Ist es eine Sünde zu sagen man glaubt nicht an Gott?
Ich bin m/15 und hatte jetzt 8 Jahre katholisch-Unterricht. Allerdings bin ich sehr unzufrieden mit der Lerngemeinschaft und noch unzufriedener mit der Lehrperson aus persönlichen Gründen. Nun habe ich ,aufgrund von Tipps seitens Lehrers, einen Antrag auf den Wechsel in den Ethikunterricht gebeten. Daraufhin bekam ich das Formblatt, indem man eine Begründung hinterlegen muss. Ich redete mit der agierenden Stufenleitung darüber verbal und äußerte meinen obengenannten Grund. Dieser wurde als nicht ausreichend von der Stufenleitung gewertet und ich müsse mir einen anderen Grund überlegen, um erfolgreich zu wechseln.(Das war verbal also es hat keinen direkten Einfluss auf den Antrag)
Der Lehrer ,der den ich ganz am Anfang diesbezüglich konfrontierte, meinte, es spiele keine Rolle welche privaten Gründe ich haben mag, nur mein Wille solle in dieser Situation gewertet werden.
Die Stufenleitung äußerte, dass ein zulässige Begründung sowas wie mangelnder Glaube sei.
Doch ich glaube ja an Gott und bin somit Christ. Jetzt frage ich mich, ob es jetzt eine Sünde ist wenn ich da jetzt mangelnden Glaube angebe. (Ich bin auch offen für Begründungsvorschläge und bitte keine Antworten wie: "Beiß in den sauren Apfel und bleibe bei dem Unterricht" - Ich wurde von dieser Lerngruppe über ein Jahr gemobbt und habe meine Gründe für meine Entscheidung.)
7 Antworten
Lügen musst du nicht. Du kannst aber Gott fragen. Er ist ein Lebendiger. Und wenn du die Bibel liest, dann kannst du etliche Gründe für deinen Austritt finden - z.B.:
Der Apostel Paulus sagt: „Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!" Galaterbrief 1:8 SCH2000
... und die katholische Kirche lehrt viele Dinge, die NICHT mit der Bibel übereinstimmen. Z.B. nur Gott, Jesus kann Sünden vergeben (nicht der Papst, wenn einer durch eine heilige Pforte geht usw.) Auch ist der Wein kein Blut Jesu, weil Jesus selbst sagt:
„Und Jesus nahm den Kelch und dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinkt alle daraus! Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch aber: Ich werde von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde im Reich meines Vaters!“ Matthäus 26:27-29 SCH2000
Buch: "Das Evangelium nach Rom", James McCarthy, CLV (Christliche Literatur Verbreitung).
Und wenn du die Bibel liest (Neues Testament) werden dir noch mehr Dinge auffallen, die in der katholischen Kirche anders gelehrt werden, als Gott in der Bibel sagen lässt.
Ich bin nicht katholisch, aber liest du überhaupt die Bibel? Jesus sagt den Jüngern ganz klar, dass sie Sünden vergeben können, in Johannes 20:21–23, Matthäus 16:19, Matthäus 18:18, Markus 2:5–10, Lukas 10:16.....
Unglaube ich tatsächlich eine Sünde. Lügen auch. Aber ich kann verstehen, dass du aus dieser Gruppe heraus willst, wenn es so schlimm war. Unglauben anzugeben wäre dann eine Art Notlüge. Vielleicht gibt es einen Vertrauenslehrer, mit dem du sprechen kannst. Ich könnte mir vorstellen, dass man wegen Mobbing aus einer Gruppe heraus genommen werden kann. Auch ohne zu lügen.
Warum glaubst Du an Gott? Du bist 15. Ich erinnere mich zurück als ich in dem Alter war. Meine Mutter war Mathematik- Biologielehrerin.
Ich habe mich als Leseratte auf die Bücher in ihren Regalen gestürzt. Da stand so ziemlich alles. Darwin, "On the Origin of Species" und "The Decent of Man", Weinberg "The Frist Three Minutes", Wolfgang Pauli "Writings on Physics and Philosophy"
Die Lektüre der mütterlichen Bibliothek haben nicht nur meine Englischkenntnisse erheblich verbessert, sondern mich überzeugt, dass es in der Welt alles mit rechten Dingen zugeht - ohne Götter und Dämonen.
Das wäre eine plausible Begründung!
Ich habe die Notfallsituation ein Jahr später erlebt, mit 16. Mein Vater starb von heute auf morgen an einem Herzinfarkt, meine Mutter stürzte in Folge psychisch ab und mein Bruder war 12. Ich wurde praktisch von jetzt auf gleich ins Erwachsenenleben katapultiert und war der Mann in der Familie, der alles regeln musste.
Das war hart, da hat mir aber kein Gott geholfen, sondern nur ich mir selber
Du kannst doch sagen, dass Du die RKK ablehnst oder deren Haltung zur Sexualität!
...ansonsten ist es sowieso keine Sünde, zu behaupten, man glaube nicht an Gott, wenn das einen vor Übel bewahrt und ohnehin nur eine reine Formsache ist.
Doch ich glaube ja an Gott und bin somit Christ.
Zuerst einmal ein Irrtum vieler, die sich Christen nennen.
Christ ist man dann, wenn man Jesus Christus nachfolgt. Nach seinem wichtigsten Gebot lebt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Die Bekehrung und geistliche (Johannes 3,1-18) Wiedergeburt vollzogen hat.
1..Erkennen, dass man in Gottes Augen nicht so gelebt hat, wie Gott es möchte. Reue über die gemachten Sünden haben.
2. Bereit sein, sein Leben Jesus Christus zu übergeben.
3. Anerkennen, dass Jesus für alle unsere Sünden am Kreuz gestorben ist.
4. Den Willen sein Leben zu ändern und so zu leben, wie es uns Jesus vorgelebt hat. Möglichst Sünden zu vermeiden. Für die Not der Mitmenschen da sein.
5. Die Lebensumkehr wird mit der öffentlichen Taufe bestätigt (Markus 16,16 und Lukas 3,3). Die Baby-Taufe zählt nicht.
Eine Sünde ist ein Verhalten, bei der man sich bewusst ist, dass es nicht dem Willen Gottes entspricht. Notlügen, Du hast es richtig erkannt, wären auch Sünden.
Was kannst Du tun? Gibt es keinen Schulsozialarbeiter, bei dem Du Hilfe bekommen könntest. Ich nehme an, dieser würde unter Schweigepflicht stehen. Da könntest Du über das Mobbing erzählen und ihn bitten, ob er Dir nicht den Ethikunterricht ermöglichen kann.
Ganz viele Falschinformationen hier. Matthäus 10,32-33 sagt: „Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer aber mich vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“
Ich glaube das sollte Antwort genug sein.
Ist es eine Sünde zu sagen ........
Ganz sicher nicht. Glauben kann man nicht erzwingen (auch sich selbst nicht) und mit Nichtglauben tut man auch keinem Mitmenschen Unrecht - welches ein Kriterium von "Sünde" wäre.
Milliarden Menschen ( die große Mehrheit der Menschheit) "glauben/glaubten" nicht.
Ich glaube du vergisst hier einen entscheidenden Fakt. Denn Eigenerfahrungen prägen dein Weltbild. Wenn du dich überwiegend mit sachlichen objektiven rationalen Erfahrungen, Begebenheiten und Situationen auseinandergesetzt hast, kann dies Teil der Schaffung deiner Denkweise sein. Vor allem in jungem Alter haben Erfahrungen noch einmal eine viel mehr gravierende Auswirkung auf unser Leben.
Gott und allgemein Religionen sind schließlich in erster Linie durch Verzweiflung der Menschen entstanden, um diesen Halt zu geben allerdings auch um eine andere Ebene ,als reine sachliche greifbare Gesetze, zu schaffen.
Ich glaube an Gott, weil es mich erfüllt fühlen lässt, mir halt im Leben gibt, interessant ist und ich oft selbst eine übernatürliche "Hilfe" gespürt habe, als ich in Notsituationen an Gott geglaubt hatte.
Man kann das natürlich jetzt als Placebo-Effekt abtuen, aber ich glaube selbst das würde keine Rolle spielen, denn mir wurde in dieser Situation dennoch geholfen.
"Leben und Leben lassen."