Meinung des Tages: Jeder Mensch soll seinen Geschlechtseintrag und Vornamen selbst festlegen & ändern können. Wie steht ihr zum Selbstbestimmungsgesetz?

38 Antworten

Die Grundidee, das in großen Teilen verfassungswidrige TSG endlich abzuschaffen, ist gut und überfällig. Ich bin den Weg übers TSG gegangen und u.a. durch die Zwangsgutachten und Demütigungen bis ans Ende meiner Tage traumatisiert. Das ist sicher nicht die Regel, aber es gibt genug solcher Fälle. Insoweit stellt die Abschaffung der gerichtlich geforderten Zwangsgutachten einen Fortschritt dar. Es verbleibt ja bei den Zwangsgutachten für die Krankenkassen, um zunächst die Diagnose und dann die Medikation zu erhalten, bei denen Ärzte weiterhin ausreichend Gelegenheit zum Demütigen und Misshandeln haben. Auch bei dieser Gelegenheit bin ich vergewaltigt worden und musste die Klappe halten. Inzwischen wusste ich ja, wie sowas abläuft. Insoweit wäre es ein Fortschritt, wenigstens 2 Zwangsgutachten weniger erdulden zu müssen, auch wenn diese Extreme hoffentlich nicht Standard sind. Aber jeder Übergriff ist einer zuviel.

Die an sich positive Motivation fürs SBG hat sich jedoch komplett ins Negative für Betroffene gewandelt, weil weder diese Politiker*innen noch die aktuelle Gesellschaft für so etwas reif sind. Auch ich als alter TSG-Fall muss Hausrecht, Vertragsfreiheit und AGG gegen mich gelten lassen so wie alle anderen Trans*personen gleichermaßen, die VÄ und PÄ übers TSG abgewickelt haben. Niemand ist bislang jedoch auf die absurde Idee gekommen, diese Selbstverständlichkeit in ein gesondertes Gesetz zu packen. Es sind genau diese expliziten Überflüssigkeiten, die jede trans* und intergeschlechtliche Person unter Generalveracht stellen, zu spannen, zu belästigen und zu vergewaltigen. Nur komisch, dass es seit über 40 Jahren auch ohne solche explizite Nennung nicht dazu gekommen ist (abgesehen von polemisch hochgepushten Einzelfällen zumeist außerhalb Deutschlands, deren wahrer Hintergrund unklar ist und die merkwürdigerweise nicht damals, sondern gerade jetzt pünktlich zum SBG auftauchen - ein Schelmy, der Böses dabei denkt). Schutzräume für Frauen werden auch künftig so sicher oder nicht sicher sein wie jetzt und früher. Diese Floskeln sagen ja gerade aus, dass sich NICHTS ändert. Also besteht der Sinn, diese dennoch ins Gesetz zu schreiben, in reiner Verunglimpfung von Trans*personen als potentielle Gefährder öffentlicher Ordnung, Gewalttäter*innen und Monster.

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/queerpolitik-und-geschlechtliche-vielfalt/gesetz-ueber-die-selbstbestimmung-in-bezug-auf-den-geschlechtseintrag-sbgg--199332

Zitat aus dem Entwurf

Das Selbstbestimmungsgesetz (beziehungsweise ein bestimmter Geschlechtseintrag) wird keinen Anspruch auf Zugang zu geschützten Räumen vermitteln. Die bestehende Rechtslage in Bezug auf die Vertragsfreiheit und das private Hausrecht bleibt durch das Gesetz unberührt. Wie bislang sind gesetzliche Grenzen der Vertragsfreiheit zu beachten (zum Beispiel die Grenzen durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Danach ist eine Zurückweisung speziell von transgeschlechtlichen Personen allein aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität unzulässig. Unterschiedliche Behandlungen wegen des Geschlechts sind zulässig, wenn es dafür einen sachlichen Grund gibt (§ 20 AGG). Das kann insbesondere der Fall sein, wenn die unterschiedliche Behandlung dem Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre oder der persönlichen Sicherheit Rechnung trägt (§ 20 Absatz 1 Nummer 2 AGG). Auch insoweit wird sich durch das Selbstbestimmungsgesetz nichts ändern. Das heißt: Was heute im Rechtsverkehr zulässig ist, das ist auch künftig zulässig.

Während Sven Lehmann sich anfangs noch empört zeigte und in seiner Erststellungnahme zum Gesetzesentwurf das Löschen dieser unsinnigen polemischen Überflüssigkeit forderte, zeigt er sich inzwischen von der Ampel überrollt und billigte bei den Tagesthemen explizit diesen (nunmehr umformulierten) Generalverdacht. Herzlichen Dank, Herr Queerbeauftragter, Sie vertreten nicht meine Rechte und Interessen, sondern die der Gegner. Gleichermaßen könnte ins SBG geschrieben werden, dass nach erfolgter standesamtlicher Änderung diese Personen nach wie vor bei roter Ampel stehenbleiben und eine 85-Cent-Marke auf den Standardbrief kleben müssen. Hätte nur nicht den polemischen Zündstoff, aufgrund dessen demnächst männlich aussehende Cis-Frauen von Damenklos geprügelt werden, weil sie für trans gehalten werden ... Selbstredend nicht mit dem Trans*sein, sondern mit dem Verdacht der "Unruhestiftung" begründet, um nicht in die AGG-Falle zu tappen. Vielleicht werden bald wachsame Bürger_innen patrouillieren, um vermeintlichen Trans*personen überall Zugang und Zutritt zu verwehren. Ich bin ja der Zeit schon voraus und gehe NIRGENDWO mehr hin, außer zur Arbeit, zur Tanke und zum Supermarkt. Mal sehen, wann auch dort vom Hausrecht Gebrauch gemacht wird, weil der Generalverdacht besteht, ich würde Kunden im Tiefkühler vergewaltigen. Menschen wie ich werden gut daran tun, sich spätestens ab Inkrafttreten des Gesetzes komplett in Luft aufzulösen.

In diesem Sinne ein großer Dank an die Politik: ganze Arbeit ganz im Sinne eines neuen Feindbildes. Das wird die Leute ablenken von Inflation, Wohnungsnot, Klimakollaps, Bildungs- und Gesundheitswesenskrise und hilft, neue Schuldige für das Elend jedes einzelnen Mehrheitsgesellschafters zu finden.

Nachtrag:

Das sehe ich offenbar nicht alleine so. Inzwischen gibt es eine Petition - u.a. initiiert und unterstützt von Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats: "Diskriminierung und MIsstrauen raus aus dem SBG":

https://innn.it/jazuselbstbestimmung?fbclid=IwAR1h3GfXS_IHWOIodheKP5uAf3JAkywS1ILVV6Z4m6ROFqKKKmQHslDysAQ

Darin heißt es u.a.:

Es kann z.B. nicht sein, dass diesen unnötige Wartezeiten zugemutet werden. Dass sie von Sportvereinen oder Wettbewerben ausgeschlossen werden können. Oder dass z.B. Saunabetreibenden im Gesetz suggeriert wird, sie könnten trans*, inter und nicht-binäre Personen einfach rausschmeissen. Statt ihre Lebensrealitäten voll zu berücksichtigen, werden Vorurteile, Hass und Hetze im aktuellen Gesetzesentwurf zementiert. Lassen Sie nicht zu, dass transfeindlichen „Frauenrechtler*innen” mehr Glauben geschenkt wird als denjenigen, für die das Gesetz gemacht ist.
...
Juristisch ist die im Absatz festgehaltene „Klarstellung" zum Hausrecht und zur Vertragsfreiheit für das Selbstbestimmungsgesetz unnötig. Zudem hat auch die Vertragsfreiheit Grenzen, etwa im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Der Absatz lädt aber zu Missverständnissen und unterschiedlichen Interpretationen im Alltag ein. Vor allem für trans* Frauen erhöht sich dadurch das Diskriminierungsrisiko in geschlechtergetrennten Räumen.
„Die Gesetzesbegründung suggeriert an dieser Stelle […], dass insbesondere trans Frauen eine potentielle Gefahrenquelle für andere Frauen darstellten, indem sie das Gesetz zum missbräuchlichen Eindringen in für sie nicht vorgesehene Räume nutzen würden. Dafür gibt es keine empirischen Belege. […] gerade trans und nicht-binäre Personen [sind dagegen] von Gewalt und Belästigung betroffen.“ (Deutscher Juristinnenbund)
Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – überlebe seit Jahren 24/7 offen als "trans" MzF

Seraphiel0  25.08.2023, 17:40

Exakt. Zwar sind rechtliche Geschlechtsangleichungen dann möglich, aber stattdessen wird Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes jetzt 'endlich' legal und durch die Verfassung geschützt. Hurra.

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Senbu  26.08.2023, 12:01

"Ich bin den Weg übers TSG gegangen und u.a. durch die Zwangsgutachten und Demütigungen bis ans Ende meiner Tage traumatisiert."

Wieso sind Sie durch simple Fragen eines Arztes traumatisiert? Demnach müssten ja unzählige Männer, die Wehrpflicht hatten oder beim Militär waren traumatisiert sein, schließlich wird man im Adamskostüm begutachtet. Jugendliche, die eine J1 bzw. J2 Untersuchung hatten ebenso, die wurden von einer fremden Person im Intimbereich befummelt um auf die Entwicklung als auch eventuell Krebs zu untersuchen. Frauen machen sowas sogar regelmäßig. Vielleicht ist ja unsere Gesellschaft deswegen so traumatisiert.

"...bei denen Ärzte weiterhin ausreichend Gelegenheit zum Demütigen und Misshandeln haben. Auch bei dieser Gelegenheit bin ich vergewaltigt worden und musste die Klappe halten."

Wieso demütigen und misshandeln? Wenn Sie solche Probleme damit haben offen mit einem Arzt umzugehen und sich untersuchen zu lassen, dann ist es Ihr persönliches Problem welches eher psychischer Natur ist. Wenn Sie vergewaltigt wurden, dann sollten Sie das melden, außer es ist, wie anhand Ihrer vorherigen Beschreibung offiziell keine Vergewaltigung, sie stellen es jedoch als solche dar um die pösen Ärzte zu diskreditieren. Sicherlich könnte man Ärzte bei der J1 und J2 als Pädophile oder Hebephile darstellen und die Untersuchung beim Militär oder Frauenarzt als Vergewaltigung, wenn man unbedingt andere diskreditieren möchte. War es also eine Vergewaltigung (falls ja sollten Sie es melden) oder stellen Sie es nur so dar(dann sollten Sie es unterlassen, da das ein schwerer Vorwurf ist).

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Schneeloeckchen  26.08.2023, 17:01
@Senbu

Das ist kein Vorwurf, sondern Tatsache. Und wenn Sie diese Zwangssituation nicht begreifen können / wollen, halten Sie doch einfach mal Ihre Fingerchen still.

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Senbu  26.08.2023, 17:28
@Schneeloeckchen

Dann erklären Sie es, schließlich sind Tatsachen eindeutig und unwidersprüchlich darlegbar. Ihre Antwort strotzt nur so von subjektiven Ansichten und "Hetze"/Hass gegenüber Fachpersonen dank denen Sie überhaupt das haben was Sie wollten und die nur ihren Job gemacht haben, der eben wichtige Überprüfungen beinhaltet. Sie wussten davon und haben freiwillig zugestimmt.

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t6dmz  27.10.2023, 09:23
@Senbu

Wenn du das eine simple Frage nennst, mit 13 Jahren alleine vor einem Arzt zu stehen, der dich andauern nur fragt ,,Na, hast du schon masturbiert? Ich kann dich nicht behandeln bis du masturbiert hast und mir einen ausführlichen Aufsatz darüber geschrieben hast, was genau du gemacht hast und an was du gedacht hast. Du kannst gar nicht wissen, welches Geschlecht du hast, wenn du nicht deine Genitalien stimulierst. Wenn du nicht weißt wie das geht, kann ich es dir gerne zeigen. Ich werde dich nicht behandeln, wenn du nicht kooperierst.'' Und gleichzeitig musst du jahrelang zu einer kooperierenden Phsychologin gehen, die dir nichts anders sagt als ,,Du weißt was er verlangt damit du behandelt wirst.'' Und den Rest der ,,Psychotherapie'' über geht sie sich einen Kaffee machen und rauchen. Oder wie fändest du das, wenn du dich mit 13 jeden Monat vor dem Arzt ausziehen musst und dich überall anfassen lassen musst. Und dann werden Fotos von deinen Genitalien gemacht, um ,,zu dokumentieren'', wie sich dein Körper verändert. Selbst wenn du noch gar keine Hormontherapie bekommen hast. Und wenn du sagst, du willst das alles nicht sagt man dir nur ,,Tja, dann viel spaß dabei jemand anderes zu finden, der Minderjährige behandelt.'' In dem gesamtem Prozess wirst du durchgehend nur gefragt, ob und wie du masturbierst und aufgefordert dich auszuziehen. Egal ob du 30 oder 11 Jahre alt bist. Es wird niemals auch nur eine einzieg Frage gestellt, die herausfinden könnte, ob du Geschlechtsdisphorie hast oder nicht. Deswegen bekommen Autogynä/androphile die Hormone teilweise am ersten hinterhergeworfen. Weil die nichts lieber machen, als über ihr Masturbationsverhalten zu reden. Und weil man die Ü16 Jährigen eh nicht da haben will. Es ist echt ekelhaft, wie viele dutzende Kinder und Eltern berichten, genau diese Erfahrung gemacht zu haben. Ich habe auf Veranstaltungen gehört, dass jemand nur gesagt hat, bei welchem Arzt die Person war. Und direkt ein dutzend Leute gesagt haben ,,Und? Hat er auch das und das bei dir gemacht? Bei mir auch.''

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t6dmz  27.10.2023, 09:28
@Senbu

Und von freiwillig zustimmen, kann definitv nicht die rede sein! Dass du ein Gutachten haben willst, schließt nicht ein, dass du zustimmst dich in deiner Intimsphäre verkletzen und anfassen zu lassen. Das ist die Aufgabe von dem Arzt, der dich später operiert. Und nicht von dem, der Gutachten für Hormoen oder Namensänderung schreibt.

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Senbu  27.10.2023, 11:13
@t6dmz

"Wenn du das eine simple Frage nennst, mit 13 Jahren alleine vor einem Arzt zu stehen, der dich andauern nur fragt ,,Na, hast du schon masturbiert? ..."

In dem Alter hat man doch bereits eine Untersuchung, die J1, bei der man nackt vor dem Arzt ist und er einem noch die Klöten befummelt hinter sich. Ob man masturbiert hat oder nicht und wie es war... was soll so schwer an der Frage sein?

"Du kannst gar nicht wissen, welches Geschlecht du hast, wenn du nicht deine Genitalien stimulierst."

Die Begutachtung der Geschlechtsorgane reicht nach medizinischen Standard aus um das Geschlecht zu bestimmen. Sieht man also einen Penis und Hodensack, dann ist man medizinisch männlichen Geschlechts. Also kann man es auch ohne masturbieren wissen. Meinten Sie eventuell Gender?

"Und den Rest der ,,Psychotherapie'' über geht sie sich einen Kaffee machen und rauchen."

Das es so ist, ist der lgbtq...z Truppe geschuldet, die viel mimimi macht, wenn man eine Therapie beim Patienten macht. Statt also zu therapieren läuft es gerne mal auf ein "du weißt was du sagen musst für das schreiben, also sag es, nur dafür bist du doch hier." hinaus.

"Oder wie fändest du das, wenn du dich mit 13 jeden Monat vor dem Arzt ausziehen musst und dich überall anfassen lassen musst."

Fragen Sie ernsthaft wie ich es fände mich regelmäßig von einer Fachperson medizinisch untersuchen zu lassen? Ich hätte kein Problem damit. Es handelt sich um einen Arzt, er macht seinen Job und ich bin der Patient, der wegen einem Problem bei ihm ist. Warum also mimimi machen? Höchstens wegen der Wartezeit im Wartezimmer.

"...ob du Geschlechtsdisphorie hast oder nicht."

Dazu ist der Arzt auch nicht imstande, da er kein Dr der Psychologie ist sondern der Humanmedizin.

"Und weil man die Ü16 Jährigen eh nicht da haben will."

Bei denen ist die gesunde Entwicklung des Körpers auch großteils abgeschlossen. Bei unter 16 Jährigen ist diese noch am laufen und falsche Hormone behindern diese womit man medizinisch gesunden Menschen einen Schaden zufügt, also die Entwicklung behindert.

"Und von freiwillig zustimmen, kann definitv nicht die rede sein!"

Sie wollen etwas diagnostiziert haben und können die Art wie es diagnostiziert wird im Internet nachlesen. Der Arzt hat Vorschriften die er einhalten muss für eine Diagnose. Medizinisch gesehen ist man aber gesund, also sind so oder so die Untersuchungen quark. Hormone haben eine starke Auswirkung auf den Körper, weswegen der Körper eben untersucht werden muss. Das Problem liegt aber in der Psyche, weswegen ein Arzt da nichts machen kann außer die nötigen Untersuchungen und für die Ärzteethik für sich nochmal sicherstellen ob es kein Fehler ist diesem Individuum eine Überdosierung an Hormonen zu verpassen, die für sein Geschlecht abnormal sind.

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Spassbremse1  04.03.2024, 16:21
@Senbu

Es ist bekannt, dass auch Frauen, die "nur" wegen sex. Mißbrauchs u.ä. psychologische Hilfe suchten, ebenso durch die Fragen und Therapien von Psychiatern und Psychologen traumatisiert sind. Wieso sollten Transfrauen das also auch nicht sein können? Die Psychologie und der Verwaltungsapparat in Deutschland arbeitet heute noch teilweise unter der Würde eines Menschen. Immer wieder müssen Betroffene detailliert die Hölle, die sie erlebten, Fremden schildern. Mir ist ein Fall bekannt, in dem eine schwer sexuell mißbrauchte Frau nach Jahrzehnten endlich EU-Rente und einen GdB einklagte und sich von einem MA des LaGeso die ungeheuerliche Unterstellung anhören musste, sie hätte ein Gefälligkeitsgutachten erhalten, ob sie den Psychologen vielleicht näher kenne. Allein dass sie klagen musste halte ich schon für empörend. Es hätte mMn genügt, wenn man sich ihre Lebensgeschichte aufmerksam angehört hätte.

Es ist skandalös, wie man im Jahr 2024 mit Menschen umgeht, die das Pech hatten, aus der Norm zu fallen und deren äußerer Körper nicht zu ihrem inneren Empfinden passt.

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Senbu  04.03.2024, 17:13
@Spassbremse1

Es ist nun einmal kompliziert ein psychisches Problem anzugehen bei welchem die Personen sich selbst ablehnen. Vor allem wenn man keine präzise Bestimmungsmöglichkeit hat, sondern nur das Bauchgefühl von Personen, die weiche Wissenschaften studiert haben.

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Spassbremse1  04.03.2024, 21:50
@Senbu

Sich selbst ein Leben lang selbst abzulehnen sollte Beweis genug zu sein.

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verreisterNutzer  13.11.2023, 21:55

N"Auch bei dieser Gelegenheit bin ich vergewaltigt worden" meinst du sexuell vergewaltigt worden?

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Ich muss an der Stelle sagen, dass es langsam Zeit wird, dass Deutschland da nachrückt. Ihr habt für dieses Recht ja ganz schön lange. Wir in der Schweiz haben bereits ein solches Recht. Es macht es einfach wesentlich einfacher und unkomplizierter und ist zudem auch kostengünstiger. Die Bedenken von Missbrauch sind völlig unbegründet. Mir ist bisher bei uns in der Schweiz auch kein solcher Fall bekannt. Und das waren auch bei uns Bedenken, sowie das umgehen der Wehrpflicht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Bin selbst Trans und bi und beschäftige mich damit.

Senbu  26.08.2023, 11:37

Solltet ihr nicht mal bei der Wehrpflicht nachrücken, also diese aussetzen? Ist immerhin wertvolle Zeit junger erwachsener Menschen, die diese zwangsweise abdrücken müssen statt sich frei zu entfalten. Im Europa weiten Kriegsfall seid ihr ja eh wieder neutral. Dafür muss man also junge Erwachsene nicht zu Kanonenfutter ausbilden.

Tja einige Reformen sind eben nicht so simpel wie es für andere scheint.

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t6dmz  27.10.2023, 09:50

Und man sollte an irgend einem Zeitpunkt vielleicht auchmal an den Missbrauch von Transgenderkindern durch diesen P*dophilenring, in dem sie im schlimmsten Fall landen, denken. Denn dass manche Leute ausschließlich in diesem Feld tätig sein, weil sie einen Fetisch für Transgenderkinder haben, das ist hinter vorgehaltender Hand in der Szene mehr als bekannt. Wenn dich dein Kinderarzt ungefragt im Genitalbereich anfasst, obwohl du sagt du willst das nicht und das für die Behandlung nicht wichtig ist, ist es missbrauch. Außer wenn du ein Transgenderkind bist. Dann wollte man nur mal übeprüfen ob du ein normales sexuelles Empfinden hast. Mit 11.

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emyness  27.10.2023, 11:18
@t6dmz

Hast du irgendwelche Belege dafür? Und worum geht es dir überhaupt? Doch nicht um das Selbstbestimmungsrecht.

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100%, das gehört auch zum Queer sein, und jeder gehört 100% so Unterstützt wie er sein oder Leben möchte ohne sich von anderen beeinflussen lassen zu sollen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – bin selbst Radqueer, Transage und Map 🏳️‍🌈

gutefrage 
Beitragsersteller
 25.08.2023, 12:00

Danke, dass Du Deine Meinung zum Thema geäußert hast!

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Was denkt ihr über das Selbstbestimmungsgesetz? 

Mich selber betrifft es nicht, aber schön für die, die es dadurch nun leichter haben.

Habt ihr Kritikpunkte daran und falls ja, welche?

Im Gegensatz zu Frau Ataman sehe ich durchaus eine gefahr zum Missbrauch dieses Gesetzes.

Nicht nur wenn es darum geht, Frauen zu belästigen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es da Möglichkeiten gibt, seine Identität zu verschleiern.

Denkt ihr, dass dies der richtige Schritt hin zu mehr Toleranz und weniger Diskriminierung sein kann?

Nein, das denke ich wiederum nicht. Menschen die vorher diesbezüglich tolerant waren, werden es auch weiterhin sein und Menschen, die da intolerant waren werden es auch zukünftig sein, wenn nicht noch mehr. Stichwort Reaktanz.

LG.


gutefrage 
Beitragsersteller
 25.08.2023, 13:17

Danke für Deine ausführliche Antwort.

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Persönlich begrüße ich das reformierte SBG. Allerdings käme für mich als selber nonbinäre Person ein eigener Gebrauch des Gesetzes erst nach potentiellen geschlechts-/körperangleichenden Maßnahmen infrage.

Bedenken insbesondere seitens Frauenbewegungen kann ich zwar durchaus nachvollziehen, halte sie aber trotzdem für weitestgehend unbegründet. Einen exorbitanten Anstieg sexueller Übergriffe aufgrund dieses Gesetzes sehe ich eher als unwahrscheinlich an. Auf weitere Kritik gehe ich gar nicht ein, weil sie größtenteils ohnehin einfach nur Stimmungsmache ist.