Meinung des Tages: Wie bewertet Ihr die Teil-Legalisierung von Cannabis?

Das Ergebnis basiert auf 673 Abstimmungen

Ich finde das Gesetz gut, weil... 47%
Ich sehe das Ganze kritisch, da... 47%
Andere Meinung und zwar... 7%

131 Antworten

Ich finde das Gesetz gut, weil...

Ich bin sehr dafür, dass Cannabis durch die Legalisierung aus dem Schwarzmarkt verdrängt wird. Da treiben sich asoziale Elemente rum, die nicht davor zurückschrecken, unbedarfte Konsumenten mit manipuliertem Cannabis entweder süchtig zu machen oder gar zu vergiften.

Diesem Treiben muss Einhalt geboten werden, doch durch ein Verbot ist das nicht zu schaffen. Nur die kontrollierte Abgabe von Cannabis mit kontrollierter Qualität gegen Altersnachweis stellt sicher, dass Konsument(inn)en nicht gefährdet werden.

Auch das Argument »Einstiegsdroge« würde sich in Wohlgefallen auflösen, wenn Konsument(inn)en nicht mehr mit Dealern in Kontakt kämen, die nicht davor zurückschrecken, sie mit anderen, Sucht erzeugenden Mitteln »anzufixen«, nur um neue Stammkunden zu gewinnen.

Dazu ist es aber auch notwendig, das Cannabis zu Preisen anzubieten, die es für den Schwarzmarkt unattraktiv machen. Eine zu starke Reglementierung würde aber dem »ausbluten« des Schwarzmarkts entgegenwirken.

Deshalb finde ich die Teillegalisierung gut und sie war schon lange überfällig.

Durch die Teillegalisierung wird die Justiz und die Staatskasse entlastet, weil zahllose Gerichtsverfahren wegen des Besitzes wegfallen. Auch den Konsument(inn)en würde es erspart bleiben, wegen des Konsums vorbestraft zu sein, was ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert.

Was noch fehlt, ist umfangreiche Aufklärung an Schulen, damit junge Leute wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie Cannabis konsumieren, denn völlig harmlos ist es ja nicht, besonders für Jugendliche, deren Entwicklung des Gehirns noch nicht abgeschlossen ist. Hier gibt es also noch Nachholbedarf.

Ansonsten bin ich sehr dafür, dass man nun Cannabis erwerben und besitzen darf. Es sollte jedem frei stehen, z.B. zum Feierabend zu kiffen, um von der Hetze des Alltags runter zu kommen und besser schlafen zu können. Das ist immer noch besser, als sich mit Alkohol zu benebeln, weil der süchtig macht.

Die Gesellschaft sollte nicht durch ein Verbot gegängelt werden, denn die Prohibition ebnet kriminellen Elementen nur den Weg, sich zu bereichern und ihre kriminellen Organisationen zu finanzieren.

Wer verantwortungsvoll damit umgeht, schadet niemandem. Warum soll es also nicht legal sein?

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

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Jupp, hast du Recht, wobei mir persönlich die Legalisierung noch nicht weit genug geht.

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@Gegsoft

Tja, den Grundsatz "Bundesrecht bricht Landesrecht" hat er wohl nicht verstanden! Bei der nächsten Wahl dürfte die CSU wohl zu einer reinen Randpartei werden!

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Ich bin kritisch, weil das Gehirn erst ab dem 24 Lebensjahr voll ausgebildet ist und Cannabis diesem schädigt.

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@Sassi642

es währe ja nicht so das Cannabis viel schlimmer ist als Alkohol oder dem rauchen von Tabak.

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was ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert.

Wenn jemand zu uns zum Gespräch kommt und nach Cannabis stinkt, der wird so oder so abgelehnt. Den Gestank bekommt man nicht einfach so weg, auch wenn man als Konsument es selbst nicht riecht.

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@Topfdeckel1234

Ein Freund von mir hat in seiner Bewerbung sogar angegeben, dass er den Streckmittlemelder und "DirtyWeed" betreibt und ich habe ihn daraufhin gefragt, ob er das wirklich im Lebenslauf lassen möchte und er sagte: "Ja, nach meiner letzten Firma will ich ein progressives Unternehmen." Und siehe da sie haben ihn als Software-Engineer eingestellt mit gutem Gehalt und Homeoffice.

Jede Firma ist da anders.

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@vanOoijen

Na ja, es ist ja auch ein Unterschied, ob man wegen Drogenbesitz vorbestraft ist oder ob man gefährliches Gras meldet und damit Konsumenten vor Schaden bewahrt.

Aber ich finde es gut, dass die Firma ihn eingestellt hat.

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well explained

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Fragt mal in den Ländern nach die Cannabis legalisiert haben.

Ich glaube gehoert zu haben dass die grosse Mehrheit Es bereut hat....

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Viel blabla und keine Ahnung. Asoziale Kreaturen verkaufen strecken usw andere nutzen verantwortungsvoll... du hast wohl zuviel abgekriegt. 25g in dieser Gesellschaft, also ohne Veschränkung auch täglich! Dann verabschieden sich alle. Und kiffen macht süchtig! Frag mal die Leute auf der Strasse. Wer sorgen und Ängste hat der braucht immer mehr Zuckerwatte um hier klar zu kommen. Und Aufklärung gibt es seit Jahrzehnten. Es ist nicht das Zeug der Stoff der Joint sondern der Grund und der Background der entscheident Einfluss hat. Das Zeug sollte wie in Golland gehandhabt werden und keine Bunkerung von tägl 25g. Dann verkaufen von zu Hause die leute das Zeug dumm einfach und ein Zeichen für ahnungslose Schwätzer. Dann wird hier bald nämlich keiner mehr arbeiten. Oder hattest du schon mal Kollegen die das andauernd machen?

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@QueenM2024
Viel blabla und keine Ahnung.

Wie erklärst Du dann, dass ausgerechnet meine Antwort die am besten Bewertete ist?

Dank Deiner katastrophalen Grammatik konnte ich den Sinn Deines Kommentars nicht ganz erfassen. Jedenfalls geht daraus hervor, dass Du nicht wirklich Ahnung von der Materie hast, sondern nur die Parolen der Legalisierungsgegner nachplapperst. Ich gehe damit seit 40 Jahren verantwortungsvoll um und bin nie süchtig geworden. Wenn ich nach längerer Zeit wieder mal keinen Bock mehr darauf habe, höre ich einfach auf und habe keine Entzugserscheinungen.

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Rauch mal Reines Cannabis davon Wirst du schneller abhängiger das Mit denn Jugendlichen ist nicht Kontrolliert Jeder 2 Genauso mit Zigeretten Die denken Sich Oh das ist ja Legale Ab Mach ich Mal Ich Will mal Sehen wie Jetzt Deutschland Junkie Wird

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@Anonym12412

Ich habe 20 Jahre lang gekifft und hatte überhaupt kein Problem damit, aufzuhören. Im Gegenteil: Ich war froh, nicht mehr diesen hochgezüchteten und verschnittenen Dreck zu rauchen. Und seitdem bin ich geistig wieder so fit wie vor 20-25 Jahren.

Reines Gras macht nicht süchtig, sondern der Dreck, den gewinnsüchtige Asoziale dem Gras beimischen. Und wenn man nicht rein raucht, was rein geht, sondern vernünftig konsumiert, dann kann man damit auch klar kommen.

Die Suchtgefahr kommt daher, dass jeder meint, er müsse alles auf einmal nieder rauchen. Es sind die Kampfkiffer, die Probleme damit haben, ebenso wie es die Kampftrinker sind, die daran zugrunde gehen.

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Ich finde das Gesetz gut, weil...

Natürlich freue ich mich darüber, dass es in der Drogenpolitik endlich mal vorwärts geht, ich hatte schon nicht mehr geglaubt dass ich das noch erlebe.

Seit 32 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, seit ich 1992 im Politikunterricht mein erstes Referat zur Legalisierung von Cannabis hielt.

Dann 1998 haben schon alle gedacht jetzt käme die Legalisierung - stattdessen kam auch noch das Verbot von Saatgut, das bis dahin legal war.

Das jetzt beschlossene Gesetz hat Mängel: Das wichtigste Element fehlt: Die Shops. Ebenso staatlich lizensierter Anbau für diese Shops. Den Schwarzmarkt eindämmen und Jugendschutz verwirklichen wird man nicht ohne Shops erreichen.

Das beste Element ist der bald erlaubte private Anbau. Das wird meine Entscheidung sein, denn auch wenn die Mengen in den CSCs sehr hoch sind, ist die Limitierung des THC-Gehaltes in den Anbauvereinen sehr unattraktiv. Ich möchte Cannabis mit 15-20% THC und nicht mit 10-12%.

Generell war der Freitag trotzdem ein Tag zum Jubeln, auch wenn ich persönlich für eine komplette Kehrtwende in der Drogenpolitik bin - und zwar nicht nur bezüglich Cannabis.

Der seit 1971 geführte und von Präsident Nixon ausgerufene "Krieg gegen die Drogen" ist krachend gescheitert. Drogen aller Art sind heute leichter und billiger verfügbar denn je.

Es steht sozusagen: Drogen 1 / Staat 0.

In jedem anderen Politikfeld hätte man längst umgedacht, wenn eine Strategie so erfolglos ist. Aber in der Drogenpolitik durften lange die Blinden von der Farbe reden und sie war ideologiegetrieben und irrational.

Als Blogger und Aktivist habe ich mich schon vor 10 Jahren für eine unideologische und vernunftbasierte Drogenpolitik eingesetzt. Und diese bedeutet für mich: Entkriminalisieren, Legalisieren, Regulieren.

Was Deutschland zusätzlich zur Cannabis-Legalisierung bräuchte wäre auch eine Entkriminalisierung von kleinen Mengen harter Drogen wie in Portugal und Tschechien. Das haben die seit Jahren und da ist das Abendland auch nicht untergegangen.

Rauscherfahrungen gehören zum Menschen seitdem es menschliche Kultur gibt. Eine abstinente Gesellschaft hat es nie gegeben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Blogger zur Drogenpolitik, ehemals Co-Admin im LdT

Besten Dank für die sehr ausführliche Antwort Deinerseits.

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Ich sehe das Ganze kritisch, da...

Ich habe da einige Kritikpunkte. Möchte aber zuerst anführen das ich an sich für die Legalisierung bin.

Zum einen fehlt mir der Kontrollmechanismus bei den Vereinen. Welches Amt ist da dann zuständig, mir welchen Befugnisse. Welche Sorten dürfen überhaupt angebaut werden.

Dann, Gewächshäuser sind nicht gerade billig, zudem braucht es noch ein Grundstück. Dazu müssen die Anlagen doch auch bewacht werden. Sprich, um dies alles zu leisten müssen schon horrende Mitgliedsbeiträge entrichtet werden. Wie viele Wochenendkiffer können und wollen sich das leisten?

Tatsächlich wäre es schlauer gewesen Firmen den Anbau und die Verarbeitung zu erlauben. Dazu eben Verkaufsstelle in denen beschränkte Mengen abgegeben werden dürfen. Versehen mit einem Sorten bzw Wirkstoffmengen Katalog.

Woher ich das weiß:Hobby – Aktiv in der Lokalpolitik. Lange politisch Interessiert

Danke für die ausführliche Antwort Deinerseits.

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Indoor-Growing, und nichts Anderes machen diese Vereine, benötigt kein Gewächshaus oder Grundstück. In einem 100 Quadratmeter Kellerraum bringe ich ca. 400 lebende Pflanzen unter. Das teuerste sind die Stromkosten für die Beleuchtung mit verschiedenen Speziallampen.

Lampen, Belüftungs- bzw. Entlüftungsanlage sind Anfangsinvestitionen, die heutigen z.B. LED-Panels haben eine lange Lebensdauer. So ein Panel kostet auch rund 500€ und natürlich braucht man mehrere davon je mehr Pflanzen man aufzieht. Das Lichtspektrum, verschieden lange Beleuchtungszeiten je nach Wachstums- oder Blütephase werden heutzutage schon per Steuergerät programmiert.

Unser CSC hier möchte eine Jahresgebühr von 120€, woanders habe ich sogar 300€ gehört. Und dafür hat man noch kein Gramm Cannabis.

Wie die Kontrolle abläuft weiß ich auch noch nicht, aber dass kann durch die Gewerbeaufsicht gemacht werden. Die schauen sich an ob Mengen etc. stimmen und nehmen von jeder Ernte eine Probe mit, um sie im Labor auf den THC-Gehalt untersuchen zu lassen. Liegt dieser im Limit wird die Charge zur Weitergabe freigegeben. Das lässt sich problemlos realisieren.

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Apropo Gewächshaus. Ich habe 2 Gewächshäuser,eines davon mehr Grünzeugs drinnen,es hing immer eine Lampe drin in einer silbernden Fassung. Es waren auch Brennesseln drin,bei offener tür bis zur Straße sichtbar. Es geschah vor ca. 5 Jahren als plötzlich 2 von der Kripo vor der tür standen. Sie begutachteten das Gewächshaus und kamen zum Schluß das es ein Versehen war. Ein mir nicht so gut gestellter Nachbar sah wohl von weitem eine "Drogenhöhle" in meinem Gewächshaus. Das wird in dieser richtung jetzt in D Alltag sein.

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@PatchrinT

Jaja, die lieben Nachbarn und 'aufmerksame Spaziergänger" sowie Polizeihubschrauber waren beim Outdoor-Growing bisher ein Problem. Manche Outdoor-Grower haben künstliche Tomaten wie Christbaumkugeln zur Tarnung an ihre Pflanzen gehängt. Die kann man für den Zweck tatsächlich kaufen.

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Ich finde das Gesetz gut, weil...

Seit das Thema vor einem halben Jahr das letzte Mal Thema des Tages war, hat sich im Wesentlichen nur eine Sache geändert: Das Cannabisgesetz ist beschlossen. Und das erachte ich als positive gesellschaftliche Entwicklung.

Inhaltlich hat sich nur wenig geändert. An den Fakten rund um die mit dem Konsum verbundenen Risiken hat sich nichts geändert. Die mit der Legalisierung in Verbindung stehenden Sorgen und Hoffnungen sind nach wie vor die Gleichen.

An meiner Meinung zur Legalisierung hat sich auch nichts geändert. Kürzlich bezeichnete ich die Teil-Legalisierung (TL) als kleinen Schritt für die Ampel, aber großen drogenpolitischen Schritt für die Gesellschaft. Und dazu stehe ich weiterhin. An dem Gesetz gibt es viel zu kritisieren, aber bei weitem nicht so viel wie an der Prohibition. Meines Erachtens ist das Gesetz selbst als erster Teil einer umfassenderen Legalisierung viel zu restriktiv. Es atmet den Geist der Prohibition und hat die Strafvorschriften des BtMG geerbt. Ich hatte mehr erwartet, erhofft und gefordert und werde weiter mehr erwarten, erhoffen und fordern, sehe die Teil-Legalisierung aber als guten Ausgangspunkt für eine noch wesentlich progressivere Drogenpolitik. Leider gibt es nur vergleichsweise wenige Menschen, die eine solche Politik nicht nur denken können, sondern auch anstreben wollen. Wie ich mir das vorstelle, hatte ich hier zuletzt grob umrissen:

Welche Drogen sollten legal sein?, https://www.gutefrage.net/frage/welche-drogen-sollten-legal-sein-2#answer-535133103

Zu den Kritikpunkten bzw. Aussagen:

Für Bundesgesundheitsminister Lauterbach soll das Gesetz insbesondere dazu dienen, den illegalen Handel konsequent einzudämmen.

Ich gehe durchaus davon aus, dass sich die TL auf den Schwarzmarkt auswirken wird. Jede Person, die selbst oder über Vereine anbaut, ist eine weniger, die auf den Dealer angewiesen ist. Selbst die mit Sicherheit trotz vorgesehenem Verbot stattfindende Weitergabe unter Freunden ist besser, als Kunde von organisierten Kriminellen zu werden. Sicherlich wird man aber nicht so viele Menschen aus der Illegalität holen, wie es mit Fachgeschäften möglich wäre. Dennoch ist jedes Prozent des Marktes, das man legal machen kann, ein gutes Prozent.

Ihm zufolge gebe es derzeit "viel Kontrolle, viele Verurteilungen, einen boomenden Schwarzmarkt und keinen Erfolg".

Ich stimme im Wesentlichen zu, möchte das aber umformulieren: Es wird viel kontrolliert, Kontrolle gibt es keine. Jedenfalls keine relevante. Das ist ja auch ein Kritikpunkt, den man hier in der Frage zu lesen bekommt. Dass unklar wäre, wie das alles unter dem neuen Gesetz kontrolliert werden solle. Ich denke mir: Selbst wenn die Kontrolle des legalen Systems absolut unmöglich wäre (was sie nicht ist): Was ist die Alternative, weiterhin 100 % unüberschaubarer Schwarzmarkt!?

Die FDP-Politikerin Kristine Lütke sagte, dass - da sehr viele Jugendliche / junge Erwachsene mittlerweile Cannabis konsumieren - das Gesetz der gesellschaftlichen Realität entspräche.

So ist es. Die Konsumtrends weisen nach oben. Der Konsum ist durch Streckstoffe und unklare Potenzen unnötig riskant. Hilfe sucht man sich nicht, weil man Strafen fürchten muss. Das ist der zweifelhafte Erfolg von Jahrzehnten an Prohibition.

Für CDU-Gesundheitspolitikerin Simone Borchardt bestehe die Chance, dass Konsum und zusätzliche Belastungen des Gesundheitswesens eher zunehmen könnten.

Stand jetzt ist, dass der Konsum zunimmt. Durchaus möglich, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Aber durchaus auch möglich, dass es bereits wesentlich mehr Konsumenten gibt, als statistisch erfasst werden können und durch die TL lediglich eine Entdunkelung stattfindet. In der vorherigen Meinung des Tages zum Thema hatte ich das bereits ausgeführt.

Wie auch immer. Dass mit dem Konsum die mit dem Konsum verbundenen möglichen negativen Auswirkungen zunehmen, erscheint logisch. Dem gegenüber steht aber, was ich vorhin schon erwähnt habe. Keine Streckmittel mehr und die Wahl darüber, wie viel welcher Wirkstoffe im Material enthalten sein sollen, was das risikoarme Dosieren erleichtert. Zudem können sich Menschen ohne Verfolgungsdruck früher Hilfe suchen, sollten sie konsumbedingte Auffälligkeiten entwickeln. Ich kann mir vorstellen, dass es unter der TL netto weniger negative gesundheitliche Auswirkgen gibt, selbst wenn der Konsum weiter zunimmt.

Weiterhin machte sie deutlich, dass eine Kontrolle des privaten Anbaus in der Praxis schlichtweg nicht möglich sei.

Wie gesagt: Die Kontrolle des aktuellen illegalen Anbaus ist auch nicht möglich. Deshalb gibt es Cannabis wortwörtlich überall zu kaufen. Deshalb hat ein Drittel der Bevölkerung bzw. die Hälfte der jungen Leute Konsumerfahrung.

Stephan Pilsinger von der CSU befürchtet vor allem drastische Auswirkungen auf die Hirnentwicklung von Heranwachsenden bis 25.

Ich will nicht sagen, dass keine negativen Auswirkungen möglich sind. Allerdings scheinen mir diese teils massiv überschätzt zu werden. Zudem, wie immer, frage ich mich, was die Prohibition hier besser macht. Ich habe es schon oft gesagt und werde es gewiss noch öfter sagen: Die Gefahren des Konsums unregulierter Produkte sind wesentlich höher als die regulierter Produkte.

Lesenswerte weiterführende Artikel:

Bei der Freigabe einer Drogenmenge, die ca. 75 Joints ermögliche, sei darüber hinaus noch schwer zwischen Eigenkonsum und Dealerei zu unterscheiden.

Die Menge alleine erlaubt auch heute keine Unterscheidung zwischen Handel und bloßem Besitz. Das sind zwei unterschiedliche Delikte. Damit man für Handel bestraft werden kann, muss nachgewiesen werden, dass dieser erfolgte oder immerhin geplant war.

Mir persönlich erscheint die Mengengrenze bei der TL reichlich absurd. Wenn es um Cannabis geht, scheinen irgendwie alle immer zu vergessen, wie man als mündiger Mensch mit normalen legalen Waren umgehen darf. Den Aufschrei möchte ich sehen, wenn es heißt, dass man keinen Kasten Bier im Kofferaum haben darf. Ist ja viel mehr, als man auf einmal verbrauchen kann. Von den vielen Weinflaschen in irgendwelchen Kellern und Schnapsflaschen in irgendwelchen Schränken garnicht zu reden. Das müssen dann ja Großdealer sein...

Das Zitat von Herrn Fischer spare ich mir diesmal. Stattdessen möchte ich abschließend auf diesen offenen Brief verweisen: Offener Brief an den Bundestag: Professorinnen und Professoren für das Cannabis-Gesetz, https://schildower-kreis.de/offener-brief-an-den-bundestag-professorinnen-und-professoren-fuer-das-cannabis-gesetz/

Woher ich das weiß:Hobby – Interessierter Laie ✅ Kein Fachmann, kein Arzt ❌
Ich finde das Gesetz gut, weil...

Es ist gut, dass damit der Schwarzmarkt bekämpft wird und auch ärmere Leute dadurch an pflanzliche Schmerz-stillende Stoffe gelangen.

Kritisch würde ich es sehen, wenn dann überall auf der Straße gekifft würde und mich dass dann z.B. fürs Autofahren oder ähnliches beeinflussen würde. Hier muss man abwarten, wie sich das mit dem "öffentlichen Raum" klar abgrenzen lässt bzw. ob die Polizei hier auch hart durchgreift.

Danke für Deine Antwort.

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Ist doch alles noch total ungeklärt. 25 g pro Tag? Wie du sagst wo darf man denn dann? Wer macht es einfach? KINDER usw werden nicht geschützt. Die schießen dem Volk nur wieder vors Bein und bald stürzen noch mehr in Depressionen und Psychosen

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