Wie lebten die Menschen während der Ns-Zeit, also wie war deren Alltagsleben?

14 Antworten

Hier als Beispiel der Alltag der Jugend:

Hitler stellt klar dar, wie er sich das Wachstum von Kindern und Jugendlichen im 3. Reich vorstellte. Die Schule soll die Kinder zum Wohle des Landes formen, nicht Wissen sondern der feste Glaube an den Staat ist für seine zukünftigen Vorhaben das Wichtigste. Sport hatte für ihn dabei den höchsten Stellewert, denn die Jugend sollte nicht nur die neue Zukunft des Reiches darstellen, sondern sie hatte für ihn auch die Macht seine Ideologie genau wie er durch- und weiterzuführen. Dazu brauchte es einen willensstarken Charakter und Körperertüchtigung um sie zu starken Soldaten auszubilden. Die Hitlerjugend war dafür aus seiner Sicht das zwingend notwendige Mittel, denn dort lernten sie unter anderem immer überlegen sein zu wollen und hier wurde ihnen auch immer eingebrannt: "Diene immer dem deutschen Volk und mache das gerne." Zudem war ein besonderes Augenmerk des NS-Regimes, die Erziehung und Ausbildung der jungen Generation mit dem Grundstein für die rassistische Volksgemeinschaft der Zukunft. Das Konzept der „völkischen Erziehung“ stellten sich die Nationalsozialisten gegen die Aufklärung und Vernunft.

Die Hitler Jugend gab der jungen Generation die Wünsche der damaligen Zeit. Veranstaltungen wie Lagerfahrten, eigenes Liedgut, Lagerfeuer und natürlich Freundschaften. Die HJ war zwar eine Verpflichtung, wurde aber durchweg nicht als Zwang aufgefasst sondern mit größer Begeisterung angenommen. Die Jugend spürte die starke, für sie positive Veränderung im Land, das Vertrauen in den Führer stieg enorm, ihr nationales Bewusstsein erreichte, auch durch völkische Erziehung, ein extrem hohes Ausmaß. Die deutsche Jugend liebte ihr neues Leben, spätestens ab 1938 vertraute sie ihrem Führer bedingungslos, stellte die Fahne über ihren eigenen Tod und war jederzeit bereit ihr Vaterland zu verteidigen. Die Jugend ahnte aber zu keiner Zeit welches Ziel ihr Idol Adolf Hitler tatsächlich im Schilde führte

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Geschichte Schwerpunkt Deutsches Reich / Nationalsozialismus

Darüber gibt es unzählige Veröffentlichungen textlichen und videotechnischen Inhalts. Eine gute Lesequelle wären "Das Tagebuch der Anne Frank" oder der Film "Das Leben der anderen". Auch im Netz gibt es rechtlich Lektüre hierzu, einfach mal nachsehen.

Das Leben der Anderen spielt aber deutlich nach der NS-Zeit.

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@JoJo1812

naja bedingt...
die stasi aus den 80ern mit der NS-Zeit zu vergleichen ist nicht ganz passend.
die stasi hat zwar stark vom SD kopiert aber das netz war bei weitem dichter und auch die methoden weitaus ausgereifter als noch in den 30er/40er jahren.
die einzige parallele wäre wohl dass künstler mit kritischem auge betrachtet wurden sofern sie nicht der staatsdoktrin entsprachen.

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Es herrschte herkömmlicher Alltag und Ablauf wie heute auch. Mit dem Unterschied, dass man mehr auf Gemeinschaftliches gesetzt hatte und auch damals etwas mehr "miteinander" herrschte.

Vorausgesetzt: Du warst kein Jude oder du warst politisch nicht sonderlich aktiv und warst in Linie mit dem damaligem Zeitgeist.

und nicht jüdisch, bitte sehr. Komisch, dass das bei den Lobhudeleien der NS Zeit immer vergessen wird.

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@Dahika

Dummer Fehler von mir. Hab's korrigiert, danke!

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@adelaide196970

das sollte man aber! Nach Auschwitz und Treblinka. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mit meiner Oma das Familienalbum beguckte. Ich sah meinen Vater als ca vierjährigen Jungen neben einem gleichaltrigen oder jüngeren Jungen im Sandkasten spielen. Ich weiß noch, wie meine Oma sagte: "Guck mal, das ist dein Papa Achim." Und dann wurde ihr Gesichtsausdruck plötzlich düster und sie sagte bedrückt - und das fiel mir als ca Achtjähriger auf! - "Und das war sein Freund, mit dem er immer spielte. Er war ein jüdisches Kind. Irgendwann nach dem Foto ist er mit den Eltern abgeholt worden..."

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Nach allem, was meine Grossmutter so erzaehlte, war das Leben zumindest hier auf dem Lande ziemlich normal! - Sie hat auch in der Zeit geheiratet, - nur leider musste ihr Mann ja an die Front, und die ganze Arbeit blieb deshalb an ihr haengen! - Nur zu Kriegsende wurde es wegen der vielen Fliegerangriffe ziemlich stessig. - Bombenschaeden gab es aber nicht, - denn wegen der starken Winde an der See, landeten die ganzen Bomben in den Feldern.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nun, wenn nicht zur verolgten Gruppe gehörtest, ganz normal. Also so wie heute z.B.... Ganz normaler Tagesablauf.

Wenn nicht: Verstecken, Untertauchen und nicht auffallen.

Du meinst also, wir sollten heute mal in den Luftschutzbunker laufen, weil gerade unser Haus bombardiert wird und abbrennt?

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@archibaldesel

Die NS Zeit ist nicht automatisch die Kriegszeit. Aber zu deiner Frage: Je nach aktuellem Konflikt und Land gehört das auch zum Alltag. In Syrien ging die Bevölkerung trotzdem shoppen. Selbes Israel oder Donezk...

Der Alltag geht weiter.

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