Wieso lebten so viele Menschen auf einer Burg?.....................................................

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Im Durchschnitt lebten auf einer mittelalterlichen Burg ca. 100 Menschen. Dies ist nicht überraschend viel. Es ist zu bedenken, dass der Burgherr Familie und Personal hatte, welches wiederum zumeist mit Familie auf der Burg wohnte. Dazu die Soldaten, die die Burg zu verteidigen hatten, die Räte, und deren Familien, die Diener, Knechte und Mägde, Handwerker, die laufend beschäftigt waren, der Burgkaplan, Schreiber, all diese Personen ließen die Burgbewohner alsbald auf diese Zahl steigen.

Die Bewohnerschaft stand natürlich im Verhältnis zur Größe der Anlage.

http://www.lerntippsammlung.de/Eine-Burg.html

Schon die Frage ist eigentlich falsch.

Es gibt keine Standardburgen. Es gibt verschiedene Burgentypen in unterschiedlichen Größen.

Auf einer Ministerialienburg des 12. Jahrhunderts lebten vielleicht 15-20 Mann, das sind nicht viele.

Für eine lange Zeit gab es Königsburgen, die die meiste Zeit im Jahr leerstanden und darauf warteten, daß der König in seinem Reisekönigtum vorbeikam. Da saß dann nur ein Verwalter mit ein paar Leuten, die die Bude in Schuß hielten und einer Kerntruppe, wenn überhaupt.

Es gab Fluchtburgen, in die sich auch die Bewohner des Umlandes zurückziehen konnten, wenn Gefahr drohte, aber sonst lebten dort nur die üblichen Verdächtigen.

Große Burgen, die als Verwaltungseinheiten dienten waren beherberten natürlich einige Menschen, aber überbevölkert waren sie nicht.

Der Großteil der Bevölkerung lebte in Dörfern und Städten, letztere waren in der Regel durch Stadtmauern geschützt.

Dort waren Märkte, dort ging man hin, zu handeln, erzählen, arbeiten, aber gelebt haben die wenigsten da. Man lebte vor der Burg auf dem Land...

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