auch schon.

Was das Gendern betrifft, erlebe ich es eher umgekehrt: Ich erlebe es nicht so, dass Leute Probleme bekommen, wenn sie nicht gendern, sondern eher diejenigen, die es tun. Ich habe kein Problem, wenn jemand nicht gendert, ich achte auch gar nicht wirklich darauf, aber dann sollte auch niemand ein Problem damit haben, dass ich gendere.

Wir leben heute in einer völlig anderen Zeit als vor 20-30 Jahren. Nicht nur Musik und Mode ändern sich, sondern auch Gewohnheiten und somit auch Sprache.

Ich verstehe schon, dass dir die Zigeunersoße sehr wichtig ist.
Ich weiß zwar nicht, was so furchtbar wichtig dran ist, wie der Kram heißt (wenn das Zeug schmeckt, könnte es bei mir auch "Hanni und Nanni-Soße" heißen, das ist mir dann egal), aber wenn man jemandem mit einem kleinen Wort eine Freude bereiten kann, soll mir das recht sein.

Seit wann spricht man eigentlich von LSR?

Ich hoffe, dir ist klar, dass es auch diesen Begriff noch nicht so furchtbar lange gibt. Früher (als man noch "Zige*ner" gesagt hatte) hat man sicher auch noch nicht "LSR" gesagt. Ich weiß nicht genau, was man gesagt hatte, aber so ganz nett war es vermutlich nicht.

Doch gar nicht so schlecht, im Jahre 2024 zu leben, oder? :)

Ich bin schon links

Was heißt denn Links-Sein? Links-Sein heißt, sich mit anderen Menschen zu solidarisieren, Rechts-Sein dagegen heißt, andere Menschen unterordnen zu wollen.

Oder mit einem alten, stolzen und deutschen Wort ausgedrückt: Keines Herren Knecht und keines Knechtes Herrn. Das wollen wir nach der Überwindung der Monarchie und anderer Unterdrückungssysteme sein!

Zudem lebt die linke Zukunftsvision immer von bessern, freieren Lebensumständen.

Dagegen: Müssen alle links sein? Nein, das wäre wieder nur eine andere Form der Unterdrückung, diesmal im Deckmantel eines ach so diktatorisch und unfreien Sozialismusses.

Nicht anders mit der Cancel-Culture: Hier wird ein illegitimer Druck ausgeübt. Es ist gut, Menschen davon zu überzeugen, lieber einen Schoko- oder Schaumkuss zu essen. Passt ja auch mittlerweile gut ins Bild. Dagegen die sexuell aufgeladene, spät-imperialistische Phantasie eines wörtlichen N.-Kusses (und in diesem Kontext, ist das Wort N. ein historisch notwendiges Zitat und keine Diffamierung), also aus heutiger Sicht die schlüpfrige Vorstellung eines Menschen mit unterdrückter Sexualität, passt ja eigentlich seit den 1960er Jahren nicht mehr in unsere Lebensrealität. Wir sind sexuell aufgeklärt und benötigen nicht mehr solche fragwürdigen Projektionen zum Ausleben unseres eigenen Ichs. Zeiten ändern sich und Menschen können leicht Schritt halten. Jemenschen überzeugen, von einer besseren Verwendung einer guten Alternative. Ja, da bin ich dabei. Aus irgendwelchen Motiven etwas "untersagen", das ist für mich rechts und nicht links.

Nein ich bin nicht links

Ich bin und werde nie Links sein, da mir der Großteil dort einfach zu viel Bienchen und Blümchen ist. Ich bin eher liberal-konservative und lehne auch das extrem Rechte ab.

Ich verstehe z.b nicht das ganze ungleichmäßige Gender zeug nicht, ich finde wie schon immer in der Deutschen Sprache, sollte diese nach Festen Regeln laufen und solange man fürs Gendern keine Einheitlichen Regeln Festgeschrieben hat, werde ich mich dahingegen auch Sträuben das Gendern zu nutzen, wenn es nicht von Nöten ist. Es gibt noch so viele andere Punkte, aber die werde ich hier nicht auflisten da ich sonst Backlash bekomme wie sonst was.

Weder ist "Cancel Culture" eine ausdrücklich linke Sache, Deine Predigt ist irgendwie fehl am Platz.

Noch sind die von Dir genannten Beispiele tatsächlich "Cancel Culture"

Sprache lebt, Sprache ist ein Ausdruck der Kultur, Sprache unterliegt dem Wandel. Fräulein sagt man ja auch nicht mehr.

Wenn sich "N*ger" und "Zigeuner" von diesen Begriffen verletzt oder diffamiert fühlen, dann kann man sich dem Anpassen, ohne daraus einen großen Glaubenskampf machen zu müssen. Es ist wirklich nur eine minimalste Anpassung von uns gefordert.

Einfach mal tief durchatmen, Kumpel.